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Landtagswahl in Niedersachsen

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Thomas Frings
Veröffentlicht am Samstag, 09. Februar 2008 - 11:45 Uhr:   

"Es gibt eine Konvention, die Deutschland unterzeichnet hat und bei deren Ratifikation gewisse Minderheiten ausdrücklich mit Namen genannt worden sind. Somit besteht grundsätzlich in jedem Teil Deutschlands eine ausreichende Rechtsgrundlage für Minderheitenschutzmassnahmen, ja sogar eine rechtliche Verpflichtung.
Im übrigen ist es so, dass es keine abschliessende Definition von Minderheit gibt; Minderheiten definieren sich grundsätzlich selbst."

Nein, in der "Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen" werden keine Gruppen explizit genannt. Es steht auch keinesfalls im Belieben einer Gruppe, sich als Minderheit zu definieren.

Die Definition von Minderheit im Wortlaut:

"Artikel 1 – Begriffsbestimmungen

Im Sinne dieser Charta:

a. bezeichnet der Ausdruck "Regional- oder Minderheitensprachen" Sprachen,
i. die herkömmlicherweise in einem bestimmten Gebiet eines Staates von Angehörigen dieses Staates gebraucht werden, die eine Gruppe bilden, deren Zahl kleiner ist als die der übrigen Bevölkerung des Staates, und
ii. die sich von der (den) Amtssprache(n) dieses Staates unterscheiden;
iii. er umfaßt weder Dialekte der Amtssprache(n) des Staates noch die Sprachen von Zuwanderern;
b. bezeichnet der Ausdruck "Gebiet, in dem die Regional- oder Minderheitensprache gebraucht wird", das geographische Gebiet, in dem die betreffende Sprache das Ausdrucksmittel einer Zahl von Menschen ist, welche die übernahme der in dieser Charta vorgesehenen verschiedenen Schutz- und Förderungsmaßnahmen rechtfertigt;
c. bezeichnet der Ausdruck "nicht territorial gebundene Sprachen" von Angehörigen des Staates gebrauchte Sprachen, die sich von der (den) von der übrigen Bevölkerung des Staates gebrauchten Sprache(n) unterscheiden, jedoch keinem bestimmten Gebiet innerhalb des betreffenden Staates zugeordnet werden können, obwohl sie herkömmlicherweise im Hoheitsgebiet dieses Staates gebraucht werden."

http://conventions.coe.int/Treaty/ger/Treaties/Html/148.htm

Eine Sprachminderheit in diesem Sinne sind die Ostfriesen eindeutig nicht.

Im Übrigen enthält die Charta keine Bestimmung, die eine wahlrechtliche Priveligierung von Minderheiten erzwingt oder nahelegt.
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Florian (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Samstag, 09. Februar 2008 - 15:16 Uhr:   

"Minderheitenschutz" bedeutet nach meinem Verständnis, dass man (ganz allgemein gesprochen) der Minderheit nicht die Kultur der Mehrheit aufzwingt.
"Jedem das seine" sozusagen.
Praktisch also z.B. das Recht auf Unterricht und Amtsgeschäfte in der Minderheitensprache, Stärkung der kommunalen oder regionalen Selbstverwaltung etc.
Außerdem auch, dass Angehörige der Minderheit nicht aufgrund Ihrer Herkunft staatlicherseits diskriminiert werden dürfen (d.h. als Bürger zweiter Klasse behandelt werden).

Aber Minderheitenschutz bedeutet m.E. keinesfalls, dass Angehörige der Minderheit ein bevorzugtes Mitspracherecht im Gesamtstaat haben - und dies würde ja durch eine Ungleichbehandlung im Wahlrecht erreicht.
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Philipp Wälchli
Veröffentlicht am Sonntag, 10. Februar 2008 - 10:51 Uhr:   

Ich zitiere, was ich bereits am 22. 4. 2002 unter dem Titel "Minderheiten im Wahlrecht?" abgetippt hatte:

Die deutsche Bundesregierung hat zum "Rahmenübereinkommen
zum Schutz nationaler Minderheiten" folgende Erklärung abgegeben:

"Das Rahmenübereinkommen enthält keine Definition des Begriffs der nationalen
Minderheiten. Es ist deshalb Sache der einzelnen Vertragsstaaten zu bestimmen, auf
welche Gruppen es nach der Ratifizierung Anwendung findet. Nationale Minderheiten
in der Bundesrepublik Deutschland sind die Dänen deutscher Staatsangehörigkeit
und die Angehörigen des sorbischen Volkes mit deutscher Staatsangehörigkeit.
Das Rahmenübereinkommen wird auch auf die Angehörigen der traditionell in
Deutschland heimischen Volksgruppen der Friesen deutscher Staatsangehörigkeit
und der Sinti und Roma deutscher Staatsangehörigkeit angewendet."
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Thomas Frings
Veröffentlicht am Montag, 11. Februar 2008 - 08:22 Uhr:   

Als nationale Minderheiten sind abschließend Dänen und Sorben genannt. Friesen sind demnach aus Sicht der Bundesregierung keine, sonst wäre die Formulierung "wir auch auf... angewendet" überflüssig.

In jedem Fall steht eines fest: Es gibt keine Rechtsgrundlage, aufgrund derer die "Friesen" ein Recht auf wahlrechtliche Sonderbehandlung ableiten können.
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Ralf Arnemann
Veröffentlicht am Montag, 11. Februar 2008 - 10:19 Uhr:   

Gleich mal vorweg: Ich stimme völlig zu, daß es derzeit keine Rechtsgrundlage gibt, für die Friesen eine Befreiung von der Sperrklausel einzufordern.
Und es ist in der Tat wenig sinnvoll, solche Forderungen gleich an den Anfang zu stellen.

Das ändert aber nichts daran, daß man sehr wohl von einem Minderheitenstatus sprechen kann - und die etwas verschwurbelte Formulierung der Bundesregierung spiegelt das ja wieder.

Die Friesen sind eine eigenständige Volksgruppe mit einer Sprache, die kein Dialekt des Deutschen oder Holländischen ist.
Sich als Friese zu fühlen setzt aber nicht voraus, daß man diese Sprache auch selber beherrscht.
Siehe das Beispiel Irland, wo man den Iren wohl nicht absprechen wird, daß sie eine eigenständige Nation sind (und eben keine Engländer), obwohl sie durch Jahrhunderte englischer Herrschaft ihre eigene Sprache fast komplett verlernt haben.

Daß z. B. das Ostfriesische heute nur noch im Saterland lebendig gesprochen wird, erinnert sehr an das Gälische in den westlichen Grafschaften Irlands. Dem "Friesengefühl" der rein deutschsprachigen Friesen tut das aber m. E. wenig Abbruch.

Insofern ist es zwar ein wenig peinlich, daß die Friesenpartei ihren Internetauftritt noch nicht ins Friesische übersetzt hat - aber auch das wäre nichts Besonderes. Es gibt eine Reihe nationaler Minderheiten in Europa, die solche sprachliche Schwierigkeiten haben. In der Regel kommt zuerst die politische und kulturelle Organisation - und dann werden Strukturen geschaffen, um die alte Sprache wiederzubeleben.
Siehe zum Beispiel die Bemühungen, das eigentlich schon ausgestorbene Kornisch (in Cornwall) wiederzubeleben.

Die Existenz einer friesischen Minderheit ist auch nicht davon abhängig, ob sich nun die derzeit kandidierende Friesenpartei besonders geschickt oder überzeugend anstellt.

Der Antritt zur Landtagswahl hat auf jeden Fall für eine gewisse Aufmerksamkeit gesorgt.
Die eigentlich Arbeit dieser Leute müßte jetzt aber erst anfangen und darauf hinauslaufen, über Veranstaltungen und Veröffentlichungen auszutesten, ob es wirklich noch ausreichend "Friesenbewußtsein" gibt und dies eine Bewegung trägt. Die politischen Ambitionen sind da sekundär und können eigentlich erst erfolgreich weiterverfolgt werden, wenn sich wirklich genug Interessierte auch zum Mitarbeiten finden.
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Philipp Wälchli
Veröffentlicht am Montag, 11. Februar 2008 - 12:13 Uhr:   

Die Formulierung der deutschen Regierung ist nicht so sehr geschraubt, wie das vielleicht auf den ersten Blick aussieht. Sie unterscheidet nämlich (richtigerweise) zwei Fälle: Es gibt die Dänen und Sorben mit deutscher Staatsangehörigkeit. Dass diese deutsche Staatsangehörige wurden, stand noch niemals zwingend fest, sondern in den Wechselfällen der deutschen Geschichte hat es sich am Ende eben so ergeben, dass einige Dänen auf der deutschen Seite der Grenze leben und dass die Sorben statt z. B. zu Polen oder Tschechien eben zu Deutschland gehören. Sie sind in diesem Sinne "von aussen" gekommen.
Der zweite Fall ist anders gelagert: Der Teil Ostfrieslands, der zu Deutschland gehört, ist schon sehr lange ein fester Teil Deutschlands, ebenso gehören die Sinti und Roma nachweislich seit dem 15. Jh. zur deutschen Bevölkerung. Sie sind daher nicht "von aussen" gekommene "abgeschnitene" Volksteile eines Nachbarstaates, sondern gewissermassen "von innen" herstammend. Das stellt die Bundesregierung mit dem Verweiswort "traditionell" auch so fest, obgleich natürlich gewiss auch eine andere und vielleicht leichter verständliche Ausdrucksweise zu finden gewesen wäre. Dies tut der Tatsache allerdings nicht weh, dass die Bundesregierung zwei unterschiedlich gelagerte Fälle durchaus zutreffend unterscheidet.
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Ralf Arnemann
Veröffentlicht am Montag, 11. Februar 2008 - 14:14 Uhr:   

@Philipp:
Die Sorben sind aber keine eingewanderten Tschechen oder Polen, sondern "Ureinwohner" genau wie die Friesen.
Und sie waren "deutsche Staatsbürger", seit man überhaupt von so einem Begriff sprechen kann (d.h. sie waren vorher Untertanen deutscher Fürsten).

Die unterschiedliche Behandlung der beiden Minderheiten ist m. E. alleine politisch begründet: Zu DDR-Zeiten wurden die Sorben besonders hoffiert, und auch aus Rücksicht auf die historisch belastete Nachbarschaft zu Polen und Tschechien wollte die Bundesregierung 1990 nicht dahinter zurückfallen.
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Thomas Frings
Veröffentlicht am Montag, 11. Februar 2008 - 17:02 Uhr:   

@Ralf
"Die Sorben sind aber keine eingewanderten Tschechen oder Polen, sondern "Ureinwohner" genau wie die Friesen."
Wenn man nur weit genug zurückgeht, ist jeder Zuwanderer. Die Sorben (Wenden) wanderten im frühen Mittelalter ins Gebiet der neuen Länder ein (und sogar in kleine Teile Westdeutschlands, der Name Wendland kommt nicht von ungefähr). Die Slawen wurden fast völlig assimiliert. Aber noch zu Luthers Zeiten wurde die Sprache in Wittenberg (ein ganzes Stück weg vom heutigen Sorben-Gebiet) viel gesprochen.

Aber in der Tat, mit Polen und Tschechen haben die Sorben wenig zu tun. Es bestand vor dem zweiten Weltkrieg über Jahrhunderte keine Verbindung zu anderen slawischen Sprachgebieten. Der polnische und tschechische Sprachraum war ein gutes Stück entfernt. Das Sorben-Gebiet hatte eine Insellage im deutschen Sprachraum, wobei es ja keine einheitliche sorbische Sprache gibt, sondern zwei eng verwandte Sprachen. Das Niedersorbische ist akut vom Aussterben bedroht. Bei den Obersorben wird die Sprache noch bei den Katholiken, einer Minderheit in der Minderheit gepflegt.

"Die unterschiedliche Behandlung der beiden Minderheiten ist m. E. alleine politisch begründet: Zu DDR-Zeiten wurden die Sorben besonders hoffiert,"
Richtig.

@Philipp Wälchli

"Ich würde den Text anders lesen
Die Formulierung der deutschen Regierung ist nicht so sehr geschraubt, wie das vielleicht auf den ersten Blick aussieht."
Ich würde den Text so verstehen: Dänen und Sorben sind Minderheiten, Zigeuner und Friesen sind keine, wir gestehen denen aber aus gutem Willen die gleiche Behandlung zu.

"Sie unterscheidet nämlich (richtigerweise) zwei Fälle: Es gibt die Dänen und Sorben mit deutscher Staatsangehörigkeit."
Quasi alle Sorben (zu denen ist das Notwendige gesagt)haben deutsche Staatsangehörigkeit. Und bei den Dänen ist das auch selbstverständlich (nebenbei war Südschleswig immer mehrheitlich deutsch und war nie Teil Dänemarks). So war es auch bei den Polen in den deutschen Ostgebieten im Kaiserreich. Selbstverständlich waren es rechtlich Deutsche. So konnten sie auch massenhaft ins Ruhrgebiert abwandern (was man noch heute an den vielen slawischen Nachnamen im Ruhrgebiet erkennt), weil es ja technisch nur ein Umzug im Inland war. Geschichtliche Zufälle gab und gibt es immer.

"Der zweite Fall ist anders gelagert: Der Teil Ostfrieslands, der zu Deutschland gehört, ist schon sehr lange ein fester Teil Deutschlands, ebenso gehören die Sinti und Roma nachweislich seit dem 15. Jh. zur deutschen Bevölkerung."
Naja, Zigeuner sondern sich ja überall mehr oder weniger deutlich von der übrigen Bevölkerung ab. Und mit den Ostfriesen ist das auch nicht so eindeutig. Die wohnen am nordwestlichen Rand des deutschen Sprachraums und eine deutliche Sprachgrenze zwischen Deutsch und Niederländisch existierte bis weit ins 19. Jahrhundert nicht. Die bis heute nahezu unveränderte preußisch/deutsche Westgrenze bzw. niederländische Ostgrenze nach dem Wiener Kongreß war lange Zeit nicht einmal eine Dialektgrenze. Der deutsche Nationalstaat ist zudem recht jungen Datums. Aber eines unterscheidet die Ostfriesen ganz wesentlich von den anderen Gruppen: Sie haben eindeutig und schon lange keine eigene lebende Sprache, die mehr als ein Dialekt ist.
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SaaleMAX (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Montag, 11. Februar 2008 - 19:43 Uhr:   

und da artet es grad ein bissl aus...

dann sind wir nämlich bei den SLAWEN.....eine osteuroäische Siedlergemeinschaft.

Sämtliche Orte mit -itz am Namensende sind slawischen Ursprungs.

Also Bitte die Diskussion hat was vom Zählen der Käselöcher im Gouda.
Wer wann, seit welchem Datum, wo wohnt..ist doch eigentlich sowas von WURSCHT.
Hauptsache er fühlt sich wohl da....schließlich sind über 77% der GERMANEN andersartiger Abstammung.

Aber wer will schon bis weit in die Antike jetzt zurückschauen...wir waren bei der Landtagswahl in Niedersachsen...NIEDER---Sachsen???
Hat das was mit den Sachsen und ANGELsachsen zu tun ??? *sfg*
Scherz beiseite....
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Mitdenker
Veröffentlicht am Samstag, 24. Mai 2008 - 11:32 Uhr:   

Abgeordnete aus Niedersachsen

WahlkreisBereichWie gewählt?AbgeordneterPartei
25Aurich [- Emden]DirektsitzGarrett DuinSPD NI
xxListensitzThilo HoppeBündnis 90/Die Grünen NI
26UnteremsDirektsitzGitta ConnemannCDU in NI
xxListensitzClemens Bollen (n)SPD NI
xxListensitzHans-Michael GoldmannFDP NI
27FrieslandDirektsitzKarin Evers-MaierSPD NI
xxListensitzHans-Werner KammerCDU in NI
28OldenburgDirektsitzGesine MulthauptSPD NI
xxListensitzThomas KossendeyCDU in NI
xxListensitzDr. Thea Gerda DückertBündnis 90/Die Grünen NI
29DelmenhorstDirektsitzHolger OrtelSPD NI
xxListensitzAngelika BrunkhorstFDP NI
30CuxhavenDirektsitzAnnette FaßeSPD NI
xxListensitzEnak FerlemannCDU in NI
31StadeDirektsitzDr. Margrit WetzelSPD NI
xxListensitzDr. Martina KrogmannCDU in NI
32MittelemsDirektsitzDr. Hermann KuesCDU in NI
xxListensitzDieter Steinecke (n)SPD NI
33CloppenburgDirektsitzFranz Josef HolzenkampCDU in NI
xxListensitzGabriele Groneberg (n)SPD NI
34DiepholzDirektsitzRolf Herrmann KramerSPD NI
35RotenburgDirektsitzJoachim StünkerSPD NI
xxListensitzReinhard GrindelCDU in NI
xxListensitzIna LenkeFDP NI
36Soltau-FallingbostelDirektsitzMonika GriefahnSPD NI
xxListensitzMichael Grosse-BöhmerCDU in NI
xxListensitzDr. Herbert SchuiDie Linke.NI
37Lüchow-DannenbergDirektsitzHedi-WegenerSPD NI
38Osnabrück-LandDirektsitzGeorg SchirmbeckCDU in NI
39OsnabrückListensitzDr. Martin SchwanholzSPD NI
xxListensitzCarsten-Ludwig ThieleFDP NI
40SchaumburgDirektsitzSebastian EdathySPD NI
41Hannover IDirektsitzGerd AndresSPD NI
xxListensitzRita PawelskiCDU in NI
xxListensitzDr. Claudia WintersteinFDP NI
xxListensitzGerhard Schröder (n a)SPD NI
42Hannover IIDirektsitzEdelgard BuhlmannSPD NI
xxListensitzPatrick DöringFDP NI
xxListensitzSilke von NeufornBündnis 90/Die Grünen NI
xxListensitzDr. Jörg-Dieter-DehmDie Linke.NI
xxListensitzDr. Friedbert Pflüger (a)CDU
43Hannover-Land IDirektsitzCaren MarksSPD NI
44CelleDirektsitzDr. Peter StruckSPD NI
xxListensitzHenning OtteCDU in NI
45GifhornDirektsitzHubertus HeilSPD NI
xxListensitzDr. Eva MöllringCDU in NI
46Hameln-PyrmontDirektsitzGabriele Lösekrug-MöllerSPD NI
xxListensitzHans Peter Thul (n)CDU
47Hannover-Land IIDirektsitzDr. Matthias MirschSPD NI
xxListensitzDr. Maria FlachsbarthCDU in NI
48HildesheimDirektsitzBernhard BrinkmannSPD NI
xxListensitzEckart von KlaedenCDU in NI
xxListensitzBrigitte PothmerBündnis 90/Die Grünen NI
49SalzgitterDirektsitzSigmar GabrielSPD NI
xxListensitzJochen-Konrad FrommeCDU in NI
50BraunschweigDirektsitzDr. Carola ReimannSPD NI
xxListensitzCarsten MüllerCDU in NI
51Helmstedt-WolfsburgDirektsitzHans-Jürgen Uhl (a)SPD NI
xxListensitzDorothee MenznerDie Linke.NI
52GoslarDirektsitzDr. Wilhelm PriesmeierSPD NI
xxListensitzDr. Hans Georg FaustCDU in NI
53GöttingenDirektsitzThomas OppermannSPD NI
xxListensitzHartwig FischerCDU in NI
xxListensitzJürgen TrittinBündnis 90/Die Grünen NI


Legende:
a = ausgetreten
n = nachgerückt
n a = Mandat nicht angenommen
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Mitdenker
Veröffentlicht am Samstag, 24. Mai 2008 - 11:34 Uhr:   

Oben sind die Bundestagsabgeordneten aus Niedersachsen aufgelistet.
Dieser Beitrag ist ins falsche Thema gerutscht.
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Beobachter
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Freitag, 16. Juli 2010 - 12:43 Uhr:   

Hat eigentlich schon jemand gemerkt, daß Niedersachsen mit David McAllister nun einen Ministerpräsidenten mit Migrationshintergrund hat?

Seltsamerweise wird davon überhaupt kein Aufhebens gemacht, während die Berufung von Aygül Özkan zur ersten Ministerin mit Migrationshintergrund vor nur wenigen Monaten einen Riesenwirbel in den Medien verursacht hat (den Özkan gleich noch dadurch angeheizt hat, daß sie als Muslimin das Abhängen christlicher Kreuze gefordert hat).
Worauf könnten diese unterschiedlichen Reaktionen zurückzuführen sein? Könnte es möglicherweise sein, daß in den Augen unserer Multikulti-Enthusiasten eine "nur" schottische Abstammung weniger zählt als eine türkische? Etwa weil die Schotten im Vergleich zu den Türken den Deutschen "zu nahe" sein sollten?

Honi soit qui mal y pense.
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AeD
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Freitag, 16. Juli 2010 - 17:54 Uhr:   

Naja, weder McAllister noch Özkan haben einen eigenen Migrationshintergrund, beide leben mehr als 18 Jahre länger in dieser Republik als die derzeitige Kanzlerin.

Und die Aufregung um Özkan kam nicht wegen des Migrationshintergunds, sondern weil sie über einen Unions-Ministerpräsidenten in ein Kabinett kam, obwohl für Teile der Unionsmitglieder eine seit Geburt hier lebende deutsche Staatsbürgerin aus einer Familie mit türkischem Migrationshintergrund immer noch eine Ausländerin ist, die dazu wegen ihres muslimischen Glaubens nichts in der CDU zu suchen hat, was nach ihrer Kruzifix-Aussage auch offen so geäußert wurde (Goppel, Geis). Bei diesen Politikern von "Multikulti-Enthusiasten" zu sprechen, geht ein wenig an der Realität vorbei.
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Cyrix
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Freitag, 16. Juli 2010 - 19:31 Uhr:   

zur Besagten Ministerin: Sie hatte damals übrigens genauer gefordert, dass sämtliche religiöse Bezeugungen in einer staatlichen und damit unabhängigen Schule fehl am Platz seien. Sie forderte im gleichen Atemzug (@Beobachter: als Muslima) ein Kopftuchverbot [!], nur das wurde im Medienecho recht schnell und stark verschluckt...

Cyrix
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Ingo Zachos
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 16. Juli 2010 - 21:45 Uhr:   

Auch vorher gab es schon MP's mit einem ausländischen Elternanteil.

Das ist so wie bei der Nationalmannschaft.
Man vergisst zu gern die ausländischen Wurzeln der "Volkshelden".
Ganze Mannschaften in den 20ern und 30ern waren schon reine Migrationsmannschaften mit viel höherem Anteil an ausländischen Elternteilen.
Das lag an den Migrationen während der industriellen Revolution.
Das war auch einer der Gründe, warum die Nazis Fußball nicht so sehr mochten.
Es "roch" nicht arisch genug.
Dazu zahlreiche Anteile an ausländischen Großeltern.
Da spricht man aber scheinbar nicht von Migration, sondern erst, wenn beide Elternteile ausländisch sind.

Ich finde das ganze Konstrukt "Migration" schon wenig durchdacht, angesichts der Tatsache, dass schon die "deutsche Nation" in der Völkerwanderung entstanden ist, also durch reine Migration.

Bei der Lage Deutschlands in der Mitte Europas auch kein Wunder.
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görd
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 16. Juli 2010 - 23:21 Uhr:   

Migrationshintergrund und Sprößlinge binationaler Ehen sind doch wohl zwei Paar Schuhe.
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tg
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 16. Juli 2010 - 23:28 Uhr:   

Wenn man den Begriff "Migrationshintergrund" wörtlich nimmt, dann gab es in Deutschland auch schon mal einen Regierungschef mit Migrationshintergrund:

1889 in Österreich geboren;
1913 nach Deutschland eingewandert;
1932 Deutsche Staatsbürgerschaft erworben;
1933-1945 Deutscher Regierungschef.
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Beobachter
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Freitag, 16. Juli 2010 - 23:46 Uhr:   

@ görd:

Aber nicht doch. Wenn es inzwischen schon verpönt ist, von "Ausländern" zu reden, dann wollen wir uns bezüglich des vielzitierten "Migrationshintergrundes" doch an die offizielle Definition des Statistischen Bundesamtes halten. Demnach haben einen Migrationshintergrund "alle nach 1949 auf das heutige Gebiet der Bundesrepublik Deutschland Zugewanderten, sowie alle in Deutschland geborenen Ausländer und alle in Deutschland als Deutsche Geborenen mit zumindest einem nach 1949 zugewanderten oder als Ausländer in Deutschland geborenen Elternteil".

Ein ausländischer Elternteil genügt also, McAllister hat demnach einen Migrationshintergrund.
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Ratinger Linke
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Samstag, 17. Juli 2010 - 00:28 Uhr:   

Der "Migrationshintergrund" hat wenig mit Migration zu tun. So hat z.B. Ursula von der Leyen trotz mehrfacher eigener Migrationserfahrung statistisch keinen Migrationshintergrund, weil ihre Eltern 1950 in BRD, DDR oder Saarland mit entsprechender Staatsangehörigkeit gelebt haben (und nie (wieder) eingebürgert worden sind). Umgekehrt haben Leute ohne deutsche Staatsangehörigkeit selbst dann einen Migrationshintergrund, wenn sie und ihre Vorfahren seit Generationen Deutschland nie verlassen haben. Bei einer Einbürgerung geht der Migrationsstatus in der dritten Generation verloren.

Von einer "deutschen Nation" im heutigen Sinn kann man bestenfalls ab 1871 reden. Nationen werden eher durch politische Grenzziehung als durch Migration definiert.

Eigentlich geht es bei der Frage nach einem "Migrationshintergrund" auch nur um das Vorhandensein eines Kulturschocks, aber das lässt sich halt statistisch nur schwer treffend erfassen. Insbesondere wird Binnenmigration (selbst kleinräumige Land-Stadt-Migration) in vielen Fällen problematischer sein als etwa ein Umzug von Bregenz nach Lindau.
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Ingo Zachos
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Samstag, 17. Juli 2010 - 02:51 Uhr:   

Hm
Ist die Liebe etwa kein guter Migrationsgrund?

Ich würde sogar sagen, der verständlichste überhaupt, also umfasst die Migration auch binationale Ehen.

Wie sollte es auch anders sein?

Migration kann zudem, wie bei Deutschen aus Russland, der Ukraine, Polen, Rumänien auch aus Deutschland und dann wieder zurück führen.
Dabei kann es in der "Fremde" auch zu Liebesbeziehungen und Ehen zu "Einheimischen" kommen. Auch hier fand eine Art Integration statt.

Da zeigt sich, wie klein die Welt ist, und wie unhaltbar "Migration" als Begriff ist.
Sind die Aussiedler etwa "Re-Migraten"?

Dazu eine ernst gemeinte Frage, die mir hoffentlich bei der Reflektion über das Thema viel sagen kann:

Was ist denn der Gegenbegriff zu "Migration", und wie kann man sie abgrenzen?

Ich bitte um ernsthafte und unbedarfte Antwort.
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Ratinger Linke
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Samstag, 17. Juli 2010 - 04:21 Uhr:   

Der Gegenbegriff zur Migration ist natürlich die Sesshaftigkeit (was für den größeren Teil der Bevölkerung abgesehn von kleinräumigen Wanderungen außer bei Zwangslagen fast immer der Normalfall war).

Liebe ist allenfalls in jüngster Zeit ein Migrationsgrund, weil sie früher bereits die erfolgte Migration vorausgesetzt hat.

Aussiedler haben in aller Regel zuvor nie in Deutschland gelebt. Historische Wanderungen haben mit dem Migrationshintergrund oder gar persönlicher Migrationserfahrung nichts zu tun.
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Ingo Zachos
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Samstag, 17. Juli 2010 - 10:23 Uhr:   

Danke sehr, Ratzinger Linke.

Sesshaftigkeit also.
Mich wundert, dass mir auf Anhieb kein "wissenschaftlicher" Begriff dafür einfällt.
Sagt man "Lokalisation"? (zumindest nicht in der öffentlichen Diskussion)

Klingt aber sehr plausibel.

Andere Meinungen?

Aussiedler selbst kommen natürlich nicht aus Deutschland, aber ihre Vorfahren. So wie bei vielen "Ausländerkindern" sie selbst jetzt in Deutschland geboren sind.
Auch von diesen kommt es, zumindest gelegentlich, zur Rückwanderung in die "alte Heimat".


Historische Wanderungen halte ich sehr wohl für wichtig in der Migration.
Denn Migration, auch im großen Stil, hat schon oft stattgefunden, aber die Gründe sind vielfältig.

Wie ich bei "Sesshaftigkeit" feststelle, so sagt die (Internet)Literatur (also bin ich eher skeptisch ob das stimmt), diese sei erst in der Jungsteinzeit in Folge von Landwirtschaft entstanden.
Vorher seien Wanderungen und Nomadismus der "Normalfall" gewesen.
Ich würde eher von Mehrheitsfall sprechen, weil Normal die Minderheit stigmatisiert, aber das ist vielleicht übertrieben.

Auch lese ich gerade Jared Diamonds Buch "Arm und Reich" über Sprachfamilien und historische Waderungen, sowie "Cargo",d.h. (technische)Güter.

Mir scheint, aber das ist meine subjektive Meinung, Migration ist eine Triebfeder der Menschheit, und keineswegs eine Ausnahme.
Auch hast Du recht, dass es kleinräumige Wanderungen gibt.
Nomaden kehren z.B. in Zyklen an einen Ausgangspunkt zurück.
Ob das auch eine Migration ist oder eher Sesshaftigkeit, weil ein bestimmtes Gebiet nicht verlassen wird?
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görd
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Samstag, 17. Juli 2010 - 12:31 Uhr:   

@Beobachter

Der Vater von McAllister ist aber nicht nach Deutschland zugewandert sondern wurde nach Deutschland versetzt (als Zivilbeamter in West-Berlin). Demnach wird die Definition nicht erfüllt.
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Ingo Zachos
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Samstag, 17. Juli 2010 - 12:54 Uhr:   

@ görd:

Welche Definition?
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görd
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Samstag, 17. Juli 2010 - 15:34 Uhr:   

@Ingos Zachos

Welche Beobachter hier angab.
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Norddeutscher
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Samstag, 17. Juli 2010 - 22:19 Uhr:   

@görd

Auch wer als Zivilbeamter dauerhaft hierher versetzt wird, ist zugewandert. Warum die Zuwanderung erfolgte ist irrelevant.
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görd
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 18. Juli 2010 - 00:33 Uhr:   

@Norddeutscher

Ach, dann wandern Diplomaten auch aus und unsere Bundeswehrsoldaten in Afghanistan sind auch Auswanderer? Das glaub ich wohl kaum.
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Ingo Zachos
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 18. Juli 2010 - 02:20 Uhr:   

@görd:

Wenn sie mit der dortigen Bevölkerung Kinder bekommen, und sich dort niederlassen, was tun sie dann bitteschön anderes als auswandern?

Viele US-Soldaten und Briten, aber auch Diplomaten sind so ausgewandert.
War zunächst nicht dauerhaft gedacht, aber dann blieben sie länger.

Ein Beispiel hast Du gefunden.
Vater McAllister.

Es wäre m.E. ein besseres Argument, Du würdest sagen, dass er als EU-Bürger ohnehin hier Freizügigkeit hat, und deshalb kein Migrant sein kann, denn er ist ja nur innerhalb der EU lokal gewandert ;-)
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görd
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 18. Juli 2010 - 12:36 Uhr:   

Die Familie McAllister hat ja in der britischen Siedlung gewohnt. Berlin hatte vier Mächtestatus zu dieser Zeit. Im Grunde war das britisches Hoheitsgebiet, wo sie (bis zum Umzug nach Niedersachsen, aber das war nach der Geburt) wohnten.
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Norddeutscher
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Sonntag, 18. Juli 2010 - 13:28 Uhr:   

@görd

Bitte noch mal lesen und dann überlegen, warum ihre Frage falsch ist.
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Ralf Lang
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 18. Juli 2010 - 14:58 Uhr:   

" beide leben mehr als 18 Jahre länger in dieser Republik als die derzeitige Kanzlerin."

Angela Merkel als geborene Hamburgerin war vor ihnen da.
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AeD
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Sonntag, 18. Juli 2010 - 15:37 Uhr:   

Angela Merkel als geborene Hamburgerin war vor ihnen da.

Und auch gleich wieder weg. An den über 18 Lebensjahren mehr in einer Republik mit "freiheitlich-demokratischer Grundordnung" ändert sich ja nichts, nur weil die Kanzlerin als Säugling noch einige Wochen dort schreien konnte.
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görd
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 18. Juli 2010 - 16:45 Uhr:   

Ich dachte die BR Deutschland sah sich immer als Vertretung des gesamten Deutschland. ;)
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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 18. Juli 2010 - 17:04 Uhr:   

@Görd
So ist es. Das SED-Regime vertrat nur sich selbst und die UdSSR.
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Ralf Lang
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 18. Juli 2010 - 22:51 Uhr:   

Das BRD-Regime hat sie nun beerbt und darf sich mit den Folgen rumschlagen. Eine davon ist die werte Kanzlerin. Selber schuld. Es war eigentlich ein Verweis darauf, wie absurd die ganze Zuordnung von Herkunftsmigrationen bei der Kanzlerin und ihrer schwarzgelben Entourage ist. Rösler, Allister, Merkel, das sind Deutsche von der besten oder auch schlechtesten Sorte. Deutscher kriegt man es nicht.
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Interessierter
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Montag, 19. Juli 2010 - 23:03 Uhr:   

@Beobachter
"Etwa weil die Schotten im Vergleich zu den Türken den Deutschen "zu nahe" sein sollten?"

Hat es doch. Es hat nur nicht gereicht, weil Gauck und Bundespräsidentschaftswahl die Sommerpause versüßten.
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Ingo Zachos
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 19. Juli 2010 - 23:50 Uhr:   

@ Ralf Lang:

Das Adjektiv deutsch kann nicht gesteigert werden.

Die DDR war zudem nach Grundgesetz immer Teil Deutschlands, auch wenn das GG dort nicht galt.

Selbst der in der DDR eingebürgerte ehemalige Leibartzt Fidel Castros ist daher Deutscher.

Deutsch ist eine Staatsangehörigkeit, aber keine Herkunft.

Schon das Wort "Volk" und seine Entstehung zeigt deutlich, dass es auch zur Entstehungszeit der Begriffe "Deutsch" und "Volk" keine Herkunft damit verbunden war.
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Ratinger Linke
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Mittwoch, 21. Juli 2010 - 23:27 Uhr:   

"Zuwanderung" bedeutet nach statistischem Bundesamt einfach die Einrichtung von einem Wohnsitz, der per Volkszählung oder Mikrozensus erfasst wird. Davon sind Diplomaten und Streitkräfte teils ausgenommen, aber sachlich wird man nicht dadurch in Deutschland heimischer, dass man hier offiziell gar nicht existiert.

Soweit nur die Eltern betroffen sind, ergibt sich die Einstufung aber aus den direkten Angaben des Befragten, wenn die Eltern nicht im selben Haushalt leben, und nachdem die Fragen (und Antworten) nicht umfassend sind, gibt es da häufig "Personen mit nicht durchweg bestimmbarem Migrationsstatus".

In der Theorie ist für den Migrationshintergrund schon ausreichend, wenn ein Elternteil entweder keine deutsche Staatsbürgerschaft hat oder im Ausland geboren worden ist und das nicht nur ein vorübergehender Auslandsaufenthalt war (der Fall deutscher Eltern, die stets im Ausland gelebt haben, ist ungeregelt).

McAllister dürfte damit theoretisch ganz klar einen Migrationshintergrund haben, sich aber statistisch unter den Personen mit nicht durchweg bestimmbarem Migrationsstatus befinden, falls er mal in einem Mikrozensus befragt worden ist.

Details im Anhang zur Bevölkerung mit Migrationshintergrund – Ergebnisse des Mikrozensus 2009 – Fachserie 1 Reihe 2.2 – 2009.
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Ralf Lang
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 23. Juli 2010 - 12:26 Uhr:   

"Das Adjektiv deutsch kann nicht gesteigert werden."

Die Intention der Aussage "Deutscher kriegt man es nicht" sollte eigentlich klar sein.
Deutsch kann auch eine Herkunftsbezeichnung (deutscher Wein) sein, aber darauf wollte ich genau nicht abheben: Rösler und Merkel sind deutsche Politiker wie Bisky und Stoiber, obwohl man es bei letzterem kaum glauben mag. Für ihr Tun als Politiker spielt es überhaupt keine Rolle, wo ihre Eltern sich einmal herumgetrieben haben.

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