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Archiv bis 10. September 2013

Wahlrecht.de Forum » Tagesgeschehen » Bundestagswahl 2013 » Bundestagswahl 2013 » Archiv bis 10. September 2013 « Zurück Weiter »

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Ratinger Linke
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 05. September 2013 - 18:18 Uhr:   

@Florian das Original: Die FGW verändert die Rohdaten bei der Projektion teils schon deutlich stärker. Ende 2002 haben sie die Union in der Spitze mehr als 10 Punkte runtergestuft (und das war überwiegend keine Glättung, sondern eine systematische Runterstufung (und am Ende immernoch grob überschätzt)).
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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 05. September 2013 - 19:10 Uhr:   

@Arno Nymus
"Das sind also interessanterweise laut WahlOMat-Redaktion bereits die Thesen, wo Unterschiede besonders zu tage treten."
Was offensichtlich nicht stimmt. Bei mehreren Fragen besteht ziemlich große Einigkeit:
Frage 14 (Bankenverstaatlichung): Linke neutral, NPD, MLPD, Frauen und PSG Ja, alle anderen Nein.
Frage 17 (Parteienverbote): NPD, BP, PSG und PDV Nein, MLPD und Frauen neutral, alle anderen Ja.
Frage 19 (Grenzkontrollen): NPD und pro Deutschland Ja, BüSo neutral, alle anderen Nein.
Frage 38 (Volksentscheide): CDU/CSU neutral, Rentner Nein, alle anderen Ja.

Das Aufzeigen von Unterschieden war hier zweifelsfrei nicht das Motiv, die Fragen aufzunehmen. Dass bei drei dieser vier Fragen rein zufällig (auch) die NPD aus der weitgehenden Einigkeit ausbricht, verstärkt den Verdacht, dass hier durch Auswahl der Fragen bewusst das Ergebnis beeinflusst werden soll. Die bpb schreibt ja auch selbst, dass nur eine Auswahl der (tatsächlich oder angeblich) Unterschiede aufzeigenden Fragen aufgenommen wurde.
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Ralf Lang
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 05. September 2013 - 19:22 Uhr:   

Andersherum muss eine Auswahl erfolgen, da es primär ein Werbeinstrument für die Wahlbeteiligung ist. Signifikant weniger Menschen würden den doppelten, noch weniger den dreifachen Fragenkatalog durchklicken.

Irgendeine Frage "fehlt" zudem immer.
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maschi
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 05. September 2013 - 19:59 Uhr:   

"Die bpb schreibt ja auch selbst, dass nur eine Auswahl der (tatsächlich oder angeblich) Unterschiede aufzeigenden Fragen aufgenommen wurde."

Hierzu der Text von der Homepage:

>>>>>>>

Wie werden die Thesen für den Wahl-O-Mat gefunden?

Grundlage für die Thesen sind die Partei- und Wahlprogramme der Parteien sowie deren programmatische Aussagen.

In einem ersten dreitägigen Workshop entwickelt die Redaktion 150 - 180 Thesen zu 6 politischen Themenfeldern (Bildung, Sicherheit, Finanzen, ...).
Im zweiten Workshop, der in der Regel zwei Tage dauert, werden die Thesen feingeschliffen und nach inhaltlichen Kriterien auf 70 – 80 Thesen reduziert.
Diese Thesen beantworten die Parteien mit "Stimmen zu", "Neutral" und "Stimmen nicht zu". Außerdem liefern die Parteien meist noch ausführliche Begründungen, die ebenfalls im Wahl-O-Mat abrufbar sind.
Im dritten Workshop findet die statistische Auswertung statt: Welche Thesen unterscheiden die Parteien am besten? Am Ende steht die finale Auswahl der 38 Thesen.

(http://www.bpb.de/politik/wahlen/wahl-o-mat/45292/fakten-zum-wahl-o-mat)

>>>>>>>

Es wäre einmal richtig interessant, die Gesamtauswahl der 70-80 gestellten Fragen und die Antworten der Parteien darauf zu sehen. Irgendeine Chance, da dran zu kommen?
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Ratinger Linke
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 05. September 2013 - 20:12 Uhr:   

@Thomas Frings:
"Dass bei drei dieser vier Fragen rein zufällig (auch) die NPD aus der weitgehenden Einigkeit ausbricht, verstärkt den Verdacht, dass hier durch Auswahl der Fragen bewusst das Ergebnis beeinflusst werden soll."

Glaub ich auch, aber nicht, dass es mit diesen Fragen wie gewünscht funktioniert. Bloß die Parteiverbotsfrage wird auf die meisten latent NPD-Nahen wirken; andererseits kriegt sie damit fast ein Alleinstellungsmerkmal für vernünftige Ansichten.

@maschi:
"Irgendeine Chance, da dran zu kommen?"

https://fragdenstaat.de/behoerde/bundeszentrale-fur-politische-bildung
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Bernhard Nowak
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 05. September 2013 - 21:13 Uhr:   

Merkwürdig, dass Infratest-Dimap mal wieder keine Daten zur AfD publiziert. Vielleicht gibt es ja am Wahltag diesbezüglich eine Überraschung - wie in Baden-Württemberg bei den damaligen Landtagswahlen mit den Republikanern. Hier war es so, dass die damaligen Werte für die Republikaner von Allensbach bewußt nicht publiziert worden waren, um nicht für die Partei zu werben. Es bleibt zu hoffen, dass es mit der AfD nicht genauso sein wird.
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Frank Schmidt
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 05. September 2013 - 22:01 Uhr:   

Ich würde auf die Ausstrahlung warten. Bei der Umfrage zur BTW in Rheinland-Pfalz stehen 3% AfD jedenfalls mit drin.
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Bernhard Nowak
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 05. September 2013 - 22:32 Uhr:   

Eben wurden wohl die Daten aktualisiert - zumindest für den heutigen Tag wurde die AfD in der Gesamtwertung bei 3% angegeben.
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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 05. September 2013 - 23:32 Uhr:   

Die RP-Umfrage und die BTW-Umfrage von Infratest sind inkonsistent. Wie kann es sein, dass die Linkspartei in Rheinland-Pfalz bei 2% liegt, in ganz Westdeutschland aber bei 5%? 2009 lag die Linkspartei in RP sogar über dem westdeutschen Durchschnitt. Auch bei CDU und SPD sind die Trendabweichungen verdächtig.
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Ratinger Linke
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 05. September 2013 - 23:48 Uhr:   

Sind halt wohl nicht auf Konsistenz getrimmt, und dann ist die anzunehmende Abweichung normal. Aus denen für den MDR hat man auch keine konsistente Länderverteilung ohne deutliche Änderungen basteln können. Mir scheint, dass Infratest dimap die einzelnen Länderumfragen deutlich weniger durch die Mangel dreht als die deutschlandweiten.
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Ralf Lang
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 06. September 2013 - 06:36 Uhr:   

Dazu wird die Datenbasis wohl nicht reichen. Gerade bei der Linken gab es doch jahrelang statistisch kaum signifikante Ergebnisse in den oft sowieso kleineren Länderstichproben. Zudem kann es landesspezifische Ergebnisse geben oder Ereignisse einer einzelnen Stadt schlagen durch: RLP ist ein sehr kleines Land. Bei einer Landtagswahl gelten sowieso andere Regeln: Kleinere Parteien wie FDP und Linke, im Osten auch die Grünen müssen nicht automatisch als "drin" gelten und können als verlorene Stimme angenommen werden. Oder umgekehrt könnte eine Gruppe stark genug sein um als relevant zu gelten, die im Bund nicht viel hermacht (SSW, FW Bayern, in Einzelfällen: Bürger in Wut, NPD)
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Ratinger Linke
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 06. September 2013 - 10:05 Uhr:   

Das sind keine Landtagswahlumfragen, sondern welche explizit zur Bundestagswahl mit überwiegend normal großen Stichproben und nicht allzu langen Befragungszeiträumen. Der Unterschied ist halt, dass es meist nur einzelne Umfragen sind, wo die Institute den lokalen Langzeittrend kaum abschätzen können.
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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Samstag, 07. September 2013 - 13:47 Uhr:   

Die "Sonstigen" inkl. Piraten sollen im ganzen Westen 9% bekommen, aber in NRW nur 6%. Das erscheint wenig plausibel. Werte für 2009: 5% in Nordrhein-Westfalen und 5,9% in ganz Westdeutschland. Und wenn die Sonstigen ohne Piraten in NRW wirklich nur bei 4% landen sollten, muss die AfD dort deutlich unter 3% sein. Ich werde den Verdacht nicht los, dass Linke und AfD bei Infratest bei der Bundes-Umfrage klar nach oben "korrigiert" wurden, das aber bei den Landes-Umfragen aber zumindest teilweise anders gehandhabt wurde.
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Marc K.
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 09. September 2013 - 01:09 Uhr:   

Tendenziell dürfte die Zahl der unentschlossenen Wähler die eher der SPD zuneigen größer sein, als die derjenigen die der CDU zuneigen. Die Wahl wird wohl hauptsächlich durch die Mobilisierung der potenziellen Wähler entschieden.
Hier liegt die Union vor. Allerdings sind die SPD-Wählerschaft laut Umfragen des Allensbach Instituts 2013 stärker motiviert als 2009. Von daher ist - totz fehlender Wechselstimmung eine Bestätigung der schwarz-gelben Koalition ungewiß. Allerings erscheint eine Bestätigung der schwarz-gelben Koalition, anders als noch in den Umfragen vor einem Jahr - als möglich. Bei dieser Lage könnte auch auf Bundesebene ein derzeit noch unterschätzter Zweitstimmeneffekt zugunsten der FDP eintreten. Diese lag unmittelbar vor der Wahl bei 4-5% in den Umfragen erzielte aber bei den Wahlen 9,9% und damit sogar 1,7% mehr als 2008. Das FDP-Wahlergebnis 2013 könnte daher auch näher an 10% als an 5% liegen.
Ob es für Schwarz-Gelb reicht ist offen. Die Chancen stehen gut für eine knappe Wiederwahl. Eine Wette hierauf würde ich wagen - wenn auch nicht mit allzu hohen Einsatz.
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LieberGast
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Dienstag, 10. September 2013 - 13:09 Uhr:   

Mal eine ganz dumme Frage:

Wenn eine Partei nicht in jedem Land eine Landesliste hat, heißt das, dass man die Partei dort nicht wählen kann ?

Viele Grüße
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Matthias Cantow
Moderator
Veröffentlicht am Dienstag, 10. September 2013 - 13:14 Uhr:   

@LieberGast
Das ist korrekt.

Wer wo wählbar ist, steht in der Übersicht der zugelassene Landeslisten der Parteien.
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Ralf Lang
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 10. September 2013 - 13:33 Uhr:   

Eine Partei kann aber auch "nur" mit Direktkandidaten in einem Land antreten, in dem sie keine Liste hat. Wie werden die im Erfolgsfall eigentlich bei der Mandateverteilung behandelt? Schließlich gibt es keine Landesliste, von der man sie abziehen könnte.
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Werner Fischer
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 10. September 2013 - 13:47 Uhr:   

Direktkandidaten von Parteien, deren Liste bundesweit unter 5% bleibt, werden wie parteilose Einzelbewerber behandelt.
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El Tres
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 10. September 2013 - 14:04 Uhr:   

Wie ist das jetzt eigentlich mit den sogenannten "Berliner Zweitstimmen"? Also die Zweitstimmen von Direktkandidaten von Parteien, deren Liste unter 5% bleiben? Werden die gestrichen wie bei unabhängigen Kandidaten? Was ist bei Parteien, die in diesem Land keine Liste eingereicht haben?
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Ralf Lang
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 10. September 2013 - 14:11 Uhr:   

Werner, das beantwortet aber nicht meine Frage.

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