
Florian das Original Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Freitag, 08. Juli 2016 - 13:48 Uhr: | |
Nein, das stimmt nicht. (Nachdem mir die Frage ehrlich gesagt recht absurd vorkam, habe ich etwas gegoogelt. Hier ein Artikel, der die Hintergründe anhand eines konkreten Beispiels ganz gut erklärt: http://www.texasmonthly.com/the-daily-post/is-it-legal-for-an-atheist-to-hold-public-office-in-texas/ Zusammengefasst: - in der texanischen Verfassung gibt es tatsächlich eine Vorschrift, nach der jeder gewählte Amtsträger an ein höheres Wesen glauben muss. - Diese Vorschrift ist allerdings toter Buchstabe, weil sie der US-Verfassung widerspricht und daher nicht angewendet werden kann. (Ähnlich wie die Todesstrafe, die in einigen deutschen Landesverfassungen ausdrücklich erlaubt ist). - Es wurde daher in Texas faktisch auch noch nie ein Kandidat von einer Wahl wegen fehlender Religion ausgeschlossen. - Interessant ist allerdings für mich, dass im politischen Tagesgeschäft man in Texas offenbar schon punkten kann, wenn man einem Gegenkandidaten fehlende Religiosität vorwirft. Das ist dann allerdings lediglich das Ausnutzen der Präferenzen der Wähler und als solches natürlich zulässig. (Wäre es in Deutschland auch. Nur interessiert das hier heutzutage nicht mehr so sehr.). |