| Autor |
Beitrag |

Mitdenker
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Sonntag, 16. November 2008 - 18:37 Uhr: | |
Christian Lindner ist MdL. Ich habe es nachträglich geändert. Konrad Schily dürfte, ebenso wie sein Bruder Otto, schon einige Jahre auf dem Buckel haben. Friedrich Merz ist nicht zur FDP gegangen. Die folgenden drei MdB sind nicht auf der Landesliste zu finden. Detlef Parr, Wahlkreis 106 Mettmann II Frank Schäffler, Wahlkreis 134 Herford-Minden-Lübecke II Konrad Schily, Wahlkreis 140 Enneppe Ruhr-Kreis II |

Mitdenker
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Sonntag, 16. November 2008 - 20:39 Uhr: | |
Bündnis 90/Die Grünen, Landesverband Berlin "Die Bundestagswahl wird voraussichtlich am 27. September 2009 statt finden. 2005 erreichte der Landesverband von Bündnis 90/Die Grünen 13,7 Prozent. Renate Künast gab für Berlin in ihrer Bewerbungsrede das Ziel aus, 2009 das 'beste Zweitstimmenergebnis der Grünen' zu erlangen." Die Landesgruppe besteht derzeit aus Hans-Christian Ströbele (Wahlkreis), Renate Künast (Landesliste) und Wolfgang Wieland (Landesliste). 1., Renate Künast, MdB, 427 von 551 Stimmen und 77,5 % 2., Wolfgang Wieland, MdB, 327 von 558 Stimmen und 58,6 % 3., Lisa Paus, MdA, 279 von 521 Stimmen und 53,55 % 4., Özcan Mutlu, Bildungspolitiker, 368 von 447 Stimmen und 82,3 % 5., Anja Kofbinger, Frauenpolitikerin, 229 von 354 Stimmen und 64,7 % 6., Stefan Ziller, MdA, 137 von 235 Stimmen und 58,3 % 7., Signe Zerrahn, Finanzjournalistin, 130 von 186 Stimmen und 69,9 % 8., Jürgen Roth, Innenexperte, 140 von 168 Stimmen und 83,3 % 9., Astrid Schneider, Energieexpertin, 128 von 166 Stimmen und 77,1 % 10., Heiko Thomas, MdA, 136 von 165 Stimmen und 82,4 % http://gruene-berlin.de/site/index.php?id=390&backPID=390&tt_news=1077#newsbeginn |

Thomas Frings
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Sonntag, 16. November 2008 - 21:56 Uhr: | |
Ströbele kandidiert wieder direkt. Er dürfte auch gewählt werden und damit die bei den Grünen wichtige Frauenquote gefährden. @Mitdenker Schäffler ist wieder auf der Liste. |

Norddeutscher Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Samstag, 22. November 2008 - 20:43 Uhr: | |
@ Mitdenker Parr ist inzwischen 66 Jahre alt und hatte bereits 2005 erklärt, daß es seine letzte Wahlperiode werden würde. @ Thomas Frings Wenn aus einem von 16 Landesverbänden ein Mann mehr im Bundestag sitzt als Frauen, so würde das die Frauenquote nur dann gefährden, wenn in allen 15 anderen Bundesländern eine gerade Anzahl an Kandidaten gewählt würde (da ja Platz eins immer eine Frau sein soll). Sehr unwahrscheinlich. |

Mitdenker
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Samstag, 22. November 2008 - 20:50 Uhr: | |
Hans Christian Ströbele kämpft für sich. Der kümmert sich nicht um Quoten. Die Grünen sagen Geschlechterquote und nicht Frauenquote. Sie garantieren den Frauen, die besseren Kandidaturchancen. Zusammen mit starren Listen, ist der Frauenüberschuss der Parlamentsfraktionen gesichert. |

Lars Tietjen
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Samstag, 22. November 2008 - 21:01 Uhr: | |
@Mitdenker "Die Grünen sagen Geschlechterquote und nicht Frauenquote." Falsch. Die Grünen sagen (und haben eine) Frauenquote. Die SPD hat eine Geschlechterquote. (Beitrag nachträglich am 22., November. 2008 von tietjen editiert) |

Thomas Frings
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Sonntag, 23. November 2008 - 13:28 Uhr: | |
@Mitdenker, Lars Tietjen Der Name ist wohl unerheblich. Wenn man mit einer Quote (also alle ungeraden Listenplätze für Frauen, alle geraden für Männer) die Anzahl der Frauen bei gegebener Sitzzahl festlegt, dann ist immer auch die Quote des anderen Geschlechts festgelegt. Der Name Frauenquote ist aber insofern treffender, weil es ja das Ziel der Quote ist, Frauen mehr Sitze zu geben als sie sonst bekämen. Auch bei den Grünen sind Frauen deutlich in der Minderheit unter den Mitgliedern. "Zusammen mit starren Listen, ist der Frauenüberschuss der Parlamentsfraktionen gesichert." Das stimmt nur dann, wenn die Grünen nur Listensitze bekommen, aber genau das ist in Berlin nicht der Fall. 2005 bekamen die Grünen drei Sitze in Berlin und wenn alle Sitze über die Liste besetzt worden wären, säßen zwei Frauen und ein Mann im Bundestag. Mit seinem Erfolg im Wahlkreis kegelte Ströbele eine Frau hinaus. Bein ungerader Sitzzahl sorgt Ströbele also dafür, daß mehr Männer mehr als Frauen für die Berliner Grünen in den Bundestag einziehen, was nach grünem Dogma eigentlich nicht sein darf. Die Frauenquote wird aber geklegentlich auch bewußt durchbrochen, so war 2002 der einzige grüne Saarländer im Bundestag ein Mann. Kommunal finden die Grünen oft schlicht nicht genug Frauen um die Quote zu erfüllen. In den kreisangehörigen Gemeinden in NRW sind z.B. 62% aller grünen Ratsmitglieder Männer. |

Ralf Arnemann
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Sonntag, 23. November 2008 - 13:35 Uhr: | |
@Thomas: > Der Name ist wohl unerheblich. Nicht ganz. Die "Geschlechterquote" der SPD ist neutral gehalten. Wenn tatsächlich einmal deutlich mehr Frauen kandidieren wollen, würden auch die Männer von dieser Quote profitieren und ihre 40% Minimum bekommen. Bei der grünen Frauenquote ist dagegen Frauenüberhang beliebig möglich. |

Florian das Original Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Sonntag, 23. November 2008 - 15:27 Uhr: | |
irgendwie kann ich mir auch nicht so recht vorstellen, wie die Grüne Regelung grundgesetzkonform sein soll. Wenn es für Listenplatz 1 einen männlichen Bewerber gibt und dieser (nur) mit dem Argument abgelehnt wird, dass er ein Mann ist, dann ist das ja wohl Diskriminierung nach dem Geschlecht bzw. ein Verstoß gegen die Gleichheit der Wahl und somit gegen das Gebot der innerparteilichen Demokratie. Abgeehen hat das System auch praktische Nachteile. Es ist nun einmal so, dass auch die Grünen mehr männliche als weibliche Mitglieder haben. Wenn man davon ausgeht, dass politisches Talent gleichmäßig auf die Geschlechter verteilt ist, dann sollten eigentlich mehr männliche als weibliche politishce Talente zu erwarten sein. Die Grünen schneiden sich also mit ihrem System fast zwangsläufig einen Teil ihrer Besten ab. Rechenexempel: Die Fraktion habe 50 Mitglieder. Aus 8 Ländern kommt eine gerade Mitgliederzahl, aus 8 eine ungerade. Dann hat die Fraktion 21 männliche und 29 weibliche Mitglieder. Es gibt 70% männliche und 30% weibliche Mitglieder (meine Annahme) unter denen politischen Talent gleichmäßig verteilt sei. Demnach würde eine Auswahl nach TALENT etwa 35 männliche Abgeordnete und 15 weibliche erbringen. 14 der politisch talentiertesten Kandidaten kommen nun aber in der Realität nicht zum Zuge. Immerhin knapp ein Drittel der Fraktion wird somit durch Abgeordnete besetzt, für die es eigentlich qualifiziertere/talentiertere Alternativen gegeben hätte. |

Lars Tietjen
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Sonntag, 23. November 2008 - 16:29 Uhr: | |
@Florian das Orginal In dieser Ausarbeitung des Wissenschaftlichen Dienstes des Landtages SH finden sich einige Ausführungen dazu: http://www.landtag.ltsh.de/infothek/wahl16/umdrucke/2200/umdruck-16-2273.pdf Insbesondere Fußnote 1 behandelt die Frage der Satzungsregelungen. Das Gutachten selber prüft die Zulässigkeit einer gesetzlichen Regelung. Im Ergebnis werden entsprechende Satzungsregelungen für zulässig gehalten. Es gibt allerding auch kritische Stellungnahmen in der Literatur. Daneben betonen einzelne Autoren (z.B. Ipsen im DVBl 2004, 532-536), dass die Regelung zwar zulässig ist, bei der konkreten einzelnen Kandidatur aber gegen das umfassende Vorschlagsrecht zurückstehen muss. D.h. es können ggf. auch Männer bzw. Frauen auf Plätzen des anderen Geschlechts kandidieren. |

zigzag
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 26. November 2008 - 00:10 Uhr: | |
Bündnis 90/Die Grünen, Landesverband Berlin Die Kandidatenliste der Berliner Grünen für die Bundestagswahl ist wegen eines Zählfehlers ungültig. Ursprünglich war davon ausgegangen worden, dass am 9. November bei der Landesmitgliederversammlung 622 der knapp 4100 Berliner Mitglieder anwesend waren. Bei internen Nachprüfungen wurde jedoch festgestellt, dass es lediglich 602 Delegierte waren. Damit war die Beschlussfähigkeit nicht gegeben. ... Die Berliner Grünen wollen die Aufstellung der Liste nun am 10. Dezember auf einem Parteitag wiederholen. ... Dann werde eine Landesdelegierten- statt einer Mitgliederversammlung die Grünen-Kandidaten für die Bundestagswahl 2009 neu wählen. Nach ihrer Satzung sei es möglich, eine beschlussunfähige Mitglieder- als beschlussfähige Landesdelegiertenversammlung fortzusetzen. http://www.morgenpost.de/berlin/article983263/Berliner_Gruene_haben_sich_verzaehlt.html |

J.A.L.
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 26. November 2008 - 15:42 Uhr: | |
Welches Quorum wird denn bei 622 erreicht, dass bei 602 verfehlt worden wäre? 15 % der Mitgliederzahl? Dann würden die Berliner Grünen das einen ziemlich ungewöhnlichen / willkürlich erscheinenden Bruchteil verwenden, der ihnen jetzt auch Ärger macht. |

zigzag
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 26. November 2008 - 16:54 Uhr: | |
Ja, 15% ist das Quorum: Statt der ursprünglich gezählten 622 Mitglieder waren nur 602 anwesend. Für die Beschlussfähigkeit erforderlich sind jedoch mindestens 611 Mitglieder, 15 Prozent der rund 4.000 Berliner Grünen. http://www.taz.de/regional/berlin/aktuell/artikel/?dig=2008%2F11%2F22%2Fa0232&cHash=7449028940 |

Mitdenker
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Samstag, 29. November 2008 - 13:30 Uhr: | |
SPD, Landesorganistion Hamburg 4 der 6 Bundestagsabgeordneten treten wieder an. Der Altbürgermeister Ortwin Runde (Wahlkreis Wandsbek) und der ehemalige JUSO Bundesvorsitzende Nils Annen (Wahlkreis Eimsbüttel) treten nicht mehr in den Wahlkreisen an. Die Liste zieht üblicherweise nicht. Direktbewerber Wahlkreis 19 Mitte: Johannes Kahrs, Sprecher des Seeheimer Kreises Wahlkreis 20 Altona: Olaf Scholz, Bundesarbeitsminister Wahlkreis 21 Eimsbüttel: Danial Ilkhanipour, JUSO Landesvorsitzender Wahlkreis 22 Nord: Christian Carstensen, Bundestagsabgeordneter Wahlkreis 23 Wandsbek: Ingo Egloff, SPD Landesvorsitzender Wahlkreis 24 Harburg-Bergedorf: Hans-Ulrich Klose, Altbürgermeister SPD-Kandidaten in Hamburg http://www.wahlrecht.de/forum/messages/40/3505.html?1227688482 |

Mitdenker
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Samstag, 29. November 2008 - 15:04 Uhr: | |
SPD, Landesverband Mecklenburg-Vorpommern Wahlkreismitgliederversammlungen Die Landesgruppe steht aus 4 Abgeordneten: Iris Hoffmann (Wahlkreis Wismar), Hans-Joachim Hacker (Wahlkreis Schwerin), Christian Kleiminger (Wahlkreis Rostock) und Dirk Manszewski (Wahlkreis Bad Doberan). Iris Hoffmann will für das Europaparlament antreten. Direktbewerber WK 12 Wismar - Nordwestmecklenburg - Parchim: Stephan Bliemel, Ministeriumssprecher WK 13 Schwerin - Ludwigslust: Joachim Hacker, Verkehrsausschuss WK 14 Rostock (+ Teile des LK Bad Doberan): Christian Kleiminger, Gesundheitsausschuss WK 15 Stralsund - Nordvorpommern-Rügen: Sonja Steffen, Rechtsanwältin WK 16 Greifswald - Demmin - Ostvorpommern: Katharina Feike, Landesvorstandsmitglied WK 17 Bad Doberan - Güstrow - Müritz: Dirk Manzewski, Rechtsausschuss WK 18 Neubrandenburg - Mecklenburg-Strelitz - Uecker-Randow: Denis Pinske Bewerberseiten http://www.hans-joachimhacker.de/index.html http://www.christian-kleiminger.de/ http://www.manzewski.de Wahlkreisaufstellungen http://www.spd-mv.de/index.php?option=com_content&task=view&id=610&Itemid=518 SPD Bundestagsfraktion mit Abgeordnetenfotos 3422%2C00.html?wp=16&land=mv,http://www.spdfraktion.de/cnt/rs/rs_rubrik/0,,3422,00.html?wp=16&land=mv |

Mitdenker
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 03. Dezember 2008 - 15:45 Uhr: | |
CDU, Landesverband Berlin, Landesvertreterversammlung Die Berliner CDU hat Monika Grütters auf den 1. Platz ihrer Landesliste gesetzt. Sie erhielt 81,5 % der Delegiertenstimmen. Sie sitzt im Ausschuss für Kultur und Medien. Die Landesgruppe besteht aus 5 Abgeordneten. Karl-Georg Wellmann, Steglitz-Zehlendorf, Wahlkreis Prof. Monika Grütters, Marzahn-Hellersdorf, Landesliste Kai Wegner, Spandau-Charlottenburg-Nord, Landesliste Ingo Schmitt, Charlottenburg-Wilmersdorf, Landesliste Peter Rzepka, Tempelhof-Schöneberg, Landesliste Es wurden 14 Bewerber aufgestellt. 1. Platz, Monika Grütters, Marzahn-Hellersdorf, Mitglied des Deutschen Bundestages 2. Platz, Karl-Georg Wellmann, Steglitz-Zehlendorf, Mitglied des Deutschen Bundestages 3. Platz, Stefanie Vogelsang, Neukölln, stellvertretende Bezirksbürgermeisterin 4. Platz, Frank Steffel, Reinickendorf, Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses 5. Platz, Kai Wegner, Spandau, Mitglied des Deutschen Bundestages 6. Platz, Vera Lengsfeld, Friedrichshain-Kreuzberg, Mitglied des Deutschen Bundestages a. D., DDR Bürgerechtlerin 7. Platz, Jan-Marco Luczak, Tempelhof-Schöneberg 8. Platz, Christian Burholt, Pankow 9. Platz, Edeltraut Töpfer, Steglitz-Zehlendorf, Mitglied des Deutschen Bundestages 10. Platz, Ernst Brenning, 10179 Berlin, Mitte? 11. Platz, Eva Majewski, Friedrichshain-Kreuzberg, Junge Union, HU Studentin 12. Platz, Niels Korte, Treptow-Köpenick, Mitglied im Landesvorstand, Rechtsanwalt 13. Platz, Nader Khalil, Neukölln, Bezirksverordneter, Muslim 14. Platz, Bodo Manegold, Neükölln, Bezirksbürgermeister a. D., Ortsvorsitzender CDU Buckow CDU LV Berlin http://www.cduberlin.de/index.php?ka=1&ska=1&idn=90 Monika Grütter http://www.monika-gruetters.de/ Karl-Georg Wellmann http://www.wellmann-berlin.de/Wahlkreis/wahlkreis.html Stefanie Vogelsang http://www.stefanie-vogelsang.de/ Frank Steffel http://www.frank-steffel.de/ Kai Wegner http://www.kai-wegner.de/ Vera Lengsfeld http://www.vera-lengsfeld.de/home.php Jan-Marco Luczak http://www.cdu-lichtenrade.de/impressum.html Christian Burholt http://www.cdu-dorotheenstadt.de/index.php?ka=1&ska=1&idn=30 Edeltraut Töpfer http://www.edeltraut-toepfer.de/ueber-mich/ueber-mich.htm Ernst Brenning http://www.cduberlin.de/index.php?ka=1&ska=profil&pid=11 Eva Majewski http://www.ju-fk.de/vorstand/em.htm Niels Korte http://www.korte2005.de/ Nader Khalil http://www.cdu-fraktion-neukoelln.de/index.php?ka=1&ska=profil&pid=23 Bodo Manegold http://www.cdu-buckow.de/index.php?ka=1&ska=profil&pid=3 |

Bernhard S. Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Freitag, 16. Januar 2009 - 21:15 Uhr: | |
Wusstet Ihr, dass es Bundestagswahlkreise gibt, die den Landesverbänden bestimmter Parteien besonders wichtig sind, so dass sie ihre Wahlkreisbewerber aus diesen Wahlkreisen in jedem Fall auf der Landesliste absichern? Ich habe das jetzt gerade am Beispiel der laufenden Kandidatenaufstellung der SPD Baden-Württemberg gelernt. Im Wahlkreis Bruchsal/Schwetzingen war von den zuständigen SPD-Kreisverbänden eigentlich geplant, zur kommenden Bundestagswahl - wie schon zur letzten Wahl - Stefan Rebmann als Wahlkreiskandidaten aufzustellen. Rebmann ist 2005 nicht in den Bundestag gewählt worden, wollte aber 2009 ursprünglich wieder in Bruchsal/Schwetzingen kandidieren. Nun hat er sich aber kurzfristig entschieden, lieber im Wahlkreis Mannheim zu kandidieren, nachdem der Mannheimer SPD-Kandidat von 2005, Lothar Mark, überraschend seinen Verzicht auf eine neuerliche Kandidatur angekündigt hat. Rebmann rechnet sich als Mannheimer Direktkandidat deutlich bessere Chancen aus. Der erste Grund hierfür ist unmittelbar nachzuvollziehen: Die Stadt Mannheim ist innerhalb von Baden-Württemberg eine SPD-Hochburg und der Sieg eines SPD-Wahlkreiskandidaten dort immerhin im Bereich des Denkbaren. Zusätzlich genießt der Mannheimer Kandidat aber offensichtlich auch automatisch das Privileg, auf einen sicheren Landeslistenplatz gesetzt zu werden. Zitat der Badischen Neuesten Nachrichten vom 14.01.09 hierzu: "[...], denn der Wahlkreis in Mannheim ist der SPD wichtig und deshalb wird der dortige Kandidat auf der Landesliste abgesichert." |

Ralf Lang
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Samstag, 17. Januar 2009 - 08:48 Uhr: | |
Das ist kein Automatismus (wäre auch illegal) |

Good Entity Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Samstag, 17. Januar 2009 - 19:20 Uhr: | |
Ist aber logisch und auch gut nachvollziehbar, dass so vorgegangen wird. Wenn ein Wahlkreis wie Mannheim eine eindeutige SPD - Hochburg ist, dann gewinnt der Kandidat dort ohnehin das Direktmandat (und sein abgesicherter Platz auf der Landesliste kommt nicht zum Tragen) oder er gewinnt mehr oder weniger knapp nicht, hat dann aber trotzdem ein aus SPD-Sicht im Landesschnitt überdurchschnittliches Ergebnis. Damit hat dieser Wahlkreis also überdurchschnittlich viele Wähler, die gerne von einem SPD-Abgeordneten vertreten wären. Also sorgt die Partei gewissermaßen im Vorgriff dafür, dass diese Wähler ihren Wunsch-Abgeordneten auch kriegen. Das ist also eigentlich ein sehr volksnahes und quasi demokratisches Vorgehen ("quasi", weil nämlich auf die sehr guten Ergebnisse nicht bei dieser, sondern bei früheren Wahlen bezogen). Aus ähnlichen Gründen findet sich bei den Grünen die Kandidatin für das Wendland (Gorleben) immer weit vorne auf der niedersächsischen Liste, obwohl (oder gerade) weil sie als Direktkandidatin keine Chance hat. Die Grünen ohne eine Abgeordnete aus oder für Gorleben - das wäre irgendwie auch schlecht fürs Image. Natürlich gibts da weder einen Automatismus noch einen Rechtsanspruch - eher die normative Kraft des Faktischen ... |

Thomas Frings
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Samstag, 24. Januar 2009 - 14:28 Uhr: | |
Laurenz Meyer wird vielleicht aus dem Bundestag fliegen. Er wurde von seinem Bezirksverhand nur auf PLatz 13 der Liste gesetzt. Bei CDU, SPD und FDP in NRW läuft die Aufstellung der Landesliste so, daß nach Aufstellung der Direktkandidaten die Bezirksverbände jeweils eine Liste aufstellen. Die Listen der Bezirksverbände werden dann zu einer Landesliste zusammengefaßt. Wenn Meyer also in seinem Bezirk nur auf Platz 13 liegt, dann wird er sehr weit hinten landen auf der Landesliste und im Wahlkreis gewinnen wird er nicht (über 20 % Rückstand 2005). Er kann natürlich versuchen, durch Kampfkandidatur weiter nach vorne zu kommen, herausgefordert wird allerdings üblicherweise nur jemand aus dem gleichen Bezirk, so daß der Regionalproporz erhalten bleibt. Ansonsten gibt es noch Ärger um den ehemaligen CDU-MdB Bietmann, der wieder im Wahlkreis Köln II kandidieren will. 2005 verlor er mit 34,6 zu 43,8% und kam wegen seines schlechten Listenplatzes nicht mehr in den Bundestag. Bietmann war fast 30 Jahre im Stadtrat, lange Fraktionsvorsitzender und damit eine der zentralen Figuren in Kölner Klüngel. Negative Medienberichte gab es über ihn auch früher schon, aber jetzt steht er richtig unter Beschuß, weil er über Beraterverträger 900000€ von der Sparkasse KölnBonn kassiert haben soll, ohne erkennbare Gegenleistung. Der CDU-Landesvorstand dürfte wohl Einsprung einlegen, wenn Bietmann aufgestellt werden sollte. Das ist zwar ein äußerst ungewöhnlicher Schritt, aber bei der Landtagswahl 2005 schon einmal, ebenfalls bei der Kölner CDU. Auf diese Weise wurde verhindert, dass der in eine Spendeaffäre verwickelte Richard Blömer wieder für den Landtag kandidierte. |

Mitdenker
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Samstag, 24. Januar 2009 - 21:25 Uhr: | |
Wahlkreis 145 Unna I Bei der Bundestagswahl am 18.09.2005 verlor Laurenz Mayer (CDU) gegen Dieter Wiefelspütz (SPD). Wahlkreis 95 Köln II Lale Akgün (SPD) gewann das Direktmandat. Werner Hoyer (FDP) und Volker Beck (Grüne) gewannen Listenmandate. |

Mitdenker
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Samstag, 24. Januar 2009 - 21:44 Uhr: | |
Nordrhein-Wesfalen Wahlkreis 105 Mettmann I Peer Steinbrück (SPD) wird in diesem Wahlkreis antreten. Das Direktmandat ist durch Michaela Noll (CDU) gehalten. |

Edeltraud Dietert
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Freitag, 25. September 2009 - 16:21 Uhr: | |
Ist diese Pressefreiheit und das Recht zur Aufklärung von Bürgern von wahl.de und verschiedener Regionaler Zeitungen (Rheinpfalz, Frankfurter Allgemeine) in Bezug auf parteilose Direktkandidaten zeitgemäß und für die Abonnementen vertretbar? Sehr geehrte Frau Dietert, vielen Dank für die Information. wahl.de listet jedoch nur Kandidaten von Parteien auf, die aktuell in Fraktionsstärke im Deutschen Bundestag vertreten sind. Mehr Informationen dazu finden Sie auf: www.wahl.de/page/ueber-wahlde <http://www.wahl.de/page/ueber-wahlde> |

Ralf Arnemann
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Freitag, 25. September 2009 - 16:27 Uhr: | |
@Edeltraut Dietert: Presse- und Meinungsfreiheit sind zeitgemäß und für Abonnenten vertretbar. |
|