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tg
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| | Veröffentlicht am Montag, 05. April 2010 - 23:14 Uhr: | |
Interessant ist, daß die Umfragen sich inzwischen doch ziemlich angenähert haben. Hier ist der Vergleich mit den Ergebnissen der letzten Wahl: CDA 41 --> 24-27 PvdA 33 --> 33-35 SP 25 --> 9 VVD 22 --> 21-25 PVV 9 --> 18-22 GL 7 --> 10 CU 6 --> 7-8 D66 3 --> 14-16 SGP 2 --> 2 PvdD 2 --> 2 TON 0 --> 1 Aus dieser Sicht wären CDA und SP die Verlierer, PVV und vor allem D66 die Gewinner. PvdA würde mit etwa konstantem Stimmenanteil vom 2. auf den 1. Platz springen. Ganz schlimm sieht es für mögliche Koalitionen aus, wenn es darum geht, die Mehrheit von 76 Stimmen zusammenzubekommen. Die letzten Koalitionen (Wenn man PVV als Nachfolger von LPF ansieht) erhalten nach diesen Umfragen: CDA + VVD + PVV: 67-71 CDA + VVD + D66: 63-65 CDA + PvdA + CU: 65-68 Wäre es eigentlich vorstellbar, daß TON oder SGP eine Koalition aus CDA, VVD und PVV unterstützen, wenn diese auf 74 oder 75 Mandate kämen? Eine breite Linkskoalition wäre auch eine Möglichkeit, die mit einer leichten Steigerung noch eine Mehrheit kriegen könnte: PvdA + SP + GL + D66: 67-70 Sollten sich die derzeitigen Umfrageergebnisse aber tatsächlich bestätigen, dann wird es schwierig. Wäre denn PvdA + VVD + CDA inhaltlich denkbar? |

Thomas Frings
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Dienstag, 06. April 2010 - 21:37 Uhr: | |
"Wäre es eigentlich vorstellbar, daß TON oder SGP eine Koalition aus CDA, VVD und PVV unterstützen, wenn diese auf 74 oder 75 Mandate kämen?" Man sollte nicht zu viel auf die aktuellen Umfragen geben, da kann sich noch sehr viel tun. Aber es ist gut vorstellbar, dass SGP und/oder TON als Mehrheitsbeschaffer auftreten würden. TON dürfte inhaltlich kein großes Problem sein. Eher könnte ein Problem werden, dass sich Verdonk ja irgendwie von Wilders absetzen muss. Mit der SGP dürfte es auf ökonomischem Gebiet keine ernsthaften Schwierigkeiten geben, härtere Gangart bei Islam und Migration ist sowieso SGP-Position. Am ehesten könnte es Konflikt bei ethischen Fragen (wie z.B. Abtreibung, Sonntagsruhe) geben, die für eine protestantisch-fundamentalistische Partei natürlich besonders wichtig sind. Aber auch hier könnte man sich schon irgendwie einig werden. Bei den Koalitionsverhandlungen 2003 hatten CDA und VVD kurzfristig die sog. "Staphorst-Variante" (benannt nach einer Stadt mit besonders vielen frommen Protestanten) mit CU und SGP erwogen. SGP-Führer Van der Vlies zeigte sich damals durchaus interessiert und kompromissbereit. "Wäre denn PvdA + VVD + CDA inhaltlich denkbar?" Wenn PvdA+VVD+D66 8 Jahre ging in der Vergangenheit, warum sollte das dann prinzipiell nicht gehen? Eine solche Variante ist aber wenig wahrscheinlich, wäre für die VVD unglücklich. |

Wähler Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 07. April 2010 - 01:20 Uhr: | |
Aus meiner Sicht sollte es klare Verhältnisse für die Wähler geben: Entweder eine PvdA/D'66/GL-Regierung oder eine CDA/VVD-Regierung. Und auf keinen Fall eine Beteiligung von Extremisten wie PVV oder SP oder christlichen Fundamentalisten wie der CU. Die Parteien sollten das auch den Wählern klar vorher so kommunizieren, damit sie wissen, das Stimmen für die Fundamentalisten von links, rechts oder religiös verschenkt sind. Beide Lager sollten auch vor der Wahl deutlich machen, das es für ein lagerübergreifendes Bündnis keinen Platz gibt, sondern dann Neuwahlen ausgeschrieben werden. Klare Lagerwahlkämpfe sorgen für ein Kleinhalten der Ränder und für klare Entscheidungen. |

Wähler Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 07. April 2010 - 01:24 Uhr: | |
PS: Gibt es eigentlich einen inhaltlich-sachlichen Grund, warum die Linksliberalen, die sonst in Europa eher marginalisiert sind (siehe LD in Deutschland oder D'66 bei der letzten Wahl) sich plötzlich verfünffachen? Was fordern die, das kein Anderer will und das so populär ist? |

Good Entity Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 07. April 2010 - 13:21 Uhr: | |
Beide Lager sollten auch vor der Wahl deutlich machen, das es für ein lagerübergreifendes Bündnis keinen Platz gibt Ein Politiker, der das "deutlich macht", gilt in den Niederlanden allerdings als inkompetent und offensichtlich unfähig, mit anderen Meinungen einen Kompromiss zu finden. Sehr intolerant und unniederländisch, eher typisch deutsch. Und auf die Vorstellung, am deutschen Wesen solle die Welt genesen, reagiert man in den Niederlanden eher negativ. Keine guten Aussichten für Deinen Vorschlag. |

Thomas Frings
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 07. April 2010 - 18:14 Uhr: | |
@Wähler Das geht doch völlig an der Realität vorbei. Schon allein deshalb, weil beide "Lager" bei weitem keine Mehrheit bekommen werden. Wenn dann diese beiden "Lager" dann auch noch SP, PVV, CU und das jeweils andere Lager ausschlössen, wäre keine Regierung mit parlamentarischer Mehrheit denkbar. @Good Entity "Und auf die Vorstellung, am deutschen Wesen solle die Welt genesen, reagiert man in den Niederlanden eher negativ. Keine guten Aussichten für Deinen Vorschlag." Vollkommen richtig und nicht einmal in Deutschland gibt es zwei in sich geschlossene Lager, deren Parteien alle unter keinen Umständen mit einer Partei aus dem anderen Lager koalieren würden. "Ein Politiker, der das "deutlich macht", gilt in den Niederlanden allerdings als inkompetent und offensichtlich unfähig, mit anderen Meinungen einen Kompromiss zu finden." Jein. Natürlich kann eine allzu rigide Haltung schaden, wie das derzeit bei Wilders der Fall zu sein scheint. Es ist aber schon oft vorgekommen, dass eine Partei eine andere ausgeschlossen hat, besonders von linker Seite. Dann gibt es natürlich Kombinationen, die inhaltlich schlicht nicht gehen, ohne dass die entsprechenden Parteien das explizit sagen müssen (z.B. VVD und SP, GL und PVV). Hier mal eine Übersicht, welche Partei mit welcher garantiert nicht zusammen regieren wird (PvdD und TON weggelassen): CDA -> SP PvdA -> PVV, SGP VVD -> SP PVV -> PvdA, GL, SP, D66, CU SP -> CDA, PVV, VVD, SGP, CU GL -> PVV, SGP D66 -> PVV, CU, SGP CU -> D66, SP, PVV SGP -> PvdA, SP, GL, D66 Ein Grenzfall ist VVD und GL. |

tg
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| | Veröffentlicht am Mittwoch, 07. April 2010 - 23:20 Uhr: | |
Eine interessante Auflistung. Damit könnte man ja auch einen de-facto-Banzhaf-Index berechnen, indem alle faktisch ausgeschlossenen Koalitionen nicht gezählt werden. |

Thomas Frings
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| | Veröffentlicht am Montag, 26. April 2010 - 23:51 Uhr: | |
Bei den Umfragen hat sich vor allem bei der VVD was getan: Synovate 23.4/De Hond 26.4. CDA 30 27 PvdA 30 33 SP 10 10 VVD 27 32 PVV 18 17 GL 9 10 CU 8 6 D66 14 12 SGP 2 2 PvdD 2 1 TON 0 0 Drei Parteien haben wohl Chancen, größte zu werden, was die VVD noch nie war. Sie hatte allerdings schon zwei Mal mehr als 32 Sitze. Relativ sicher ist, dass es keine linke Mehrheit geben wird. Ansonsten ist noch sehr viel möglich. Morgen werden übrigens die Listen eingereicht. Es wird diesmal eine Listenverbindung von PvdA und GroenLinks geben. Wahrscheinlich wird es auch dismal wieder die traditionelle Listenverbindung von CU und SGP geben. |

Thomas Frings
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| | Veröffentlicht am Sonntag, 16. Mai 2010 - 11:48 Uhr: | |
Synovate 14.5./Nipo 12.5./ De Hond 13.5. CDA 26/22/26 PvdA 33/29/32 SP 9/9/10 VVD 31/30/34 PVV 17/20/16 GL 10/12/11 CU 9/10/7 D66 11/14/10 SGP 2/2/2 PvdD 2/1/2 TON 0/1/0 Sieht schlecht aus für Balkenende. Liegt der CDA konsatnt hinter der VVD und stilisieren die Medien die Wahl dann zu einem Zweikampf von PvdA und VVD, dürften einige Wähler taktisch zur VVD umschwenken. Andererseits könnte die Partei auch an die CU verlieren, weil Wähler lieber die "reinere" christliche Partei wählen, wenn der CDA sowieso nur auf Platz 3 landet. |

Thomas Frings
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| | Veröffentlicht am Dienstag, 01. Juni 2010 - 23:35 Uhr: | |
Synovate 1.6./Nipo 31.5./De Hond 1.6. CDA 24/21/23 PvdA 28/31/28 SP 12/13/12 VVD 38/37/37 PVV 16/17/18 GL 10/8/11 CU 8/9/7 D66 10/10/11 PvdD 2/1/1 SGP 2/3/2 Die VVD liegt also jetzt deutlich in Führung. Wenn die Wahl ungefähr so ausgeht, ist eine Regierung ohne VVD praktisch unmöglich. Interessant ist die Ankündigung vom CDA, eine Koalition mit VVD, D66 und GL anzustreben. VVD und GroenLinks liegen aber weit auseinander, das dürfte sehr schwierig sein. Die VVD dürfte eher eine VVD-CDA-D66- oder VVD-CDA-PVV-Koalition wollen. Für beides ist aber die Mehrheit nicht sicher, beides hätte auch keine Mehrheit in der Ersten Kammer und letztgenannte Option würde innerhalb des CDA auf erheblichen Widerstand stoßen. D66 dürfte eine neue "violette" Koalition mit PvdA und VVD präferieren. Das wird die VVD aber wohl nicht wollen. Eine Mehrheit dafür ist ohnehin unsicher, in der Ersten Kammer hätte diese Kombination nur 30 von 75 Sitzen. |

tg
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| | Veröffentlicht am Dienstag, 08. Juni 2010 - 14:00 Uhr: | |
Morgen ist ja schon Wahltag. Um wieviel Uhr schließen eigentlich die Wahllokale? |

Thomas Frings
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| | Veröffentlicht am Dienstag, 08. Juni 2010 - 16:09 Uhr: | |
Die Wahllokale sind von 7:30 bis 21 Uhr geöffnet. |

Thomas Frings
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| | Veröffentlicht am Dienstag, 08. Juni 2010 - 23:01 Uhr: | |
Letzte Umfragen von heute: Synovate/Nipo/De Hond CDA 24/21/24 PvdA 30/29/30 SP 14/15/13 VVD 33/36/34 PVV 17/18/18 GL 11/10/11 CU 6/6/6 D66 10/11/11 SGP 3/2/2 PvdD 2/1/1 TON 0/1/0 Dass der Abstand von VVD und PvdA wieder kleiner geworden ist, könnte zu taktischen Stimmverhalten führen, obwohl es dafür kein wirklich überzeugendes Argument gibt. VVD und PvdA werden höchstwahrscheinlich nicht zusammen regieren und daher ist es eigentlich auch für sich nicht so wichtig, wer von beiden vorne liegt. Die PvdA könnte so vor allem GL und SP, die VVD PVV und auch CDA noch Stimmen wegnehmen. D66 kann an beide verlieren. |

tg
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| | Veröffentlicht am Dienstag, 08. Juni 2010 - 23:40 Uhr: | |
Da sind die Umfragen ja inzwischen recht nahe beieinander. Aber Überraschungen sind natürlich nie auszuschließen. |

zigzag
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| | Veröffentlicht am Mittwoch, 09. Juni 2010 - 13:08 Uhr: | |
Wiki http://de.wikipedia.org/wiki/Niederl%C3%A4ndische_Parlamentswahlen_2010 http://en.wikipedia.org/wiki/Dutch_general_election%2C_2010 http://nl.wikipedia.org/wiki/Tweede_Kamerverkiezingen_2010 Wahlkommission http://www.kiesraad.nl/nl/Verkiezingen/Verkiezingen-Overzicht/Tweede_Kamer.html News de http://derstandard.at/r3439/Niederlande News nl http://www.verkiezingensite.nl/tk2010/ http://nos.nl/nieuws/politiek/verkiezingen-2010/ http://tk2010.nlkiest.nl/ http://www.volkskrant.nl/?service=SectionTags&search=verkiezingen http://www.telegraaf.nl/verkiezingen/tk2010/ http://www.rtl.nl/actueel/rtlnieuws/verkiezingen/ http://www.nrc.nl/binnenland/verkiezingen2010/ http://indebuurt.trouw.nl/uitslagen_verkiezingen.html http://www.nu.nl/verkiezingen/ Links http://verkiezingen.startpagina.nl/ Umfragen http://www.politiekebarometer.nl/ https://n7.noties.nl/peil.nl/ http://www.tns-nipo.com/pages/nieuws-pers-politiek.asp Forum en http://uselectionatlas.org/FORUM/index.php?PHPSESSID=2c9dd4dc84c793c7005ff7381031fea0&topic=111279.0 Weitere Infos http://www.wahlrecht.de/ausland/kieswet.html http://www.parties-and-elections.de/netherlands.html http://www.electoralgeography.com/new/en/category/countries/n/netherlands |

zigzag
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| | Veröffentlicht am Mittwoch, 09. Juni 2010 - 21:08 Uhr: | |
1st Synovate Exit Poll (21:00) for NOS/RTL/Nieuws/ANP: VVD: 31 seats PvdA: 31 seats PVV: 23 seats CDA: 21 seats SP: 15 seats GL: 11 seats D66: 10 seats CU: 5 seats SGP: 2 seats PvdD: 1 seats |

tg
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| | Veröffentlicht am Mittwoch, 09. Juni 2010 - 21:14 Uhr: | |
Erste Exit Poll: PvdA 31 VVD 31 CDA 21 PVV 23 SP 15 GL 11 D66 10 CU 5 SGP 2 PvdD 1 TON 0 |

Thomas Frings
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| | Veröffentlicht am Mittwoch, 09. Juni 2010 - 21:17 Uhr: | |
Wenn es so kommen sollte, dann wäre VVD-PVV-CDA noch am ehesten möglich, wäre aber auf Unterstützung der SGP angewiesen. Ob nun VVD oder PvdA stärkste Partei wird, ist in diesem Fall nicht wichtig, denn gemeinsam werden sie nicht regieren. Eine neue violette Koalition (PvdA, VVD, D66) hat keine Mehrheit und außerdem in der Ersten Kammer sehr deutlich keine Mehrheit. Außerdem kann sich nur D66 dafür wirklich erwärmen. VVD-PvdA-CDA oder VVD-PvdA-D66-GL sind auszuschließen. Die CDA-Wunschkoalition (CDA, VVD, GL, D66) hat auch keine Mehrheit und wäre selbst mit Mehrheit sehr schwierig geworden. PvdA-CDA-GL-D66 hat auch keine Mehrheit, außerdem würde der CDA da wahrscheinlich nicht mitmachen wollen. |

zigzag
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| | Veröffentlicht am Mittwoch, 09. Juni 2010 - 21:35 Uhr: | |
2nd Synovate Definitive Exit Poll (21:30) for NOS/RTL/Nieuws/ANP: VVD: 31 seats PvdA: 31 seats PVV: 22 seats -1 CDA: 21 seats SP: 16 seats +1 GL: 11 seats D66: 10 seats CU: 5 seats SGP: 2 seats PvdD: 1 seats |

Thomas Frings
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| | Veröffentlicht am Mittwoch, 09. Juni 2010 - 23:40 Uhr: | |
Interessant, dass die PVV ausgerechnet in der linken Hochburg Kerkrade derart zulegt, von 12,9 auf 36,2%. Gleichzeitig verlieren PvdA und SP dort 9,8 bzw. 11,4 Prozentpunkte. |