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Archiv bis 08. November 2012

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Ratinger Linke
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Samstag, 17. Juli 2010 - 04:21 Uhr:   

Der Gegenbegriff zur Migration ist natürlich die Sesshaftigkeit (was für den größeren Teil der Bevölkerung abgesehn von kleinräumigen Wanderungen außer bei Zwangslagen fast immer der Normalfall war).

Liebe ist allenfalls in jüngster Zeit ein Migrationsgrund, weil sie früher bereits die erfolgte Migration vorausgesetzt hat.

Aussiedler haben in aller Regel zuvor nie in Deutschland gelebt. Historische Wanderungen haben mit dem Migrationshintergrund oder gar persönlicher Migrationserfahrung nichts zu tun.
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Ingo Zachos
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Samstag, 17. Juli 2010 - 10:23 Uhr:   

Danke sehr, Ratzinger Linke.

Sesshaftigkeit also.
Mich wundert, dass mir auf Anhieb kein "wissenschaftlicher" Begriff dafür einfällt.
Sagt man "Lokalisation"? (zumindest nicht in der öffentlichen Diskussion)

Klingt aber sehr plausibel.

Andere Meinungen?

Aussiedler selbst kommen natürlich nicht aus Deutschland, aber ihre Vorfahren. So wie bei vielen "Ausländerkindern" sie selbst jetzt in Deutschland geboren sind.
Auch von diesen kommt es, zumindest gelegentlich, zur Rückwanderung in die "alte Heimat".


Historische Wanderungen halte ich sehr wohl für wichtig in der Migration.
Denn Migration, auch im großen Stil, hat schon oft stattgefunden, aber die Gründe sind vielfältig.

Wie ich bei "Sesshaftigkeit" feststelle, so sagt die (Internet)Literatur (also bin ich eher skeptisch ob das stimmt), diese sei erst in der Jungsteinzeit in Folge von Landwirtschaft entstanden.
Vorher seien Wanderungen und Nomadismus der "Normalfall" gewesen.
Ich würde eher von Mehrheitsfall sprechen, weil Normal die Minderheit stigmatisiert, aber das ist vielleicht übertrieben.

Auch lese ich gerade Jared Diamonds Buch "Arm und Reich" über Sprachfamilien und historische Waderungen, sowie "Cargo",d.h. (technische)Güter.

Mir scheint, aber das ist meine subjektive Meinung, Migration ist eine Triebfeder der Menschheit, und keineswegs eine Ausnahme.
Auch hast Du recht, dass es kleinräumige Wanderungen gibt.
Nomaden kehren z.B. in Zyklen an einen Ausgangspunkt zurück.
Ob das auch eine Migration ist oder eher Sesshaftigkeit, weil ein bestimmtes Gebiet nicht verlassen wird?
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görd
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Samstag, 17. Juli 2010 - 12:31 Uhr:   

@Beobachter

Der Vater von McAllister ist aber nicht nach Deutschland zugewandert sondern wurde nach Deutschland versetzt (als Zivilbeamter in West-Berlin). Demnach wird die Definition nicht erfüllt.
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Ingo Zachos
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Samstag, 17. Juli 2010 - 12:54 Uhr:   

@ görd:

Welche Definition?
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görd
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Samstag, 17. Juli 2010 - 15:34 Uhr:   

@Ingos Zachos

Welche Beobachter hier angab.
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Norddeutscher
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Samstag, 17. Juli 2010 - 22:19 Uhr:   

@görd

Auch wer als Zivilbeamter dauerhaft hierher versetzt wird, ist zugewandert. Warum die Zuwanderung erfolgte ist irrelevant.
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görd
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 18. Juli 2010 - 00:33 Uhr:   

@Norddeutscher

Ach, dann wandern Diplomaten auch aus und unsere Bundeswehrsoldaten in Afghanistan sind auch Auswanderer? Das glaub ich wohl kaum.
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Ingo Zachos
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 18. Juli 2010 - 02:20 Uhr:   

@görd:

Wenn sie mit der dortigen Bevölkerung Kinder bekommen, und sich dort niederlassen, was tun sie dann bitteschön anderes als auswandern?

Viele US-Soldaten und Briten, aber auch Diplomaten sind so ausgewandert.
War zunächst nicht dauerhaft gedacht, aber dann blieben sie länger.

Ein Beispiel hast Du gefunden.
Vater McAllister.

Es wäre m.E. ein besseres Argument, Du würdest sagen, dass er als EU-Bürger ohnehin hier Freizügigkeit hat, und deshalb kein Migrant sein kann, denn er ist ja nur innerhalb der EU lokal gewandert ;-)
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görd
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 18. Juli 2010 - 12:36 Uhr:   

Die Familie McAllister hat ja in der britischen Siedlung gewohnt. Berlin hatte vier Mächtestatus zu dieser Zeit. Im Grunde war das britisches Hoheitsgebiet, wo sie (bis zum Umzug nach Niedersachsen, aber das war nach der Geburt) wohnten.
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Norddeutscher
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Sonntag, 18. Juli 2010 - 13:28 Uhr:   

@görd

Bitte noch mal lesen und dann überlegen, warum ihre Frage falsch ist.
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Ralf Lang
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 18. Juli 2010 - 14:58 Uhr:   

" beide leben mehr als 18 Jahre länger in dieser Republik als die derzeitige Kanzlerin."

Angela Merkel als geborene Hamburgerin war vor ihnen da.
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AeD
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Sonntag, 18. Juli 2010 - 15:37 Uhr:   

Angela Merkel als geborene Hamburgerin war vor ihnen da.

Und auch gleich wieder weg. An den über 18 Lebensjahren mehr in einer Republik mit "freiheitlich-demokratischer Grundordnung" ändert sich ja nichts, nur weil die Kanzlerin als Säugling noch einige Wochen dort schreien konnte.
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görd
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 18. Juli 2010 - 16:45 Uhr:   

Ich dachte die BR Deutschland sah sich immer als Vertretung des gesamten Deutschland. ;)
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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 18. Juli 2010 - 17:04 Uhr:   

@Görd
So ist es. Das SED-Regime vertrat nur sich selbst und die UdSSR.
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Ralf Lang
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 18. Juli 2010 - 22:51 Uhr:   

Das BRD-Regime hat sie nun beerbt und darf sich mit den Folgen rumschlagen. Eine davon ist die werte Kanzlerin. Selber schuld. Es war eigentlich ein Verweis darauf, wie absurd die ganze Zuordnung von Herkunftsmigrationen bei der Kanzlerin und ihrer schwarzgelben Entourage ist. Rösler, Allister, Merkel, das sind Deutsche von der besten oder auch schlechtesten Sorte. Deutscher kriegt man es nicht.
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Interessierter
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Montag, 19. Juli 2010 - 23:03 Uhr:   

@Beobachter
"Etwa weil die Schotten im Vergleich zu den Türken den Deutschen "zu nahe" sein sollten?"

Hat es doch. Es hat nur nicht gereicht, weil Gauck und Bundespräsidentschaftswahl die Sommerpause versüßten.
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Ingo Zachos
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 19. Juli 2010 - 23:50 Uhr:   

@ Ralf Lang:

Das Adjektiv deutsch kann nicht gesteigert werden.

Die DDR war zudem nach Grundgesetz immer Teil Deutschlands, auch wenn das GG dort nicht galt.

Selbst der in der DDR eingebürgerte ehemalige Leibartzt Fidel Castros ist daher Deutscher.

Deutsch ist eine Staatsangehörigkeit, aber keine Herkunft.

Schon das Wort "Volk" und seine Entstehung zeigt deutlich, dass es auch zur Entstehungszeit der Begriffe "Deutsch" und "Volk" keine Herkunft damit verbunden war.
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Ratinger Linke
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Mittwoch, 21. Juli 2010 - 23:27 Uhr:   

"Zuwanderung" bedeutet nach statistischem Bundesamt einfach die Einrichtung von einem Wohnsitz, der per Volkszählung oder Mikrozensus erfasst wird. Davon sind Diplomaten und Streitkräfte teils ausgenommen, aber sachlich wird man nicht dadurch in Deutschland heimischer, dass man hier offiziell gar nicht existiert.

Soweit nur die Eltern betroffen sind, ergibt sich die Einstufung aber aus den direkten Angaben des Befragten, wenn die Eltern nicht im selben Haushalt leben, und nachdem die Fragen (und Antworten) nicht umfassend sind, gibt es da häufig "Personen mit nicht durchweg bestimmbarem Migrationsstatus".

In der Theorie ist für den Migrationshintergrund schon ausreichend, wenn ein Elternteil entweder keine deutsche Staatsbürgerschaft hat oder im Ausland geboren worden ist und das nicht nur ein vorübergehender Auslandsaufenthalt war (der Fall deutscher Eltern, die stets im Ausland gelebt haben, ist ungeregelt).

McAllister dürfte damit theoretisch ganz klar einen Migrationshintergrund haben, sich aber statistisch unter den Personen mit nicht durchweg bestimmbarem Migrationsstatus befinden, falls er mal in einem Mikrozensus befragt worden ist.

Details im Anhang zur Bevölkerung mit Migrationshintergrund – Ergebnisse des Mikrozensus 2009 – Fachserie 1 Reihe 2.2 – 2009.
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Ralf Lang
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 23. Juli 2010 - 12:26 Uhr:   

"Das Adjektiv deutsch kann nicht gesteigert werden."

Die Intention der Aussage "Deutscher kriegt man es nicht" sollte eigentlich klar sein.
Deutsch kann auch eine Herkunftsbezeichnung (deutscher Wein) sein, aber darauf wollte ich genau nicht abheben: Rösler und Merkel sind deutsche Politiker wie Bisky und Stoiber, obwohl man es bei letzterem kaum glauben mag. Für ihr Tun als Politiker spielt es überhaupt keine Rolle, wo ihre Eltern sich einmal herumgetrieben haben.
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Björn
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 08. November 2012 - 19:05 Uhr:   

Anscheinend übt sich die FDP mal wieder in illegaler Parteienfinanzierung. Wieder werden Werbebriefe der Bundes-FDP verschickt wie schon vor der NRW-Wahl. Habe von Bekannten in Berlin mitbekommen, dass dort wieder Briefe im Umlauf sind. Komisch, dass das so einfach hingenommen wird.

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