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(Unregistrierter Gast)
| | Veröffentlicht am Sonntag, 11. Dezember 2005 - 17:54 Uhr: | |
Wollte mal nachfragen, ob Folgendes korrekt ist. Nach Adams kann eine Partei ohne absolute Mehrheit der Stimmen niemals die absolute Mehrheit der Sitze bekommen. Jedoch kann sie mit weniger als 50% der Stimmen, 50% der Sitze bekommen. Bsp.: 10 Sitze sind zu vergeben. Partei A: 401 Stimmen; 5 weitere Parteien je 100 Stimmen. Verteilung: Partei A bekommt 5, die anderen 5 Parteien je 1 Sitz. Die größte Partei A erhält trotz eines Stimmenanteils von nur 44,5% 50% der Sitze - obwohl Adams ja eigentlich große Parteien systematisch benachteiligt. |

Martin Fehndrich
| | Veröffentlicht am Sonntag, 11. Dezember 2005 - 19:31 Uhr: | |
Bei einem zu verteilenden Sitz und Adams kann die größte Partei auch bei weniger als 50% alle Sitze erhalten, das ist aber ein pathologischer Fall, da sich hier die Verteilungsverfahren nicht mehr unterscheiden. Der systematische Nachteil bei Adams für die große Partei besteht eben nur im Durchschnitt, nicht im Einzelfall. Das Beispiel ist so konstruiert, daß nur die große Partei den Aufrundungsvorteil erhält. Genausogut kann man ein Beispiel konstruieren, bei dem nur die große Partei bei d'Hondt den Abrundungsnachteil hat. Über systematische Benachteiligungen sagt das aber nichts au |

(Unregistrierter Gast)
| | Veröffentlicht am Montag, 12. Dezember 2005 - 19:14 Uhr: | |
Wie kann man eigentlich die beiden Formen bzw. Qualitäten der Minderheitsbedingung bezeichnen? Analog zur abgeschwächten (einfachen) und absoluten Mehrheitsbedingung abgeschwächte (einfache) und absolute Minderheitsbedingung??? Kommentar zu oben: Beim Divisorverfahren mit Aufrundung + 1 kann natürlich keine Partei ohne 50% der Stimmen 50% der Sitze erhalten. |

ich (Unregistrierter Gast)
| | Veröffentlicht am Dienstag, 13. Dezember 2005 - 21:46 Uhr: | |
@Martin Fehndrich Eigentlich müßte doch auch nach Adams bei jeder ungeraden Zahl an Sitzen und nur zwei Listen bei Stimmengleichheit (also keine absolute Mehrheit) eine der beiden Listen die absolute Mehrheit erhalten, oder bleibt dann ein Sitz unbesetzt? |

(Unregistrierter Gast)
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 14. Dezember 2005 - 14:58 Uhr: | |
@ ich Das ist ein theoretisch möglicher Grenzfall, bei dem das Los entscheidet. Nach Adams die allereinzige Möglichkeit, ohne absolute Stimmenmehrheit die absolute Mandatsmehrheit zu erhalten. |

sebu
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 14. Dezember 2005 - 15:00 Uhr: | |
@ich: Nein, auch bei Adams wird dann gelost. |