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Marc K.
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| | Veröffentlicht am Donnerstag, 09. September 2010 - 12:02 Uhr: | |
@Ingo Zachos, es wäre empfehlenswert wenn Sie die Artikel die sie verlinken lesen würden. Aus dem Artikel geht hervor das Röttgen einer Laufzeitverlängerung von acht Jahren zustimmt. Andere - etwa Brüderle haben mehr gefordert. Der Kompromiß liegt nun in der Mitte. So what? @Fenech, es geht nicht um einige wenige Staaten, sondern um eine globale Entwicklung. Die Kernenergie erlebt eine Renaissance. Die USA, Frankreich, China, Indien. Schweden hat übrigens dieses Jahr den Neubau von Atomreaktoren beschlossenhttp://www.zeit.de/politik/ausland/2010-06/schweden-neubau-atomreaktoren. Und in der Schweiz sind mehrere Volksabstimmungen mit dem Ziel des Ausstiegs aus der Kernenergie gescheitert. Lediglich die Volksabstimmung in der Stadt Zürich war erfolgreich, mit der Folge das die Stadt selbst keine Kernreaktoren bauen, betreiben bzw. sich an ihnen beteiligen darf. Die Kernenergie erlebt eine Renaissance, was sich gerade an den vielen Bauvorhaben und Planungen international zeigt. So in Europa z.B. in Finnland, Litauen, Weißrussland, in Polen, Italien, den Niederlanden, Ungarn, Tschechien, Slowenien, Schweiz, Großbritannien, Ukraine, Slowakei, Russland, Frankreich. Mag sein das nicht alle Planungen verwirklicht werden (es werden nie alle Pläne umgesetzt), aber einiges befindet sich bereits im Bau. Von daher kann man mit Recht von einer Renaissance der Kernenergie sprechen. Das ein Land wie Schweden den "Ausstieg aus den Ausstieg" beschlossen hat und andere Länder die Laufzeiten jedenfalls verlängert haben (Belgien, Niederlande, u.a.) ist dafür ein Signal. Deutschland tut gut daran zumindest die Laufzeiten zu verlängern. Alles andere wäre auch eine Verschwendung von know-how. Diese Reaktoren wurden für viel Geld gebaut. Daher sollte man sie auch nutzen solange das technisch sicher möglich ist. Die Reaktoren wurden für eine Betriebsdauer von 50-70 Jahren konzipiert. Sie nach 30-40 Jahren abzuschalten wäre wirtschaftlicher Unfug. Es ist gut das dies nun auch bei uns in Deutschland korriegiert wird. (Beitrag nachträglich am 09., September. 2010 von Marc editiert) |

Ratinger Linke Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 09. September 2010 - 12:19 Uhr: | |
Konzipiert worden sind die Atomkraftwerke für 25 Jahre, wenngleich die Betreiber vielleicht gehofft haben, sie ohne allzu große Umbauten länger betreiben zu können. |

Ingo Zachos
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| | Veröffentlicht am Donnerstag, 09. September 2010 - 12:21 Uhr: | |
@ Marc K: aus dem Aerikel uns aus tausend andern geht hervor, das Röttgen den Ausstieg fordert. Geben sie das endlich zu? Icha habe ihn gelseesn, sie offenbar nicht. |

Ralf Arnemann
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| | Veröffentlicht am Donnerstag, 09. September 2010 - 12:21 Uhr: | |
@SaaleMax: > Die Laufzeitverlängerung der AKW in Deutschland ist der Kniefall der > Merkel Regierung vor dem Energiemonopol. Nein. Das ist schlicht die Einlösung eines Wahlversprechens, für daß es eine demokratische Mehrheit gibt. > Man lässt veraltete Buden weiterlaufen ... Nein. Alle betroffenen Kraftwerke sind auf aktuellem Stand der Technik und haben eine gültige Betriebsgenehmigung. Es war eine politische Entscheidung von rot/grün, diese Kraftwerke vorzeitig vom Netz zu nehmen - aber deswegen veralten diese nicht. > Unnäbhängige Anbieter wie Stadtwerke werden demontiert ... Wieso? Die können weitermachen wie bisher. > und die Off-Shore Anlagen vor unserer Küste, welche die Monopolisten > gerade errichten werden gefördert. Das ist die explizite Weiterführung der Politik von rot/grün. > Die Kosten für die sog. "Brennelementesteuer" wird man laut jammernd > und weinend auf die einfachen Stromkunden umlegen, ... Nun sicher. Jede Verbrauchssteuer wird auf die Verbraucher umgelegt, das ist normal und legitim. > Die Liberalisierung von 1999 war nur ein Feigenblatt ... Die wahr ja auch eigentlich viel weitergehend geplant - und wurde dann von der SPD kastriert. Wofür Minister Müller ja hinterher gut belohnt wurde. |

Marc K.
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| | Veröffentlicht am Donnerstag, 09. September 2010 - 13:05 Uhr: | |
Ingo Zachos, werter Herr Zachos, ich weiß gar nicht was Sie so aufregt. Ich habe doch geschrieben das es um den Atomausstieg geht. In der Regierung gibt es einen Konsens darüber das die Laufzeiten verlängert werden sollten: Herr Röttgen hat sich dabei um eine geringe Verlängerung ausgesprochen (8-10 Jahre) - mithin also für einen "schnelleren Ausstieg" - Herr Brüderle eine Laufzeitverlängerung von 12-20 Jahren - also einen "langsamen Ausstieg". Beides ist letztlich ein Ausstieg. In anderen Staaten wird die Kernenergie hingegen noch in 50 eine wichtige Rolle spielen. Deutschland geht energiepolitisch einen Sonderweg. Ich bedauere das. Denn die Reduzierung des CO2-Ausstoßes - insbesondere der Ausstieg aus der ümweltschädlichen Kohleverstromung - wird so erheblich länger dauern. Die Erreichung der CO2-Reduktionsziele wird so schwieriger. Ohne die Laufzeitverlängerung wären die ambitionierten Zielsetzungen gar nicht erreichbar. Zudem braucht ein Industrieland wie Deutschland auch eine bezahlbare Energieversorgung. Die regenerativen Energien werden hoch subventioniert. Von daher treibt der Ausbau der regenerativen Energien den Energiepreis nach oben. Von daher muss ein höheres Maß an Wirtschaftlichkeit erreicht werden. Das wird aber wohl noch eine ganze Weile dauern. |

Silencio Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Freitag, 10. September 2010 - 00:51 Uhr: | |
Und wieder zieht sich eine Konservative der CDU zurück, wenngleich nicht solch ein Schwergewicht wie Koch, aber dennoch eine bundesweit bekannte Persönlichkeit. Es ist schon erstaunlich, wie wenig die Konservativen der Partei überhaupt sich öffentlich äußern. Man hört dann nur etwas, wenn sie gehen. Von Koch hatte man die Jahre zuvor auch nur relativ wenig noch gehört im Vergleich zu früher. Sie scheinen wirklich dermaßen resigniert zu sein, dass man noch nicht mal mehr Stellung bezieht. Welche hochrangige Konservativen bleiben der Partei also noch bzw. ist Nachwuchs in Sicht (bis auf Mappus). Wenn Mappus verliert, dann hat dieser Flügel ein ernsthaftes Problem. |

Fenech Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Montag, 13. September 2010 - 14:34 Uhr: | |
@Marc K. Schweden hat übrigens dieses Jahr den Neubau von Atomreaktoren beschlossen Hängt von der Wahl am Sonntag ab , ob diese wirklich gebaut werden. Falls Rotgruen die Wahl gewinnt, wird es in Schweden wohl kaum eine Renaissance der Atomkraft geben. Im Übrigen gibt es in den meisten Ländern keine Mehrheit in der Bevölkerung fuer die Atomkraft und zumeist starke Widerstände, ebenso wie in Deutschland, wo eine ganz grosse Mehrheit der Bevölkerung vernünftigerweise gegen eine Laufzeitverlängerung ist. Das Volk ist hier mal wieder vernünftiger als die Politik, der es egal ist, ob radioaktiver Muell erzeugt wird, fuer den es keine Entsorgungsmoeglichkeit gibt. Leider macht die Regierung mal wieder Politik gegen die Mehrheit der Bevölkerung, sowie in anderen Fragen auch, siehe Sparpacket etc. |

Thomas Frings
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Montag, 13. September 2010 - 21:54 Uhr: | |
"Im Übrigen gibt es in den meisten Ländern keine Mehrheit in der Bevölkerung fuer die Atomkraft und zumeist starke Widerstände, ebenso wie in Deutschland, wo eine ganz grosse Mehrheit der Bevölkerung vernünftigerweise gegen eine Laufzeitverlängerung ist." Schwachsinn. Die Franzosen demonstrierem z.B. sehr gerne, nur Massenproteste gegen die Kernenergie gab es nie. In der Schweiz hat das Volk den Ausstieg aus der Kernenergie abgelehnt, im ehemaligen Ostblock gibt es keinen nennenswerten Widerstand gegen sie, in Japan oder Indien gab es den auch nie. In Schweden werden die Linken wahrscheinlich am Sonntag deutlich keine Mehrheit bekommen. Deutschland ist allein unter den Staaten, die derzeit Kernkraftwerke haben. Inhaltlich sage ich nichts zum Thema, weil es hier nicht hingehört. In der FDP gibt es übrigens tatsächlich Kräfte, die sich dem klassischen Liberalismus verpflichtet fühlen, und nicht weichgespühlten Sozialismus als liberal ausgeben wollen: http://www.ef-magazin.de/2010/09/12/2530-liberaler-aufbruch-in-der-fdp-gegruendet-unser-imperativ-lautet-habe-mut-zum-liberalismus Frank Schäffler und drei weitere MdBs haben den "Liberalen Aufbruch" ins Leben gerufen. |

Interessierter Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Dienstag, 14. September 2010 - 11:38 Uhr: | |
@Silencio "Man nenne mir, sagen wir mal, im Zeitraum des letzten Jahres irgendeinen Satz oder Statement eines grünen Politikers, der von Gewicht war und Aufmerksamkeit erzeugte. Spontan fällt mir nichts ein. In dieser Hinsicht baut ihre Stärke auf einem völlig anderen Verhalten in den Umfragen als damalig die FDP, wo Westerwelle mit möglichst lautem Getöse durch die Medienlandschaft stolzierte und sein Credo predigerartig herunterbetete." Das ist sicherlich auch eine Stillfrage. Bei den Grünen hat man zur Zeit den Eindruck, dass sie sehr zufrieden sind und daher erstmal kein Interesse an großen internen Streitereien haben. Zudem bietet die Regierung für die gesamte Opposition ein gefundenes Fressen zum profilieren (und das wird auch gelingen, da sollte man sich nichts vormachen) und dabei bemüht sich zur Zeit eher die SPD als Linke und Grüne. Die SPD hat das auch am Meisten nötig. @Marc K. "Deutschland tut gut daran zumindest die Laufzeiten zu verlängern. Alles andere wäre auch eine Verschwendung von know-how. Diese Reaktoren wurden für viel Geld gebaut. Daher sollte man sie auch nutzen solange das technisch sicher möglich ist. Die Reaktoren wurden für eine Betriebsdauer von 50-70 Jahren konzipiert. Sie nach 30-40 Jahren abzuschalten wäre wirtschaftlicher Unfug." Vielleicht als kleine Zusatzinfo: Deutsche Atomkraftwerke gelten internatinal als besonders sicher. Auf der anderen Seite wird ein völliger Verzicht auf Atom bei der heutigen Lage nur dazu führen, dass Deutschland sich in die Abhängigkeit ausländischer Energielieferanten begibt...Was auch mit Preisänderungen nach Oben verbunden sein könnte. @Ralf Arnemann "Jede Verbrauchssteuer wird auf die Verbraucher umgelegt, das ist normal und legitim." Normal ist das jedenfalls. Legitim ist das nur, wenn man nicht versucht den Leuten die Steuer als "Beteiligung der Wirtschaft an [aktuelles Regierungsprojekt hier einsetzen]" zu verkaufen, falls man das versucht kann man (a) hoffen das die Preissteierung niemand bemerkt, (b) alle Schuld den Unternehmen geben. @Marc K. "Die regenerativen Energien werden hoch subventioniert. Von daher treibt der Ausbau der regenerativen Energien den Energiepreis nach oben. Von daher muss ein höheres Maß an Wirtschaftlichkeit erreicht werden. Das wird aber wohl noch eine ganze Weile dauern." Ja. Momentan gibt es kein regeneratives Energiekonzept, das es einen Land wie Deutschland erlauben würde, seine Energiepolitik voll darauf umzustellen. Regenerative Energien sind heute zumeist nur Öl-Energien auf Umwegen. |

Silencio Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Dienstag, 14. September 2010 - 19:22 Uhr: | |
"Auf der anderen Seite wird ein völliger Verzicht auf Atom bei der heutigen Lage nur dazu führen, dass Deutschland sich in die Abhängigkeit ausländischer Energielieferanten begibt...Was auch mit Preisänderungen nach Oben verbunden sein könnte." Die tatsächlichen Kosten der Atomenergie sind doch gar nicht ausgemacht, wenn man die Endlagerproblematik mal bedenkt. Im Übrigen scheint es ja doch nicht so sicher zu sein, wie man glaubt laut einem Bericht des Tagesspiegels, da die Gasvorkommen in der Gegend bisher angeblich unzureichend als Gefahr berücksichtigt worden ist. Wenn ständig von der Subventionierung regenerativer Energien geredet wird, sollte man dazu sagen, dass das für den Atomstrom ebenso gilt. Für mich ist heute immer noch unverständlich, wie es die damalige Politik überhaupt verantworten konnte, Atomenergie zu produzieren und in keiner Weise eine wirklich sichere Endlagerlösung zu präsentieren. Allein die Tatsache, dass noch nicht mal klar ist, wieviel in der Asse eingelagert wurde, zeigt, wie nachlässig und sorglos mit diesem Thema umgegangen wird. Das trägt mit Sicherheit nicht dazu bei, den Skeptikern der Atomenergie ein Gefühl von Sicherheit zu erzeugen. Transparenz seitens der AKW-Betreiber sieht anders aus und man fragt sich, was sie sonst noch an Missstände verbergen. Die Chance auf Akzeptanz kann eben nur in einer völligen Transparenz des Handelns liegen. Aber das ist wohl nicht gewollt, die Gründe dafür kann man sich wohl denken. |

Fenech Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 15. September 2010 - 00:08 Uhr: | |
"In der FDP gibt es übrigens tatsächlich Kräfte, die sich dem klassischen Liberalismus verpflichtet fühlen, und nicht weichgespühlten Sozialismus als liberal ausgeben wollen: http://www.ef-magazin.de/2010/09/12/2530-liberaler-aufbruch-in-der-fdp-gegruendet-unser-imperativ-lautet-habe-mut-zum-liberalismus Frank Schäffler und drei weitere MdBs haben den "Liberalen Aufbruch" ins Leben gerufen." Da haben sich ein paar frustrierte Quartalsirre zusammengetan.Herr Schäffler hat auch schon gefordert, Griechenland solle seine Inseln verkaufen. Der weitere Unterzeichner Paul Friedhof bestreitet, dass der Klimawandel vom Menschen gemacht ist. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,717464,00.html Falls sich denen ihr Programm in der FDP durchsetzen wuerde, koennte die bald das Projekt 1,8 Prozent einleiten. |

görd
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 15. September 2010 - 12:29 Uhr: | |
@Ralf Arnemann "Nun sicher. Jede Verbrauchssteuer wird auf die Verbraucher umgelegt, das ist normal und legitim." Nö, die Senkung der Hotelsteuer wurde ja auch nicht an den Verbraucher weitergegeben. Das ist zwar keine Verbrauchssteuer, aber dieser ähnlich, da entsprechender Einfluss auf den Preis besteht. Inwieweit Veränderungen bei der Verbrauchssteuer Einfluss auf den Preis haben, hängt eher von der Nachfrageelastizität ab. |

Ralf Arnemann
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 15. September 2010 - 15:30 Uhr: | |
@Fenech: > Da haben sich ein paar frustrierte Quartalsirre zusammengetan. Es ist schon bezeichnend, wenn Leute als geistesgestört bezeichnet werden, nur weil sie eine andere politische Meinung haben. > Herr Schäffler hat auch schon gefordert, Griechenland solle seine > Inseln verkaufen. War doch eine gute Idee. Die von der griechischen Regierung inzwischen auch aufgegriffen wurde. > Der weitere Unterzeichner Paul Friedhof bestreitet, dass der > Klimawandel vom Menschen gemacht ist. Na und? Das bestreiten sehr viele Leute. Auch eine legitime politische Position, mit der man sich argumentativ auseinandersetzen kann (wenn man kann ...). Beide Positionen sind auch völlig kompatibel mit den von Hayek inspirierten Thesen des liberalen Aufbruchs. Wenn das nun dem Spiegel nicht paßt - stört doch nicht. Die mußten im verlinkten Artikel ja sogar den Begriff "Ultraliberalismus" prägen, weil sie den klassischen Liberalismus offensichtlich nicht verstehen. |

Florian das Original Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 15. September 2010 - 16:13 Uhr: | |
@ Görd: "nwieweit Veränderungen bei der Verbrauchssteuer Einfluss auf den Preis haben, hängt eher von der Nachfrageelastizität ab." Ja, das ist richtig. (Daneben natürlich auch vom Verlauf der Angebotskurve, die von den Grenzkosten bestimmt wird). Aber wenn man mal vom Extremfall einer vollkommen unelastischen Nachfrage absieht, wird eine Senkung der Hotelsteuer eben schon auch eine Senkung der Preise zur Folge haben. (Allerdings werden die Preise nicht um den vollen Steuersenkungs-Betrag reduziert. Dies wäre nur im ebenfalls unrealistischen Fall vollkommener Elastizität der Fall). Übrigens ist der Preis-Index "Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen" des Stat. Bundesamts von Dez.09 auf Jan.2010 von 113,3 auf 108,5 zurückgegangen. Allerdings ist dieser Index relativ stark schwankend. Daher könnte das auch nur Zufall sein. Aber immerhin haben wir hier einen Anhaltspunkt. Das ist (bezogen auf die Basis 113,3) ein Rückgang um 4,2%. Da der Gastronomie-Bestandteil dieses Indexes ja durch die Mwst-Änderung nicht betroffen war, ist davon auszugehen, dass die Beherberungs-Komponente um deutlich über 4% zurückgegangen ist. Vielleicht nicht um die rund 10%, die notwendig gewesen wäre, wenn die Steuersenkung komplett an die Gäste weitergeben worden wäre - aber eine Absenkung gab es ganz sicher. Das Markt-Ergebnis läuft also konform mit dem, was auch mikroökonomisch zu erwarten gewesen wäre. (Übrigens: Wäre der Brutto-Übernachtungspreis überall unverändert geblieben, dann hätte das einer Erhöhung des Netto-Preises um über 10% entsprochen. Der private Übernachtungsgast "sieht" das zwar vielleicht nicht. Der gewerbliche Kunde aber sehr wohl. Und dass gewerbliche Kunden einfach so mitten in der Wirtschaftskrise eine zweistellige Preissteigerung schlucken, erscheint mir auch jenseits aller Mirkoökonomischen Theorie irgendwie unwahrscheinlich). |

Interessierter Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 15. September 2010 - 16:32 Uhr: | |
@Silencio "Die tatsächlichen Kosten der Atomenergie sind doch gar nicht ausgemacht, wenn man die Endlagerproblematik mal bedenkt." Es gibt schon einige Ansätze in diese Richtung. "Wenn ständig von der Subventionierung regenerativer Energien geredet wird, sollte man dazu sagen, dass das für den Atomstrom ebenso gilt." Das stimmt allerdings. Das macht das Problem aber nicht kleiner. "Aber das ist wohl nicht gewollt, die Gründe dafür kann man sich wohl denken." Guter Punkt, treffer. ;-) @Fenech "Da haben sich ein paar frustrierte Quartalsirre zusammengetan." Das kann man über manche Programmpunkte anderer Parteien auch sagen...;-) @Ralf Arnemann "Na und? Das bestreiten sehr viele Leute. Auch eine legitime politische Position, mit der man sich argumentativ auseinandersetzen kann (wenn man kann ...)." Keine politische Position, sondern eine naturwissenschaftliche. Leider wird damit auch Stimmung gemacht, in Deutschland momentan Gott sei Dank noch nicht in Bezug auf Wahlkampf. |

Lars Tietjen
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 15. September 2010 - 17:28 Uhr: | |
@Florian das Orginal "Übrigens ist der Preis-Index "Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen" des Stat. Bundesamts von Dez.09 auf Jan.2010 von 113,3 auf 108,5 zurückgegangen. [...] Da der Gastronomie-Bestandteil dieses Indexes ja durch die Mwst-Änderung nicht betroffen war, ist davon auszugehen, dass die Beherberungs-Komponente um deutlich über 4% zurückgegangen ist. " Gegenüber dem Vorjahresmonat (der übliche Vergleichswert, da es große sesonale Effekte gibt) ist er aber trotz Steuersenkung um 1,5% gestiegen. |

SaaleMAX
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 15. September 2010 - 21:45 Uhr: | |
Generaldebatte im Bundestag. MDR.de KLICK: http://www.mdr.de/mdr-aktuell/7674610.html |

Fenech Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 16. September 2010 - 12:50 Uhr: | |
@Frings Schwachsinn. Die Franzosen demonstrierem z.B. sehr gerne, nur Massenproteste gegen die Kernenergie gab es nie. In der Schweiz hat das Volk den Ausstieg aus der Kernenergie abgelehnt, im ehemaligen Ostblock gibt es keinen nennenswerten Widerstand gegen sie, in Japan oder Indien gab es den auch nie. In Schweden werden die Linken wahrscheinlich am Sonntag deutlich keine Mehrheit bekommen. Deutschland ist allein unter den Staaten, die derzeit Kernkraftwerke haben. Jüngste Umfragen in der Schweiz ergaben , dass eine klare Mehrheit der Bevölkerung gegen den Bau von Atomkraftwerken ist. Auch aus Österreich gibt es starke Kritik an der Atompolitik der dt. Regierung, selbst aus der konservativen öVP. Sicher gibt es Länder in Europa, die anders mit dem Thema umgehen wie zB. Frankreich oder GB. Dies war aber schon immer so. Frankreich hat schon immer massiv auf die Atomkraft gesetzt. Eine starke Umwelt und Anti-Atombewegung wie in Deutschland gab es in diesen Ländern nie. Deswegen kann ich auch keine Renaissance der Atomkraft erkennen. Umso erfreulicher ist es , dass sich die Deutschen kritischer mit der Atomkraft ausseinandersetzen als andere Länder. Auch gegen die Atompolitik von SchwarzGelb wird es massiven Protest geben, bereits am Wochenende in Berlin. @Arnemann "Der weitere Unterzeichner Paul Friedhof bestreitet, dass der > Klimawandel vom Menschen gemacht ist. Na und? Das bestreiten sehr viele Leute. Auch eine legitime politische Position, mit der man sich argumentativ auseinandersetzen kann (wenn man kann ...)" Eher eine ideologisch verblendete Position, wie sich auch von Ultrarechten in den USA gerne vertreten wird. Die wissenschaftlichen Fakten sind doch ziemlich eindeutig. Wüsste auch nicht, was es mit "liberal " zu tun hat, wenn man naturwissenschaftliche Fakten ignoriert. @Interessierter "Da haben sich ein paar frustrierte Quartalsirre zusammengetan." Das kann man über manche Programmpunkte anderer Parteien auch sagen...;-)" Sicherlich, da gibt es einiges.......... |

Thomas Frings
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 16. September 2010 - 19:22 Uhr: | |
"Jüngste Umfragen in der Schweiz ergaben , dass eine klare Mehrheit der Bevölkerung gegen den Bau von Atomkraftwerken ist." Von einer neureren Umfrage, die nicht von interessierter Seite in Auftrag gegeben wurde, ist mir nichts bekannt. Ein Link wäre nett, und bitte keinen zu irgend einer Propagandaseite. Die Abstimmungsergebnisse sprechen jedenfalls klar dagegen, dass die Schweizer stark gegen die Kernenergie wären. 2003 stimmten 66,3% gegen einen Ausstieg aus der Kernenergie und 58,4% waren auch dagegen, ein Bauverbot für neue Kernkraftwerke zu verlängern. http://www.admin.ch/ch/d/pore/va/20030518/index.html "Umso erfreulicher ist es , dass sich die Deutschen kritischer mit der Atomkraft ausseinandersetzen als andere Länder. Auch gegen die Atompolitik von SchwarzGelb wird es massiven Protest geben, bereits am Wochenende in Berlin." Ein paar Tausend Gewohnheitsprotestierer werden nichts ändern. "Die wissenschaftlichen Fakten sind doch ziemlich eindeutig. Wüsste auch nicht, was es mit "liberal " zu tun hat, wenn man naturwissenschaftliche Fakten ignoriert." Falsch. Die "Beweislage", so man überhaupt davon sprechen kann, ist mehr als dürftig, um es ganz vorsichtig zu formulieren. Rein logisch kann eine für 2050, 2100 oder wann auch immer pronostizierte Katastrophe nicht Fakt sein, sie ist nur ein Szenario. Wie bei früheren Weltuntergangsphantasien tun ihre Propheten gut daran, ihre Apokalypse auf der Zeitschiene weit nach hinten zu schieben. So werden sie nicht zu Lebzeiten widerlegt. Zu den nicht vorhandenen physikalischen Grundlagen der "Treibhaus"-Hypothese hier sehr ausführlich der Braunschweiger Physik-Professor Gerlich: http://www.schmanck.de/0707.1161v4.pdf Nebenbei zeugt es nicht gerade von einer wissenschaftlichen Einstellung, jeden Zweifel an einer Hypothese verteufeln zu wollen und eine Hypothese als Tatsache hinzustellen. (Beitrag nachträglich am 16., September. 2010 von frings editiert) |

Silencio Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 16. September 2010 - 20:30 Uhr: | |
"Ein paar Tausend Gewohnheitsprotestierer werden nichts ändern." Das stimmt allerdings. Die Deutschen hätten sich leider vorher mal überlegen sollen, zur Wahl zu gehen. Das haben die Atomkraftgegner eben nicht getan, insofern finde ich das Gejammere jetzt auch etwas komisch. Es war von vornherein klar, dass Schwarz-Gelb Atomenergie unterstützen und die anderen drei Parteien nicht. Die Deutschen hatten die Wahl und haben sich leider für diese Regierungskonstellation entschieden. Dennoch sollte man erstmal abwarten, was das BVG sagen wird (könnte es vielleicht sogar darauf hinauslaufen, dass das BVG auch den Atomausstieg ohne Länderbeteiligung damals für verfassungswidrig erklären wird?). Es gibt ja angeblich auch noch die Möglichkeit laut eines Gutachtens (allerdings von Greenpeace), dass die jetzige Vereinbarung oder Gesetz nicht mit EU-Recht vereinbar ist. Da das aber nicht in der Breite diskutiert wurde, scheint das wohl eher eine Außenseiterhaltung zu sein. |
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