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Archiv bis 21. April 2010

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Ratinger Linke
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Donnerstag, 04. Februar 2010 - 03:15 Uhr:   

Bei 3 Tagen oder weniger muss man jedenfalls davon ausgehn, dass viele der zur Befragung Ausgewählten noch nicht erreicht worden sind, worunter die Repräsentativität leidet. Umgekehrt folgt aber aus einem langen Befragungszeitraum nicht, dass wirklich genügend Kontaktversuche unternommen worden sind. Praktisch liegen die teils längeren Befragungszeiträume bei landesspezifischen Umfragen wohl daran, dass nicht gezielt im Land befragt wird, sondern ohnehin laufende bundesweite Umfragen mitgenutzt werden.

Tatsächliche Veränderungen innerhalb von 2 Wochen dürften in aller Regel weit unterhalb von dem liegen, was eine Umfrage mit 1000 Befragten auflösen kann, und sind eigentlich auch nicht von Interesse, wo nur gelegentlich befragt wird.
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nowhereman
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 04. Februar 2010 - 14:22 Uhr:   

@Thomas Frings

45-50% in beiden Lagern, da würde ich Ihnen vollkommen recht geben, das Thema Linke >= oder < 5% ist sicher mitentscheidend, wobei ein Sieg des Rot-Rot-Grünen-Lagers mir dennoch nicht ganz einleuchten will, ich gehe von einer geringen Wahlbeteiligung aus. Diese sollte sich stabilisierend für die FDP auswirken.
Man wird sicher noch hören und sehen, welchen Hintergrund die führenden Landeslistenbewerber der Linken haben, diesen Joker werden sich Rüttgers und Co. sicher noch aufheben für die entscheidenden 4-6 Wochen. Der eine oder andere "Kommunist" bzw. "Spitzel" wird sicher enttarnt.
Zu früh eine aufgeregte Stimmung schaffen, bringt dem bürgerlichen Lager nichts. "Rechte" Sozies/Grüne könnten ihr Linken-Unbehagen (komm. Plattform) mit der Zeit aufgeben, wenn zulange die Konfrontation bürgerlicherseits betrieben wird.
Kluger Schachzug: CDU/FDP haben zudem sowohl im Bund als auch in NRW erkannt, dass man das eigene Klientel "Steuerhinterzieher" bluten lassen muss, will man gewinnen. Sollte sich bald in Umfragen widerspiegeln.
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Hausgast
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Donnerstag, 04. Februar 2010 - 15:24 Uhr:   

@Ratinger Linke: Das ist im Prinzip schon alles richtig. Vielleicht eines noch: Wenn die ohnehin laufende bundesweite Befragung genutzt wird - zumeist handelt es sich um Mehrthemenbefragungen, sogenannte Bus-Einschaltungen - leidet fraglos die Qualität der erhobenen Daten. Die Befragten sind beispielsweise vom "Themenhopping" und/oder von den verschiedenen abgefragten Ebenen (Bund/Land) überfordert. Eine reine landesspezifische Umfrage, wie dies wahrscheinlich bei Infratest-dimap der Fall war, liefert da schon repräsentativere Ergebnisse. Wenn da nicht die kurze Feldzeit wäre. 3 Tage ist schon beinahe kriminell...
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Hausgast
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Donnerstag, 04. Februar 2010 - 15:29 Uhr:   

@nowhereman: Wieso sollte sich eine geringe Wahlbeteiligung ausgerechnet stabilisierend auf die FDP auswirken? Könnten nicht gerade die FDP-Anhänger aufgrund der allgemein - vor allem auf der Bundesebene - eher als bescheiden wahrgenommenen Performance ihrer Partei am Wahltag zu Hause bleiben?
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Ratinger Linke
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Freitag, 05. Februar 2010 - 00:54 Uhr:   

Die Umfragen sind wohl fast immer Teil von Omnibussen, mit Ausnahme der FGW und vielleicht der großen Umfragen von Infratest dimap für den Deutschlandtrend (aber selbst da waren noch diverse unpolitische, zumeist regional bezogene Fragen angehängt, wie ich vor ein paar Jahren mal befragt worden bin).

Bloß für die Sonntagsfrage und vielleicht ein paar Hilfsfragen rentiert doch keine eigene Umfrage. Das können sich höchstens die leisten, die per GEZ ziemlich unbegrenzte Geldmittel haben.

Bei den Überlegungen zur Wahlbeteiligung muss man bedenken, dass das in den Ergebnissen schon eingepreist (und womöglich auch überschätzt) sein könnte.
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nowhereman
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 05. Februar 2010 - 11:44 Uhr:   

@Hausgast,

nun es ist über Jahrzehnte hinweg "common sense", dass Große Parteien von hoher Wahlbeteiligung profitieren, bei geringer Wahlbeteiligung schlechter aussehen, weil sie mehr Klientel haben, das auch schon mal daheim bleibt, wenn keine "spannende" Wahl ansteht.
Kleine Parteien haben einen festeren Wahlstamm.
Von 60% und mehr Wahlbeteiligung geht wohl niemand mehr bei LTWs aus, so dass hunderttausendfach Ex-Sozies weiterhin zuhause bleiben, die Union an Nichtwähler verliert, aber auch wieder einen Teil gewinnt, der bei der BTW an die FDP verlorenen ging, aber der CDU nahestand.
Ich denke, die FDP wird so auf ihr typisches Mass (hoher einstelliger Wert) zurückgestuft.
Spannender:
Herr Frings glaubt,(öfter zulesen an anderer Stelle in Wahlrecht.de) dass die Linken nur bei hoher Wahlbeteiligung gut abschneidet -> Protestwähler. Sie wären also ein Beispiel gegen obige These. In wieweit diese Partei bereits einen festen Wählerstamm hat, vermag ich nicht zu beurteilen, Demoskopen vergeben in solchen unklaren Fällen gerne eine 5,0, das war auch bei den Grünen anfangs der 80-er und den Rechtsparteien (DVU,Reps, NPD) so, es könnte ja auch 4,99% bedeuten, manchmal kamen dann auch Werte jenseits der 8% raus, weil man extreme Positionen nicht gerne am Telefon preisgibt. Da war die Wahlbeteiligung oft aber geringer, weil Protest sich auch in Form von Nichtwählengehen manifestiert. Die Gruppe der Unzufriedenen im linken Spektrum ist schwer zu orten.
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Hausgast
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Samstag, 06. Februar 2010 - 18:02 Uhr:   

Diese FDP hat ganz und gar keinen festen Wählerstamm, das dürfte feststehen. Den aktuellen Erhebungen zufolge hat die FDP bundesweit binnen eines halben Jahres genau die Hälfte der Anhänger verloren und ein Ende des Abwärtstrends ist nicht absehbar. Schon vergessen? Es ist noch nicht allzulange her, dass die FDP froh war, wenn sie die 5-Prozent-Hürde überspringt.

Größere Parteien profitieren nicht per se von hoher Wahlbeteiligung. Die Mobilisierung der eigenen Sympathiesanten ist das einzig entscheidende Kriterium. Bei der BTW 1998 war die Wahlbeteiligung höher als bei den zwei vorherigen Wahlen, trotzdem stürzte die Union ab. Kohl musste einfach weg - selbst das eigene Klientel ging auf Distanz und blieb zuhause oder wechselte zur Schröder-SPD.

Allerdings gilt: Bei einer niedrigen Wahlbeteiligung sind die CHANCEN für kleinere Parteien höher, ein gutes Ergebnis einzufahren. Die Erfolge der unseligen Neo-Naziparteien v.a. im Osten der Republik stützen diese These leider nachhaltig.
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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Samstag, 06. Februar 2010 - 19:21 Uhr:   

"Diese FDP hat ganz und gar keinen festen Wählerstamm,"
Natürlich hat die FDP einen festen Wählerstamm, aber keinen großen.


"Den aktuellen Erhebungen zufolge hat die FDP bundesweit binnen eines halben Jahres genau die Hälfte der Anhänger verloren und ein Ende des Abwärtstrends ist nicht absehbar."
Ein wenig übertrieben und "nicht absehbar" ist eine Leerformel.


"Es ist noch nicht allzulange her, dass die FDP froh war, wenn sie die 5-Prozent-Hürde überspringt."
Ist auch schon gut 10 Jahre her. Und bei Bundestagswahlen fiel sie bekanntlich nie unter 5% der Stimmen und außer 1969 auch nie unter 5% der Wahlberechtigten.


"Größere Parteien profitieren nicht per se von hoher Wahlbeteiligung. Die Mobilisierung der eigenen Sympathiesanten ist das einzig entscheidende Kriterium. Bei der BTW 1998 war die Wahlbeteiligung höher als bei den zwei vorherigen Wahlen, trotzdem stürzte die Union ab."
Nein, sebstverständlich gibt es auch Wechsel unter den Parteien. Allerdings ist die Mobilisierung bei Landtagswahlen wesentlich wichtiger.

" selbst das eigene Klientel ging auf Distanz und blieb zuhause oder wechselte zur Schröder-SPD."
Sie widersprechen sich selbst.


"Allerdings gilt: Bei einer niedrigen Wahlbeteiligung sind die CHANCEN für kleinere Parteien höher, ein gutes Ergebnis einzufahren. Die Erfolge der unseligen Neo-Naziparteien v.a. im Osten der Republik stützen diese These leider nachhaltig."
Das ist komplett falsch. Gerade Rechtsextreme profitieren von hoher Walbeteiligung. Als die DVU 1998 in Sachsen-Anhalt 12,9% bekam, lag die Walbeteiligung bei 71,5% und nicht weniger als 16,6 Prozentpunkte höher als bei der vorhergehenden Wahl. 2006 lag die Beteiligung bei nur 44,4% und die DVU bekam nur 3%. Natürlich ist Wahlbeteiligung nicht der einzige Faktor, aber es spricht rein gar nichts dafür, dass der DVU niedrige Wahlbeteiligung nutzte. Als die NPD in Sachsen 2004 9,2% holte, war die Wahlbeteiligung mit 59,6% gar nicht schlecht - auch gemessen an westdeutschen Bundesländern, ebenso 2006 in MeckPomm mit 59,1%. Dass die NPD letztes Jahr in Sachsen deutlich verlor, dürfte auch an der wesentlich niedrigeren Wahlbeteiligung liegen. Dass die Rechtsradikalen im Osten stärker sind, hat ohnehin ganz offensichtlich andere Gründe als die Wahlbeteiligung.

Es gibt keine Regel, dass niedrige Wahlbeteiligung guten oder kleinen Parteien generell nutzte oder schadete.
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Taugenichts
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Samstag, 06. Februar 2010 - 19:48 Uhr:   

„Es gibt keine Regel, dass niedrige Wahlbeteiligung guten oder kleinen Parteien generell nutzte oder schadete.“

Das stimmt zwar, da es nun einmal keine sozialwissenschaftlichen Gesetze gibt.
Aber klar ist auch, dass eine Partei bei niedriger Wahlbeteiligung weniger Wählerstimmen benötigt, um die Fünfprozenthürde zu überwinden.
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Martin Dauser
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Samstag, 06. Februar 2010 - 20:10 Uhr:   

Der FDP ist es sehr gut gelungen, im letzten Bundestagswahlkampf, Leute an sich zu binden, die mit der Arbeit der Großen Koalition unzufrieden waren, jedoch sicher nie links wählen würden. Das ist ja auch nichts Unanständiges, dazu ist ein Wahlkampf ja da.
Ein Großteil dieser Leute war aber die FDP-Idiologie schon immer vollkommen schnuppe.

Während ich z.B. einen Thomas Frings absolut abnehme, dass er mit aller Konsequenz für einen schlanken Staat ist, wird es bei einem großem Teil der 14,6% vom 27.9.2009 eher so sein, dass sie, wenn es um ihre Steuern geht, zwar schon gerne den schlanken Staat hätten, wenn es aber um diejenigen Leistungen des Staates geht, von denen sie persönlich oder Personen aus ihrem nahen Umfeld profitieren, keineswegs den schlanken Staat haben wollen.

Das und nicht die aktuelle Regierungspolitik ist für mich die eigentliche Ursache für das doch recht schnelle Absinken der FDP in den Umfragen. Denn wäre dieser Trend eine unmittelbare Folge der Regierungspolitik, wäre auch die Union von diesem Trend stärker betroffen.
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Bernhard Nowak
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 07. Februar 2010 - 14:01 Uhr:   

Ich denke, dass aber auch der Umgang der FDP mit ihrem eigenen Sparbuch eine wichtige Rolle spielt. Wer zuerst erklärt, er wolle das Entwicklungshilfeministerium abschaffen und es dann nicht abschafft, wer Ausgabenkürzungen an der Regierung ankündigt und diese dann nicht durchführt (laut ZDF-Sendung Frontal 21 hat die neue Regierung 73 Mitglieder, die alte 70), der muss sich über Unzufriedenheit seiner Wähler nicht wundern, zumal, wenn es erst heißt: "gehalten - versprochen."

Und der zweite Aspekt ist natürlich folgender: es gibt einen Teil an Wählern, die die versprochenen Steuersenkungen richtig finden. Es gibt aber auch einen Teil an Wählern, die Steuersenkungen im Zuge einer wachsenden Staatsverschuldung für wahnsinnig halten - in dem Sinne, wie es der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Carstensen ausgedrückt hat. Diese Wähler mögen bei der Bundestagswahl FDP gewählt haben, weil sie mit der Politik der großen Koalition unzufrieden waren oder als frühere SPD-Wähler den Schwenk der SPD zur Linkspartei auf Landesebene ablehnten und solch einen Schwenk auch im Bund - wenn auch nicht unmittelbar nach der Bundestagswahl, wohl aber im Laufe der Legislaturperiode - für möglich gehalten haben, wenn es wieder im Bundestag eine potentielle Mehrheit rot-rot-grün gegeben hätte. Diese Wähler haben dann möglicherweise FDP gewählt, sind aber mit Teilen der FDP-"Ideologie" - Kopfpauschale etc. - nicht zufrieden und wenden sich von der FDP ab bzw. geben bei Umfragen nicht mehr an, FDP zu wählen.

Der Trend war aber absehbar. Wer als Oppositionspartei viel verspricht, weckt Erwartungen, die sie als spätere Regierungspartei in einer Koalition, in der es zu Kompromissen kommen muss, nicht erfüllen kann. Die Gefahr besteht m.E. dann durchaus, zwei Wählergruppen zu "verprellen":
1.) diejenigen, die unzufrieden sind, dass die bisherige Oppositionspartei - hier war es die FDP - ihre Versprechungen nicht "pur" umsetzen kann
2.) diejenigen, die die neue Regierungspartei für zu kompromisslos halten und meinen, sie müsse jetzt endlich in der Realität ankommen.

Insofern war klar, dass die FDP ihr hohes Stimmpotential nicht würde halten können. Dies ist aber das Schicksal von "Regierungsparteien" im Zeitalter sich auflösender sozialer Milieus und in Zeiten einer Globalisierung, in der Leistungen für den Bürger abgebaut werden (müssen?), weil zum Verteilen nichts mehr vorhanden ist. Insofern ein ganz natürlicher Vorgang, denke ich.
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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 07. Februar 2010 - 14:28 Uhr:   

"Ein Großteil dieser Leute war aber die FDP-Idiologie schon immer vollkommen schnuppe."
Stimmt bedingt. Natürlich sind die meisten Wähler an Ideologie nicht interessiert. Dennoch wollen die Wähler schon wissen, wofür die Partei grundsätzlich steht. Daß dies bei der Union noch weniger klar ist als in der Vergangenheit, war ganz sicher ein wichtiger Grund für das sehr mäßige Abschneiden bei der Bundestagswahl.


"wird es bei einem großem Teil der 14,6% vom 27.9.2009 eher so sein, dass sie, wenn es um ihre Steuern geht, zwar schon gerne den schlanken Staat hätten, wenn es aber um diejenigen Leistungen des Staates geht, von denen sie persönlich oder Personen aus ihrem nahen Umfeld profitieren, keineswegs den schlanken Staat haben wollen."
Das trifft sicher für einen nicht unerheblichen Teil der FDP-Wähler zu. Die FDP kann aber letztlich auch dann nicht anders als einen marktwirtschaftlichen Kurs zu fahren, wenn sie Teile ihrer Wähler damit ärgert. Denn wenn sich die FDP sozialdemokratisiert, ist das Profil fast komplett weg und dann wird sie erst recht nicht gewählt.
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nowhereman
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 07. Februar 2010 - 14:41 Uhr:   

In Zeiten der großen Koalition hat man auch die Union weniger bestraft, den Ärger des Volkes bekam die Nichtkanzlerpartei ab, das ist nun wieder der Fall.
Für mich bleibt als Erklärung eben die, dass die CDU/CSU breiter aufgestellt ist, so dass sich immer Menschen finden werden, die dahinter stehen, die FDP ist für mich eine
Klientelpartei, deren System "Steuern runter" Widerhall im Unionslager fand, aber nun als "unzureichend" empfunden wird, um Probleme zu lösen. In soweit wiederholt sich Geschichte, denn von den Sozies hat man auch etwas anderes erwartet als sie in der Regierung boten, man denke nur an die "Stones" und deren Distanz zum
einfachen Facharbeiter, oder den hilflosen, naiv wirkenden Reden von Ulla Schmidt, wenn Kassenpatienten sich schlecht behandelt fühlten, weil sie teure Medikamente nicht verschrieben bekamen. Mehr als naiv ist derzeit das Gerede des Nachfolgers (Kopfprämie ).
Dumm sind die Steuergeschenke an Hotelbesitzer, weil Firmen weniger Vorsteuerabzug geltend machen können und nun dafür Rabatte verlangen.
Noch eins: Schwarz-Grün könnte in NRW mehr als eine Option werden, auch wenn es Leute gibt, die das vollkommen ausschließen. Sollte die FDP so
schlecht abschneiden, wie derzeit gehandelt, dann bliebe der CDU nur der Versuch mit den Grünen und diese wiederum können mehr in einem
2-er Bündnis erreichen als bei Rot-Rot-Grün.
Wahrscheinlich hat man auch einen Horror vor den Linken, wenn man an die eigenen Kämpfe vor 20 Jahren sich erinnert (Fundis/Realos).
Aber es ist ja noch soviel Zeit bis zur Wahl...
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zigzag
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 04. März 2010 - 21:58 Uhr:   

Infratest dimap/"ARD-Tagesthemen"
Veröffentlicht am 04.03.2010

CDU: 35%
SPD: 33%
Grüne: 13%
FDP: 10%
Linke: 6%

Direktwahl:
Rüttgers (CDU): 44% (-7)
Kraft (SPD): 43% (+5)

http://duesseldorf.business-on.de/nordrhein-westfalen-kraft-ruettgers-spd-koalition-_id16521.html
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zigzag
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 05. März 2010 - 14:29 Uhr:   

YouGov/"Bild"
Veröffentlicht am 05.03.2010

CDU: 36%
SPD: 36%
Grüne: 11%
FDP: 7%
Linke: 7%

Direktwahl:
Rüttgers (CDU): 53%
Kraft (SPD): 47%

http://www.bild.de/BILD/news/telegramm/news-ticker,rendertext=11716220.html
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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 09. April 2010 - 19:16 Uhr:   

Neue GMS-Umfrage:
CDU 39
SPD 32
Grüne 12
FDP 7
Linke 6
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Matthias Cantow
Moderator
Veröffentlicht am Sonntag, 11. April 2010 - 19:41 Uhr:   

http://www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/nrw.htm

Infratest dimap für WDR (Sendung: WESTPOL)
Veröffentlicht: 11.04.2010
Befragte: 1.000
Befragungszeitraum: April 2010 (letzte Woche)

CDU: 38
SPD: 34
GRÜ: 12
FDP: 7
LIN: 6

Quelle: WDR
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Hausgast
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Mittwoch, 21. April 2010 - 11:20 Uhr:   

http://www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/nrw.htm

forsa für den stern
Veröffentlicht: 21.04.2010
Befragte: 1.009
Befragungszeitraum: 12.-17.4.2010

CDU: 38
SPD: 34
GRÜ: 9
FDP: 8
LIN: 6
Sonstige: 5

Quelle: stern.

Ernst gemeinte Frage: Kann mir jemand erklären, wie es möglich ist, dass die Grünen in NRW auf 9 Prozent kommen, während sie bundesweit - ebenfalls forsa zufolge - zeitgleich 15 Prozent erreichen sollen? Habe ich da im Wahlkampf irgendetwas verpasst?
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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Mittwoch, 21. April 2010 - 17:40 Uhr:   

"Ernst gemeinte Frage: Kann mir jemand erklären, wie es möglich ist, dass die Grünen in NRW auf 9 Prozent kommen, während sie bundesweit - ebenfalls forsa zufolge - zeitgleich 15 Prozent erreichen sollen? Habe ich da im Wahlkampf irgendetwas verpasst?"
Sie haben nichts verpasst. Mindestens eine der beiden Zahlen ist offensichtlich klar daneben. Bisher haben die Grünen bei Landtagswahlen in NRW den Bundestrend nur einmal drastisch unterboten. 1985 bekamen sie nur 4,6%. Dafür gab es aber auch eine eindeutige Erklärung: eine innerparteiliche Gruppierung hatte sich damals auf einem Landesparteitag mit Forderungen durchgesetzt, u.a. dass jede Altersgrenze für Sex mit Minderjährigen abgeschafft werden sollte. Natürlich kam das gar nicht gut an. Details:
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13513384.html

Bei Bundestagswahlen liegen die NRW-Grünen recht nah am Bundesdurchschnitt, 2005 und 2009 waren sie etwas darunter. Die niedrige Wahlbeteiligung wird den Grünen nutzen, das landespolitische Personal ist hingegen den Wählern nahezu vollständig unbekannt. Es ist nichts erkennbar, was einen größere Sonderentwicklung erklären könnte. 15% für die Bundes-Grünen halte ich für grenzwertig, 9% im Land dürfte dagegen eher zu niedrig angesetzt sein. Die Wahrheit liegt wahrscheinlich dazwischen, vermutlich aber näher bei 9 als bei 15%.
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Martin Dauser
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Mittwoch, 21. April 2010 - 18:14 Uhr:   

Schwarz-Grün als mögliche Koalitionsoption mag vielleicht den einen oder anderen abschrecken. Möglicherweise (ich kann es nicht beurteilen) ist die Spitzenkandidatin Kraft attraktiv für Wähler, die im Bund eher zu grün tendieren.

Das Ausmaß der Diskrepanz kann jedoch durch beide Erklärungsansätze nie und nimmer erklärt werden. Deswegen sehe ich es ähnlich wie Thomas Frings. 10% bis 11% im Land und 13 % im Bund wären plausibel.

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