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Englische Lokalwahlen

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Christian Schmidt (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Mittwoch, 10. Mai 2006 - 13:50 Uhr:   

Letzte Woche waren in vielen Teilen Englands (darunter ganz London und alle Bezirke in den Metropolgrafschaften) Kommunalwahlen.

Das Ergebnis (Partei – Stimmen in % – Sitze – Sitze in %– Verluste/Gewinne in Sitzen):

Konservative 40% 1830 41% + 316
Liberale 27% 909 21% + 2
Arbeitspartei 26% 1439 33% – 319
Grüne 3% 29 1% + 20
Andere 4% 211 5% – 22

Das Mehrheitswahlrecht schlägt mal wieder voll zu. Die englischen Grünen sind extrem benachteiligt worden, aber auch die Liberaldemokraten. Labour profitiert hauptsächlich davon daß ihre Stimmen besser verteilt sind.
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Thomas Frings (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Mittwoch, 10. Mai 2006 - 18:48 Uhr:   

Da in kleineren Kommunen immer die Zahl der Mandate relativ größer ist, sagen solche Sitzzahlen wenig aus.

Allgemein ist die Ausssagekraft von Kommunal- und Nachwahlen ziemlich begrenzt. Es ist ja eher die Ausnahme, daß die Regierenden nicht eins auf den Deckel bekommen. Das heißt aber für die nächste Unterhauswahl gar nichts.
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görd
Veröffentlicht am Mittwoch, 10. Mai 2006 - 20:14 Uhr:   

Das kann man auch bereits in Deutschland erkennen, wenn man sich Wahlergebnisse von Landtagswahlen und wenig später stattfindenden Bundestagswahlen anschaut (also das Ergebnis im Land dann). Das gibt es auch immer wieder große Unterschiede und das wo doch angeblich die Bundespolitik solch einen Einfluss hat (was ich mittlerweile doch zweifelhaft finde).
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Philipp Wälchli (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Mittwoch, 10. Mai 2006 - 22:32 Uhr:   

Andernorts hatte ich bereits darauf hingewiesen, dass derartige Verhältnisse in manchen Ländern durchaus die Regel darstellen, d. h. eine mehr oder weniger gegenläufige Wahlentwicklung auf den verschiedenen staatlichen Ebenen (Kommunen, Kreise, Gliedstaaten, Zentralstaat) oder gar auf derselben Ebene zwischen getrennt gewählten Gremien (bspw. 1. und 2. Parlamentskammer).
Offenbar ist es vielen Wählern eben lieber, wenn nicht eine Partei oder politische Richtung auf allen Ebenen ausnahmslos die Mehrheit und damit das Sagen hat, sondern wenn verschiedene Ebenen auch von verschiedenen Parteien regiert werden, so dass sich eine gewisse gegenseitige Machtteilung und auch Kontrolle ergibt. Interessant wären auch die Europa-Wahlen, die aber natürlich für die nationale Politik im Grunde keine Rolle spielen.
Man mag dieses Verhalten vieler Wählenden in vielen Ländern bedauern, da diese Teilung der Macht oft auch zu Reibungsverlusten führt oder grosse Projekte scheitern lässt; anderseits verhindert sie auch allzu grosse Machtballung, Machtarroganz und beugt damit gewiss auch sehr üblen Entwicklungen wie ausgreifender Korruption, diktatorischen oder totalitären Tendenzen u. dgl. vor. Insofern scheinen viele Wählende absichtlich oder doch aus einem unbewussten Impuls heraus das verwirklichen zu wollen, was als Checks and Balances bekannt ist. Somit darf wohl doch dahinter eine gewisse Systematik vermutet werden.
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Christian Schmidt (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Freitag, 12. Mai 2006 - 11:33 Uhr:   

> Da in kleineren Kommunen immer die Zahl der Mandate relativ größer ist, sagen solche Sitzzahlen wenig aus.

Theoretisch ja, aber wieso ist dann Labour überrepräsentiert und nicht die Konservativen? Die kleineren Lokalwahlkreise befinden sich doch hauptsächlich in ländlichen Districts, also Tory-Hochburgen.

Und ja, in England wird bei Lokalwahlen schon fast traditionell gegen die Regierung gewählt, nur das Ausmaß (Labour nur 26%, Konservative über 40%) ist bemerkenswert. In den 90er hat die Major-Regierung übrigens auch ihre Rekordniederlagen bei Lokal- und Nachwahlen immer damit erklärt daß sowas in GB nun mal üblich ist, und daß es bei der nächsten Unterhauswahlen schon wieder anders aussehen wird ...

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