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Wahlrecht.de Forum » Umfragen » Umfragen zur Europawahl » 026–050 « Zurück Weiter »

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Thomas Frings
Veröffentlicht am Donnerstag, 13. Mai 2004 - 13:42 Uhr:   

Die Linksaußen sind offensichtlich nicht nur inhaltlich total verblödet. Wenn es beide Listen nur auf 4% bringen wie in der zweiten Umfrage, gehen sie mit 8% ingesamt wahrscheinlich ganz leer aus. Die Wahlrechtsänderung wird vermutlich im Sinne ihrer Erfinder funktionieren. Die Euroskeptiker wie CPNT, MPF und RPF kriegen zusammen höchstens zwei oder drei Sitze.
SPE- und EVP-Fraktion können aus Frankreich mit erheblichem Zuwachs rechnen, auch die FN wird vermutlich zulegen.
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Sole
Veröffentlicht am Donnerstag, 13. Mai 2004 - 15:49 Uhr:   

Was verbindet denn die Reformkommunisten mit den Trotzkisten außer ihrem Gerede vom Sozialismus?
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Mörsberg
Veröffentlicht am Donnerstag, 13. Mai 2004 - 16:11 Uhr:   

> Was verbindet denn die Reformkommunisten mit den Trotzkisten außer
> ihrem Gerede vom Sozialismus?
Die gemeinsame Zugehörigkeit zur GUE-Fraktion im EP. Dass LO-LCR in der Europäischen Linkspartei nicht dabei sind (Beobachterstatus?), ist eine Feinheit, die sich außenstehenden Betrachtern nicht auf Anhieb erschließt. Genau wie bei der PNV, die auch kein "richtiges" Mitglied der EFA ist, aber trotzdem in der Grüne/EFA-Fraktion vertreten ist.
Außerdem verbindet sie eine Vielzahl gemeinsamer Hochburgen und mithin der Kampf um ein ähnliches Wählerpotential. Aber wenn sie unbedingt nicht mehr ins EP wollen, meinetwegen. Würden die Prognosen eintreten, gäbe es zusammen höchstens vier Sitze - für jeden je einen im Wahlkreis IDF und im Wahlkreis Nord-Ouest. Viel Spaß in der GUE-Fraktion mit den Tschechen als (nach IT) zweitgrößter Landesgruppe!
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Sole
Veröffentlicht am Donnerstag, 13. Mai 2004 - 16:26 Uhr:   

Angebliche neue Umfrage bei election.de eingestellt:

SPD 26
Union 48
Grüne 10
FDP 6
PDS 6
sonstige 4

Ich übernehme keinerlei Gewähr
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McDonalds
Veröffentlicht am Donnerstag, 13. Mai 2004 - 17:42 Uhr:   

Das war ich(bei Election), und das wr aber zur Bundestagswahl bei Emnid!!!!
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Sole
Veröffentlicht am Donnerstag, 13. Mai 2004 - 17:58 Uhr:   

"Viel Spaß in der GUE-Fraktion mit den Tschechen als (nach IT) zweitgrößter Landesgruppe! "

Ich gehe nicht davon aus, dass die KSCM derart stark wird. Mit einem Einzug der Österreicher rechnet ja keiner aber die Deutschen, Polen usw da ist schon was drin.
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Mörsberg
Veröffentlicht am Freitag, 14. Mai 2004 - 13:30 Uhr:   

> aber die Deutschen, Polen usw da ist schon was drin.
Polen? Welche Partei ist denn das? Von den gegenwärtigen EP-Abgeordneten (die durch die nationalen Parlamente delegierten) sitzt aus Polen kein Vertreter in der GUE-Fraktion. Aus dem Beitrittsgebiet haben sie Zuwächse nur aus Tschechien, der Slowakei und Zypern. Sogar die beiden russischsprachigen Letten gehören der SPE bzw. (neuerdings) GRÜNE-EFA an.
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Mörsberg
Veröffentlicht am Montag, 17. Mai 2004 - 11:44 Uhr:   

Neue Umfrage Österreich:
(OGM im Auftrag von "profil" - Achtung: Auftraggeber ist HPM-Sympathisant!)
SPÖ (SPE) 34
ÖVP (EVP) 32
HPM (FL) 13
Grüne (G-EFA) 11
FPÖ (FL) 9
Linke (GUE) 1
Das ergäbe für das österreichische Kontingent eine Mandatsverteilung von 7-6-2-2-1-0.
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Mörsberg
Veröffentlicht am Montag, 17. Mai 2004 - 13:50 Uhr:   

Zusätzliche Information für die Freunde der natürlichen Sperrwirkung:
Minimaler Divisor nach d'Hondt entspräche 4,58%.
Maximaler Divisor nach d'Hondt entspräche 4,85%.
Letzter Sitz: SPÖ. Nächster Sitz: ÖVP.
(Ich hoffe, das lesen auch österreichische Zeitungsredakteure und Statistik-Experten.)
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Sole
Veröffentlicht am Montag, 17. Mai 2004 - 19:03 Uhr:   

"> aber die Deutschen, Polen usw da ist schon was drin.
Polen? Welche Partei ist denn das? Von den gegenwärtigen EP-Abgeordneten (die durch die nationalen Parlamente delegierten) sitzt aus Polen kein Vertreter in der GUE-Fraktion. Aus dem Beitrittsgebiet haben sie Zuwächse nur aus Tschechien, der Slowakei und Zypern. Sogar die beiden russischsprachigen Letten gehören der SPE bzw. (neuerdings) GRÜNE-EFA an. "

Ich denke mal, die SLD-Abspalter werden zur Wahl antreten
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Mörsberg
Veröffentlicht am Dienstag, 18. Mai 2004 - 14:48 Uhr:   

Neues aus Belgien!
Quelle: RTBF (wallonisches Fernsehen)
Da in Belgien gleichzeitig zur EP-Wahl auch landesweit Regionalwahlen stattfinden, werden keine separaten Zahlen für Europa ausgewiesen. Dank Wahlpflicht werden die Fehler durch Wahlenthaltung geringer ausfallen als anderswo. RTBF ermittelte:
Flandern: CDV/NVA 29,0; SPA/Spirit 23,3; VB 22,5; VLD/Vivant 17,4; Groen 6,2.
Wallonien: PS 36,6; MR 29,2; CDH 13,3; Ecolo 9,5; FN 5,4
Brüssel: MR 31,8; PS 27,2; Ecolo 10,3; CDH 9,9; VB 5,5; FN 4,8, die restlichen flämischen Parteien jeweils unter 3.

Würde die Europawahl so ähnlich ausgehen (die Stimmen für Brüssel der Einfachheit halber Wallonien zugerechnet), wäre folgende Sitzverteilung (in Klammern Verhältnis Flandern/Wallonien)
wahrscheinlich:
SPE 8 (4/4)
EVP 6 (4/1 und ein Deutschsprachiger)
ELDR 5 (2/3)
VB 3 (3/0)
GRÜNE-EFA 2 (1/1).
Die Kandidatin von Spirit (EFA) ist auf der SPA-Liste auf einem nicht aussichtsreichen Platz. Für den FN gibts nix und die KVEL-NGL hat in Belgien auch einen zu schweren Stand.
Interessant sind die erheblichen - und offensichtlich sogar zunehmenden - Unterschiede zwischen den Landesteilen (v.a. EVP). Die anscheinend europaweit obligatorischen Einbußen für die Partei des Regierungschefs (VLD) treffen nicht ihre wallonische Schwesterpartei MR.
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Mörsberg
Veröffentlicht am Dienstag, 18. Mai 2004 - 15:46 Uhr:   

@Sole:
> Ich denke mal, die SLD-Abspalter werden zur Wahl antreten
Wenn damit die SDPL - SOCJALDEMOKRACJA POLSKI gemeint ist, dann hat das womöglich nichts mit der Vereinigten Linken zu tun. Die drei Europaabgeordneten der SDPL gehören der SPE-Fraktion an. Falls da ein Fraktionswechsel geplant ist, wäre das natürlich interessant. Aber sowas glaub ich nicht ohne Quellenangabe (Sprache ist mir dabei wurscht).
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Sole
Veröffentlicht am Dienstag, 18. Mai 2004 - 20:23 Uhr:   

Vor der Wahl sicher nicht, aber da die sowieso ziemliche Profilierungsprobleme bei der aktuellen Regierungskrise haben wäre es ein logischer Schritt. Falls sie wieder rein kommen, versteht sich.

Verlässliche Belege für diese Vermutung gibt es aber nicht.
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monnemer
Veröffentlicht am Dienstag, 18. Mai 2004 - 23:10 Uhr:   

In Pole hot´s jo de einmalische Kunstellationn gäbbe, dasch de Regirungspaddei net mehr inne Sejm gekumme ischt.

Des wor so 2001, als de Chrischtdemokrad net mer neikumme sind.
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Mörsberg
Veröffentlicht am Mittwoch, 19. Mai 2004 - 13:51 Uhr:   

Auf der Website der europäischen Grünen gibt es eine recht interessante Übersicht über die jeweiligen Wahlaussichten der grünen Parteien in den einzelnen Ländern. Die Regionalisten (EFA) sind dabei nicht berücksichtigt, da sie ja auch nicht in der gemeinsamen grünen Kampagne integriert sind - da kämen für die Fraktion nochmal ca. 7-8 Sitze (ES 3-4, UK 3, LV 1) dazu.
Die Einschätzungen beruhen offenbar auf den jeweils aktuellsten Umfragen. Wo es solche nicht gibt, orientiert man sich anscheinend am letzten nationalen Wahlergebnis. Nach meinem unmaßgeblichen persönlichen Dafürhalten sind die meisten dieser Werte recht realistisch, so für AT, BE, FI, DE, IE, IT, LV, LU, ES/Verdes, SE und sämtliche "Nuller". Der dritte Sitz für GroenLinks ist genauso optimistisch wie die zwei zusätzlichen Mandate in Südwest(?)-England und Schottland. Auch an den ICV-Sitz und vor allem den für Cassola (MT) glaube ich erst, wenn ich das im Ergebnis sehe. Dafür sind die vier französischen Mandate eine zu pessimistische Annahme. Bei landesweiten zehn Prozent sind sieben Sitze das Wahrscheinlichste. Interessant ist, dass die slowenische SMS mit 6,5% einen Sitz (von insgesamt sieben) zu erwarten hätte. Das kann ja nur bedeuten, dass in Slowenien jedenfalls nicht nach d'Hondt verteilt wird.

Gibt es irgendwo solche Übersichten auch für die anderen Europa-Parteien?
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Thomas Frings
Veröffentlicht am Mittwoch, 19. Mai 2004 - 14:15 Uhr:   

Ein Sitz auf Malta? Bei der Parlamentswahl bekam die AD weniger als 1% und nirgendwo auf der Welt ist das Wahlverhalten so stabil wie auf Malta. In Irland ist zumindest der Sitz in Leinster wackelig, da gibt es nur noch drei Sitze. In Dublin aber wird es sicher reichen. Ich habe übrigens eine Umfrage aus Irland:
FF 32
FG 21
Lab 12
GP 10
SF 9
PD 4
Ind&Rest 12

Drei Sitze in NL sind bei 7,6% trotz Listenverbindung kaum drin. In Slowenien reichten 6,5% wahrscheinlich selbst bei Hare/Niemeyer nicht.
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Mörsberg
Veröffentlicht am Mittwoch, 19. Mai 2004 - 18:50 Uhr:   

> Ein Sitz auf Malta? Bei der Parlamentswahl bekam die AD weniger
> als 1% und nirgendwo auf der Welt ist das Wahlverhalten so stabil
> wie auf Malta.
Da wird, denke ich, auf die besonderen Bedingungen von STV spekuliert. Außerdem ist es auffällig, dass Labour nur vier Kandidaten für fünf Sitze aufgestellt hat.

> In Irland ist zumindest der Sitz in Leinster wackelig, da gibt es
> nur noch drei Sitze. In Dublin aber wird es sicher reichen.
In Leinster hat Nuala Ahern 1999 als Zweite die Droop-Quote erreicht, Patricia McKenna in Dublin als Dritte. Dank STV bekommen Comhaontas Glas offensichtlich die ganzen Zweit-, Dritt- und n-Stimmen sehr vieler Wähler, die in erster Linie weder FF noch FG wählen möchten und mit Labour auch nichts anfangen können.

> Umfrage aus Irland
Man kann halt kaum etwas schlechter in Sitze umrechnen als Erstpräferenzen in STV-Systemen.

> In Slowenien reichten 6,5% wahrscheinlich selbst bei Hare/Niemeyer
> nicht.
Glückliche Zufallstreffer sind bei Hare-Niemeyer natürlich am ehesten denkbar. Wie die auf den einen Sitz kommen, habe ich aber nicht herausgefunden. Die englischsprachige Abteilung von www.sms.si ist dafür zu spärlich.
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Mörsberg
Veröffentlicht am Mittwoch, 19. Mai 2004 - 19:38 Uhr:   

Im Standard gabs noch eine Umfrage für Tschechien, aber mit 22 Prozent Sonstigen und falsch berechneter Sitzverteilung. Die erspar ich Euch.
Dafür nehm ich meine Einschätzung für die spanische ICV zurück. Für Spanien sind jetzt nämlich endlich Kandidatenlisten draußen. Aus denen geht hervor, dass es voraussichtlich sieben oder acht Listen geben wird:
1. PP
2. PSOE, mit einem Grünen auf Platz 20 (ab 36,4% sicher)
3. IU/ICV, der ICV-Vertreter dabei auf Platz 2 (ab 3,6% sicher)
4.-6. Insgesamt drei äußerst unübersichtliche Listen mit Vertretern aus zusammengenommen 17 Regionalparteien, die sich leider nicht nach künftiger EP-Fraktion sortiert haben.
7. möglicherweise der parlamentarische Arm der ETA (ex EH)
8. irgendwas Unbekanntes (vermutlich eh chancenlos)

Auch für Italien kann man sich jetzt die Kandidaten angucken. Da gibt es zwar keine 17 Regionalparteien, aber das ist in Italien auch gar nicht nötig, um ein unvorstellbares Durcheinander herzustellen. Ich sehe das als Beleg für meine These, dass die Kombination aus nichtvorhandener Sperrklausel und neutralem Verfahren zuwenig Anreize zu sinnvollen Parteizusammenschlüssen oder Listenverbindungen liefert.
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Liberaldemokrat
Veröffentlicht am Mittwoch, 19. Mai 2004 - 20:12 Uhr:   

@Thomas Frings:

Kandidieren die ProgressiveDemocrats überhaupt?
Letztens waren sie nicht dabei, nur mit Pat Cox, dieser kandidierte jedoch als Unabhängiger.
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c07
Veröffentlicht am Mittwoch, 19. Mai 2004 - 21:50 Uhr:   

Mörsberg:
> Außerdem ist es auffällig, dass Labour nur vier Kandidaten
> für fünf Sitze aufgestellt hat.

Ich kenn zwar nicht die dortigen Gepflogenheiten, aber jedenfalls reicht das für 83%, wenn man unterstellt, dass primär nach Parteien gewählt wird. Wahrscheinlich rechnen sie halt nicht mit mehr.
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Martin Fehndrich
Veröffentlicht am Mittwoch, 19. Mai 2004 - 23:30 Uhr:   

Mörsberg:
> Außerdem ist es auffällig, dass Labour nur vier Kandidaten
> für fünf Sitze aufgestellt hat.

Das kann durchaus eine vernünftige Taktik bei STV sein.
Erstens behält die Partei Kontrolle über ihre Abgeordneten,
und zweitens besteht die Gefahr, daß bei zu vielen Kandidaten einer Partei nicht alle Parteikandidaten durchgewählt werden und zu übertragende Reststimmen verloren gehen.
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zigzag
Veröffentlicht am Mittwoch, 19. Mai 2004 - 23:44 Uhr:   

@Liberaldemokrat

Pat Cox, sowie die ProgressiveDemocrats treten nicht zur Europawahl, letztere aber zu den zeitgleich stattfindenden Lokalwahlen an.

Quelle dazu, zu der Irlandumfrage von Thomas Frings und Lokalwahlumfrage:
http://www.thepost.ie/web/The%20Newspaper/Sundays%20Paper/News%20Features/index.asp


Weitere EU-Wahlumfragen:

Niederlande seit dem 03.04.2004 wöchentlich:
PvdA: 30%
VVD: 24%
CDA: 20%
GroenLinks: 8%
SP: 6%
CU/SGP: 5%
D66: 4%
LPF: 1%
Rest: 2%
Quelle: http://www.nos.nl/lijn25/europakiest/index.html

Diverse Umfragen aus Belgien (nur für Flandern):
http://www.vrtkies.net/vrtkies_master/default/peilingen/peiling_overzicht/index.html

Italien:
http://www.sondaggipoliticoelettorali.it/asp/visualizza_sondaggi.asp?ordine=data

Frankreich:
http://www.csa-fr.com/ und
http://www.bva.fr/bva.asp

Österreich (Gallup für "News"):
SPÖ: 33%
ÖVP: 30%
Martin: 14%
Grüne: 12%
FPÖ: 10%
http://www.networld.at/index.html?/articles/0421/17/81950.shtml

Schweden:
http://www.temo.se/

Ungarn:
http://www.gallup.hu/Gallup/release/EUparlval/index.htm
letzte Umfrage unter
Közvélemény-kutatásaink den ersten Link

Spanien:
PSOE: 44,9%
PP: 37,7%
IU: 4,5% ...
http://es.news.yahoo.com/040508/185/3eijj.html

Griechenland:
ND: 41,6%
PASOK: 34,5%
KKE: 6,3%
SYN: 3,4
LA.OS.: 2,3%
DIKKI: 0,6%
http://www.hri.org/news/greek/ana/2004/04-05-10.ana.html#10

So, das wars, mehr hab ich nicht,
aber vielleicht hat ja jemand noch weitere Links.
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c07
Veröffentlicht am Donnerstag, 20. Mai 2004 - 00:17 Uhr:   

Martin:
> und zweitens besteht die Gefahr, daß bei zu vielen Kandidaten
> einer Partei nicht alle Parteikandidaten durchgewählt werden
> und zu übertragende Reststimmen verloren gehen.

Was übrigens sehr stark davon abhängt, wie berechenbar die Wähler sind. Für die Partei ist ein Kandidat genau dann nützlich, wenn er eine reelle Chance hat, tatsächlich gewählt zu werden. Präferenzen, die nicht ziehn, sind dagegen absolut wertlos. Je genauer das Wählerverhalten bekannt ist, desto sparsamer kann eine Partei also sein. Eigentlich sind Parteien und STV zwei Konzepte, die nur beschränkt zueinander passen. Zumindest dürfen die Parteien nicht völlig dominant sein, wenn STV sinnvoll sein soll.
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J.A.L.
Veröffentlicht am Donnerstag, 20. Mai 2004 - 00:47 Uhr:   

Wenn die letzte Feststellung zutrifft, sind alle STV-Systeme in der Gefahr, verfassungswidrig zu sein.
Denn die Einrichtung der Parteien ist im Grundgesetz ausdrücklich erwähnt und geschützt (Art. 21), ein bestimmtes Wahlsystem hingegen nicht.
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c07
Veröffentlicht am Donnerstag, 20. Mai 2004 - 14:13 Uhr:   

STV gefährdet ja nicht die Parteien. Es geht nur im Gegensatz zu einer Verhältniswahl davon aus, dass die Wähler die Kriterien, nach denen sie entscheiden, selber bestimmen. Wenn die Parteien für die große Mehrheit das entscheidende Kriterium sind, ist listenübergreifendes STV einfach überflüssig. Es schadet aber auch nicht sonderlich, außer dadurch, dass es normalerweise auf relativ kleine Wahlkreise angewiesen ist, wo es eine hohe natürliche Sperrklausel gibt, und außerdem wie d'Hondt verzerrt (aber nur, wenn man die Droop- statt der Hare-Quota nimmt).

Die Versuchung, die Listen auf das nötige Mindestmaß zu stutzen, ist bei rein listeninterner Personalisierung übrigens noch viel größer. Z.B. stellt die CSU in Oberbayern chronisch gerade so viele Kandidaten auf, dass die Liste auch bei einem guten Wahlergebnis bis zum Ende der Legislaturperiode reicht (das letzte Mal war am Schluss niemand mehr übrig, wobei der letzte Nachrücker bei der Wahl nur 862 Stimmen bekommen hat). Die Konkurrenz muss dagegen ohnehin mehr Kandidaten anbieten, als sie Sitze erwarten kann (nämlich alle Direktkandidaten). Zusätzliche Kandidaten sind da völlig risikolos und bringen vielleicht doch noch ein paar Stimmen für die Partei.

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