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Wahlrecht.de Forum » Tagesgeschehen » Bundestagswahl 2005 » Schröder als Sieger?? » 151-175 « Zurück Weiter »

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Marc K.
Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 19:23 Uhr:   

@Görd,
keineswegs. In einem dritten Wahlgang könnte auch mehrere Kandidaten antreten, also Schröder und Merkel. Es würde schon reichen, wenn die PDS nicht für Schröder stimmt, sondern mit Nein oder für einen eigenen Kandidaten (Gysi oder Lafontaine) stimmt.
Danach könnte Frau Merkel die SPD und die Grünen noch mal zu Verhandlungen einladen. Scheitern diese bleiben dann nur Neuwahlen.
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Dave
Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 19:33 Uhr:   

>Frau Merkel soll sich von der PDS dulden lassen

FÜR Merkel wird sie bestimmt nicht stimmen aber denk mal drüber nach was für die PDS am besten wäre? Regieren wollen die eh nicht, die brauchen sich doch nur zurückzulehnen und nichts zu tun und ich bei einer eventuellen Abstimmung enthalten, während sich die beiden großen gegenseitig zerfleischen. Die Linke würde doch von einer schwachen SPD am meisten profitieren...

Gruß, Dave
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Kommissar REX Schröder
Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 19:33 Uhr:   

>>>>Ab diesem Tag bleibt der Bundeskanzler nur kommissarisch im Amt. <<<<<

Der Kommissar geht um - oh, oh, oh
Er hat die Kraft und wir sind klein und dumm
Und dieser Frust macht uns stumm
La, la, la, la, la
Dreh dich nicht um - oh, oh, oh
Der Kommissar geht um - oh, oh, oh
Wenn er dich anspricht und weisst du warum
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A.Schmidt
Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 19:36 Uhr:   

ich finde Angie sollte man mit der WASGML.PDS.Linke.DieLinkspartei.SED reden.
da ist bestimmt irgendwas machbar, schließlich war merkel in der DDR auch schon FDJ SED-mäßig organisiert. bestimmt hat sie da noch ganz gute connections.
und wenn luxuslafo den kommissar gerd verhindern kann macht er bestimmt mit.
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Görd
Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 19:37 Uhr:   

Die Linke würde von einem Kanzler Schröder mehr als von einer Kanzlerin Merkel profitieren.

Gründe:

1. Merkel ist eine Frau ausm Osten, wird sie durch einen der "bösen Westmänner" wie Koch & Co zur nächsten Wahl ersetzt, lässt sich viel besser Wahlkampf machen.

2. Mit Schröder als Kanzler kann sich die Linkspartei sicher sein weiter am linken Rand der SPD zu wildern. In einer schwarz-roten Koaliton könnte dagegen die SPD die ganze Verantwortung auf die Union schieben und sagen, dass man dies ja nur gezwungerermaßen mitmacht und wenn man das nächste mal SPD statt PDS gibt, wieder links von der Union regiert wird.
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Klaus
Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 19:41 Uhr:   

"Merkel hat vor der Wahl eine große Koalition ausgeschlossen. Sie muss also zurücktreten."

Lachhaft. Merkel hat gesagt, daß sie nicht glaubt, daß es eine große Koalition geben werde, und das sie schwarz-gelb wolle. Sonst könnte man auch sagen: "Schröder hat vor der Wahl eine Fortsetzung von Rot-Grün und 38% für die SPD angekündigt. Er muss also zurücktreten."

"Merkel wird von ihren Leuten abgesägt werden, dann steht die Union ohne Kandidaten da und Schröder bleibt Kanzler."

Nein. Den Anspruch auf den Kanzler hat die stärkste Regierungsfraktion.

"Bei der ersten ÖVP-FPÖ-Regierung in Österreich hatte die FPÖ übrigens auch mehr Mandate als die ÖVP, Kanzler wurde aber Schüssel von der ÖVP."

Das stimmt nicht, beide hatten 52 Mandate.

"Im Fall Deutschland ist das eindeutig Schröder."

Schröders rot-grüne Regierung wurde abgewählt, die SPD ist schwächer als die Union (470.000 Stimmen!), rot-grün schwächer als schwarz-gelb. Und das alles, nachdem Schröder Neuwahlen ansetzen musste. Du spielst dich auf, als habe Schröder die absolute Mehrheit geholt.

"Darüberhinaus kann ich mir vorstellen, dass die CDU noch ein Sitz durch Nachwahlen verliert und die SPD ein paar Überläufer bekommt, Folge die SPD hat die stärkste Fraktion."

Wenn die SPD stärkste Fraktion ist, so stellt sie in einer möglichen Koalition den Kanzler. Nur: wo sollen die Überläufer herkommen?

"Schröder ist bereits Bundeskanzler, jemand anders muss erstmal gewählt werden."

Nach der Konstituierung des neuen Bundestages ist Schröder nicht mehr Bundeskanzler, er führt dann nur noch die Amtsgeschäfte weiter.

Übrigens: im Bundesrat hat schwarz-gelb fast eine 2/3-Mehrheit, was ja auch ein Grund für die Neuwahlen war. Ich sehe also nicht, wo Schröder in einer stärkeren Position als Merkel ist. Seine Fraktion ist schwächer, im Bundesrat at er nichts zu melden, und (sollte er nicht dochnoch eine Linksfront aufmachen) eine andere Option als die große Koalition hat er auch nicht.
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Marc K.
Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 19:43 Uhr:   

@Görd,

andererseits ist es mit Sicherheit das Hauptziel von Lafontaine einen Kanzler Schröder zu verhindern. Und eine formelle Koalition zwischen SPD, Grünen und Linke wird es auf Bundesebene wohl erst mit einer Post-Schröder-SPD geben (mit Schröder höchstens Tolerierung).
Von daher könnte es die PDS sich durchaus überlegen daran mitzuwirken eine erneute Kanzlerschaft Schröders zu verhindern.
Wenn erst Leute wie Nahles, Wowereit oder Gabriel in der SPD das Sagen haben ist auch eine rot-grün-dunkelrote Koalition kein Problem mehr.
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Görd
Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 19:43 Uhr:   

Schröder hat immerhin noch eine andere Option, welche hat denn noch Merkel?
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Dave
Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 19:48 Uhr:   

>Die Linke würde von einem Kanzler Schröder mehr als von einer Kanzlerin Merkel profitieren.

Kurzfristig gesehen gebe ich Dir recht. Auf lange Sicht würde die PDS aber mehr von einer etwas mehr links gerichteten SPD profitieren. Das wiederum ginge aber nur ohne Schröder. Die PDS könnte somit bei den nächsten Wahlen 2009 (oder früher) auf eher eine rote Koalition hoffen.

Gruß, Dave
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Marc K.
Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 19:49 Uhr:   

@Görd,

und wie realistisch ist diese Option im Hinblick auf ein fast 2/3-Merheit im Bundesrat??? Die sich im übrigen auch noch zu einer 2/3-Mehrheit entwicklen könnte???

Eine Regierungsbildung ohne die Union wird keine stabile Regierung sein. Ohne die Union ist Deutschland bei dem Mehrheitsverhältnissen nicht regierbar.
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Görd
Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 19:51 Uhr:   

Ersetze Union durch SPD und du hast Recht.
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Marc K.
Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 19:59 Uhr:   

Die SPD regiert nur noch in vier Bundesländern.
Im Bundesrat dominiert die Union und ist nahe an der 2/3-Merheit. Bei einer solchen könnte der Bundesrat jedes Gesetz blockieren.
Von daher muss man sagen: Ohne die Union kann keine stabile Regierung gebildet werden.

Gegen die SPD ist eine Regierungsbildung im Bundestag nahezu unmöglich.

Angesichts dessen wäre eine Große Koalition die logische Koalition.
Aber der Bundeskanzler tut momentan alles um sie unmöglich zu machen.
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A.Schmidt
Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 20:32 Uhr:   

Die SPD spielt auf Zeit, damit die CDU-Männer genug Zeit haben Angie loszuwerden.
Anschließend wird Stoiber versuchen Kanzler bzw. Vize-Kanzler in einer Großen Koalition zu werden.
Wobei Stoiber als Kanzler nur schwer zu vermitteln wäre, da er keinen Wählerauftrag hat.
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Marc K.
Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 20:39 Uhr:   

Ich denke man sollte Angela Merkel nicht unterschätzen. Sie hat starke Nerven. So hat sie nun die Wahl zum Fraktionsvorsitz vorgezogen. Ein taktisch geschickter Schachzug. In dieser Situation bleibt der CDU/CSU momentan gar nichts anderes übrig als sich hinter Frau Merkel zu stellen. Und das wird sich in den nächsten Tagen auch nicht ändern (über die weitere Entwicklung will ich nicht spekulieren; im Falle erneuter Neuwahlen stellt sich natürlich erneut die Kandidatenfrage). Aber so weit sind wir noch lange nicht. Und daher bleibt Frau Merkel weiterhin Kanzlerkandidatin.
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A.Schmidt
Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 20:43 Uhr:   

92,2 Prozent hatte sie 2002. Mal schauen wieviel morgen rausspringen.

Sie persönlich mag starke Nerven haben. Aber warum sollte die Partei eine solch schwache Kanzlerkandidatin stützen.

Selbst wenn sie Kanzlerin werden sollte, wäre sie eine sehr schwache Kanzlerin - gegenüber dem Koalitionspartner als auch parteiintern.
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Marc K.
Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 20:49 Uhr:   

Weil es für die Union noch desaströser wäre nun den Spitzenkandidaten auszutauschen. Abgesehen davon. Die Popularität von Frau Merkel war und ist höher als die von Herrn Stoiber je war.
Sie jetzt auszutauschen würde nur innerparteiliche Querellen auslösen und die Union weiter schwächen.
Von daher ist es vernünftig, wenn die Union versucht Versuche der SPD abzuwehren Differenzen in der Union auszuspielen.
Das ein eingehen auf diese Spielchen der SPD der Union nur Schaden kann ist doch sonnenklar. Das begreifen auch Stoiber, Koch und Wulff.
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A.Schmidt
Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 20:52 Uhr:   

Wenn man Stoiber heute auf seiner Pressekonferenz gehört hat, konnte man zwischen den Zeilen lesen, dass er Merkel nicht mehr ernst nimmt ("Ich und Frau Merkel werden die Koalitionsverhandlungen führen....")

Im Übrigen kann ich Angie nicht ganz folgen:

Will sie nun Fraktionsvorsitzende oder Kanzlerin werden?
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Dr.Bob
Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 20:56 Uhr:   

Also eines muß mal gesagt werden.
Warum hat die SPD noch 34,3% geschafft.

1. Eichel sollte schon seit Wochen die Zahlen auf den Tisch legen. Dies wurde gekonnt hinausgezögert. Bei diesem Minuszahlen wären dann einige Wähler abesprungen
2. Die SPD hat gekonnt ihren Show-Mann Schröder eingesetzt. Die anderen (z.B. Müntefering) wurden weggesperrt und waren fast nirgends zu sehen.

Ich bin auch keine Anhäger der Union, aber man merkt, daß vielen Deutsche zu dumm zum Wählen sind.
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Marc K.
Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 20:57 Uhr:   

Wenn sie Kanzlerin wird, wird sie natürlich den Fraktionsvorsitz wieder abgeben. Solange wird sie aber die Fraktion führen.
Und das die Regierungsbildung eine Weile dauern könnte ist doch klar. Es ist ja auch nicht auszuschließen, dass wir über Art. 63 IV GG wieder zu Neuwahlen kommen.
Ebenfalls ist ja nicht auszuschließen, dass Schröder sich von SPD, Grünen und PDS zum Kanzler wählen läßt. In dem Falle wäre sie dann weiterhin Oppositionsführerin.
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Marc K.
Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 21:01 Uhr:   

Also ich habe in meinem Wahltipp mit 34 % für die SPD gerechnet. Auch bei den Grünen lag ich relativ nah dran. Ansonsten lag ich z.T. weit daneben. Aber die 34 % für die SPD waren meine Erwartung.
Was ich daneben fand ist doch der sehr gekünstelte Jubel der SPD-Führung und besonders des Bundeskanzler. Dieser trat ja auf, als hätte die SPD die absolute Mehrheit. Tatsächlich hat nur jeder Dritte Wähler für ihn gestimmt. Es ist - mit Ausnahme von 1990 - das schlechteste Ergebnis der SPD seit 1957.
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A.Schmidt
Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 21:08 Uhr:   

>1. Eichel sollte schon seit Wochen die Zahlen auf den Tisch legen. Dies >wurde gekonnt hinausgezögert. Bei diesem Minuszahlen wären dann einige >Wähler abesprungen
>2. Die SPD hat gekonnt ihren Show-Mann Schröder eingesetzt. Die anderen >(z.B. Müntefering) wurden weggesperrt und waren fast nirgends zu sehen.


das meinen sie nicht wirklich ernst, herr doktor??
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Dr.Bob
Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 21:26 Uhr:   

Ja sicher meine ich das ernst, Herr Schmidt.
Oder was meinen Sie, warum Eichel die Zahlen nicht vorgelegt hat?
Bin auf ihre Begründung gespannt!!!
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Marc D. aus F.
Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 21:36 Uhr:   

@Dr.Bob: jupp merkt man ... also FDP fast 10%, Merkel auch noch über 30% ... da haben einige Wähler ganz schön ins Klo gegriffen und die Leichtmatrosen gewählt *g

"... , daß vielen Deutsche zu dumm zum Wählen sind

frustriert?
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Dr.Bob
Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 21:46 Uhr:   

@Marc D. aus F.
ja ich gebe ihnen zu 100% Recht. Wer eine etablierte Partei gewählt hat, hat tief ins Klo gegriffen. Ebenso mit der PDS/Linke.

die Deutschen sind zu dumm zum wählen!!!

Ich hoffe Sie zählen nicht auch dazu!!!!!!!!!!!!!!
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A.Schmidt
Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 21:53 Uhr:   

dann sollten sich die schlauen parteien wohl ein besseres volk suchen.
eine andere alternative sehe ich nicht.

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