Bundesversammlung

[Wahlrechtslexikon]

Ergebnis und Aufzeichnung der Bundespräsidentenwahl am 18. März 2012 • Verfahren der Bundespräsidentenwahl

Zusammensetzung der 16. Bundesversammlung

Wenn heute die 16. Bundesversammlung zur Wahl des Bundes­präsiden­ten zusammentreten würde, ergäbe sich die folgende Sitzverteilung. Diese wird sich noch durch Wahlen des Bundes- und von Landtagen verändern, die bis zum nächsten ordent­lichen Termin der 16. Bundes­ver­samm­lung im Jahr 2017 bezieh­ungs­weise bis zu den Wah­len der Länder­ver­treter durch die Landes­parla­mente statt­finden. Auch durch Verschiebung der Zahl der deutschen Bevölkerung in den Ländern können sich noch Änderungen der Sitzverteilung ergeben.

Sitzverteilung auf die Parteien Sitzverteilung auf Bundestag und Bundesländer
Zum Vergleich: 15. Bundesversammlung 2012

Die Zahl der Mitglieder der 16. Bundesversammlung im Bundestag und den Ländern (Hochrechnung)

Zur Berechnungsgrundlage: Eine Fortschreibung der Zahlen der deutschen Bevölkerung auf Basis des Zensus 2011 ist einstweilen nur bis zum 31. Dezember 2011 erhältlich; diese Zahlen sind noch vorläufig. Für den aktuellen Stand haben wir die Differenz zwischen der neuen und der alten Fortschreibung zum 31. Dezember 2011 zu den aktuellsten Bevölkerungszahlen nach alter Fortschreibung zum 30. November 2012 addiert. Die endgültigen offiziellen Zahlen können abweichen, werden aber aller Wahrscheinlichkeit nach nichts an der Sitzverteilung ändern. Siehe zum Vergleich die Zusammensetzung der Bundesversammlung mit der bisherigen Bevölkerungsfortschreibung als Grundlage.

  Deutsche
Bevölkerung
Ideal-
anspruch
Wahl-
leute
CDU/
CSU
SPD GRÜNE FDP LINKE Sonstige
Gesamt 73.887.390 1.240 471–472 340 151 137 109–110 31
 
Bundestag   620 237 146 68 93 75 1
Länder 620 234–235 194 83 44 34–35 30
 
– Berechnungsgrundlagen sind:
  • die Bevölkerungszahlen des Statistischen Bundesamtes mit Stand vom 30. November 2012, korrigiert um die Abweichungen nach der vorläufigen Bevölkerungsfortschreibung unter Berücksichtigung des Zensus 2011 zum 31.12.2011 (nicht amtliche Abschätzung von Wahlrecht.de),
  • die Ergebnisse der Landtagswahlen mit Stand vom 20. Januar 2013 (zuletzt das endgültige Ergebnis der Landtagswahl am 20. Januar 2013 in Niedersachsen) und
  • die Fraktionswechsel mit Stand vom 31. Mai 2013.
    – Die Zuteilung der Sitzzahlen auf die Länder ergibt nach Hare/Niemeyer und Sainte-Laguë dasselbe Ergebnis. Gesetzlich ist das Verfahren nicht definiert; beim letzten unterschiedlichen Ergebnis zur 13. Bundesversammlung hat die Bundesregierung anscheinend noch das bei Bundestagswahlen inzwischen abgelöste Verfahren nach Hare/Niemeyer verwendet.
Näheres dazu unter Wahlen in den Landesparlamenten.
– Die rot unterlegten Zellen kennzeichnen Änderungen durch den Zensus 2011.
Baden-Württemberg 9.359.761 78,539 78 (−1) 34 (−0–1) 20 20 (−0–1) 4
Bayern 11.393.380 95,604 96 (+1) 48 20 10 (+1) 7 FW: 11
Berlin 2.949.396 24,749 25 7 8 5 3 PIR: 2
Brandenburg 2.401.312 20,150 20 5 7 1 1 6 FL: 0
Bremen 578.303 4,853 5 1 3 1 0 FL: 0
Hamburg 1.510.437 12,674 13 3 7 1 1 1
Hessen 5.311.941 44,573 45 18 11 7 7 2 0
Mecklenburg-Vorp. 1.569.398 13,169 13 3 5 1 3 NPD: 1
Niedersachsen 7.321.881 61,439 61 24 22 9 6
Nordrhein-Westfalen 15.875.426 133,213 133 38 56 16 12 PIR: 11
Rheinland-Pfalz 3.703.417 31,076 31 13 13 5
Saarland 922.426 7,740 8 4 3 0 1 PIR: 0
Sachsen 3.961.658 33,243 33 15–16 3 2 3 7–8 NPD: 2
Sachsen-Anhalt 2.215.618 18,592 19 8 5 1 5
Schleswig-Holstein 2.680.970 22,496 22 7 7 3 2 PIR: 2, SSW: 1
Thüringen 2.132.066 17,890 18 6 4 1 1 6

Zum Vergleich hier die Zusammensetzung der Bundesversammlung mit der bisherigen Bevölkerungsfortschreibung als Grundlage. Beide Verteilungen beziehen sich auf den 30. November 2012 als Stichtag:

  Deutsche
Bevölkerung
Ideal-
anspruch
Wahl-
leute
CDU/
CSU
SPD GRÜNE FDP LINKE Sonstige
Gesamt 74.321.125 1.240 471–473 340 150–151 137 109–110 31
 
Bundestag   620 237 146 68 93 75 1
Länder 620 234–236 194 82–83 44 34–35 30
 
– Berechnungsgrundlagen sind:
  • die Bevölkerungszahlen des Statistischen Bundesamtes mit Stand vom 30. November 2012 nach alter Bevölkerungsfortschreibung ohne Berücksichtigung des Zensus 2011,
  • die Ergebnisse der Landtagswahlen mit Stand vom 20. Januar 2013 (zuletzt das endgültige Ergebnis der Landtagswahl am 20. Januar 2013 in Niedersachsen) und
  • die Fraktionswechsel mit Stand vom 31. Mai 2013.
– Die Zuteilung der Sitzzahlen auf die Länder ergibt nach Hare/Niemeyer und Sainte-Laguë dasselbe Ergebnis. Gesetzlich ist das Verfahren nicht definiert; beim letzten unterschiedlichen Ergebnis zur 13. Bundesversammlung hat die Bundesregierung anscheinend noch das bei Bundestagswahlen inzwischen abgelöste Verfahren nach Hare/Niemeyer verwendet. Näheres dazu unter Wahlen in den Landesparlamenten.
Baden-Württemberg 9.482.713 79,106 79 34–35 20 20–21 4
Bayern 11.353.759 94,715 95 48 20 9 7 FW: 11
Berlin 3.024.159 25,228 25 7 8 5 3 PIR: 2
Brandenburg 2.418.649 20,177 20 5 7 1 1 6 FL: 0
Bremen 575.578 4,802 5 1 3 1 0 FL: 0
Hamburg 1.559.145 13,007 13 3 7 1 1 1
Hessen 5.388.727 44,954 45 18 11 7 7 2 0
Mecklenburg-Vorp. 1.585.700 13,228 13 3 5 1 3 NPD: 1
Niedersachsen 7.348.779 61,305 61 24 22 9 6
Nordrhein-Westfalen 15.893.267 132,584 133 38 56 16 12 PIR: 11
Rheinland-Pfalz 3.673.908 30,648 31 13 13 5
Saarland 918.156 7,659 8 4 3 0 1 PIR: 0
Sachsen 4.007.166 33,428 33 15–16 3 2 3 7–8 NPD: 2
Sachsen-Anhalt 2.249.578 18,766 19 8 5 1 5
Schleswig-Holstein 2.686.426 22,411 22 7 7 3 2 PIR: 2, SSW: 1
Thüringen 2.155.415 17,981 18 6 4 1 1 6

Zum Vergleich mit den Wahlergebnissen bei getrennten Wahlvorschlägen gibt es eine aktuelle Übersicht über die Sitzverteilungen in den Landtagen als Tabelle.

Besonderheiten bei der Ermittlung der Mitglieder der Bundesversammlung

Folgende Besonderheiten müssten bei den Wahlen der Ländervertreter in den Landesparlamenten beachtet werden bzw. ergeben sich aus Änderungen der Sitzverteilungen dort – siehe dazu auch die aktuelle Übersicht über die Sitzverteilungen als Tabelle – und im Bundestag nach der jeweils letzten Wahl:

Mitglieder der Bundesversammlung aus dem Bundestag

Wahlen in den Landesparlamenten

Rechtsgrundlagen


von Wilko Zicht, Martin Fehndrich, Matthias Cantow und Andreas Schneider (03.02.2003, letzte Aktualisierung: 31.05.2013, letzte Aktualisierung der Links: 31.05.2013)