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Koch for Kanzler
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 02. Dezember 2004 - 12:25 Uhr: | |
Hat zufällig jemand neue Umfragen zu Nordrhein-Westfalen. Die letzten sind schon 4 Wochen alt, wäre doch mal nicht schlecht, wenn mal was Neues käme. Danke! |

Ralf Arnemann
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 02. Dezember 2004 - 14:14 Uhr: | |
Umfragen in der Vorweihnachtszeit über eine Wahl im nächsten Frühjahr wären rausgeworfenes Geld. Vor Mitte Januar braucht man keine Wähler mehr befragen, erst dann werden diese wieder Antworten geben, die nicht noch unzuverlässiger sind als bei Umfragen generell. |

Martinus
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 02. Dezember 2004 - 15:12 Uhr: | |
Für Schleswig-Holstein gibts wohl tatsächlich keine neuen Umfragen, das sollte ich mitbekommen haben. "Vor Mitte Januar braucht man keine Wähler mehr befragen" - Richtig; und zwar auch, weil dann Hartz IV in Amt und Würden ist und man sehen muß, ob und welche Verärgerungen das bringt. |

zigzag
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 02. Dezember 2004 - 21:28 Uhr: | |
Ich habe gerade eine Umfrage für NRW gefunden: Donnerstag, 2. Dezember 2004 Stimmung in NRW wechselt Wählerlager gleichauf Zum ersten Mal seit Ende 2002 ist die CDU in Nordrhein-Westfalen in der politischen Stimmung unter die 40-Prozent-Marke gefallen. Laut einer repräsentativen forsa-Umfrage im Auftrag von n-tv lagen die beiden Wählerlager aus SPD (36 Prozent) und Grünen (11 Prozent) auf der einen und CDU (39 Prozent) und FDP (8 Prozent) mit jeweils zusammen 47 Prozent gleichauf. Auf die sonstigen Parteien entfielen 6 Prozent. Könnten die Wahlbürger in Nordrhein-Westfalen ihren Ministerpräsidenten selbst wählen, dann würden sich im November 2004 39 Prozent für Peer Steinbrück und 27 Prozent für Jürgen Rüttgers entscheiden. 34 Prozent würden sich derzeit für keinen der beiden entscheiden. Seit Januar 2003 konnte Steinbrück damit seine Popularität um zehn Prozentpunkte steigern, während Rüttgers im gleichen Zeitraum vier Prozentpunkte verlor. Außerhalb seiner eigenen Anhängerschaft liegt Rüttgers in keiner politischen oder gesellschaftlichen Gruppe vor Steinbrück. http://www.n-tv.de/5457469.html |

Ralf Arnemann
| | Veröffentlicht am Freitag, 03. Dezember 2004 - 10:29 Uhr: | |
Na, da will Forsa ihren Genossen ein schönes Weihnachten bescheren. Ich bleibe dabei: Vor Mitte Januar wird es keine halbwegs vernünftigen Zahlen geben. |

Koch for Kanzler
| | Veröffentlicht am Freitag, 03. Dezember 2004 - 10:58 Uhr: | |
Naja, die Umfrage ist ungefähr so, wie ich es mir gedacht habe: Beide Lager gleich auf, aber andererseits hat Arnemann recht. Keiner weiß, was los ist, wenn Anfang Februar z.B. 5 Mio. Arbeitslose verkündet werden. |

Ralf Arnemann
| | Veröffentlicht am Freitag, 03. Dezember 2004 - 16:50 Uhr: | |
@KfK: > wenn Anfang Februar z.B. 5 Mio. Arbeitslose verkündet werden. Das wird nicht geschehen. Denn 1-Euro-Jobber werden ja nicht mehr als Arbeitslose gezählt! Obwohl sie ja weiterhin Arbeitssuchende sind, die gemeinnützig beschäftigt werden. Die offizielle Arbeitslosenzahl wird man mit solchen statistischen Tricks eher noch senken können. |

zigzag
| | Veröffentlicht am Freitag, 03. Dezember 2004 - 20:10 Uhr: | |
Und gleich nochmal NRW: Freitag 3. Dezember 2004, 16:39 Uhr Umfrage sieht Schwarz-Gelb in NRW vor Rot-Grün Bielefeld (ddp-nrw). Die CDU liegt laut einer aktuellen Umfrage in NRW derzeit klar vor der SPD. Wäre am Sonntag Landtagswahl, kämen die Christdemokraten an Rhein und Ruhr auf 40 und die SPD auf 33 Prozent, wie das Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid am Freitag in Bielefeld mitteilte. Die Grünen würden 13, die FDP 8 Prozent holen. Damit hätte ein schwarz-gelbes Bündnis eine knappe Mehrheit vor Rot-Grün. Im direkten Personenvergleich führt der amtierende Ministerpräsident Peer Steinbrück (SPD) mit 44 Prozent knapp vor seinem CDU-Herausforderer Jürgen Rüttgers, der auf 40 Prozent kommt. 54 Prozent der Befragten gaben an, dass es Zeit für einen politischen Wechsel im Land sei, da die amtierenden Regierung eine schlechte Bilanz aufzuweisen habe. 41 Prozent in NRW sind gegenteiliger Meinung. TNS Emnid hatte Anfang Dezember insgesamt 1000 Wahlberechtigten in NRW telefonisch befragt. http://de.news.yahoo.com/041203/336/4bok5.html |

zigzag
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Sonntag, 14. Juni 2009 - 15:41 Uhr: | |
Infratest dimap/"WDR" ? Befragte im Zeitraum ? Veröffentlicht am 14.06.2009 (Vergleich zur letzten Umfrage im Februar) CDU: 38% (-2) SPD: 27% (-1) Grüne: 12% (+2) FDP: 14% (+2) Linke: 6% (-1) Sonstige: ? Direktwahl Rüttgers (CDU): 49% (-4) Kraft (SPD): 28% (-2) http://www.wdr.de/themen/politik/nrw02/nrw_trend/_mo/fotos_090614.jhtml |

nowhereman
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 15. Oktober 2009 - 17:08 Uhr: | |
Legt man die letzte hier gepostete Umfrage zugrunde und weiteren im Anschluß genanten Randbedingungen, hätte der nächste Landtag in NRW 251 Abgeordnete, das wären 38% über der Ausgangszahl 181. Es gab nur geringfügige Wahlkreisänderungen. erstmal gibt es Erst- und Zweitstimme Erststimme: Infolge des schlechteren Umfragewertes der SPD gegenüber der CDU und weil Linkewähler seltener den SPD-Kandidten unterstützen, habe ich vom Wahlkreisergebnis 2005 der SPD 10% abgzogen,dadurch kam es zu 104 Wahlkreissiege der CDU, 24 der SPD. Zweitstimme: Ich unterstelle, es gäbe genauso viele gültige Stimmen wie 2005: 8244014 setze den %-Satz der Umfrage um in Zweitstimmen CDU 39%= 3215165 SPD 29%= 2390764 Grüne 9%= 741961 FDP 12%= 989282 Linke 5%= 412201 Teiler für 181 Sitze ist 43076 bei Standardrundungverfahren Saint-Legue theoretisches Ergebnis - Sitzzahl: CDU 74.6394 gerundet 75 SPD 55.5011 gerundet 56 Grüne 17.2245 gerundet 17 FDP 22.9660 gerundet 22 Linke 9.5692 gerundet 10 total 179.9000 tatsähl. 181 Teiler bei 104 Sitzen für CDU: 30915 CDU 104.0002 gerundet 104 SPD 77.3335 gerundet 77 Grüne 24.0000 gerundet 24 FDP 32.0001 gerundet 32 Linke 13.3334 gerundet 13 total 250.6671 tatsächl. 250 Jetzt greift die Regelung, dass die Anzahl der Sitze ungerade sein muss. Mit Teiler 30848 geht der letzte Sitz an di SPD, die somit 78 Sitze erreicht von 251 Sitzen. CDU:104.2260 SPD:77.5014 Grüne:24.0522 FDP:32.0696 Linke:13.3623 (Beitrag nachträglich am 15., Oktober. 2009 von nowhereman editiert) |

Thomas Frings
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| | Veröffentlicht am Donnerstag, 15. Oktober 2009 - 17:50 Uhr: | |
104 Direktmandate für die CDU sind kaum zu schaffen. Übrigens war bei der Bundestagswahl der Vorsprung der CDU bei Erst- und Zweitstimmen nahezu gleich groß. Daß die CDU wesentlich mehr als die 7,7 Prozentpunkte von 2005 vor der SPD liegen wird, ist nicht zu erwarten, weder bei Erst- noch bei Zweistimmen. Im Übrigen ist die Sitzzahl immer ungerade. Daß die Linkspartei reinkommt, ist nicht sicher. Bei der BTW hatte sie 8,4% und damit einen ähnlichen Wert wie in Hessen (8,5%), Niedersachsen (8,6%) und Schleswig-Holstein (7,9%). Bei der Landtagswahl wird es in jedem Fall weniger sein. Bei der Kommunalwahl hatte sie nur 4,6%. Wenn jetzt die SPD in der Opposition ist, wird es für die PdL natürlich schwieriger, die niedrigere Wahlbeteiligung schadet ihr. Interessant ist, daß die PdL in Schleswig-Holstein bei der LTW fast ein Viertel weniger bekam (sowohl Erst- als auch Zweitstimmen) als bei der gleichzeitigen BTW. Das landespolitische Personal ist praktisch unbekannt, gilt aber auch für SPD und Grüne. Die schrille Hannelore kann sicher unerkannt durch eine Fußgängerzone laufen. Höhn war die einzige bekannte Landes-Grüne, aber die ist jetzt im Bundestag. Den Rest kennt keiner. |

Marco
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| | Veröffentlicht am Donnerstag, 15. Oktober 2009 - 18:26 Uhr: | |
Vor allem bei dem Wahlprogramm, welches die Linke in NRW letzte Woche vorgestellt hat, werden doch manche dann eher wieder SPD wählen. Dazu sind bei der Linken in NRW sehr viele frühere DKPler und sonstige linke Sektierer. (Beitrag nachträglich am 15., Oktober. 2009 von Marco editiert) |

nowhereman
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| | Veröffentlicht am Donnerstag, 15. Oktober 2009 - 20:16 Uhr: | |
Das wiederum wird eine Rot-Rot-Grün-Regierung unmöglich machen, eher tippe ich, sollte es rechnerisch für Rot-Rot-Grün reichen, auf eine große Koalition. Vorteil SPD Bundesratsmehrheit von Schwarz/Gelb wäre trotzdem weg und man müßte sich nicht mit Leuten rumschlagen, die unberechenbar sind. Vorteil CDU: Rüttgers könnte sich "retten". Wenn es dann doch einmal Zoff gäbe, könnte man den Weg von Schleswig-Holstein gehen und Neuwahlen ansteben. Das Frau Kraft unbekannt ist, erinnert mich an Frau Ypsilanti, die kannte auch keiner und Liveauftritte waren zu Beginn des Wahlkampfes 08 ihr sehr unangenehm. Sie liebte mehr das Spiel mit den Seilschaften und konnte darin Walter ausstechen. Zwar war sie bei den Schröderkritikern und als links bekannt, doch gab es bekanntere Namen, die sich hervortaten. Hat ihr zunächst einmal nicht geschadet bis zur Lüge - ein "frisches Gesicht". |

Thomas Frings
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Freitag, 16. Oktober 2009 - 00:40 Uhr: | |
"Vorteil SPD Bundesratsmehrheit von Schwarz/Gelb wäre trotzdem weg und man müßte sich nicht mit Leuten rumschlagen, die unberechenbar sind." Nachteil SPD, daß sie nicht den MP stellt. Für Kraft sicher ein besonders wichtiger Aspekt. Sollte sich die SPD auf Rot-Rot-Grün einlassen, wäre sie aber sicher gut beraten, eine Koalition statt einer Tolerierung anzustreben. Die Wahl des MP ist einfacher möglich als in Hessen. Nur im ersten Wahlgang ist absolute Mehrheit nötig, ab dem 2. WG reicht die absolute Mehrheit der abgegebenen Stimmen, wobei Enthaltungen nicht zählen. Damit ist aber auch das Risiko größer, daß der Gegner gewinnt. Bei ein oder drei Stimmen Mehrheit für Rot-Rot-Grün wird man die Ultralinksregierung wohl nicht wagen, bei 5 oder mehr wahrscheinlich schon. @Marco "Vor allem bei dem Wahlprogramm, welches die Linke in NRW letzte Woche vorgestellt hat, werden doch manche dann eher wieder SPD wählen." Dafür müßten sie die kommunistischen Patentrezepte wie 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich, Verstaatlichung u.a. von RWE und Eon, Einschränkung der Ladenöffnungszeiten, komplette Abschaffung von Schulnoten, Ganztagseinheitsschule für alle Schüler, Energiepolitik à la Scheer, weniger Freiheitsstrafen u.v.m. und logische Glanzleistungen wie Erhaltung des (subventionierten) Steinkohlebergbaus bei gleichzeitigem Aus für den (nicht subventionierten) Braunkohlebergbau erstmal kennen. |

nowhereman
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Freitag, 16. Oktober 2009 - 12:01 Uhr: | |
Die letzten Äußerungen (auch meine) gehören eigentlich woanders hin, nicht zu Umfragen. Wenn wir davon sprechen: Kraft will MP werden, stellt sich die Frage: Ist sie eine Kopie von Y in Hessen, die die Lage aus Machtwillen nicht einschätzen konnte? Kennt Sie die Metzger und Walter in NRW? Klappt das mit den Grünen,selbst wenn Bergbau als Thema erledigt ist? Über Stahl- und andere Schwerindustrie könnte man sich einigen? Gibt es übergelaufene Grüne bei der PdL in hohen Funktionen, die wie im Saarland stören? Kann man Leute vom Schlage Wagenknechts aus Verhandlungen herausdrängen/eliminieren? Welche Wähler will sie zurückgewinnen: die Nichtwähler, dann braucht man ein großes Thema zum mobilisieren, was soll das sein; die Leute, die zu den Linken gegangen sind, das wird nicht reichen; die Wechselwähler, die diesmal CDU oder FDP wählten, da bliebe wohl nur die Hoffnung auf eine Enttäuschung im Bund, die man personalisieren könnte, vom Land kann sie nichts erwarten, Rüttgers gibt den selbsternannten Arbeiterführer. nota bene: Schwarz-Gelb wird gewinnen |

Dr. Ohnemoos
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Montag, 19. Oktober 2009 - 12:16 Uhr: | |
@nowhereman - > nota bene: Schwarz-Gelb wird gewinnen Wäre denkbar. Es gibt jedoch zwei noch nicht genügend beachtete Variablen bei der NRW-Wahl: die Piratenpartei und pro NRW. Die Stärke dieser beiden ist ungeheuer schwer einzuschätzen (gibt es dazu Umfragen ?) und hängt von der Entwicklung in den nächsten Monaten ab. Beide Parteien feiern offenbar besonders bei Erstwählern Erfolge. pro NRW hat landesweit derzeit noch gar nicht in allen Regionen Kanditaten; wie es bei der Piratenpartei steht, weiß ich nicht. Die weit nach links gerückte NRW-CDU lässt theoretisch für pro NRW reichlich Platz. Wie man die Dinge auch sieht: pro NRW wird hauptsächlich der CDU Stimmen kosten, vielleicht auch etwas der FDP und dem rechten Flügel der SPD. Die Piratenpartei wird vorwiegend im Lager von SPD, Grünen und FDP wildern. Es wird in jedem Fall spannend. Sollte zumindest einer der beiden den Einzug in den Landtag schaffen, ist es sehr gut möglich, dass weder schwarzgelb noch ultralinks die Mehrheit stellen kann. Mein Vorschlag: Koalition aus FDP, pro NRW und Piraten (wenn es reichen würde...) Viele Grüße Dr. O. |

Thomas Frings
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Montag, 19. Oktober 2009 - 13:12 Uhr: | |
@Dr. Ohnemoos Klar ist, daß weder Piraten noch pro NRW in die Nähe von 5% kommen werden. Die Piraten hatten 1,7% bei der Bundestagswahl, mehr als 2-2,5% sind nicht drin. Schaden werden sie sicher am meisten den Grünen, den Volksparteien weniger. Pro NRW ist in Westfalen organisatorisch praktisch nicht existent (bei der Kommunalwahl nur Kandidatur in Gelsenkirchen und Lemgo) und ist im Rheinland nur im Kölner Raum stärker organisiert. Auf Kreisebene schaffte pro NRW, wo überhaupt kandidiert wurde, nur in Köln über 5% (5,4%), obwohl es mit der Großmoschee ein Mobilisierungsthema gab, ansonsten lagen die Ergebnisse zwischen 1,6% (Bonn) und 4,3% (Gelsenkirchen, wo der REP-Kreisverband zu pro NRW übergelaufen ist). Bei der Landtagswahl werden nicht wenige dieser Wähler anders wählen, einmal wegen der 5%-Hürde, zum anderen weil es bei der Kommunalwahl überwiegend keine Konkurrenz von REP und NPD gab. Ich schätze mal, pro NRW wird höchstens 1,5% holen. |

Steuerzahler Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Montag, 19. Oktober 2009 - 14:16 Uhr: | |
@ Dr. O. Wenn Sie SPD und Grüne unter Ultralinks gruppieren, darf ich Sie unter mindestens Deutschnational einordnen. Ich finde es genial, dass Sie ausgerechnet die Piraten, die sich mit der CDU-Politik (Datenüberwachung) gar nicht anfreunden können, als möglichen Koalitionspartner sehen. Meines Erachtens werden die Piraten überhöht, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gibt es bei denen keine einheitliche Vorstellungen zu den politisch großen Themenbereichen: Außenpolitik/Nato/Verteidigung-Soziales/Arbeit/Renten-Wirtschaft/Finanzen/Staatsverschuldung. Dass männliche Erstwähler diese Partei in erkennbar großer Anzahl wählen ist allenfalls eine Hypothek für andere Parteien, denen es nun obliegt, ihre Schuld gegenüber diesen Wählern einzulösen: durch sinnvolle Gesetze im IT-Bereich, durch Ansprechen dieser Gruppe mittels moderner Formen und nicht mit läppischen Twittergeschwätz, sowie dem Umsetzen einer Politik, die nicht den Jungen die Kosten der Alten in 20 Jahren zahlen läßt. |

Dr. Ohnemoos
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 28. Oktober 2009 - 11:18 Uhr: | |
@Steuerzahler Man kann jetzt lange diskutieren, ob ich deutschnational sei; ich sehe mich eher als klassisch liberal, also politisch heimatlos, an, daher meine Sympathien für verschiedene Parteien, die alle punktuell (aber eben nur punktuell) mit klassisch liberalen Positionen liebäugeln. Aus klassisch liberaler Sicht sind alle etablierten Parteien links. Ich verabscheue NPD und DVU und würde mich als prowestlich einordnen, auch proisraelisch, proamerikanisch und prokapitalistisch, gegen Copyrights und für Freihandel. Historisch gesehen sind das alles keine deutschnationalen oder spezifisch "rechte" Positionen. Dass ich die Politik bezüglich der Ausländer und dem Islam um einige Stufen zu lasch halte und für eine knallharte Politik zugunsten der Einheimischen bin, auch für knallharten Opferschutz in der Justiz, gebe ich gerne zu; mag das heutzutage von gewissen Kreisen, die naiv alles Fremde und Neue preisen, schon als Extremposition diffamiert werden. Doch zur Piratenpartei: derzeit sind dort durchaus interessante Diskussionen im Gange. Man kann auch jetzt noch gar nicht erwarten, dass die Partei überall einheitliche Vorstellungen vertritt (die es übrigens in etablierten Parteien auch nicht immer gibt, vgl. verschiedene Flügel). Besonders spannend wird sein, wie sich die Piratenpartei in der Wirtschaftspolitik entwickelt. Gesundheitspolitisch gibt es einige durchaus bedenkenswerte Vorschläge der Piraten. Problem der Piraten auf den unteren Ebenen könnte werden, dass ihr Hauptthema Copyrights usw. die Bundes-, ja sogar die internationale Politik betrifft und auf kommunaler Ebene keine Rolle spielt. Man wird sehen ! Jedenfalls lassen die etablierten Parteien nach wie vor bezüglich Freiheit, Bürgerschutz und Politik zugunsten der Einheimischen deutlich zu wünschen übrig. Viele Grüße Dr.O. |

StarWars Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 18. November 2009 - 17:20 Uhr: | |
Ich finde den Bericht des sterns zur aktuellen NRW-Umfrage etwas seltsam angesichts früherer Wahlumfragen, die vor der BT-Wahl veröffentlicht wurden. Der Bericht versucht den Eindruck zu erwecken, dass die Personalie Kraft die Wähler in Scharen zu Rüttgers laufen lässt. Ich finde es eher erstaunlich, dass die aktuelle Forsa-Umfrage im Gegensatz zur Umfrage des selben Instituts im Sommer, die SPD ihr Ergebnis halten konnte bzw. sogar leicht verbessern konnte. Wenn man es mit der BT-Wahl vergleicht, schneidet auch da die SPD besser ab. Zweifelsohne ist das trotz allem ein Verlust im Vergleich zur Wahl 2004, nur scheint mir der Artikel suggerieren zu wollen, als seien diese aktuellen Zahlen eine kürzlich statt gefundene Entwicklung, dass die Leute in Scharen zu Rüttgers rennen. Das ist eben nicht der Fall und bestätigt für mich wieder, wie vorsichtig man bei der Berichterstattung des Sterns sein muss. |
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