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Silencio Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Sonntag, 01. August 2010 - 12:34 Uhr: | |
"Ich verweise nur mal darauf, dass die Grünen nur eine Verkürzung um einen Monat erreicht haben." Und? Nach Ihrer (für mich nicht schlüssigen) Argumentation auch logisch, spiegelt doch auch die Größenverhältnisse wider. Sowohl Grüne und FDP sind eingeknickt. Wenn man Wehrpflicht abschaffen will, dann hat man durch eine Verkürzung nichts erreicht. Ein bisschen schwanger geht halt auch nicht, entweder man hats durchgesetzt oder nicht. Beide haben in dem Punkt versagt, was ist so schwer daran, sich das einzugestehen? |

Thomas Frings
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| | Veröffentlicht am Sonntag, 01. August 2010 - 13:25 Uhr: | |
"Ein bisschen schwanger geht halt auch nicht, entweder man hats durchgesetzt oder nicht." Das ist falsch. Es ist ja wohl ein Unterschied, ob der Wehrdienst 6 Monate oder drei Jahre dauert. Außerdem wird man sich bei Koalitionsverhandlungen nie vollständig durchsetzen können, schon gar nicht als kleinerer Partner. Die FDP hat zwar tatsächlich ziemlich versagt, weil sie insgesamt wenig erreicht hat, aber jede Abweichung von den eigenen Vorstellungen als Versagen zu betrachten geht an der Realität vorbei, es kommt aufs Gesamtpaket an. Als Faustregel kann man aber festhalten, dass eine Partei, die bei den Posten schlecht abschneidet, auch inhaltlich nicht viel erreicht. So war es dann auh bei der FDP. Quantitativ sind 5 Minister zwar anständig, bei der Qualität hapert es aber gewaltig. |

Marc K.
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| | Veröffentlicht am Sonntag, 01. August 2010 - 14:00 Uhr: | |
@Silencio, natürlich hat man etwas erreicht. Ob eine Zwangsdienst 9 Monate oder 6 Monate dauert macht natürlich für den Betroffenen einen Unterschied. Und das ist natürlich eine Verbesserung gegenüber den status guo ante. Wir sollten jetzt aber wieder zurück zum Thema dieses Threads kommen: Die Landtagswahl in Baden-Württemberg. Auch in Baden-Württemberg zeichnet sich eine weitere Erosion der Volksparteien ab. 1964 kamen CDU und SPD 1964 zusammen auf 83,5%. 2001 waren es noch 78,1%. 2006 waren es nur noch 69,2%. Diesmal dürfte es noch weniger werden, wovon vor allem die Grünen profitieren dürften. |

Thomas Frings
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Sonntag, 01. August 2010 - 14:27 Uhr: | |
"Auch in Baden-Württemberg zeichnet sich eine weitere Erosion der Volksparteien ab." In BW waren die "Volksparteien" insgesamt schon immer relativ schwach, nur in den 70er Jahren war das nicht so auffällig. Die SPD kam selten über ein Drittel der Stimmen hinaus und die CDU landete bei Bundestagswahlen meist nicht sehr weit über dem Bundesdurchschnitt. Nur weil die Linken strukturell klar in der Minderheit sind, im Gegensatz zum Bund, sitzt die CDU so fest im Sattel. |

SaaleMAX
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| | Veröffentlicht am Sonntag, 01. August 2010 - 18:25 Uhr: | |
Ja der Volksgedanke in Baden-Würt. ist mittlerweile so "schwach" ausgeprägt....das sich scheinbar eine Mehrheit der Südwestler, den Anschluß an eine Großschweiz zumindest theor. vorstellen könnte. Ich denke die zeit der stabilen Mehrheiten(CDU/FDP) ist auch in B/W dieser Tage für immer vorbei. Dies belegte dieser Tage eine Umfrage aus der Schweiz. |

Interessierter Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Sonntag, 01. August 2010 - 21:24 Uhr: | |
@Marc K. "Und das Verhältnis von Union und FDP ist nunmal 2/3 zu 1/3. Wäre es umgekehrt hätte die FDP ihr Programm auch stärker durchsetzen können - auch in diesem Punkt. So war das aber unrealistisch." Natürlich ist eine Kürzung eine Erleichterung für die Betroffenen, dennoch handelt es sich bei einer quantitativen Verringerung um etwas qualitativ komplett anderes als um eine Abschaffung. Daher kann man nicht davon sprechen, dass die FDP sich durchgesetzt hat. Nein, die Union hat sich durchgesetzt, dafür aber einen unsinnigen Kompromis in Kauf genommen. Die FPD kann sich damit trösten, dass sie damit den Wehrdienst jetzt schon de facto unsinnig gemacht hat (Wehrexperten teilen jetzt schon mit, dass 6 Monaten für die Grundausbildung nicht reichen), ganz ohne eine formale Abschaffung, so dass es künftigen Regierungen oder vielleicht auch dieser später leichter fallen wird, sie ganz abzuschaffen. Der Zivildienst dagegen (um den es ja einem Gemeinplatz gemäß beim Wehrdienst eigentlich geht ) wird wohl de facto verlängert um 3 Monate... @Thomas Frings "Als Faustregel kann man aber festhalten, dass eine Partei, die bei den Posten schlecht abschneidet, auch inhaltlich nicht viel erreicht. So war es dann auh bei der FDP. Quantitativ sind 5 Minister zwar anständig, bei der Qualität hapert es aber gewaltig." Danke für die Faustregel. @SaaleMAX "Ja der Volksgedanke in Baden-Würt. ist mittlerweile so "schwach" ausgeprägt....das sich scheinbar eine Mehrheit der Südwestler, den Anschluß an eine Großschweiz zumindest theor. vorstellen könnte. Dies belegte dieser Tage eine Umfrage aus der Schweiz." "Großschweiz"? Bloß weil die Schweiz seit ewigen Zeiten keine neuen Kantone aufgenommen hat, heißt das keineswegs, dass es der Eidgenossenschaft (die übriegens locker älter ist als der Deutsche Bund und die USA zusammen) nicht möglich ist, weitere Glieder ihren Bunde hinzuzufügen. Und: Quelle für diese Behauptung? Ausserdem: Ich kann mir vorstellen, dass eine Umfrage darüber, ob die Bundesbürger nicht lieber Schweizer werden wollten so manchen deutschen Politikern ziemlich schocken würde. Könnte das Volk darüber bestimmen, Deutschland würde sehr bald ziemlich klein...  |

Wahlticker
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Montag, 02. August 2010 - 01:10 Uhr: | |
@Interessierter http://www.welt.de/politik/deutschland/article8480832/Viele-Baden-Wuerttemberger-waeren-gerne-Schweizer.html http://www.welt.de/politik/deutschland/article8572463/Was-Deutschland-ohne-Baden-Wuerttemberg-wert-waere.html ;) Sind allerdings glaube ich nur die Sommerlochs-Phantasien einiger Schweizer Politiker und Journalisten. |

Ralf Lang
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Dienstag, 03. August 2010 - 13:09 Uhr: | |
"Könnte das Volk darüber bestimmen, Deutschland würde sehr bald ziemlich klein..." Die Schweizer müssten zu jedem Einzelfall auch ja sagen, was die Sache wohl relativiert. |

Engel Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Dienstag, 03. August 2010 - 13:57 Uhr: | |
@ Marc K. "Ich verweise nur mal darauf, dass die Grünen nur eine Verkürzung um einen Monat erreicht haben." Dafür haben die Grünen erreicht, dass der Zivildienst um vier Monate von 13 auf 9 verkürzt wurde. Sie haben somit erstmals seit 1973 durchgesetzt, dass Wehr- und Zivildienst wieder gleich lang sind. |

nowhereman
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Sonntag, 08. August 2010 - 12:15 Uhr: | |
"Die Schweizer müssten zu jedem Einzelfall auch ja sagen, was die Sache wohl relativiert." Also wenn das keine Sommernachtsphantasieist: mehr als 10 Millionen BWs würden sich 6 Mio Schweizer anschließen (und damit dieses Land, das von seiner sprachlichen Vielfalt, seiner sehr kleinräumigen kulturellen Vielfalt, seiner Brückenfunktion zwischen Süd-, Mittel-, und Westeuropa lebt) - wahrlich ein für Schweizer, die übrigens Deutsche generell gerne als Sauschwob titulieren, eine undenkbare Vorstellung - kann sich jemand noch an die Wahlkämpfe erinnern, wo Hatz auf Ausländer (und nicht nur auf islamisch geprägte) betrieben wurde von der derzeit stärksten politischen Kraft, das galt auch gegen uns Deutsche und damit insbesondere gegen die unmittelbaren angrenzenden Badener oder Schwaben. |

nowhereman
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 01. September 2010 - 17:02 Uhr: | |
Die jetzigen Umfragen sehen zwar Rot-Grün oder von mir aus Grün-Rot vorne, hätten aber einen bemerkenswerten Effekt, es könnte passieren, dass die CDU doch (fast) jeden Wahlkreis direkt gewinnt. Sieht man von Mannheim Nord (reine Arbeitergegend ohne Grüne Struktur) ab und vielleicht von Freiburg I (wo die angehörigen Umlandgemeinden SPD-feindliches Gebiet sind) nehmen die beiden sich nämlich auch durch das Einstimmenwahlrecht gegenseitig die Chance, den jeweiligen CDU-Mann einzuholen. Das mag in Freiburg II gerade noch für die Grünen gut gehen, aber in Stuttgart oder Karlsruhe, möglicherweise auch in Heidelberg und Tübingen als eher grüne Hochburgen und Lörrach als einzige ländliche SPD-Hochburg könnte der Effekt zuschlagen. Der vierfach mögliche Überhang nach RB-Auszählung könnte unter Umständen auch das Ergebnis zugunsten Schwarz-Gelb kippen, selbt bei geringfügig geringerer Stimmenzahl, wenn die Linken draußen bleiben. Meine Hypothese wäre: Schwarz-Gelb nur wenige Zehntel Prozent hinter den Oppo-Parteien. Und bevor jemand es mir schreibt, ich weiß es findet ein RB-bezogener Ausgleich nach Standardabrundung statt, trotzdem geht der letzte Sitz an die Partei mit Überhang, wenn das 4x die CDU wäre, machte das dann schon einen gewissen Vorteil aus. Noch einmal: Nicht alle 4 Sitze müssen "ungerecht" sein, da sage ich nicht, nur in der Summe kan es zu einer (nicht nur theoretischen) Umkehr a la SH 2009 kommen. |

Kay Karpinsky
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 01. September 2010 - 17:27 Uhr: | |
@ nowhereman: Das käme so, bei einem Rückstand von drei Prozentpunkten von Schwarz-Gelb, nicht mehr hin. Die Umstellung auf Standardrundung wiegt hier schwerer als der Umstand, dass die CDU in allen Regierungsbezirken den letzten Sitz bekommt. Bei 37/24/24 komme ich nur noch auf 63 Wahlkreise für die CDU. Die SPD gewinnt Mannheim I (sicher) und Lörrach (wacklig), die Grünen Stuttgart I (sicher), Heidelberg und Freiburg II (wahrscheinlich) und Tübingen (wacklig). Dazu käme Stuttgart II, weil anzunehmen ist, dass der Grünen-Zuwachs in der Nähe des Stuttgarter Hauptbahnhofes höher sein wird als anderswo und da außerdem Werner Wölfle Stimmen ziehen dürfte. Was bei Gleichstand SPD/Grüne aber sehr wahrscheinlich ist, ist ein SPD-Vorsprung nach Mandaten, da die SPD im überhanganfälligsten RB Karlsruhe stärker ist, die Grünen im überhangschwächsten RB Tübingen. Letztlich sollte man die Forsa-Momentaufnahme mit den für das Institut charakteristischen starken Ausschlägen aber auch nicht überbewerten. Die Grünen-Wähler sind sich jetzt eben schon ziemlich sicher, was viele Unentschlossene machen werden, bleibt abzuwarten. |

nowhereman
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 02. September 2010 - 13:26 Uhr: | |
@ Kay Karpinsky: Es war ja auch nur ein neckischer Gedanke, im Zusammenhang mit dem SH-Phänomen zu sehen: die Mehrheit der Stimmen könnte sich in eine Minderheit der Sitze umkehren - das dann aber wohl juristisch sauber. Dabei fehlen absichtlich die "Linken", weil sonst der Gedanke nicht aufgeht, es sei denn Schwarz+Gelb = Grün+Rot+Dunkelrot - x.Zehntel Prozent und Dunkelrot >=5%. Ich selbst halte die Werte der Grünen für überhöht, sie wird wg Stuttgart21 derzeit als Protestpartei wahrgenommen, was nützt, hat aber darunter einen beachtlichen Wählerstamm. Ob sich dieser Protest wahlwirksam auswirkt, sei dahingestellt. Am Beispiel der FDP im Bund kann man sehen, wie schnell Stimmungen schwanken können. Je nach der Bereitschaft von "alten" SPD-Wählern sich doch noch mal mobilisieren zu lassen, kämen generell weitere Großstadtwahlkreise als CDU-wackelig hinzu, aber gerade diese Wks sind eben für mich tendenziell Kampfzonen zwischen SPD und Grüne und darauf hinzuweisen, kam es mir letztlich an. In einen Land mit generell großen Vorsprung zwischen 1. und 2. Partei könnte es auch diesmal zu geringen Wk-Erfolgen für andere als die CDU kommen. Letzter Gedanke: ich vermute, dass es Mappus noch gelingen wird, viele konservative CDU-Anhänger zu mobilisieren, wenn es eng aussieht. Allerdings sind diese Wähler eben eher im ländlichen Bereich Ostalb, Oberschwaben, Schwarzwald und zwischen Tauber, Main und Odenwald anzusiedeln. Trotzdem sehe ich eine ganze Reihe von ÜH-Mandaten, 140 Mandate sind im Landtag mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine untere Schranke und nicht die "normalen" 120. 160 nicht undenkbar, das wären 33% mehr Nebenberufabgeordnete, viel Holz für geizige Schwaben.
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AeD Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 02. September 2010 - 18:22 Uhr: | |
Der SWR und die Stuttgarter Zeitung haben bei Infratest dimap eine Umfrage in Baden-Württemberg in Auftrag gegeben, die am 9. September veröffentlicht wird. |

zigzag
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 08. September 2010 - 18:29 Uhr: | |
Hier sind die Zahlen: Infratest dimap/"SWR" und "Stuttgarter Zeitung" 1000 Befragte, 02.-07.09.10 Veröffentlicht am 08.09.10 CDU: 35% SPD: 21% Grüne: 27% FDP: 5% Linke: 5% Stuttgart21 dafür: 35% dagegen: 54% Diese und mehr Zahlen: http://www.swr.de/nachrichten/bw/stuttgart21/-/id=6760318/nid=6760318/did=6865060/3qwll8/index.html Werden wir vielleicht nicht erst im Herbst (Berlin) eine Grünes Landesoberhaupt bekommen, sondern schon im März (BW)? (Beitrag nachträglich am 08., September. 2010 von zigzag editiert) |

Thomas Frings
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 08. September 2010 - 19:29 Uhr: | |
Meinetwegen können die Linken ruhig die Umfragen gewinnen. Die Grünen mögen deutlich zulegen, 27% kriegen sie sicher nicht. 5% für die Linkspartei ist auch fraglich, wenn sie selbst in NRW nicht weit darüber lag. Aber wenn einer der Auftraggeber Stuttgarter Zeitung heißt, weiß man ja, wie ernst das zu nehmen ist. Woher eigentlich die Sicherheit, dass die Grünen in Berlin den Regierenden Bürgermeister stellen werden? Selbst wenn sie wirklich stärkste Fraktion werden sollten, könnte die SPD ja auf die Idee kommen, lieber den Posten zu behalten und dafür mit der CDU zu koalieren. Wenn sowohl SPD/CDU als auch Grüne/CDU möglich ist, wird die CDU wohl den Meistbietenden unterstützen. |

zigzag
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 08. September 2010 - 19:43 Uhr: | |
Natürlich ist nicht sicher, dass in Berlin der nächste Regierende Bürgermeister von den Grünen gestellt wird. Erstens sind dies nur Umfragen und 2. wie von dir erwähnt gibt es andere Koalitionsvarianten. Da habe ich mich falsch ausgedrückt. statt Werden wir vielleicht nicht erst im Herbst (Berlin) ein Grünes Landesoberhaupt bekommen, sondern schon im März (BW)? besser Werden wir nicht erst vielleicht im Herbst (Berlin) ein Grünes Landesoberhaupt bekommen, sondern (möglicherweise) schon im März (BW)? |

Werner Fischer
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 08. September 2010 - 19:51 Uhr: | |
Die SPD muss froh sein, wenn sie nicht hinter die GRÜNEN auf Platz 3 fällt - und das mein ich nicht auf Berlin bzw. BaWü bezogen. In Berlin ist die SPD nach 10 Jahren regieren ziemlich ausgepumpt und bei Stuttgart-21 war sie nicht konsequent. Ich halte in beiden Bundesländern grüne Landeschefs inzwischen für möglich. Die Menschen sind unzufrieden - es herrscht Wechselstimmung. Schwarz-gelb hat 2009 davon profitiert, doch das hat nichts gebracht. Jetzt bleiben eben die GRÜNEN als "letzter Ausweg". |

nowhereman
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 08. September 2010 - 20:13 Uhr: | |
@ Thomas Frings ... Auftraggeber Stuttgarter Zeitung... zum einem: der SWR behauptet, Mitauftraggeber zu sein, was Richtungen schon mal relativiert, die wie Sie vermuten, damit bedient werden sollen. zum anderen: Die Stuttgarter Zeitung kenne ich recht gut, habe aber noch nie darin ein Kampfblatt ökologisch-sozialistischer Agitation gesehen. Mir kamen dabei Rommel und Schuster immer sehr gut weg mit ihren Zukunftsplänen, frühere S21-Pläne inklusive. Sie haben aber auch Recht: Nie werden die Grünen 27% erhalten. Wenn sich dies doch abzeichnet, wird Mappus im ländlichen, katholisch konservativen Teil zulegen und somit die Wahlbeteiligung ansteigen. Dafür werden SPD-Wähler eher ohne große Lust zur Wahl gehen oder gleich daheim bleiben, ob da noch 20% rauskommen - kaum möglich. Noch ist der einfache Arbeiter in Mannheim und Stuttgart kein Freund der Grünen und wünscht sich keinen dieser Gattung zum MP. |

Timo Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 08. September 2010 - 21:10 Uhr: | |
@Thomas Frings "Aber wenn einer der Auftraggeber Stuttgarter Zeitung heißt, weiß man ja, wie ernst das zu nehmen ist." Glauben Sie im Ernst, dass eine infratest-dimap-Umfrage im Auftrag des SWR, dadurch andere Ergebnisse liefert, dass die StZ Co-Auftraggeber ist??? Ihre Angst vor den bösen (noch schlimmer: linken!) Journalisten wächst sich zu einer Art Verfolgungswahn aus. Die Umfrageergebnisse sind interessant, weil sie Einfluss auf das Wahlkampfverhalten der Parteien haben werden. Ob schwarz-gelb an der Macht belieben kann, hängst mehr von der bundesregierung, denn von ba-wü Landespoltik ab. Das bleibt abzuwarten, ist keineswegs klar. Das eigentlich interessante: Grüne deutlich vor SPD. Die SPD will mit Sicherheit keinen grünen MP - weder in Berlin noch in BaWü. Sie wird folglich alles versuchen, um vor den Grünen zu landen. Es wird kein gemeinsamer rot-grüner Wahlkampf werden. Ich wette, dass Gabriel innerhalb der nächsten 10 Tage beginnt gegen die Grünen zu giften. Manch einem Genossen dürfte es bei dem Grünen-Vorsprung lieber sein, wenn rot-grün keine Mehrheit bekommt. |
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