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Ralf Arnemann
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 16. Juni 2004 - 11:18 Uhr: | |
@Liberaldemokrat: > Hab dir bei dol eine Mail geschickt ... Du auch bei dol? Unter welchem Namen? Deichgraf |

Ralf Arnemann
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 16. Juni 2004 - 11:25 Uhr: | |
@Sole: > In Jena kandidieren von 70 Grünen-Mitgliedern 40 zur Kommunalwahl. In Darmstadt ist das ähnlich. Da sind die Grünen de facto eine virtuelle Partei: Zwei Dutzend aktive Mitglieder, davon zwei hauptamtliche Stadträte und die übrigen mit Funktionen im Magistrat oder Parlament. Ansonsten finden sie eigentlich nicht statt. Bekommen aber 27% und sind zweitstärkste Partei ... > Wer genau hinschaut sieht: Akademiker, Studenten, Beamte/Lehrer. Oder allgemein Leute, die von öffentlichen Geldern leben. > Keiner von denen muss sich mit so Sachen wie Benzinpreis oder > Sozialversicherungsbeiträgen in seiner Existenz gefährdet sehen. c07 hat zwar recht, daß "Existenz gefährdet" etwas forsch formuliert ist. Aber in der Tat sind die Grünen und ihre Wähler ganz überwiegend Leute, die von der Wirtschaftskrise persönlich nicht berührt sind und materiell gesichert sind (typisch auch: Die grün wählende Ehefrau des gutverdienenden Managers im Villenvorort). Das eben ist der große Unterschied zu den SPD-Wählern, die sind in breiter Mehrheit sehr direkt von der Politik der Bundesregierung betroffen. |

Thomas Frings
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 16. Juni 2004 - 11:40 Uhr: | |
"Aber in der Tat sind die Grünen und ihre Wähler ganz überwiegend Leute, die von der Wirtschaftskrise persönlich nicht berührt sind und materiell gesichert sind (typisch auch: Die grün wählende Ehefrau des gutverdienenden Managers im Villenvorort)." 11,9% Managaerfrauen gibt es nun auch wieder nicht.;-) Aber im Ernst: Ich kenne einige SPD-Wähler, die nicht im öffentlichen Dienst sind und die man zweifellos zu den Besserverdienenden zählen kann. Es ist eben nicht pauschal so, daß die Grünen die Linkspartei für die Reichen und die SPD die Linkspartei fürs Proletariat ist, auch wenn der durchschnittliche Grünen-Wähler sicher mehr Einkommen hat als SPD-Wähler. |

Liberaldemokrat
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 16. Juni 2004 - 12:31 Uhr: | |
@Ralf Arnemann "Du auch bei dol? Unter welchem Namen?" Scheel (FPi) |

Ralf Arnemann
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 16. Juni 2004 - 12:41 Uhr: | |
@Bernhard: > Ich muss allerdings sagen, dass es meines Erachtens ein Mangel an > Demokratieverständnis ist, wenn der Spitzenkandidat und > Landesvorsitzende einer Partei wie der SPD, die auf 15% absackt, im > Amt bleibt und nicht zurücktritt. Einen solchen Automatismus würde ich nicht empfehlen: Sonst hätte die SPD inzwischen wohl fast nirgends mehr Orts-, Kreis- oder Landesvorsitzende. Es kommt schon immer darauf an, welchen persönlichen Anteil man dem Spitzenkandidat an der Wahlschlappe zumißt und welche Zukunftsaussichten man ihn gibt. Angesichts des Bundestrends wäre wohl auch der wiedergeborene August Bebel persönlich mit der SPD Thüringen eingegangen - da kann Matschie wenig dafür. Und es spricht viel dafür, einem so jungen Vorsitzenden nochmal eine Chance zu geben. Bökel damals in Hessen hatte auch einen negativen Bundestrend, aber er war auch selber eine Fehlbesetzung und hätte auch ohne Bundeseinfluß wohl nicht gewinnen können. |

Ralf Arnemann
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 16. Juni 2004 - 12:48 Uhr: | |
@Thomas: > Es ist eben nicht pauschal so, daß die Grünen die Linkspartei für > die Reichen und die SPD die Linkspartei fürs Proletariat ist, Natürlich nicht. Insbesondere gibt es bei allen Parteien sowohl Leute aus dem öffentlichen Dienst als auch Leute mit hohem Einkommen. Entscheidend ist nicht, daß die Grünen im Schnitt besser verdienen als SPD-Wähler. Aber singulär für die Grünen im Unterschied zu allen anderen Parteien ist, daß sie materiell abgesichert sind (auf welchem Niveau auch immer). Sie müssen sich normalerweise keine Gedanken darüber machen, was Politik "anrichten" kann, sie haben in der Regel keine persönlichen Erfahrungen damit, wie man wg. Wirtschaftskrise Probleme bekommen kann. Es ist immer wieder krass, wie ungerührt Grüne auf die "Kollateralschäden" von irgendwelchen politischen Maßnahmen reagieren. Auch kommunal: Wenn da ein Betrieb platt geht (z. B. wegen einer neuen Abwassersatzung), dann ist das halt so. Die anderen Parteien (vor allem aber die SPD) machen sich große Gedanken selbst bei wenigen wegfallen Arbeitsplätzen - bei den Grünen ist das normalerweise völlig egal. |

Thomas Frings
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 16. Juni 2004 - 13:00 Uhr: | |
"Es ist immer wieder krass, wie ungerührt Grüne auf die "Kollateralschäden" von irgendwelchen politischen Maßnahmen reagieren." Das ist richtig, hat aber m.E. weniger damit zu tun, wie abgesichert die Grünen sind. Grüne arbeiten eben vorwiegend im Dienstleistungsbereich, und nicht in irgendeinem Industriebetrieb, weder als Arbeiter noch als mittlere oder höhere Angestellte. Unter den Handwerkern gibt es noch weniger Grüne. Und der Dienstleistungsbereich, vor allem natürlich der öffentliche Dienst, ist auch tendenziell weniger konjunkturabhängig. |

Ralf Arnemann
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 16. Juni 2004 - 13:08 Uhr: | |
> Das ist richtig, hat aber m.E. weniger damit zu tun, wie > abgesichert die Grünen sind. Ich denke schon, daß das der Hauptunterschied ist, der die Mentalität prägt. Auch im Dienstleistungsbereich gibt es ja Jobs, die sehr sicher sind und andere, die sehr konjunkturabhängig sind. Man hat das recht deutlich gesehen, als Gerster bei den Weiterbildungen für Arbeitslose streichen wollte. Das war ja vorher eine wunderschön krisensichere Tätigkeit. Sogar um so schöner, je mehr Krise. Und bei Weiterbildungsträgern sind Grüne sehr zahlreich im Boot. Und da hat die grüne Bundesspitze ganz massiv interveniert und m. W. sind diese Sparmaßnahmen auch nach Gersters Fall ziemlich zurückgenommen worden. |

c07
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 16. Juni 2004 - 13:37 Uhr: | |
Ralf: > Insbesondere gibt es bei allen Parteien sowohl Leute aus dem > öffentlichen Dienst als auch Leute mit hohem Einkommen. Vorsicht mit solchen Bemerkungen. Damit lockst du alberto an. > Aber singulär für die Grünen im Unterschied zu allen anderen Parteien ist, > daß sie materiell abgesichert sind (auf welchem Niveau auch immer). Das ist aber teilweise nur ihr persönliches Empfinden, dass eine finanzielle Absicherung gegenüber anderen Themen relativ nachrangig ist. Im Prinzip ist in Deutschland jeder materiell abgesichert. > Ich denke schon, daß das der Hauptunterschied ist, der die Mentalität prägt. Teilweise schon, aber es gibt auch noch den anderen Teil der Grünen (den du immer wieder vergisst), wo es eher umgekehrt ist und die Mentalität den Stellenwert von derartiger Sicherheit prägt. > Man hat das recht deutlich gesehen, als Gerster bei den > Weiterbildungen für Arbeitslose streichen wollte. Bildung im Allgemeinen ist ja auch ein Hauptanliegen der Grünen. |

Ralf Arnemann
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 16. Juni 2004 - 14:12 Uhr: | |
@c07: > Vorsicht mit solchen Bemerkungen. Damit lockst du alberto an. LOL. > Im Prinzip ist in Deutschland jeder materiell abgesichert. Ja - aber die wenigsten halten Sozialhilfeniveau für ein befriedigendes Lebensziel. > aber es gibt auch noch den anderen Teil der Grünen (den du immer > wieder vergisst), wo es eher umgekehrt ist und die Mentalität den > Stellenwert von derartiger Sicherheit prägt. Den gibt es auch, aber doch nicht so häufig. So Leute findet man eher bei der Gründergeneration der Grünen, die sind heute größtenteils ausgetreten. Zur Zeit dominiert die Erbengeneration, die Politik durchaus mit Karriere und Pfründe verknüpft ... Für die Betrachtung hier ist der Unterschied aber nebensächlich. Gerade auch die, die materielle Absicherung schlicht für unwichtig halten, sind meist recht robust gegenüber den Gefühlen von Leuten, die das anders sehen und z. B. bei einem Arbeitsplatzverlust todunglücklich sind. > Bildung im Allgemeinen ist ja auch ein Hauptanliegen der Grünen. Bildung im Allgemeinen spielt beim Markt für Arbeitslosenbeschäftigung wohl kaum eine Rolle ... |

c07
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 16. Juni 2004 - 15:22 Uhr: | |
Ralf: > Zur Zeit dominiert die Erbengeneration, die Politik durchaus mit > Karriere und Pfründe verknüpft ... In der Partei selber schon, aber unter den Wählern schaut das deutlich anders aus. Gerade denen, die materiell eh nichts oder nicht viel zu verlieren haben, bedeuten andere Ziele oft mehr. Nachdem alle anderen größeren Parteien ziemlich auf die Wirtschaftspolitik fixiert sind, haben da die Grünen fast ein Monopol. > sind meist recht robust gegenüber den Gefühlen von Leuten, die das anders sehen Das ist in der Politik allgemein so. Speziell auf der rechteren Seite (aber auch der extremen linken) ist die Robustheit gegenüber den Gefühlen Andersdenkender noch wesentlich größer. > Bildung im Allgemeinen spielt beim Markt für Arbeitslosenbeschäftigung > wohl kaum eine Rolle ... Aus der Sicht der anderen Parteien nicht, weil sie Bildung ziemlich ausschließlich als Grundbildung in jungen Jahren betrachten (zumindest was die Zuständigkeit des Staats anbelangt). |

Sole
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 17. Juni 2004 - 09:24 Uhr: | |
"Wer dadurch seine Existenz gefährdet sieht, hat allerdings eine seltsame Vorstellung von Existenz oder ist paranoid (ok, soll beides vorkommen). " Es ist schon ein Unterschied ob Alleinerzieher Ost, Geschieden, täglich 100 km zur Arbeit fährt und durch den Benzinpreis (Ökosteuer etc) einen Gutteil seines ohnehin geringen Einkommens für Sprit ausgibt oder ob Frau Umweltdezernentin morgens neun Uhr über den Marktplatz mal eben ins Rathaus radelt, um ungestört emails und vielleicht noch die Frankfurter Rundschau zu lesen, bevor sie dann gegen 13 Uhr eine Dienstbesprechung hat. Zur Situation SPD Thüringen/Matschie werde ich wohl unter "sonstiges" oder in DOL einen Artikel einstellen. Das passt so schlecht hierher ("Umfragen"). Ich weise nochmal auf aktuellere Bundesumfragen hin. Zu den Grünen Thüringen: Ich habe gestern eindrucksvoll beim "Brückenfest" erlebt, was das im Einzelnen bedeutet: Die Grünen-APO wettert gegen den Stadtrat und die BUGA GmbH, weil einem irreführenden Pressebericht zufolge der Stadtrat am Flussufer 100 Jahre alte Bäume fällen will. Realität: Weder einem AR-Mitglied der Gartenschau-Gesellschaft noch dem Stadtrat war überhaupt bekannt, dass auch nur ein einziger Baum im Rahmen neuer Hochwasserschutzbestimmungen (von wem kommen die eigentlich?) verbindlich gefällt werden muss. Verdutzt, weil Vertreter von SPD und PDS anwesend waren, musste der schon auf der Bank stehende Grünen-Sprecher plötzlich seine Tirade abbrechen und nur noch "den Bürgern für ihren erfolgreichen Kampf danken", der aus dreimaligem Besuch grün dominierter Kundgebungstreffen bestand. Was ihn freilich nicht hinderte, später am Biertisch seinen Unsinn weiter abzulassen. Zumindest in Thüringen/Sachsen haben die Grünen kaum ein Bildungsmonopol. Nur widerwillig machten sie sich kurz vor der Landtagswahl die dann plötzlich "urgrüne" Forderung nach einer achtjährigen Grundschule zueigen, die zuvor die SPD bei der PDS "abgeschrieben" hatte. Mein Eindruck von den Grünen im Osten (und vielleicht nicht nur da): unaufrichtige Blender in den Funktionen, kaum Basis, und sehr von sich selbst eingenommen. Wenn da einer den Kreissprecher fragen würde, ob er sich zutraue Kanzler zu sein würde der wohl nur fragen, zu welchem Termin er anfangen könne. |

Matthias Cantow
Moderator
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 11. September 2008 - 12:32 Uhr: | |
Eine von Forsa durchgeführte Wahlumfrage zur Landtagswahl in Thüringen, die am 10. September 2008 in der Thüringer Allgemeinen veröffentlicht wurde. |

harmotom
Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 11. September 2008 - 13:49 Uhr: | |
Der Text der "Thüringer Allgemeinen" wirkt sehr stimmig, da er die Unterschiede zwischen Land und Bund herausstellt. Man mag als Thüringer wissen, dass die CDU die einzig regierungsfähige Kraft im Land ist, hat aber wenig Zutrauen zu Merkel und deren außenpolitischer Haltung. Der Demokrat entscheidet sich entweder für CDU oder SPD, im Bund wirkt sich daher die - man mag dies kritisieren - Biographie der jetzigen Kanzlerin positiv für die SPD aus. Auch sollte die jeweilige Wahlbeteiligung beachtet werden. siehe: http://www.blogigo.de/thueringen_im_sueden/Zum-Thema-Landtagswahlen-in-Thueringen/10/ |

SaaleMAX
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 14. Januar 2009 - 18:20 Uhr: | |
Hier der THÜRINGEN MONITOR 2008 mit den Umfragen zum generellen Befinden der Thüringer in ihrem Freistaat. In Auftrag gegeben von der Staatskanzlei in Erfurt. Interessant ist dabei auch längerfristige Parteineigung bzw. die Selbsteinordnung der Wähler von Rechts bis Links. Eine lange Lektüre aber nicht ganz uninteressant. http://www.thueringen.de/imperia/md/content/homepage/politisch/rpk/th__ringen-monitor-2008.pdf |

SaaleMAX
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 29. Juli 2009 - 19:51 Uhr: | |
Neue Forsa Umfrage zur Landtagswahl: CDU 40% LINKE 24% SPD 16% FDP 6% Bündnis90 6% Demnach würde die CDU , nach Volkeswille wieder zulegen, nach den letzten eher mageren Umfrageergebnissen. SPD und Linke stagnieren bzw. verlieren Umfrageprozente. Die Kleineren, also FDP und Bündnis90 wären wahrscheinlich, nach langer Parlamentsabstinenz wieder mit im Hause. Nach dieser Umfrage läge ein Patt zwischen Bürgerlich-liberal(CDU,FDP) und Bürgerlich-sozial(Linke,SPD sowie Bündnis90) vor. Die Wahl wird spannend, zumal sich die CDU immer mehr von ihren Vorhaben der derzeitigen Legislatur verabschiedet und nochmal über alles nachdenken will... Wie z.B. : http://www.otz.de/otz/otz.nachrichten.volltext.php?kennung=on3otzHOMHomNational40020&zulieferer=otz&kategorie=HOM&rubrik=Homepage®ion=National&auftritt=OTZ&dbserver=1 |

SaaleMAX
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 12. August 2009 - 20:11 Uhr: | |
neue DIMAP UMFRAGE: SPD legt leich zu und kommt jetzt auf 20 Prozent im Freistaat. CDU muß jetzt auch um ihre angestrebte Gestaltungsmehrheit bangen! Hiernach kommen; CDU/FDP auf 43%(9% FDP) LINKE/SPD auf 44% (20% SPD) und Bündnis90 auf 6%. 43% der befragten Thüringer sind mit der Arbeit von MP Althaus wenig oder gar nicht zufrieden, dem gegenüber sehen diese nur 51% eher positiv.Also sehr gespalten das Ganze. MDR mit Grafik; http://www.mdr.de/thueringen/6598394.html |

Marco
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 13. August 2009 - 10:07 Uhr: | |
Da sind die Umfragewerte für CDU und SPD aber noch sehr schwankend, mal abwarten, was bei der Wahl wirklich herauskommt, in Thüringen war die SPD ja oft schwächer als vorhergesagt. |

Marco
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Freitag, 21. August 2009 - 11:17 Uhr: | |
Partei InfratestDimap FGW CDU 34/35 Linke 24/25 SPD 19/18 FDP 8/10 Grüne 6/5 NPD 4/- Sonstige 5/7 |

guest Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Sonntag, 23. August 2009 - 02:32 Uhr: | |
Noch eine Umfrage: http://www.stz-online.de/nachrichten/thueringen/thueringen/art2935,979629 Thüringen-Trend: Knappe Mehrheit für Rot-rot-grün Einer neuen Umfrage zufolge könnte es bei den Landtagswahlen in Thüringen in einer Woche eine knappe Mehrheit für ein Bündnis aus SPD, Linkspartei und Grünen geben. Suhl/Erfurt (dpa/th) Der Thüringen- Trend des Instituts für Marktforschung in Leipzig ermittelte im Auftrag der Suhler Zeitung «Freies Wort», dass dieses Bündnis auf 48 Prozent der Wählerstimmen kommen könnte, während CDU und FDP zusammen mit 46 Prozent rechnen können. Die CDU könnte mit 37 Prozent rechnen, die SPD liegt demnach bei 20 Prozent, die Linke käme auf 23 Prozent. Die FDP erhält der Umfrage zufolge 9 Prozent, während die Grünen mit 5 Prozent um den Einzug in den Landtag zittern müssten. |

Steuergott
Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Sonntag, 23. August 2009 - 11:11 Uhr: | |
[Eigene Tipps bitte in den entsprechenden Teil des Forums eintragen, nicht unter Umfragen – der Admin.] |

Thomas Frings
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Sonntag, 23. August 2009 - 12:35 Uhr: | |
"Für Grün wird es nämlich wieder nicht reichen, da die GRÜNEN in Thüringen immer dann unter der 5%-Hürde landen, wenn die Wahlbeteiligung (wie bei der LTW 2009) mit 51% die 50% übersteigt!" Daß es für die Grünen eng wird, ist klar. Aber man kann keineswegs sicher sagen, daß sie draußen bleiben. Bei der Europawahl, die 2004 gleichzeitig mit der LTW stattfand, legte sie von 5,45 auf 5,76% (übrigens bei über 50% Wahlbeteiligung) zu. 0,5 Prozentpunkte Zuwachs kann man wohl kaum sicher ausschließen. "Für GRÜNEN wird es daher wieder nicht reichen (4,5% statt der prognostizierten 5%/6%)" Man kann sich nicht darauf verlassen, daß Umfragen immer in dieselbe Richtung daneben liegen. Die systematische Überschätzung der SPD in der Vergangenheit ist aber so augenfällig, daß man davon getrost auch bei dieser Wahl ausgehen kann. "In Thüringen wird Schwarz-Gelb mit 45% vor Rot-Rot mit 44% landen." Als ob man das so genau prognostizieren könnte. Ich vermute eher, daß der Abstand größer ist. Damit ist die schwarz-gelbe Mehrheit aber noch keineswegs sicher. Denn neben den Grünen muß dafür auch die NPD draußen bleiben. Die lag zwar in den bisherigen Umfragen maximal bei 4%, aber Rechtsextreme wurde schon häufiger unterschätzt. Kommen Grüne und NPD rein, wird es höchstwahrscheinlich nicht reichen, kommt einer der beiden rein, dann gibt es bestenfalls eine sehr knappe schwarz-gelbe Mehrheit. |

Bernd Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Freitag, 28. August 2009 - 19:26 Uhr: | |
Bin ich der einzige, der die letzte Umfrage der TU Ilmenau (insbesondere im Licht der sonstigen Ereignisse rund um die LTW) seltsam findet? - Die Anzahl der Befragten ist mit 369 lächerlich gering. - Der Wert für die CDU war zuletzt im Juni 2005 so hoch. - Die TU Ilmenau ist als öffentliche Hochschule direkt mit der thüringischen Landesregierung verbandelt. - Die TU Ilmenau hat seither nie eine Umfrage durchgeführt. |

PNK Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Freitag, 28. August 2009 - 19:31 Uhr: | |
@Bernd: Fand sie auch komisch und hatte sie schon wieder vergessen. Argumentiert denn jemand mit diesen Zahlen? |

Wahlticker
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Freitag, 28. August 2009 - 19:41 Uhr: | |
Naja was heißt komisch. Sie hat wenig Aussagekraft, das stimmt sicherlich - aber da werden halt ein paar Studenten ihr stochastisches Wissen angewandt haben schätze ich, oder? |

Matthias Cantow
Moderator
| | Veröffentlicht am Samstag, 29. August 2009 - 00:14 Uhr: | |
@Bernd Vor der Veröffentlichung auf der Seite der Wahlumfragen zur Landtagswahl in Thüringen hatten wir uns nach der verwendeten Befragungsmethodik erkundigt, es wurden die gleichen Erhebungsmethoden verwendet, wie von den bekannten Umfrageinstituten auch – wegen der geringen Befragtenzahl (die bei uns – sobald bekannt – angegeben wird) ist der statistische Fehler allerdings entsprechend größer. Das gilt aber etwa auch für die Umfragewerte in Ostdeutschland von Infratest dimap. |

Wahlticker
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Samstag, 29. August 2009 - 00:25 Uhr: | |
Und wie schnell solche Zahlen schlecht werden, kann man sich hier anschauen: http://www.bpb.de/fsd/werwaehltwas/ es ist ein tolles Tool, aber ich hab mal ne Zeitlang versucht die Daten für jüngere Wähler zu notieren. Zwecklos - die Datenlage scheint so gering, dass es von Umfrage zu Umfrage enorme Sprünge gibt (nach dem Motto Mai: Linke 10, Juni: Linke 2%. Das sind jetzt ausgedachte Zahlen weil ich die echten nicht mehr habe, aber so ungefähr sah das teilweise aus). |

Bernhard Nowak
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Sonntag, 30. August 2009 - 20:55 Uhr: | |
Man sieht, wie falsch die Umfrage der Uni Ilmenau gewesen ist, was den Wahlausgang in Thüringen betraf. Auch im Saarland ist es ja so, dass aufgrund der höheren Wahlbeteiligung - entgegen den Prognosen - rot-rot zusammen mehr Stimmen hat als schwarz-gelb im Saarland - egal, wie sich die Grünen letztlich entscheiden. Und dies sollte doch Anlass geben, darüber nachzudenken, ob man solche Umfragen, die auf derartig wenigen Befragten beruht, überhaupt noch veröffentlichen soll. Die Umfragezunft hat sich - wenn man von Sachsen absieht - mal wieder blamiert. Ich glaube keiner Umfrage für die Bundestagswahl mehr, ich halte die Bundestagswahl wieder für völlig offen. Auf jeden Fall wird jetzt der Wahlkampf spannend werden, weil die Strategie, über Inhalte nicht zu reden, nicht mehr aufgehen kann. |

Wähler Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Sonntag, 30. August 2009 - 21:31 Uhr: | |
Ich fand die Aussage der Spiegel-Redakteurin im Presseclub heute Mittag jedenfalls treffend, nach der Angela Merkel mit ihrem Wahlkampf gegen das Vermummungsverbot verstösst. |

Wahlticker
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Sonntag, 30. August 2009 - 21:39 Uhr: | |
@Wähler der Presseclub war heute richtig gut. Es wurden viele in meinen Augen richtige Analysen gefunden, die angesprochene ist eine davon, aber auch dass Union und FDP vermutlich nach einem Regierungsverlust der CDU in Saarland und Thüringen die Rote-Socken-Kampagne starten hat sich mittlerweile bewahrheitet etc. Gute Sendung heute! |

Good Entity Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Sonntag, 30. August 2009 - 21:47 Uhr: | |
@Bernhard Nowak: Dafür hat die letzte Infratestumfrage für die Landtagswahl in Thüringen voll ins Schwarze getroffen, selbst bei der NPD und den Sonstigen. Wahrscheinlich knallen da gerade die Sektkorken. In Sachsen lag dafür FGW recht sauber in der 10. Nur im Saarland bekommt man auch bei den renommierten Instituten offenbar die Sache nicht in den Griff. Vermutlich weil es gerade bei den möglichen Wählern der Linken noch keine "langfristigen Grundüberzeugungen" geben kann, anders als in den noch neueren Bundesländern. |

Wähler Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Sonntag, 30. August 2009 - 22:45 Uhr: | |
@Wahlticker Nur, nach den Aussagen von Hubert Ullrich und Christoph Matschie sehe ich noch keine rot-rot-grünen Regierungen. @ Good Entity Im Saarland kann man auch gleich die Ergebnisse auswürfeln und die Umfragepapiere als Fidibus verwenden. Ich erinnere mich noch lebhaft an die Landtagswahl 1985, als vorhergesagt wurde, die CDU werde die absolute Mehrheit gewinnen und die FDP bei 2% landen. Das Ergebnis ist bekannt ... |

Gunnar Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 15. Oktober 2009 - 14:29 Uhr: | |
Schade daß nach dem derzeitigen Gezerre keiner eine aktuelle Umfrage für Thüringen anbietet. Wäre doch mal interessant, was der Wähler vom Kurs der SPD hält. Gruß Gunnar |

SaaleMAX
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 05. Mai 2010 - 20:54 Uhr: | |
Neue Infratest DIMAP Umfrage zur Landtagswahl Thüringen. Thüringen Trend: Koalition(CDU/SPD) legt leicht zu ebenso wie die LINKE. Grüne und vor Allem FDP müssen Federn lassen. http://www.mdr.de/thueringen/7302645.html |

Taugenichts
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Samstag, 13. August 2011 - 14:39 Uhr: | |
Das Institut für Marktforschung Leipzig hat im Auftrag der Osterländer Volkszeitung eine Sonntagsfrage für den Thüringer Landtag gestellt: CDU 33 % LINKE 25 % SPD 20 % FDP 4 % GRÜNE 11 % |

Taugenichts
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Samstag, 13. August 2011 - 14:50 Uhr: | |
Hier noch die Quelle: http://www.ovz-online.de/aktuell/content/138666.html |

SaaleMAX
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Dienstag, 30. Juli 2019 - 21:16 Uhr: | |
INTERNER HINWEIS.(kann gelöscht werden) Hallo Wahlrecht Team...beim einpflegen der neuen Wahlumfrage für Thüringen zur Landtagswahl ist der Finger beim Schreiben in der Tabelle wohl zu schnell gewesen...es stehen alle Ergebnisse mit Prozenten zur Zeit um eine Stelle nach Rechts verrückt. |