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Archiv bis 05. September 2011

Wahlrecht.de Forum » Tagesgeschehen » Landtagswahlen in Deutschland » Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern » Archiv bis 05. September 2011 « Zurück Weiter »

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Björn
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 29. August 2011 - 18:16 Uhr:   

In Mecklenburg-Vorpommern wird durch den Tod des Kandidaten Udo Timm auf der Insel Rügen erst zwei Wochen später gewählt.

http://www.faz.net/artikel/C32305/wahl-in-mecklenburg-vorpommern-c-wie-zukunft-und-z-wie-caffier-30493539.html
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cyrix
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 30. August 2011 - 13:41 Uhr:   

Insbesondere dürfte das für die Parteien, die möglicherweise knapp an der 5%-Hürde scheitern könnten (NPD und FDP) , interessant werden, denn immerhin wohnen in dem betreffenden Wahlkreis ca. 2% aller Wahlberechtigten, die mit dem Wissen um die Ergebnisse im Rest des Landes da durchaus das Potential haben gerade bei diesen Parteien einen großen Hebel mit ihren Stimmen anzulegen. Sowohl NPD als auch FDP schnitten bei der letzten Landtagswahl über dem Landesschnitt im entspr. Wahlkreis Rügen I ab.

Ich gehe also davon aus, dass die Sitzverteilung sich durch die Nachwahl noch deutlich verändern kann (sofern nicht beide Parteien sowieso nach der Hauptwahl schon im Landtag vertreten sind oder deutlich unterhalb der 5%-Marke liegen); und wohl auch wird.
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Ralf Arnemann
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 30. August 2011 - 14:56 Uhr:   

Ich finde es grundsätzlich merkwürdig, wenn wegen des Ausfalls eines Kandidaten eine Wahl verschoben wird. Wäre der gute Mann nicht zwei Wochen vor, sondern zwei Wochen nach der Wahl verstorben, müßten die Wähler das ja auch aushalten.
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Marco
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 04. September 2011 - 11:40 Uhr:   

Gleichzeitig mit der Landtagswahl finden heute auch die Wahlen der Kreistage und Landräte in den sechs durch die Kreisgebietsreform geschaffenen Großkreisen statt. Nur noch Rostock und Schwerin bleiben kreisfreie Städte.
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Taugenichts
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 04. September 2011 - 15:56 Uhr:   

Mit der Sinnhaftigkeit des Touchscreens bei der Wahlberichterstattung im Fernsehen befasst sich dieser Blog von ARD-Moderator Jörg Schönenborn:
http://blog.tagesschau.de/2011/09/03/touchscreen-im-wahlstudio/#post-10574
Eine klare Mehrheit der Kommentatoren äußert sich, berechtigterweise, negativ.
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Björn
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 04. September 2011 - 16:28 Uhr:   

Na, ich kann mich aber noch gut dran erinnern, dass dieser Touch-Screen simuliert war. Das Drücken von Schönenborn in der anderen Hand war damals nämlich sehr auffällig. Es mag vielleicht sein, dass es dort noch nicht geklappt hat und es nun mittlerweile anders ist. Ich hatte es jedenfalls als sehr peinlich empfunden.
Generell finde ich Touchscreens ziemlich gut, nur managen die das z. B. bei CNN besser bei den Primaries, wo man schön direkt in die Wahlkreise hineingehen konnte. Die ARD hat bisher die Möglichkeiten des Touchscreens in keiner Weise ausgeschöpft und macht eigentlich einen Anfängerfehler: die Präsentation einfach beizubehalten, als wäre es ein einziges Durchklicken von Graphiken, und das in einer neuen Medienform. Das ist aber gar nicht der Sinn von Touchscreens. Sehr ideenlos bisher, aber vielleicht ändert sich das noch.
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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 04. September 2011 - 19:05 Uhr:   

@Björn
Ich tu mir Schönenborn, Schausten & Co. schon lange nicht mehr an.


Zum Ergebnis:
Das Abschneiden von Schwarz-Gelb geht in Ordnung und ist sogar eher noch schmeichelhaft gemessen an den Leistungen. Traurig aber, dass davon nur das ökosozialistische Trio profitiert – es fehlt ja leider eine nichtsozialistische Alternative. Den Linken nimmt man nicht dadurch die Wähler weg, dass man ihre Parolen nachplappert, aber das werden Merkel und andere Schwächlinge nie lernen. Rösler hat aus Westerwelles Fehlern natürlich nichts gelernt und ist damit beschäftigt, Westerwelle zu demontieren. Nicht dass Mitleid mit Guido angebracht wäre, aber Rösler hat wohl kaum die richtigen Prioritäten und schon gar nicht hat er irgendeine Strategie. Statt beispielsweise die Verplemperung von Geld für angeblich alternativlose Rettungsaktionen zu verhindern, beweist Rösler seine beeindruckende Durchsetzungskraft beim Feuern des stellvertretenden Regierungssprechers. Eher wird Rösler zum Papst gewählt als dass er die FDP voranbringt.

Durch den höchstwahrscheinlichen Einzug der NPD wird es für eine SPD/Grüne-Koalition nicht reichen. Eine Zweidrittelmehrheit der internationalen Sozialisten wird der Wiedereinzug der nationalen Sozialisten aber nicht verhindern. Da der Vorsprung der SPD sehr deutlich ist, könnte die SPD diesmal überhängen.
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Ratinger Linke
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 04. September 2011 - 19:43 Uhr:   

Überhang scheint momentan sehr unwahrscheinlich zu sein. SPD und CDU teilen sich die Wahlkreise fast exakt nach Stimmenverhältnis. Die NPD ist vermutlich sicher drin, aber in Rügen wird es noch um ihren 5. Sitz gehn.
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cyrix
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 04. September 2011 - 19:46 Uhr:   

Überhang erscheint sehr unwahrscheinlich. Derzeit führt die SPD in 21 Wahlkreisen, die CDU in 13 Wahlkreisen, die SPD in 22. 7 Wahlkreise (inkl. Rügen I mit der Nachwahl) können als knapp gelten, wobei diese sich etwa gleich derzeit auf die beiden aufteilen.

Bei einer SPD mit etwa 28 und CDU mit etwa 18 Mandaten wird es wohl keinen Überhang geben.


Auch Rügen I wird die NPD nicht aus dem Landtag befördern können. Dafür hat sie zu viele Stimmen über den Durst. Allerdings wird für die nächste Bundesversammlung der NPD-Abgeordnete aus MV verhindert werden können, wenn es nur 4 Abgeordnete sind, oder aber wenn die übrigen Parteien zusammenarbeiten.


Sollte es in Schwerin zu Rot-Rot oder Rot-Grün kommen, fehlt im Bundesrat nur noch ein Land aus dem neutralen oder Schwarz-Gelben Block, damit die Oppositionsparteien im Bundestag im Bundesrat eine eigene Mehrheit erhalten.
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Björn
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 04. September 2011 - 20:04 Uhr:   

Wenn ich mich nicht verlesen habe bei einem kurzen Überblick über die derzeitigen Wahlkreisergebnisse, rücken die Piraten sogar vor die FDP.
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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 04. September 2011 - 20:11 Uhr:   

"Wenn ich mich nicht verlesen habe bei einem kurzen Überblick über die derzeitigen Wahlkreisergebnisse, rücken die Piraten sogar vor die FDP."
Nein. Stand Zweitstimmen 20:10h: FDP 12950, Piraten 9101
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Wilko Zicht
Moderator
Veröffentlicht am Sonntag, 04. September 2011 - 20:15 Uhr:   

Wenn's in Rügen nur noch darum gehen sollte, ob der letzte Sitz an die NPD oder an die Grünen geht, ohne dass es noch für Rot-Grün reichen könnte, dann dürfte das für die Grünen ein leichtes Spiel werden.
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Björn
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 04. September 2011 - 20:31 Uhr:   

@Th. Fr.

Jo, ich seh gerad, dass ich Mist gelesen habe...
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Björn
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 04. September 2011 - 22:47 Uhr:   

Kommt mir das nur so vor, oder ist es tatsächlich so, dass die Prognose diesmal insgesamt relativ schlecht war (gerade bei infratest dimap)?
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cyrix
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 04. September 2011 - 23:56 Uhr:   

@Bundesversammlung:

Derzeit hätte ich da 394 Mandate für die CDU, 331 für die SPD, 146 für die Grünen, 138 für die FDP, 126 für die Linke, 92 für die CSU, 10 für die Freien Wähler, 2 für die NPD und 1 für den SSW.

Gerechnet mit Bevölkerungszahlen vom 31.03.2011, Ausländeranteil vom 31.12.2010; evtl. gleichen Letztansprüche für das "Lager" aufgelöst, welches mit gemeinsamen Wahlvorschlag den letzten Sitz an sich ziehen kann und in MV mit einer NPD mit nur 4 Sitzen (da dann, genauso wie bei einem gemeinsamen Wahlvorschlag aller anderen Parteien, der NPD kein Bundesversammlungswahlmann mehr zusteht).


Durch sonstige Taktik könnte effektiv die CSU noch einen Sitz an einen gem. Wahlvorschlag von SPD, Grünen und Freie Wähler verlieren. In BB könnte schwarz-gelb rot-grün einen Sitz abnehmen, dafür in RLP umgekehrt, in HH Rot-Grün der Linken. (Wo große Koalitionen bestehen, habe ich aber nicht geschaut, ob da die Lager sich gegenseitig Sitze abluchsen können.)

Damit hätte Schwarz-Gelb gerade so noch eine Mehrheit von 624 bzw. 623 Stimmen in der 1620 Sitze umfassenden Bundesversammlung (orthodoxes Wahlverhalten in den Landtagen und die nötige Cleverness auf beiden Seiten, wenn man den Losentscheid vermeiden/ dem Gegner einen Sitz "klauen" kann, vorausgesetzt).
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Ingo Zachos
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 05. September 2011 - 00:55 Uhr:   

@ Thosten Frings:


Tatsächlich sind die SPD wie B 90 / Die Grünen Parteien, die sich voll hinter die Marktwirtschaft stellen.
Unter Schröder haben die beiden sogar mehr Reformen vorgelegt, als Kohl und Merkel.

Vielleicht liegt es ja gerade an diesen volkwirtschaftlich durchaus nicht sinnvollen und budgetbelastenden Reformen, das diese beiden Parteien die desolate Lage von Schwarz-Gelb nicht ausnutzen können, aber das zu sagen ist auch nur Spekulation, mehr nicht.
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Insgesamt aber bleibt es beim Alten:
SPD regiert, sucht sich Partner aus...

Bundespolitische Auswirkung?
Eher wenig. Zu gering die Gewinne bzw. Verluste bei sinkender Wahlbeteiligung.
Die wird bei der BTW auf jeden Fall höher sein.

Hamburg oder B-W waren da bedeutender.
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Nikolaus Krause
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 05. September 2011 - 14:39 Uhr:   

Erstaunlich, dass die CDU trotz der Zweitstimmen-Verluste und des nun großen Abstandes zur SPD 12 der 35 ausgezählten Wahlkreise halten konnte.
Wenn ich richtig zähle, ist in 9 dieser 12 Wahlkreise die SPD bei den Zweitstimmen vorn.
Diese Erststimmen-Mehrheiten kommen wohl kaum nur von den 2,8% FDP-Zweitstimmen-Wählern.
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zigzag
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 05. September 2011 - 15:29 Uhr:   

Der Direktkandidat der CDU für die Nachwahl im Wahlkreis 33 Rügen I wurde heute aus der Partei ausgeschlossen:

"Trotzdem wird er in 14 Tagen auf den Wahlzetteln stehen - denn nominiert ist nominiert. Auch die Wahlzettel sind bereits gedruckt. Die Rügener CDU distanziert sich aber deutlich von Gens, und will in den nächsten Tagen beraten, wie sie mit der Situation im Wahlkampf umgehen will."

http://www.ndr.de/regional/mecklenburg-vorpommern/landtagswahl_mv_2011/themen/thomasgens103.html

Sehen die Plakate dann wie folgt aus?:

Zweitstimme CDU
Erststimme NICHT CDU
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CHeine
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Montag, 05. September 2011 - 09:42 Uhr:   

Auffällig war für mich, dass die Unterschiede im Vergeben der Erst- und Zweitstimmen bezogen auf SPD und CDU in vielen Wahlkreisen so groß waren.
Die SPD hat in fast allen Wahlkreisen bei den Zweitstimmen die relative Mehrheit, aber verlierte manche Wahlkreise denn doch an die CDU. Das bedeutet wohl, dass der geneigte Wähler den/die CDU-Kandidaten/in vor Ort ganz passabel findet, aber der Partei als Ganzes eins verpassen will.
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Joker
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Sonntag, 04. September 2011 - 23:32 Uhr:   

Die FDP könnte theoretisch noch über Rügen I in den Landtag kommen:
Die CDU könnte ihren Ersatzkandidaten mit gebräunter DVU-Vergangenheit fallen lassen & ihre Wähler aufrufen, den FDP-Mann (und Landes-Spitzenkandidaten) Leonhard zu wählen (Vorbild: in Köln/OB-Wahl 1999 konnte die SPD ihren Müll-Skandal-Kandidaten nicht zurückziehen und empfahl die Grüne-Kandidatin). Im Erfolgsfall wäre Leonhard aber einziger FDP-MdL, da es keine Grundmandatsklausel gibt.

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