Wahlbörsen

[Wahlrechtslexikon]

Ein organisierter (meist experimenteller) Markt (d.h mit echtem Geld), auf dem Wertpapiere (Futures) auf den Ausgang einer Wahl gehandelt werden zum Zwecke der Vorhersage von Wahlergebnissen (aber auch zur Untersuchung von Marktverhalten).

Die Preise der Parteien ergeben sich durch Angebot und Nachfrage, die schlußendlichen Auszahlungsbeträge ergeben sich aus dem Wahlergebnis.

Hintergrund ist die Hayek-Hypothese zu Märkten, wonach ein Markt die verfügbaren, aber auf viele Personen verstreuten Informationen, besser als jedes Planungsinstrument sammelt und bewertet und das Ergebnisse in einem Marktpreis zusammenfaßt.

Wahlbörsen gehören zum Gebiet der Experimentellen Ökonomie.

Die erste Wahlbörse wurde 1988 von Robert Forsythe, University of Iowa, anlässlich der US-Präsidentschaftswahl veranstaltet.

Analog zu Wahlbörsen kann man für praktisch jedes in der Zukunft liegende Ereignis (Ergebnisse von Fußballspielen, Regierungsumbildungen, ....) Märke veranstalten.

Manipulationsmöglichkeiten/Schwächen

Technische Umsetzung


von Martin Fehndrich (04.09.2004)