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Sebastian
| | Veröffentlicht am Sonntag, 18. September 2005 - 22:56 Uhr: | |
Wer war eigentlich der letzte Sebastian? Ich nicht. |

Hachi
| | Veröffentlicht am Sonntag, 18. September 2005 - 22:58 Uhr: | |
Ich bin eigentlich Schröder-Abwähler, kann aber das Verhalten und die Äußerungen Schröders gut nachvollziehen. Er hat zwei Optionen: - Große Koalition: In diesem Fall muß er die Latte für Verhandlungen hochsetzen. - Minderheitenkanzler durch geheime Stimmen der PDS: Das ist wahrscheinlich und dann hat er tatsächlich der Auftrag weiterzumachen. Alles in allem habe ich mir nun vorgenommen, nie wieder einen Politiker wegen Lügen, gebrochener Wahlversprechen oder fehlender Konzepte zu kritisieren. Dies scheinen Dinge zu sein, die die deutschen Wähler honorieren. |

The Joker
| | Veröffentlicht am Sonntag, 18. September 2005 - 23:01 Uhr: | |
Im Falle einer großen Koalition tippe ich auf eine "israelische Lösung": 1984 gab es in Israel ein Patt zwischen Arbeitspartei & Likud. Da das rechtsreligiöse Lager noch nicht koalitionsfähig war, wurde eine große Koalition ausgehandelt. Nach zwei Jahren gab Shimon Peres verabredungsgemäß sein Amt an Itzhak Shamir ab. |

A.Schmidt
| | Veröffentlicht am Sonntag, 18. September 2005 - 23:04 Uhr: | |
bezüglich der SPD-Argumentation, dass CDU und CSU zwei unterschiedliche Parteien sind und die SPD deshalb stärkste Partei ist, möchte ich folgendes bemerken: In allen politischen Fernsehdiskussionen, Elefantenrunden etc. bestehen CDU und CSU darauf, dass sie mit zwei Leuten vertreten sind, weil es sich um zwei Parteien handelt. Wieso darf die SPD diese Argumentation nicht nutzen, wenn es um die Frage geht wer stärkste Partei im Bundestag ist? Im Übrigen habe ich auch den Eindruck, dass hier heute sehr viele angebliche SPD Mitglieder agieren, die schockiert von Schröders Aufritt sind. Sollte man mal überprüfen ;-) |

Jost
| | Veröffentlicht am Sonntag, 18. September 2005 - 23:21 Uhr: | |
Ich denke, Schröders etwas... seltsames... Auftreten war taktisch motiviert. Er wollte Merkel zu der Aussage verlocken, es komme darauf an, welche Fraktion die stärkste im Bundestag sei. Genau das hat Frau Merkel entgegenkommenderweise nun auch geäußert. Folge: Wenn die SPD zusammen weniger Zweitstimmen hat als CDU/CSU addiert, doch wegen der Überhangmandate die größte Fraktion stellt, dann wird die SPD Merkel auf ihre eigenen Worte festzunageln versuchen. |

Dave
| | Veröffentlicht am Sonntag, 18. September 2005 - 23:26 Uhr: | |
>Wieso darf die SPD diese Argumentation nicht nutzen, wenn es um die Frage geht wer stärkste Partei im Bundestag ist? Er hat die Wahl verloren (zumindestens hat er nicht gewonnen). Wenn er das nicht akzeptieren kann, und irgendwelche utopischen Argumente aus dem Ärmel zieht, zeigt das nur, dass er ein schlechter Verlier ist, das wirkt das einfach nur lächerlich, genauso wie sein Auftritt im Fernsehen gerade. Sorry, ich halte Schröder echt für einen guten Mann, aber bei dem was er da abgezogen hat, frage ich mich ernsthaft, ob die charistmatische und (meiner Meinung nach) sehr sympatische Art die er sonst im Fernsehen an den Tag gelegt hat, nur Show war... Gruß, Dave |

Juanito
| | Veröffentlicht am Sonntag, 18. September 2005 - 23:39 Uhr: | |
@Jost: Schöne Überlegung, würde Sinn machen, aber nur wenn die SPD noch ein bisschen zulegt. Allerdings siehts ja im Moment nicht ganz danach aus. Auf mich wirkte Schröder zunächst einmal stark euphorisiert, entsprechend überschwänglich war sein Auftreten. |

Frank
| | Veröffentlicht am Sonntag, 18. September 2005 - 23:44 Uhr: | |
Nun ja, Schröder ging halt gegen das ungeschriebene Gesetz vor, das die stärkere Fraktion in einer (großen) Koalition den Kanzler stellt. Die Mehrheit der Deutschen wollte ja im direkten Vergleich deutlich lieber Schröder als Merkel und die Konstellation SPD/Union als Koalition mit Schröder als Kanzler hätte die breiteste Zustimmung in der Bevölkerung. Ergo wäre dies die logischste Lösung - was immer man davon halten mag. Dafür hat Schröder mit aller Entschiedenheit gekämpft. Al Gore hat 2000 in den USA im Fernsehen seine Niederlage eingestanden, die es gar nicht gab. Schröder macht es doch besser, oder zumindest richtiger, und erklärt, er wolle Kanzler bleiben. Eine logische und taktische Reaktion, auch wenn sie vielleicht etwas aggressiv erscheint. Nüchtern betrachtet aber richtig... |

roland
| | Veröffentlicht am Sonntag, 18. September 2005 - 23:50 Uhr: | |
Nach dem "vorausgesagten" Umfragen ist der Schröder wie unter Drogen. Ich denke der wird Montag wieder normal werden. Ansonsten kann er bei Helmut Kohl einziehen, der lebt ja auch fern von der Realität. |

Micha
| | Veröffentlicht am Sonntag, 18. September 2005 - 23:51 Uhr: | |
Ist das vielleicht schon Wahlkampf für Dresden, so nach dem Motte "Wählt lieber Gewinner als Verlierer" ? |

Stephan
| | Veröffentlicht am Sonntag, 18. September 2005 - 23:51 Uhr: | |
Merkel traut man halt die Führung einer Regierung nicht zu, sie hat ja nicht einmal ihre eigene Partei im Griff. Das Zurückholen von Merz auf Druck "von außen" als Gegenpol(!) zu einem eigenen Mann (Kirchoff) hat ihr endgültig jegliche Autorität genommen und wurde vom Wähler als Opportunistisch und schlicht unglaubwürdig wahrgenommen. Der Wähler wusste einfach nicht mehr, wer nun in der Union hinter welchem Konzept steckt und welches Konzept überhaupt hinter Merz steckt. Mit seinem alten Konzept war er ja an Merkel gescheitert. Schröder hat Führungsstärke bewiesen, darum will man ihn als Kanzler behalten. |

Dave
| | Veröffentlicht am Sonntag, 18. September 2005 - 23:52 Uhr: | |
Naja, das hätte er auch etwas dezenter machen können. Warum hat er sich angestellt wie im Kindergarten und auch noch die Presse beleidigt? Gruß, Dave |

Johnny B.
| | Veröffentlicht am Sonntag, 18. September 2005 - 23:53 Uhr: | |
Führungsanspruch Merkel: Sie hat gesagt: Es WIRD keine große Koalition geben. Müsste jetzt bedeuten, nicht mit ihr. Wenn sie ehrlich wäre, müsste sie zurücktreten und den Weg frei machen für einen anderen Namen in der Union, welcher den Anspruch auf eine Kanzlerschaft unter einer großen Koalition erfüllt. DAS wäre ehrlicher, als wenn Merkel nach diesem furchtbaren Desaster von einem klaren Wählervotum spricht. Da lachen ja die Hühner! |

Janni
| | Veröffentlicht am Sonntag, 18. September 2005 - 23:54 Uhr: | |
Bleib' standhaft, Gerd!! Hoffentlich wird diesmal nicht wieder der Wählerwille gebrochen wie in Schleswig-Holstein!! |

Martin_D
| | Veröffentlicht am Sonntag, 18. September 2005 - 23:56 Uhr: | |
Ich finde es legitim, dass Schröder bei dem Wahlergebnis noch nicht am Wahlabend seinen Anspruch auf das Amt des Bundeskanzlers aufgibt. Doch wie er das gemacht hat, war in der Tat unwürdig. Da hätte es durchaus angemessenere Formulierungen gegeben. |

Dave
| | Veröffentlicht am Sonntag, 18. September 2005 - 23:56 Uhr: | |
@Johnny: Ich benutze mal Deine Worte... "Schröder hat die Vertrauensfrage gestellt. Wenn er ehrlich wäre, wäre er zurückgetreten und den Weg freigemacht für einen anderen Namen in der SPD, welcher den Anspruch auf eine Kanzlerschaft unter einer großen Koalition erfüllt. DAS wäre ehrlicher, als wenn Schröder nach diesem furchtbaren Desaster von einem klaren Wählervotum spricht. Da lachen ja die Hühner!" Gruß, Dave |

ChriZ
| | Veröffentlicht am Sonntag, 18. September 2005 - 23:59 Uhr: | |
Der Auftritt Schröders war absolut lächerlich. Selbst eines Stadtrat-Mitglieds nicht würdig, geschweige denn eines Bundeskanzlers. |

A.Schmidt
| | Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 00:06 Uhr: | |
Dass Schröder Wut auf die Presse hat ist nur all zuverständlich. Schließlich wurde er im Wahlkampf von Anfang an nieder geschrieben. Meiner Meinung nach werden die Hauptstadt-Journalisten Schröder in nächster Zeit ziemlich in den Arsch kriechen müssen, um wieder einigermaßen in seiner Gunst zu stehen - was ja nicht ganz unwichtig für solche Leute ist. Im Übrigen sollte die Union aufpassen, dass sie sich in den nächsten zwei Wochen bis zur entscheidenden Wahl in Dresden nicht zu sehr zerreisst. Merkel wird dem Druck nicht standhalten können. Innerparteilich wird es genauso enormen Druck geben, wie von Seiten der SPD und auch von der Öffentlichkeit. Sie kann froh sein, wenn sie Jahresende noch den Fraktionsvorsitz, Parteivorsitz oder ein Ministeramt hat. Klingt schrecklich - wird aber so kommen. Denn eine bessere Chance merkel loszuwerden bekommen die Landesfürsten nie wieder. |

A.Schmidt
| | Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 00:21 Uhr: | |
spiegel.de: Dieter Althaus, der Ministerpräsident aus Thüringen und einer der Merkel-Vertrauten, rutscht wenig später, wohl eher unbeabsichtigt, ein Satz vor den Kameras heraus, wonach es auch für eine Diskussion über die Zukunft von Unions-Kanzlerkandidatin Merkel "noch zu früh ist" Was aus Frau Merkel nun werde, wird der Christdemokrat gefragt? Kurth überlegt einen Augenblick: "So lange absehbar ist, dass wir mit ihr ein Koalitionsangebot machen können, bleibt sie - ansonsten wird es sehr schwierig". |

burkhard schütt
| | Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 00:25 Uhr: | |
Journalisten wie Helmut Markwort (Focus) haben nichts, aber auch wirklich nichts aus dem Wahlkampf und Wahlergebnis 2002 hinzugelernt. Langsam stellt sich übrigens auch die Frage, ob Schröder 2002 nicht auch ohne die Flut gewonnen hätte. Merkel ist wirklich am Ende, ich meine, welches Wahlergebnis hätte denn Merkel für die Union eingefahren, wenn SIE die letzten Jahre Kanzlerin gewesen wäre und tiefgreifende Reformen hätte durchführen müssen?! Eine bessere Ausgangsposition wie die der Union in diesem Wahlkampf gibt es doch gar nicht und dann so ein miserables Ergebnis! Zur sog. "Elefantenrunde" und Schröders Auftritt: Der Mann stand die vergangenen Wochen und Monate unter großem Druck und hatte sich nicht im Griff. Aber denkt mal an Auftritte von Franz-Josef Strauß oder Willy Brandt in solchen Runden, auch solche Politiker haben schon mal die Contenance verloren, das sollte man nicht überbewerten. Die Politiker stehen am Wahlabend meistens noch so unter Dampf, daß solche Runden sinnvollerweise eigentlich erst am Montag stattfinden sollten, wenn a) das amtl. Endergebnis vorliegt und b) die Politiker die Zeit hatten, die Lage zu überdenken. |

Bernhard Nowak
| | Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 00:28 Uhr: | |
Also richtig ist, dass zahlreiche Journalisten offensichtlich konservativ sind und anders denken wie die Mehrheit der Bevölkerung. Dies wurde vorvergangene Woche auch in der "Zeit" so gesehen. Dennoch muss man sich als Regierungschef am Riemen reißen! |

Dave
| | Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 00:35 Uhr: | |
> Der Mann stand die vergangenen Wochen und Monate unter großem Druck Das standen imo alle Kandidaten. Gerade Fischer hatte in den letzten Wochen eine Stresstour hinter sich. Der konnte sich auch benehmen. Gruß, Dave |

micha
| | Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 00:42 Uhr: | |
@ burkhard Schütt "daß solche Runden sinnvollerweise eigentlich erst am Montag stattfinden sollten, wenn a) das amtl. Endergebnis vorliegt und b) die Politiker die Zeit hatten, die Lage zu überdenken." ---genau das finde ich auch, erspart manche öffentliche Peinlichkeit. Aber ist in und mit einer Mediengesellschaft wohl nicht zu machen |

Hans Spitzing
| | Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 01:02 Uhr: | |
Wie kann man nur von einem den ganzen Abend von einem klaren Auftrag des Wählers sprechen, wenn man grade mal 1% besser da steht? Stärkste Kraft ist eindeutig die SPD. Die CDU ist ohne CSU ganz klar die Nummer 2 und juristisch ist da nix dran zu rütteln. |

MAtthias
| | Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 01:10 Uhr: | |
1: Rot-Grün wurde abgewählt und dafür stand Schröder , das wollte er und er hat verloren 2: Das, was der (hoffentlich ehemalige) Bundeskanzler heute Abend sowohl in der so genannten Elefanten-Runde als auch danach von sich gegeben hat, ist absolut unterste Schublade, in meinen Augen hat man heute das wahre Gesicht von Schröder gesehen - ARROGANT ARROGANT ARROGANT - wer so spricht und handelt ist es unwürdig Bundeskanzler zu bleiben. 3: Schröder hat heute klar gemacht, dass er an seinem Sessel und seinem Dienstwagen klebt wie PAttex, d.h. er wird mit der PDS koalieren und das ist dann der SuperGau, Kommunisten regieren Deutschland - wenn das kommt, ist das ein sehr großer Schaden für Deutschland... *da fehlen mir die Worte* 4: Wenn die Dresdner entscheiden, wird geklagt werden, was das Zeug hält und da wär ich wahrscheinlich auch dabei - wenn es dem niederen Bürger gestattet ist dagegen zu klagen - wenn man Schröder hört, ist die Stimme des Volkes ja eh nichts mehr wert. |
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