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Thomas Kluge
| | Veröffentlicht am Freitag, 20. September 2002 - 11:07 Uhr: | |
Wen unterstützt / stärkt / schwächt eine Wählerin / ein Wähler, die / der mit der Erststimme die Grünen und mit der Zweitstimme die SPD wählt? |

Eike
| | Veröffentlicht am Freitag, 20. September 2002 - 11:24 Uhr: | |
Erststimme: Praktisch wertlos, da die Grünen wohl kein Direktmandat erreichen. Zweitstimme: Stärkung der SPD, außer in Ländern, in denen Überhangmandate für die SPD entstehen könnten (u.a. Brandenburg). |

Cram
| | Veröffentlicht am Freitag, 20. September 2002 - 11:39 Uhr: | |
Thomas, Basis für die Zusammensetzung des Bundestages ist die Zweitstimme (Ausnahme Überhangmandate, die aber nur in wenigen Bundesländern vorkommen; Informationen darüber findet man unter www.wahlrecht.de/bundestag/2002/. Da die Grünen keine Aussicht auf ein Direktmandat haben (außer möglicherweise in Kreuzberg) ist die Stimme praktisch bedeutungslos. Gestärkt werden damit die Grünen definitiv nicht, da diese Partei keine Überhangmandate erzielen wird. In den Bundesländern in denen die CDU Aussicht auf Überhangmandate hat, schwächt eine Erststimme die an die Grünen anstatt an die SPD geht die SPD-Wahlchancen in den Wahlkreis und kann somit den CDU-Kandidaten dazu verhelfen die relative Mehrheit vor der SPD zu gewinnen (das kann in einigen Wahlkreisen in Baden-Württenberg vorkommen, in den anderen Wahlkreisen ist das aber egal, da die CDU dort ohnehin einen hohen Vorsprung hat). In den meisten Bundesländern ist es ziemlich egal wenn man die Erststimme gibt (Ausnahme wie schon gesagt die Bundesländer in denen Überhangmandate zu erwarten sind). Mit der Zweitstimme für die SPD wird diese gestärkt (Ausnahme: die Bundesländer in denen die SPD Überhangmandate zu erwarten hat, z.B. Brandenburg (siehe auch unter www.wahlrecht.de/bundestag/2002/: dort ist es empfehlenswert, die Erststimme der SPD und die Zweitstimme den Grünen zu geben; genauso wie für Anhänger von Schwarz-Gelb in Baden-Würtenberg es empfehlenswert ist die Erststimme der CDU und die Zweitstimme der FDP zu geben). |

Thomas
| | Veröffentlicht am Freitag, 20. September 2002 - 22:17 Uhr: | |
Soweit, so gut. Vielen Dank! Aber dann ist es für einen Anhänger (wohnend in NRW) der Rot-Grünen Koalition egal, wem er seine Erststimme gibt? Oder dann beide für SPD? Was soll dann diese Erststimme, wenn es ja eh "egal" ist? |

Martin Fehndrich
| | Veröffentlicht am Freitag, 20. September 2002 - 22:22 Uhr: | |
In NRW wird die Erststimme nichts an der Stärke der Parteien ändern. Sie wird allenfalls einen SPD Wahlkreiskandidaten gegen einen SPD-Listenkandidaten austauschen (bzw. einen CDU Wahlkreiskandidaten gegen einen CDU-Listenkandidaten). Die Entscheidung sollte demnach unabhängig von der Zweitstimme fallen und zwar nach dem Kriterium: Ist der weniger auf der Liste abgesicherte Kandidat besser oder schlechter als die Kandidaten auf seiner eigenen Liste. |

C.-J. Dickow
| | Veröffentlicht am Montag, 23. Juni 2003 - 03:02 Uhr: | |
@ Eike Falsch gedacht. Die Grünen haben ein Direktmandat erhalten und das hat auch noch die personelle Zusammensetzung des Bundestages verändert, weil Christian Ströbele nicht auf der Liste abgesichert war. |
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