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Archiv bis 21. Januar 2013

Wahlrecht.de Forum » Tagesgeschehen » Landtagswahlen in Deutschland » Landtagswahl in Niedersachsen » Archiv bis 21. Januar 2013 « Zurück Weiter »

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Ratinger Linke
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 20. Januar 2013 - 23:07 Uhr:   

Nach ihren Hochrechnungszahlen aber so knapp, dass das locker zwischen vorläufigem und endgültigem Ergebnis kippen kann.
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Bernhard Nowak
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 20. Januar 2013 - 23:15 Uhr:   

Auch FWG sieht rot-grüne Sitzmehrheit, aber nur einen rechnerischen Vorsprung von 0,1% für rot-grün
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Carsten
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Sonntag, 20. Januar 2013 - 23:26 Uhr:   

Nun, bei Millionen Wählern sind aber 0,1 Prozent nicht so unkomfortabel, wie es sich anhört.
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Bernhard Nowak
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 20. Januar 2013 - 23:35 Uhr:   

Infratest-Dimap sieht weiterhin rot-grüne Sitzmehrheit.
Wann kommt denn endlich das vorläufige amtliche Endergebnis? Wie lange zählen die denn noch???
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Björn
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 20. Januar 2013 - 23:45 Uhr:   

Die Landeswahlleiterin verkündet das vorläufige amtliche Endergebnis:
CDU 36% 54 Sitze
SPD 32,6% 49 Sitze
FDP 9,9% 14 Sitze
Grüne 13,7% 20 Sitze
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Björn
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 21. Januar 2013 - 00:05 Uhr:   

Irgendwie ein bitterer Abend für die CDU. "Leihstimmen"-Kampagne sollte die schwarzgelbe Mehrheit sichern, stattdessen verliert die CDU nicht nur viele Abgeordnete im neuen LT und drückt jetzt wahrscheinlich die Oppositionsbank. Im Bundesrat gibt es wahrscheinlich eine rot-grüne Mehrheit. Und so ganz erklären kann man es eigentlich nicht, MacAllister ist populär, Merkel ist populär, negativer Bundestrend der SPD in den letzten Wochen, gute ökonomische Daten in Niedersachsen und trotzdem der Machtwechsel.
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zigzag
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 21. Januar 2013 - 00:12 Uhr:   

Innenminister Schünemann, Kultusminister Althusmann sowie Sozialministerin Özkan verlieren ihre Wahlkreise.
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Jeki
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Montag, 21. Januar 2013 - 00:23 Uhr:   

@Björn
Rot-Grün wird auch mit NDS keine eigenständige Mehrheit im Bundesrat haben, da in Brandenburg die Linkspartei mitregiert. Der Koalitionspartner SSW in Schleswig-Holstein ist bundespolitisch wohl weniger einflussreich.
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Carsten
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Montag, 21. Januar 2013 - 00:45 Uhr:   

"Und so ganz erklären kann man es eigentlich nicht, MacAllister ist populär, Merkel ist populär, negativer Bundestrend der SPD in den letzten Wochen, gute ökonomische Daten in Niedersachsen und trotzdem der Machtwechsel."

Tja, erstens ist Wirtschaft nicht alles (wobei die Landesregierung selbst da oftmals versagt hat, siehe Verkauf der Landeskrankenhäuser) - auf anderen Gebieten (Bildungspolitik, Gesellschaftspolitik, Abschiebungspolitik, etc.) war diese Regierung m.E. völlig desaströs.

Und zweitens bin ich immer mehr der Ansicht, dass viele Umfrageergebnisse nicht mehr viel mit der Realität zu tun haben. Vielleicht liegt es daran, dass kaum noch jemand Lust hat, solche Fragen zu beantworten.

Jedenfalls ist mir absolut schleierhaft, wie McAllister gute Werte erhalten kann - das ist doch ein Unsympath, der deutschlandweit seinesgleichen sucht - so sehe ich ihn jedenfalls.
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B.Schuett
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 21. Januar 2013 - 01:01 Uhr:   

"Und so ganz erklären kann man es eigentlich nicht, MacAllister ist populär, Merkel ist populär, negativer Bundestrend der SPD in den letzten Wochen, gute ökonomische Daten in Niedersachsen und trotzdem der Machtwechsel."

Es gibt ja noch andere wichtige Themen als die Wirtschaft, Schul-
und Bildungspolitik etwa. Gerade wenn es wirtschaftlich ganz gut läuft,
rücken solche Themen in den Vordergrund.

Die Kanzlerin wird von den Menschen geachtet, aber nicht geliebt. Ich bezweifle, daß sie in Landtagswahlkämpfen mit ihrer bürokratischen, emotionslosen Art eine wirkliche Hilfe für die CDU-Landesverbände ist.

McAllister ist leidlich populär, für eine nachhaltige Erfolgsstory
ist es aber eher von Vorteil, wenn man sich aus der Opposition an
die Spitze boxt (Brandt, Kohl, Schröder, von Beust, Wulff, Merkel usw.) als wenn man den Stab kampflos von einem Amtsvorgänger übernimmt. Solche
Leute sind oft schnell wieder in der Versenkung verschwunden.

Ohne den negativen Bundestrend der SPD hätten CDU/FDP eben deutlicher
verloren.

Die Sache mit dem Bundesrat ist von der Bundes-CDU ja nie ernsthaft in
der Öffentlichkeit thematisiert worden. Das Bild einer Regierung, die
ihre Mehrheit im Bundesrat bereits verloren hat und Gefahr läuft,
einer SPD/Die Grünen-Mehrheit im Bundesrat gegenüberzustehen, sollte
wohl vermieden werden. Stattdessen hat Gröhe wieder das Schreckgespenst einer möglichen Koalition Rot/Rot/Grün gemalt, weil sich Weil in Niedersachsen nicht explizit gegen eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei ausgesprochen hat.
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zigzag
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 21. Januar 2013 - 14:15 Uhr:   

"... Ein paar Hundert Erststimmen hier, knapp 1400 Zweitstimmen dort, das Wahlrecht - es gibt viele Stellschrauben, die das Ergebnis hätten ändern können. Frank Thomas Wodsack, der CDU-Kandidat aus Hildesheim, wird sich wahrscheinlich über die knappe Niederlage besonders ärgern. Für Wahlrechts-Fachmann Wilko Zicht ist die Tatsache, dass Niedersachsen künftig wohl von SPD und Grünen regiert wird, aber vor allem eines - "ein glücklicher Zufall"."

http://www.sueddeutsche.de/politik/landtagswahl-in-niedersachsen-wie-hildesheimer-schwarz-gelb-haetten-retten-koennen-1.1578482
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zigzag
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 21. Januar 2013 - 14:36 Uhr:   

Hat hier jemand ein einfaches Beispiel parat, wie sich teilausgeglichene Überhangmandate (wie in NDS) und vollausgeglichene Überhangmandate auf die Sitzverteilung auswirken? Am besten bei einem identischen Wahlergebnis bei den Beispielen.
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Ratinger Linke
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 21. Januar 2013 - 16:06 Uhr:   

Beim realen Beispiel führt der Teilausgleich dazu, dass die SPD einen Sitz bekommt, den sie mit Mindestausgleich (der häufig als voller Ausgleich verkauft wird) nicht bekommen würde (Rest identisch). Bei wirklich vollem Ausgleich würden außer der SPD noch Grüne und FDP je 1 Sitz zusätzlich bekommen. Voller Ausgleich heißt aber, dass das dann faktisch nicht mehr D'Hondt, sondern Sainte-Laguë ist. Man könnte unterstellen, dass voller Ausgleich bei D'Hondt das ist, was Mindestausgleich bei Sainte-Laguë ist. Dann würd die SPD den fraglichen Sitz nicht bekommen, sondern dafür die FDP (Grüne keinen).
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Ralf Arnemann
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 21. Januar 2013 - 16:27 Uhr:   

Worauf bezieht sich denn die SZ eigentlich?
Ich habe hier auf Wahlrecht.de nichts dergleichen von Wilco gefunden.
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Carsten
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Montag, 21. Januar 2013 - 17:12 Uhr:   

> Für Wahlrechts-Fachmann Wilko Zicht ist die Tatsache, dass Niedersachsen
> künftig wohl von SPD und Grünen regiert wird, aber vor allem eines - "ein
> glücklicher Zufall".

Nun ja, eine Mehrheit für Schwarz-Gelb wäre aber auch schlichtweg ungerecht gewesen und hätte an US-Verhältnisse erinnert, wo W. ja weniger Stimmen hatt als Gore.
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Fermat
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Montag, 21. Januar 2013 - 17:27 Uhr:   

Keine Ahnung worauf sich die SZ bezieht, aber die Mehrheitsverhältnisse im niedersächsischen Landtag sind bei diesem Wahlergebnis abhängig von der zu vergebenden Sitzzahl. Bei Sitzzahlen von 139, 157 und 159 liefert d'Hondt jeweils eine Mehrheit für schwarz-gelb, bei Saint Legue wäre das bei 137 Sitzen (also der aktuellen Sitzzahl) der Fall. Insofern kann ich die Aussage, die Mehrheit sei zufällig schon verstehen. Hätte der Landtag das Wahlgesetz auf Saint Legue geändert oder die Normzahl der Sitze auf 139 festgelegt, wäre jetzt alles anders.

@Carsten:
Die Sitze werden nicht an Parteiblöcke vergeben, sondern an einzelne Parteien. Daher hat eine schwarz-gelbe Mehrheit bei bestimmten Sitzzahlen nichts mit Ungerechtigkeit zu tun, sondern ist schlichtweg die mathematische Lösung nach dem Optimierungskriterium, das dem Sitzzuteilungsverfahren zu Grunde liegt.
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zigzag
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 21. Januar 2013 - 17:28 Uhr:   

@Ratinger Linke

Danke!
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Björn
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 21. Januar 2013 - 18:52 Uhr:   

Was ist eigentlich in der fdp los? Ich verstehe nicht so ganz, dass man sich die letzten Wochen auf Rösler einschießt. Er bietet jetzt seinen Rücktritt an und jetzt kneifen alle ? Da hätte ich ein wenig mehr Standfestigkeit von den Gegnern erwartet. Warum Brüderle Tage vor der Wahl Rösler offensichtlich in den Rücken fällt, war mir ja schon unverständlich. Was heute abgeht ist mir noch unverständlicher. Oder sieht jemand einen strategischen, ausgeklügelten Sinn darin?
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Gil-galad
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Montag, 21. Januar 2013 - 19:51 Uhr:   

Könnte man nicht ins Gesetz einen Satz schreiben, dass die Sitze so verteilt werden müssen, dass jegliche Menge von Parteien, die in der Summe mehr Zweitstimmen bekommen haben als die anderen im Parlament vertretenen Parteien, auch eine absolute Mehrheit bekommen muss? Ergibt sich dies nicht automatisch, erhält die nächstberechtigte Partei der potentiellen Koalition einen Zusatzsitz.

Ich würde es als äußerst ungerecht empfinden, wenn Lager A mehr Stimmen als Lager B bekommt, aber Lager B trotzdem die Mehrheit der Sitze erhält.
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Wilko Zicht
Moderator
Veröffentlicht am Montag, 21. Januar 2013 - 20:10 Uhr:   

@Carsten: Eben drum ein glücklicher „Zufall“, während eine schwarz-gelbe Sitzmehrheit ein unglücklicher „Zufall“ gewesen wäre. (Nicht wegen Schwarz-Gelb, sondern weil dann die Sitzverteilung die politischen Zweitstimmenverhältnisse nicht korrekt wiedergäbe.)

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