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NichtWähler

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JH
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Montag, 17. Juni 2013 - 11:59 Uhr:   

es gibt eine zunehmende Anzahl von Wahlberechtigten, die bewusst und aus verschiedenen Gründen (Protest / Desinteresse) nicht zur Wahl gehen.

Es wäre sicher interessant, wenn bei den Prognosen und Wahlergebnisse die Anzahl der Nichtwähler wie eine eigene Partei dargestellt werden würde.

Interessanter wäre es aber auch, wenn bei den Wählergebnissen/Umfragen eine fiktive Sitzverteilung im Bundestag / Landtag angezeigt werden würde, bei der die Nichtwähler als eigene fiktive Partei abgezeigt werden würde.

Dann würde nämlich klar werden, dass die vermeintlich gewählte Mehrheit gar nicht die Mehrheit der Wahlberechtigten ist !!!
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Björn
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 17. Juni 2013 - 12:18 Uhr:   

"Dann würde nämlich klar werden, dass die vermeintlich gewählte Mehrheit gar nicht die Mehrheit der Wahlberechtigten ist !!!"

Und? Was bringt das letztendlich für die realen politischen Optionen? Solch eine Darstellung verwirrt nur, weil sie für den Wahlausgang mitsamt Koalitionsoptionen irrelevant ist.
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Good Entity
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Montag, 17. Juni 2013 - 14:13 Uhr:   

Es gibt außerdem eine ebenfalls zunehmende Anzahl von Wahlberechtigten, die möglicherweise gerne zur Wahl gehen würden, wenn sie nicht dement wären oder im Koma liegen würden. Die Zahl liegt nach vorsichtigen Schätzungen in Deutschland bei wahrscheinlich deutlich über 1 Million und ist damit durchaus ein relevanter Anteil der Nichtwähler. Das Wahlrecht ist diesen Wahlberechtigten auch keineswegs aberkannt, sie können nur schlicht nicht.

Sie würden wie auch im früheren Leben überwiegend genau die Parteien wählen, die jetzt auch im Bundestag sitzen. Nach allen Erkenntnissen gehören sie auch zu Altersgruppen, in denen sonst besonders viele Wahlberechtigte zur Wahl gehen.

Eine fiktive Darstellung der von dieser Gruppe gegen deren vermutlichen eigenen Wunsch nicht getroffenen Wahlentscheidungen sähe also ziemlich genauso aus, wie das von den anderen Wählern abgegebene Bild. Vielleicht etwas mehr Edmund Stoiber und Gregor Gysi, etwas weniger Joschka Fischer. Aber selbst das ist Spekulation. Jedenfalls sehe ich keine Erkenntnis, die einen gesonderten Balken sinnvoll machen würde.
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Jan W.
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 17. Juni 2013 - 14:33 Uhr:   

@JH
Diese Darstellung können Sie mit einer Tabellenkalkulation ganz einfach erreichen, indem Sie den Anteil der Nichtwähler (wo Rohdaten vorhanden) als eigene Partei ausweisen und die Anteile der richtigen Parteien mit (1 - Anteil der Nichtwähler) herabgewichten. Sitzverteilungen erzeugen Sie ggf. mit dem Sitzrechner von election.de ...
Veröffentlichen können Sie das über einen Blog.

Ansonsten ist die "absolute Mehrheit der Wahlberechtigten" in Deutschland keine relevante Größe. Relevant sind die abgegebenen gültigen Stimmen, soweit diese an erfolgreiche Einzelbewerber oder sperrklauselüberwindende Parteien vergeben sind, führen sie zu Mandaten: die absolute Mehrheit dieser Mandat ist nötig, um einen Kanzler zu wählen.
Nicht-Wähler sind nunmal keine Nein-Wähler, sie erhalten auch keine Nicht-Sitze, die die Kanzlerwahl erschweren, sie erhalten keinerlei Belohnung, sie enthalten sich einfach.
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Nein-Idee Andi
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 18. Juni 2013 - 00:01 Uhr:   

"Und? Was bringt das letztendlich für die realen politischen Optionen? Solch eine Darstellung verwirrt nur, weil sie für den Wahlausgang mitsamt Koalitionsoptionen irrelevant ist."

Wen würde das verwirren? Die Zuschauer oder eher die, die bereits abgeschaltet haben und nichtmal mehr zu schauen? Letztere bestimmt nicht.

Ich denke eine solche Darstellung wäre von Vorteil, um jene aus ihrem Wachschlaf zu wecken, die glauben, in Parlamenten würde alles mit rechten Dingen zugehen.

Einfacher als mit wachem Blick genau hinzuschauen, was sich im Lande regt, ist es freilich, eine solche Darstellung nicht zu wagen, und nur so zu tun, als wären Nichtwähler dement. Eine Unverschämtheit ist das! Doch ich kann es aushalten. Man ist von Politikern ja bereits einiges gewohnt.

Wer außerhalb der eigenen Box zu denken bereit ist, schaut bitte über den Horizont. Alle anderen bitte nicht den folgenden Link klicken.
www.lmgtfy.com?q=nichtwaehler+helden
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Jan W.
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 18. Juni 2013 - 00:38 Uhr:   

@Nein-Idee
Danke für die Aufklärung über die wahren geistigen Grundlagen der Nein-Idee ;) - das sagt auch einiges über die weniger offen formulierten Ziele der Gruppierung aus.
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Good Entity
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Dienstag, 18. Juni 2013 - 15:11 Uhr:   

Wer mit wachem Blick hinschaut, was sich im Lande regt, wird wissen, dass er damit rechnen mus, statistisch im Mittel sein eigenes letztes Lebensjahr im Zustand der Demenz zu verbringen. Das gilt für JH und Nein-Idee Andi ebenso wie für mich selbst und alle anderen in und außerhalb dieses Forums. Bei manchem sind es 10 Jahre, bei manchen 10 Tage. Schön für den, der vorher stirbt. Die Medizin sorgt dafür, dass wir ein paar mehr geistig frische Jahre bis zu diesem Moment erleben werden, sie verlängert aber die Zeitspanne selbst auch.

Jeder sollte sich Gedanken über die Konsequenzen machen, die das nicht nur für ihn selbst, seine Zeitgestaltung und seine Familie, sondern auch für seine Finanzen und Steuern oder sonstige Beiträge jetzt und in den nächsten Jahren lange vor der eigenen Demenz hat, wo seine Verantwortung liegt und eben auch welche Folgen das für die Dinge hat, die ihn sonst so interessieren.

Wer sich für Wahlrecht, Wahlergebnisse und Wahlen interessiert, kann nicht darüber hinwegschauen, dass ein ganz gravierender Anteil der Wahlberechtigten eben gar nicht wählen kann und auch nicht zu einer Entscheidung fähig ist, ob sie überhaupt wählen wollten, wenn sie denn könnten.

Es sind wohl mehr als 3 % der Wahlberechtigten in Deutschland, ganz genaue Zahlen hat nur jeder für sich und seine eigene Familie. 3 % der Wahlberechtigten sind mehr, als bei den letzten Landtagswahlen etwa für die Piraten oder in den alten Bundesländern für die Linken gestimmt haben.

Diese 3 % meist hochbetagter und dementer Personen unter den Wahlberechtigten nimmt nun ganz eindeutig Nein-Idee Andi für sich und seine Helden in Anspruch, denn sie sind Nichtwähler. Mit Dementen hat er aber offenbar Probleme und findet es unverschämt, sich mit ihnen und ihrer Situation beschäftigen zu sollen. Das ist bedauerlich für ihn, handelt es sich doch nach seiner eigenen Statistik um Leute, die er zu vertreten glaubt. Die Begriffe "außerhalb der eigenen Box denken" und "Wachschlaf" könnte man daher jetzt einfach mal neu zuordnen.
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Werner Fischer
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 18. Juni 2013 - 15:58 Uhr:   

Meine Sichtweise: Nicht-Wähler überlassen die Entscheidung (vielleicht ganz bewusst?) jenen Wählern, die wählen. Sie geben sich mit dem Ergebnis zufrieden, egal wie es ausgeht. Ich sehe darin eine ganz bewusste Entscheidung dieser Nicht-Wähler - alles andere ist eine Unterstellung, die durch nichts gestützt wird.

Wer "gegen die Etablierten" stimmen will, kann jederzeit eine der vielen Splitterparteien wählen, die sicher an der 5%-Hürde scheitern werden.
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Björn
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 18. Juni 2013 - 16:33 Uhr:   

"Ich denke eine solche Darstellung wäre von Vorteil, um jene aus ihrem Wachschlaf zu wecken, die glauben, in Parlamenten würde alles mit rechten Dingen zugehen."

Ehrlich, ich habe jetzt nicht verstanden, was das jetzt mit Nichtwählern zu tun hat, ob in Parlamenten alles mit rechten Dingen zugehen würde?
Nichtwähler nehmen von ihrem Recht Gebrauch, nicht bei der Wahl anzutreten. Das heißt meines Erachtens aber auch, dass sie sich nicht aktiv an demokratischen Entscheidungsprozessen beteiligen wollen und jedes Ergebnis akzeptieren. Wo geht also etwas nicht mit rechten Dingen zu??
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Nein-Idee Andi
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 18. Juni 2013 - 18:33 Uhr:   

@Jan W.
Was immer hier nun unausgesprochen ist, und was immer unter Nichtwähler und Helden im Internet zu finden ist, entspricht weder meiner noch anderer widerspruchsfreier Meinungen.

@Björn
"Entscheidungsprozessen beteiligen wollen und jedes Ergebnis akzeptieren. Wo geht also etwas nicht mit rechten Dingen zu??"

Die Entscheidungsprozesse, um die es geht, haben Alternativen, die sich außerhalb des Etatismus abspielen. Welche Problematik eben jener Etatismus mit sich bringt und inwiefern sich daraus grundsätzlich eine Diktatur entwickeln kann - nenn wir sie im Augenblick Parteiendiktatur -, erschließt sich nicht mittels Forenantwort sondern glücklicherweise nur durch einen neugierigen fragenden Geist, der die Gelegenheit hatte Abstand zu gewinnen.

Und damit meine ich nicht Dich, sondern Deinen Freund, Feind oder Nachbarn.

Viel Glück!
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Jan W.
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 18. Juni 2013 - 22:07 Uhr:   

Nun - ich bin gespannt, wie sich die Nein-Idee beim Bundeswahlleiter schlägt ;) Könnte lustig werden: schade, dass die Heute Show Sommerpause hat.

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