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Umfrage:SPD vor Erdbeben bei 25% - 20...

Wahlrecht.de Forum » Tagesgeschehen » Bundestagswahl 2009 » Umfrage:SPD vor Erdbeben bei 25% - 2005 bei 34,2% « Zurück Weiter »

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Jürgen
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 25. September 2009 - 23:44 Uhr:   

Umfrage:SPD vor Erdbeben bei 25% - 2005 bei 34,2%

Ich gehe davon aus,dass SPD,die das Wahlergebnis 34,2 % bei der Bundestagswahl 2005 erreichte,schwere Wahlniederlage bei der Bundestagswahl 2009 erleiden wird,weil SPD unter ihrem Wahlergebnis 34,2 % der Bundestagswahl 2005 in allen aktuellen Umfragen ist.Ferner liegt SPD in den aktuellen Umfragen zwischen 24 Prozent und 26 Prozent.Meiner Meinung nach wird SPD mehr als 9 Prozent bei der Bundestagswahl 2009 im Vergleich zu 2005 verlieren.

Ich bin ganz sicher,dass SPD bei der Bundestagswahl 2009 im Vergleich zu 2009 abgestraft wird.Außerdem wird SPD ein historisches Wahlergebnis bei der Bundestagswahl 2009 erreichen.

Die Linke und Die Grünen im linken Spektrum werden von erheblichen Stimmenverlusten der SPD profitieren.İch bin neugierig darauf,wie SPD Chef Franz Müntefering und SPD Kanzlerkandidat Frank Walter Steinmeier ihre Stühle in der Partei schützen werden.Wahrscheinlich werden Franz Müntefering und Frank Walter Steinmeier nach einem möglichen Wahldesaster bei der Bundestagswahl 2009 unter Druck stehen.

Ich denke ,SPD wird bei der Bundestagswahl 2009 an die Wand stoßen.

SPD unter Gerhard Schröder hat die Regierung mit 40,9 % bei der Bundestagswahl 1998 übernommen.Vielleicht kann SPD die Regierung mit 24 % oder 25 % bei der Bundestagswahl 2009 verlieren.Die Wahlergebnisse von 1998 bis 2009 wird zeigen,wie erfolgreich Regierungsbilanz der SPD ist.

Ich möchte darauf hinweisen,dass SPD von 40,9 Prozent auf 26 Prozent während ihrer Regierungszeit gefallen ist,weil die Stimmenrate der SPD zwischen zwischen 24 und 26 Prozent nach allen aktuellen Umfragen ist.

Union 33 %

SPD 25 %

FDP 14 %

Die Linke 12 %

Grüne 10 %



http://www.wahlrecht.de/umfragen/index.htm

http://de.news.yahoo.com/2/20090925/tpl-union-rutscht-in-umfrage-kurz-vor-wa-ee974b3.html

25.09.2009

Union rutscht in Umfrage kurz vor Wahl auf 33 Prozent ab

Die Union ist zwei Tage vor der Bundestagswahl in einer neuen Umfrage auf 33 Prozent abgerutscht: Laut dem RTL-stern-Wahltrend verloren CDU und CSU im Vergleich zum Wochenbeginn zwei Prozentpunkte. Die Sozialdemokraten verlieren nach der Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Forsa ebenfalls einen Prozentpunkt und liegen nun bei 25 Prozent.

In der Umfrage gaben 14 Prozent der Befragten an, die FDP wählen zu wollen. Damit gewinnen die Liberalen einen Prozentpunkt hinzu. Auch die Linke legt weiter zu, sie klettert um zwei Prozentpunkte auf zwölf Prozent. Die Grünen verloren einen Prozentpunkt und liegen nun bei zehn Prozent. Union und FDP liegen laut Umfrage nur noch bei 47 Prozent und sind damit ebenso stark wie SPD, Grüne und Linkspartei zusammen.

26 Prozent der Bürger sind derzeit noch unentschlossen, wie sie sich am Wahltag verhalten sollen. Für die Erhebung wurden von Montag bis Donnerstag 2001 repräsentativ ausgesuchte Wahlberechtigte befragt.
}
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Beobachter
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Samstag, 26. September 2009 - 10:07 Uhr:   

Ich gehe von folgendem Wahlergebnis aus:

CDU/CSU - 34,1 %
SPD - 24,8 %
FDP - 12,1 %
Linke - 11,8 %
Grüne - 10,2 %


Das ergibt (laut election.de-Mandaterechner) folgende theoretische Sitzverteilung:

CDU/CSU - 219
SPD - 159
FDP - 78
Linke - 76
Grüne - 66

zusammengefaßt:

Schwarz-Gelb: 297
Rot-Rot-Grün: 301

Die Union müßte also mindestens fünf Überhangmandate mehr als die SPD holen, damit es reicht. Das könnte unter Umständen drin sein, aber es wird höllisch knapp.
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b.schütt
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Samstag, 26. September 2009 - 10:27 Uhr:   

@ Jürgen:
"Ich möchte darauf hinweisen,dass SPD von 40,9 Prozent auf 26 Prozent während ihrer Regierungszeit gefallen ist,weil die Stimmenrate der SPD zwischen zwischen 24 und 26 Prozent nach allen aktuellen Umfragen ist."

Und ich darf auf folgende langfristige Entwicklung hinweisen:

CDU/CSU 1983 = 48,8 %
CDU/CSU 2009 = ca. 36 %
Differenz = - 12,8 %

SPD 1983 = 38,2 %
SPD 2009 = ca. 25 %
Differenz = - 13,2 %

Beide großen Volksparteien haben also in den vergangenen ca. 25 Jahre gleich viel Federn gelassen, wobei es noch den Unterschied gibt, daß
sich am linken Rand 2 neue Parteien etabliert haben, am rechten Rand dagegen nicht.
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Nostradamus
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Samstag, 26. September 2009 - 10:31 Uhr:   

Hier das vorläufige amtliche Endergebnis:

Union: 36,3%
SPD: 24,1%
Grüne: 10,3%
FDP: 13,2%
Linke: 11,8%
Sonstige: 4,3%

Nostradamus aka Schwarzgelb
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PNK
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Samstag, 26. September 2009 - 11:00 Uhr:   

Für mich gibt es da zwei Szenarien mit "Unterszenarien".

Zunächst: eine Vorhersage des Wahlergebnisses traue ich mir nicht zu außer zwei Dinge: 1. Die Union wird stärkste Fraktion. 2. Für rot-grün reicht es nicht.

Jetzt meine Szenarien:
I. Es reicht für schwarz-gelb.
a) Schafft die SPD keine 28,8% und damit das historisch schlechteste Ergebnis in der BRD, so wird es wohl noch dieses Jahr relativ zügig zur Endabrechnung kommen mit dem Ergebnis, dass die SPD Volkspartei bleibt (also einzelne Personen durchaus noch wirtschaftsliberale Positionen vertreten, diese aber in den Hintergrund bzw. auf die Länderebene gedrängt werden).
Über Ämter möchte ich nicht spekulieren.
b) die SPD kommt über 30%: die SPD geht gestärkt und auch ein wenig glücklich in die Opposition und wird versuchen, bis zur NRW-wahl sich moderat nach links zu bewegen. Dort ist dann wieder etwas Platz, da die CDU sich nicht weiter sozialdemokratisieren wird und die SPD als Opposition nun etwas gewagtere Politik betreiben kann.

II. Am Montag ist noch nicht klar, welche Koalition regieren wird.
Bei diesem Ergebnis wird die SPD einen Teufel tun, sich selbst durch interene Kämpfe zu schwächen. Selbst bei unter 25% wird man vorerst zumindest an Steinmeier festhalten. Merkel hat ja 2005 vorgemacht, wie man sich noch nach einem schwachen Ergebnis retten kann. Steinmeier würde sich am Montag zum Fraktionsvorsitzenden wählen lassen und Koalitionsverhandlungen mit CDU, FDP und Grünen führen. Im Laufe der Legislatur wird man sich umstrukturieren und die Fühler zur Linken ausstrecken und je nach Lage (z.B.: Grüne verhungern in einer Jamaika-Koalition, Umfragewerte für Jamaika oder GroKoa) in zwei Jahren es mit einem Mißtrauensvotum versuchen.

Vieles, was in der SPD in den nächsten Wochen geschehen wird, hängt lustiger Weise auch von dem Ergbenis der CDU ab. Sollte auch die CDU unter 30% fallen und es nicht für schwarz-gelb reichen, gehe ich nicht von einer Fortsetzung der großen Koalition aus. Das hätte natürlich unmittelbar Einfluss auf die Programmatik und das Führungspersonal in der SPD. In beiden Parteien wird man sich vom Selbstverständinis, die beiden einzigen Volksparteien (und damit Kanzlerparteien) zu sein, nicht verabschieden wollen und daher das jeweilige Profil schärfen wollen. Für die SPD heißt das: zurück zur Sozialdemokratie, für die Union: Schluss mit Sozialdemokratie. Diese zwei Entwicklungen haben sich am Ende dieses Wahlkampfes ja schon vorsichtig angedeutet.

Ich möchte betonen, dass die SPD bei dem zu erwartenden schlechten Ergebnis nicht sofort überfallartig eine neue (linke) Partei werden wird. Man wird natürlich zunächst das Ergebnis soweit möglich schön reden und dann sich darauf besinnen, was die Sozialdemokratie von 1960-1998 zum Erfolgsmodell hat werden lassen und das war vor allem eine starke Führung mit mehreren politischen Facetten (Schmidt-Brandt; Lafontaine-Schröder) und geistig moralischen Übervätern (Heinemann, Vogel, Rau, Brandt). Über die Notwendigkeit einer Sozialdemokratischen Partei herrscht über die gesamte SPD hinweg Konsens. Darum wird man sich nicht der rechten SPDler entzeihen können und sich selbst in die linke Ecke zurückziehen können. Leute wie Steinbrück wird man nicht mit dem Stuhl vor die Tür setzen können, da man sie braucht und man ohnehin kaum mehr kompetente Leute im Wirtschaftsbereich sitzen hat.

Die ganze Lage würde noch unübersichtlicher, wenn es zu einer Überhangregierung kommen sollte. Das hieße ja auch für die Parteien, dass sie weniger Planungssicherheiten hätten. Ich hoffe nicht, dass es dazu am Sonntag kommt!!!
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Bernhard Nowak
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Samstag, 26. September 2009 - 11:01 Uhr:   

Na gut, dann sage ich einmal:
CDU: 35,8
FDP: 13,1
SPD: 23,6
Grüne: 11,0
Linke: 10,1
Sonstige (6,4 davon Piraten 1,6)
Ergo: Schwarz-gelb: 48,9%
rot-rot-grün: 44,7%

Ich denke zwar, dass es in der Tendenz auch knapper werden kann, glaube aber doch, dass die Umfragen die CDU leicht unterschätzen, weil sie vor 4 Jahren so daneben gelegen haben.

Sitzverteilung wage ich keine Prognose.
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PNK
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Samstag, 26. September 2009 - 11:16 Uhr:   

Bitte hier keine Wahltipps, auch wenn ich kein Admin bis wage ich zu vermuten, dass die 'Admins die Tipps in entsprechender google-tabelle haben wollen.
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Michael Herkenhoff
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Samstag, 26. September 2009 - 11:17 Uhr:   

Böses Erwachen für die beiden großen Parteien:

CDU: 31,4
SPD: 26,5
FDP: 15,9
Linke: 12,3
Grüne: 9,1

Schwarz-Gelb: 47,3
rot-rot-grün: 47,7
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Jeki
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Samstag, 26. September 2009 - 11:25 Uhr:   

@Bernhard Nowak
Das finde ich interessant. Es entbehrt nicht einer gewissen Logik zu glauben, daß die Umfrageinstitute die Werte der CDU aufgrund der Fehleinschätzung von 2005 überkorrigieren. Ich erwarte totzdem eher das Gegenteil, also eine leichte Überschätzung.

@PNK
Obwohl ich die Frage der Überhangmehrheit äußerst spannend finde und obwohl ich sie nach dem Urteil des Verfassungsgerichtes für legitim halte, hoffe ich dennoch nicht, daß es zu diesem Fall kommt. Unabhängig davon, wem man die Schuld dafür gäbe: Es wäre nicht gut für die politische Kultur in unserem Land.
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PNK
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Samstag, 26. September 2009 - 11:34 Uhr:   

€Jeki: Fände ich auch spannend, allerdings bin ich auch nicht dafür. Habe ich ja eigentlich auch so geschrieben?!?! ("Ich hoffe nicht, dass es dazu am Sonntag kommt!!!")
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Orschy
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Samstag, 26. September 2009 - 11:56 Uhr:   

CDU und SPD werden nicht mehr als 5% auseinander liegen.
Der prognostizierte 8%-Abstand vom 26.9. ist kaum vorstellbar (33:25).
Herkenhoff kommt der Stimmung wohl am nächsten: Die Grünen werden kleinste Partei im Bundestag und ein weiteres Mal erkennen müssen (wie CDU und SPD ebenso): Die Wahlen werden im Osten verloren oder gewonnen.
Seltsam, dass man über die Beweggründe der Wähler Ost so wenig weiß. Die traditionelle SED-Bindung müsste doch nach 20 Jahren lockerer werden. Vergleichsweise im Westen: 1966, also 21 Jahre nach der NS-Diktatur, haben deren Epigonen bundesweit keine 5% erreicht (1969 erreichte die NPD ihr bestes Ergenis mit 4,3%). Die neu eingeführten Parteien CDU und FDP waren rundweg etabliert und die Altmutter aller demokratischen Parteien, die SPD, ohnehin.
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Ralf Arnemann
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Samstag, 26. September 2009 - 12:29 Uhr:   

@b.schütt:
> Und ich darf auf folgende langfristige
> Entwicklung hinweisen:
Ich halte es für wenig sinnvoll, ausgerechnet 1983 als Ausgangspunkt zu nehmen. Das war nach dem Koalitionsbruch in Bonn und den vorgezogenen Neuwahlen eine sehr ungewöhnliche Wahl.

Vor allem: Das war ein rein westdeutsches Ergebnis und nur bedingt mit einem heute gesamtdeutschen Ergebnis zu vergleichen.

Wenn man den langfristigen Trend sehen will, dann muß man die Zahlen aus Westdeutschland nehmen, die sehen ja durchaus anders aus.

Eine gesamtdeutsche Trendbetrachtung kann man frühestens 1990 starten lassen, oder besser 1994, das war die m. E. erste "normal" Wahl nach der Wiedervereinigung.
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Ralf Arnemann
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Samstag, 26. September 2009 - 12:34 Uhr:   

@Jeki:
> Obwohl ich die Frage der Überhangmehrheit
> äußerst spannend finde ...
> Es wäre nicht gut für die politische Kultur
> in unserem Land.
Das sehe ich überhaupt nicht.

Ohne Überhangsmehrheit wäre Kohl 1994 nicht Kanzler geworden und Schröder 2001 nicht Kanzler geblieben.
Und wir hatten schon öfters viel größere Mehrheitsverzerrungen (vor allem auch in den Ländern), weil die 5%-Hürde einer nach Stimmen siegreichen Parteienkombination einen Partner gekostet hat.

Das hat die Demokratie alles bestens ausgehalten, das wurde in der Regel nicht einmal groß diskutiert.

Wir sind uns wohl völlig einig, daß das deutsche Wahlrecht verbessert werden muß.

Aber die Skandalisierung einer möglichen Überhangsmehrheit finde ich völlig falsch, eine solche Mehrheit wäre legal und legitim und eine entsprechende Regierung wäre demokratisch einwandfrei.
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PNK
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Samstag, 26. September 2009 - 12:36 Uhr:   

"Ich halte es für wenig sinnvoll, ausgerechnet 1983 als Ausgangspunkt zu nehmen. Das war nach dem Koalitionsbruch in Bonn und den vorgezogenen Neuwahlen eine sehr ungewöhnliche Wahl."

Das ist völlig richtig. Ich möchte anfügen:
Ich halte es für wenig sinnvoll, ausgerechnet 2009 als Endpunktpunkt zu nehmen. Das war nach der großen Koalition und in der Bankenkrise und ohne Wahlkampf und daher eine sehr ungewöhnliche Wahl.
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b.schütt
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Samstag, 26. September 2009 - 14:01 Uhr:   

@ R. Arnemann und andere

Das Wahlergebnis von 1983 steht in der Tradition der Wahlergebnisse der 60er und 70er Jahre, ich sehe darin nichts besonders außergewöhnliches außer natürlich den Umstand, daß die Grünen dazugekommen sind, was zu einer Schwächung der SPD geführt hat. Das Ergebnis von 1965 z. B. ähnelt dem Ergebnis von 1983:

1965 CDU/CSU 47,6 %
1965 SPD 39,3 %
1965 FDP 9,5 %
1983 CDU/CSU 48,8 %
1983 SPD 38,2 %
1983 FDP 7,0 %

Allensbach trennt nach Ost und West: Das "West-Ergebnis" (Prognose vom 22.09.) unterscheidet sich für die alten West-Parteien (CDU/CSU, SPD, FDP, Grüne) nur marginal vom gesamtdeutschen Ergebnis bzw. Prognose. Ein West-Vergleich 1983/2009 hätte also zu einem fast identischen Ergebnis geführt.

Ich sehe deshalb keinen Grund, der gegen die Aussagekraft eines Vergleiches 1983 - 2009 spricht: CDU/CSU haben in den vergangenen 25 Jahren genau so Federn gelassen wie die SPD, obwohl die SPD es in der heutigen Parteienlandschaft schwerer hat als 1983.
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Engel
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Samstag, 26. September 2009 - 15:03 Uhr:   

Zitat von Orschy:
"Seltsam, dass man über die Beweggründe der Wähler Ost so wenig weiß. Die traditionelle SED-Bindung müsste doch nach 20 Jahren lockerer werden. Vergleichsweise im Westen: 1966, also 21 Jahre nach der NS-Diktatur, haben deren Epigonen bundesweit keine 5% erreicht (1969 erreichte die NPD ihr bestes Ergenis mit 4,3%). Die neu eingeführten Parteien CDU und FDP waren rundweg etabliert und die Altmutter aller demokratischen Parteien, die SPD, ohnehin"

Der Unterschied ist aber der, dass der Wiederaufbau von Westdeutschland eine einzige Erfolgsgeschichte war, der in Ostdeutschland hingegen war dies in den Augen vieler Menschen hier nicht.
Auch unterscheidet sich die Art der politischen Vermittlung zwischen NPD damals und Linke heute schon beträchtlich. Die NPD blickte zurück, die Linke dagegen argumentiert schon tagesaktuell und blendet die DDR-Zeit weitgehend aus.

Viele Grüße aus Dresden
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kstone
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Samstag, 26. September 2009 - 15:34 Uhr:   

"Die traditionelle SED-Bindung müsste doch nach 20 Jahren lockerer werden."

Von den ehemaligen SED-Mitgliedern weden vermutlich morgen mindestens genauso viele CDU wie Linke und nicht wenige auch FDP wählen. Inzwischen gibt es in Sachsen auch einen CDU-Landrat der früher SED-Mitglied war. Die Mehrzahl der SED-Mitglieder waren in erster Linie Karrieristen.
Der heutige Zulauf der Linken speist sich eher aus kapitalismuskritischen, sozialen und pazifistischen Grundüberzeugungen und Idealen, die aus DDR-Zeiten weiterwirken und am besten von der Linke bedient werden und sind natürlich auch das Ergebnis der Basisarbeit vor Ort in den letzten knapp zwei Jahrzehnten.

Interessante Statistik nebenbei zur sächsischen Landesliste der Linke: Von den ersten zehn der Liste sind fünf(!)in Westdeutschland geboren, zwei waren zur Zeit der Vereinigung noch in der Schule und nur zwei waren SED-Mitglied.
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Jeki
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Samstag, 26. September 2009 - 16:00 Uhr:   

@kstone
Ich kann keine Kontinuität des Pazifismus von der SED zur Linkspartei erkennen. Die DDR war militaristisch durchorganisiert mit Aufmärschen und Fahnenschwingen von Kindesbeinen an. Die SED war mit dem Spitzelsystem der Stasi aufs engste verknüpft.

Es gab natürlich pazifistische Strömungen innerhalb der DDR. Das betraf aber die Opposition, die sich um die Kirchen organisierte. Gerade diese Bürgerrechtler und kirchlich Organisierten haben noch heute die größten Berührungsängste im Hinblick auf die Linkspartei, wohl auch, weil viele davon Opfer der Staatssicherheit wurden.

Daß sich die Linkspartei heute den Pazifismus auf die Fahnen schreibt, ist ein Treppenwitz. Ich führe daß nur darauf zurück, daß die Soldaten der Bundeswehr oder der amerikanischen Armee die Feinde von einst sind. Sicherlich würden kubanische oder venezulanische Soldaten ganz andere Reaktionen auslösen.
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Jeki
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Samstag, 26. September 2009 - 16:11 Uhr:   

Noch eine Nachbemerkung zu meinem vorherigen Beitrag:

Man könnte natürlich eine Kontinuität der Friedensrhetorik (also eben nicht des Pazifismus selbst) von der SED zur Linkspartei sehen.

Die DDR verstand sich wie das sozialistische Lager insgesamt selbstverständlich als Hort des Friedens. Der Einmarsch in Prag oder in Afghanistan, der hauseigene Militarismus, das Geheimdienssystem waren insofern kein Widerspruch dazu, als sie mit Hilfe der Dialektik und einer höheren Logik mit der Friedensrhetorik in Einklang gebracht werden konnten. Dazu passen ja auch solche interessanten Worthülsen wie "antifaschistischer Friedenswall" für die Mauer.

Ähnlich verhält es sich ja heute noch. Wörter wie "Frieden" oder "Freiheit" können ja ganz verschieden interpretiert werden.
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Cyrix
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Samstag, 26. September 2009 - 16:24 Uhr:   

@Jeki: Nu, den Einsatz vom Militär im Inneren wollen aktuell ganz andere ermöglichen...

Cyrix
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kstone
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Samstag, 26. September 2009 - 17:13 Uhr:   

@ Jeki

Natürlich fühlten sich viele in der DDR von der NATO bedroht und die "Friedensrhetorik" spielte fern aller Propaganda für große Teile der Bevölkerung (auch der unpolitischen) schon eine wichtige Rolle. Ein Angriffskrieg allerdings wäre mit der NVA nicht zu machen gewesen, da hätte es massive Motivationsprobleme gegeben. Das ist einer der Gründe, warum die DDR-Armee 68 in der CSSR nicht nennenswert beteiligt war und zum Glück 89 alles völlig unblutig ablief.


Eine direkte Kontinuität des Pazifismus von der SED zur Linkspartei gibt es so natürlich nicht.
Aber gerade die von Ihnen angesprochenen Widersprüche waren Grund, warum sich die PDS schon 89/90 auf dem Gebiet der Friedens/Militärpolitik ziemlich eindeutig von der SED-Politik abgegrenzt hat. Das war offensichtlich für die PDS-Mitgliedschaft (schließlich nur eine kleine, nicht repräsentative Minderheit der ehemals 2.4 Mill. SED-Mitglieder) so wichtig, dass vor Jahren die Partei tief in die Krise rutschte als sich die Parteiführung beim Thema UNO-Blauhelme nicht gegen die radikal-pazifistische Basis durchsetzen konnte.

Wie auch immer und zurück zum eigentlichen Thema, für nennenswerte Teile der ostdeutschen Bevölkerung sind die Positionen der PDS/Linke auf dem Gebiet der Friedenspolitik, Afghanistan usw. glaubwürdig und ein Grund (vielleicht nicht der wichtigste) für die Wahlentscheidung.

Die Bürgerrechtler waren vor 89 eine kleine Minderheit und spielten auch nach 90 keine große Rolle, siehe die Wahlergebnisse für Bündnis 90.
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Fragender
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Samstag, 26. September 2009 - 17:27 Uhr:   

@ kstone

"Ein Angriffskrieg allerdings wäre mit der NVA nicht zu machen gewesen, da hätte es massive Motivationsprobleme gegeben. Das ist einer der Gründe, warum die DDR-Armee 68 in der CSSR nicht nennenswert beteiligt war und zum Glück 89 alles völlig unblutig ablief."

Oh man ist das eine Geschichtsklitterung. Wahr ist hingegen, daß der Alltag in der DDR militärisch geprägt war. Ich erinnere nur an den Wehrkundeunterricht und die paramilitärischen Übungen für Schulkinder. Was das mit Pazifismus zu tun hat, mögen sie mir bitte erklären.
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PNK
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Samstag, 26. September 2009 - 17:41 Uhr:   

"Wie auch immer und zurück zum eigentlichen Thema, für nennenswerte Teile der ostdeutschen Bevölkerung sind die Positionen der PDS/Linke auf dem Gebiet der Friedenspolitik, Afghanistan usw. glaubwürdig und ein Grund (vielleicht nicht der wichtigste) für die Wahlentscheidung"

Das eigentliche Thema war ja das Wahlergebnis der SPD...
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Beobachter
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Samstag, 26. September 2009 - 17:43 Uhr:   

@ Kstone

"Das ist einer der Gründe, warum die DDR-Armee 68 in der CSSR nicht nennenswert beteiligt war

Unfug. Ulbricht wäre zugern in der CSSR einmarschiert, um die besondere Bündnistreue der DDR zu demonstrieren. Letztlich war es die Sowjetunion, die der DDR eine stärkere, vor allem militärische Beteiligung untersagt hat - nicht zuletzt weil es schon rein propagandistisch einfach schlecht ausgesehen hätte, wenn keine 30 Jahre nach der Zerschlagung der Rest-Tschechei durch Hitler erneut deutsche Soldaten in Prag einmarschiert wären.
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Fragender
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Samstag, 26. September 2009 - 18:15 Uhr:   

@ PNK

kstone hat schon recht: Das entscheidende Faktum für das Wahlergebnis der SPD ist die Wahrnehmung und damit das Abschneiden der Linkspartei. Wird diese negativ als umbenannte SED mit allen Verantwortungen für Unterdrückung und Wirtschaftsmisere in der DDR wahrgenommen, so nützt das dem SPD-Ergebnis, wird sie hingegen positiv als kuschelige Variante der SPD ("wie sie früher mal war") wahrgenommen, dann schadet das der SPD.
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PNK
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Samstag, 26. September 2009 - 18:19 Uhr:   

Aber deshalb müssen wir ja nicht über die militärischen Optionen von Ulbricht oder die Bürgerbewegungen von 89 debattieren. Das miserabel Ergebnis für die SPD entsteht ja bestimmt nicht nur im Osten...
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Robert Jasiek
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Samstag, 26. September 2009 - 19:24 Uhr:   

Mein Wahltip:

\fixed
CDU/CSU 31,1 -4,1 198 + 7 = 205
SPD 29,5 -4,7 187 + 3 = 190
FDP 13,3 +3,5 85
Linke 10,7 +2,0 68
Grüne 9,5 +1,4 60
Piraten 1,8 +1,8
NPD 0,9 -0,7
REP 0,5 -0,1
DVU 0,5 +0,5
ÖDP 0,4 +0,4
Familie 0,3 -0,1
RRP 0,3 +0,3
PBC 0,2 0,0
Tierschutz 0,2 0,0
MLPD 0,1 0,0
BP 0,1 0,0
BüSo 0,1 0,0
Rentner 0,1 +0,1
Violette 0,1 +0,1
ADM 0,0 0,0
CM 0,0 0,0
DKP 0,0 0,0
FWD 0,0 0,0
PSG 0,0 0,0
Volksabst. 0,0 0,0
Zentrum 0,0 0,0

Warum? Auf Bundesebene gibt es keine so großen Veränderungen wie in den letzten Jahren auf Landesebene. Auch ist der Wähler vergesslich; da wird ein TV-Duell leicht wichtiger als die verblasste Erinnerung an die Mehrwertsteuer. Die Finanzkrise wird vom Wähler den Banken angelastet und nicht den Versäumnissen deutscher Finanzaufsichtspolitik durch die Bundesregierung. Daher werden SPD und Union nicht so stark fallen, wie mancherorts angenommen. Die Zuwächse von FDP, Linken und Grünen halten sich dank der Piraten in Grenzen, welche zwar einen Achtungserfolg erringen werden, aber nicht sogleich auf schwedisches Niveau kommen. In Deutschland sind die Wähler neuen Parteien gegenüber dazu nicht aufgeschlossen genug. Die NPD wird infolge ihrer Finanzmisere und unsäglichen Parlamentsbetätigung deutlich an Stimmen verlieren, aber die braune Stamm-Wählerschaft verschwindet deshalb nicht, sondern geht zur DVU.

Die ÖDP mit ihren 8 Landeslisten kann angesichts der Schwäche der großen Koaliation wieder in ihre übliche Größenordnung vorstoßen, wird aber wegen der Konkurrenz durch die anderen Kleinparteien nicht die Wahlkampfkostenerstattungshürde nehmen. Familie ist derzeit im leichten Rückgang und wird trotz der für Kleine günstigen Ausgangslage leicht abnehmen. Tierschutz glänzt bei Europa-, nicht jedoch Bundestagswahlen - auch wegen der zu wenigen Landeslisten. So entscheidet der Organsationsgrad der kleinen Umweltparteien am meisten darüber, wie viele Stimmen sie erlangen werden. Die RRP als sich als der bisher stärkste thematische Nachfolger der ehemaligen Grauen erwiesen, muss sich aber mühsam nach und nach als neue Partei in deren Prozentregionen vordringen - diesmal wird es noch deutlich weniger sein, aber 0,3% sind auch schon beachtlich für eine neue Kleine.
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Schwarzgelb
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Sonntag, 27. September 2009 - 09:51 Uhr:   

Das beste was der SPD doch passieren kann, ist in die Opposition zu kommen. Und das meine ich ohne jeden Zynismus. Denn mit weiteren 4 Jahre als Juniorpartner in einer GroKo wird sich die SPD bei 25% eingraben. Sollte Sie auf einen linken Machtwechsel nach 2 Jahren spekulieren, wird das ihre Glaubwürdigkeit noch mehr unterlaufen und zu weiteren Verlusten führen. In der Opposition kann sie weitaus populistischer argumentieren und der Linke Stimmen abgraben (Gysi und Lafontaine sind ja auch nicht mehr die Jüngsten und der Wähler vergisst schnell).
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Jeki
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Sonntag, 27. September 2009 - 11:38 Uhr:   

@Ralf Arnemann

"Aber die Skandalisierung einer möglichen Überhangsmehrheit finde ich völlig falsch, eine solche Mehrheit wäre legal und legitim und eine entsprechende Regierung wäre demokratisch einwandfrei."

Wir sind uns da einig. Ich meinte nur, daß ich froh wäre, wenn dieser Kelch - so legal und legitim er auch sei - an uns vorübergehen möge. Einfach deshalb, weil dann von den linken Parteien versucht würde, gegen eine Überhangregierung zu hetzen. Dies könnte das Vertrauen der Bürger in unser Wahlsystem auf bisher ungeahnte Weise erschüttern. Wenn es so kommt, sollte man dieser Diskussion nicht ausweichen; ich hoffe aber einfach, daß wir gar nicht in die Lage kommen werden.
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Unwissender
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Sonntag, 27. September 2009 - 15:43 Uhr:   

@Schwarzgelb:
Es geht doch nicht darum, was die SPD kurzfristig "populistisch" erreichen kann, sondern wo ihre strategische Perspektive liegt. Richtig, in einer großen Koalition kann sie auf Dauer nichts erreichen, es sei denn, ein charismatischer Spitzenkandidat küsst sie wach. Der ist aber nicht in Sicht.
Auf lange Sicht wird die SPD ihr Verhältnis zur Linken überdenken müssen, wenn sie eine realitische Machtoption bewahren möchte. Z. Zt. ist ihr Verhältnis verkrampft und ungeklärt. Die Linke wird sich nicht in Luft auflösen, es sei denn, sie macht gravierende Fehler. Dazu sind die sozialen Spannungen und Ungerechtigkeiten in der Gesellschaft zu groß geworden. Für die SPD gilt: es gibt auch eine Linke nach Lafontaine - auf diese Diskussion bin ich gespannt.
Für heute wünsche ich mir eine Mehrheit, die nicht von Überhangmandaten abhängt - es bliebe eben doch der Eindruck eines "Sieges zweiter Klasse"
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Beobachter
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Montag, 28. September 2009 - 22:28 Uhr:   

So, dann will ich mal meine Prognose vom Samstag mit dem tatsächlichen Wahlergebnis vergleichen:

Partei ///// Prognose // Ergebnis // Abweichung

CDU/CSU // 34,1 % //// 33,8 % //// - 0,3
SPD ///////// 24,8 % //// 23,0 % //// - 1,8
FDP ///////// 12,1 % //// 14,6 % //// + 2,5
Linke /////// 11,8 % //// 11,9 % //// + 0,1
Grüne ////// 10,2 % //// 10,7 % //// + 0,5

Gesamtabweichung: 5,2 Punkte.
Durchschnittliche Abweichung: 1,04 Punkte pro Partei.

Fazit: Bei den Linken und bei der Union fast eine Punktlandung, auch bei den Grünen nur eine geringe Abweichung. Verschätzt habe ich mich bei SPD und FDP. Insbesondere hätte ich nicht mit einem derart schlechten Abschneiden der SPD gerechnet. Zugleich hätte ich der FDP nicht einen solchen Triumph zugetraut, obwohl meine Einschätzung schon ziemlich hoch angesetzt war.

Umso besser, daß es so gekommen ist, wie es gekommen ist :-)
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Robert Jasiek
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 29. September 2009 - 07:14 Uhr:   

Und mein Wahltip? Oh, oh. Ich lag ja bei Union und SPD sehr daneben - auch bei den Überhangmandaten!

Partei / Tip / Diff2005 / Abweichung_vorläufiges_Endergebnis
CDU/CSU 31,1 -4,1 -2,7
SPD 29,5 -4,7 6,5
FDP 13,3 +3,5 -1,3
Linke 10,7 +2,0 -1,2
Grüne 9,5 +1,4 -1,2
Piraten 1,8 +1,8 -0,2
NPD 0,9 -0,7 -0,6
REP 0,5 -0,1 0,1
DVU 0,5 +0,5 0,4
ÖDP 0,4 +0,4 0,1
Familie 0,3 -0,1 0,0
RRP 0,3 +0,3 0,1
PBC 0,2 0,0 0,1
Tierschutz 0,2 0,0 0,3
MLPD 0,1 0,0 0,0
BP 0,1 0,0 0,0
BüSo 0,1 0,0 0,0
Rentner 0,1 +0,1 0,0
Violette 0,1 +0,1 0,0
ADM 0,0 0,0 0,0
CM 0,0 0,0 0,0
DKP 0,0 0,0 0,0
FWD 0,0 0,0 0,0
PSG 0,0 0,0 0,0
Volksabst. 0,0 0,0 0,0
Zentrum 0,0 0,0 0,0


Gesamtabweichung in % 14,8; davon Union+SPD 9,2, FDP+Linke+Grüne 3,7, APO 1,9; im Schnitt pro Partei bei Union+SPD 4,6, FDP+Linke+Grüne 1,2, APO 0,1. Bei der APO habe ich NPD, DVU und Tierschutz in Maßen falsch vorgesagt, davon NPD und DVU, weil ich die Stammwählerschaft der NPD unterschätzte, Tierschutz, weil ich sie für eine nur bei Europawahlen und in manchen Bundesländern erfolgreiche Partei hielt, was sich aber spätestens von dieser Wahl an geändert hat. Wenn Tierschutz es 2013 schafft, in allen Bundesländern anzutreten, kann sie auf ca. 1,3 kommen. Beim vormaligen SPD-Wähler muss ich ganz klar sagen, dass ich sehr beeindruckt vom Wechselwillen bin. Der Wähler auf Bundesebene verzeiht seiner Partei nicht mehr beliebig, sondern ist bereit, die rote Karte zu zeigen. Trotz sinkender Wahlbeteiligung ist das ein ermutigendes Signal für die Demokratie! Was aber soll man vom inhaltsleeren Wahlkampf der Union ("Wir haben die Kraft") halten? Vielleicht sollte man im Wahlgesetz einfach die Straßenplakate verbieten. Sie bringen nichts, denn so dumm sind die Wähler nicht und niemand will die Stadtlandschaftsverschandelung. Geld und Zeit lassen sich viel effektiver für inhaltsschwereren Wahlkampf nutzen.

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