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Sachsen – OB-Wahl Leipzig 2006

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Sole (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Montag, 06. Februar 2006 - 19:58 Uhr:   

Stimmen 141.915 34,9 %
gültige 140.705 davon 99,1 %

Jung SPD 58.593 41,6 %
Pellmann Linke/WASG 21.867 15,5 %
Albrecht CDU 45.974 32,7 %
Weichert Grüne 8.552 6,1 %
Kern DSU 1.334 0,9 %
Werner BÜSO 1.073 0,8 %
Rehbein Rehbein 3.312 2,4 %

Es wird einen zweiten Wahlgang geben. Pellmann überlegt, der SPD ein Angebot zu machen und zurückzuziehen. Bei der letzten OB-Wahl April 2005 lag die SPD um 67 %, die CDU um 9 % und die Linke ebenfalls um 15 %. Die NPD erreichte 2,4 %.

Die Neuwahl war nötig geworden, da OB Tiefensee weggelobt wurde.
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J.A.L.
Veröffentlicht am Montag, 06. Februar 2006 - 22:35 Uhr:   

Wen hat die FDP unterstützt?
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Görd (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Dienstag, 07. Februar 2006 - 01:27 Uhr:   

Die SPD bzw. Jung wäre nicht gut beraten mit der PDS irgendein Deal zu machen. Wo sollten denn die 9% für Albrecht herkommen, damit dieser noch vorbeiziehen kann.
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Sole (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Dienstag, 07. Februar 2006 - 07:32 Uhr:   

Zum Beispiel aus dem kürzlich entdeckten Beraterverträge-Skandal. Oder aus einer Veränderung der Wählerzusammensetzung, die bei dieser Wahlbeteiligung ohne Mühe "drin ist".
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Görd (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Dienstag, 07. Februar 2006 - 20:57 Uhr:   

Gerade ein Deal mit der PDS könnte Wähler vergraulen. Wenn man sich dagegen mit den Grünen einigt, wäre es das Normalste von der Welt und man hätte zusammen einen fetten Vorsprung.
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zigzag (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Mittwoch, 08. Februar 2006 - 01:06 Uhr:   

Die Kandidaten scheinen sich schon alle entschieden zu haben ob sie erneut antreten oder nicht:

Zum zweiten Wahlgang der Oberbürgermeisterwahl in drei Wochen werden vier Kandidaten antreten.
Neben Burkhard Jung von der SPD, Uwe Albrecht von der CDU und Karsten Werner von der Büso, stellt sich auch der parteilose Kandidat Benedict Rehbein zur Wahl. Rehbein sagte, den Leipziger müsste eine vernünftige Wahlmöglichkeit geboten werden. DSU-Kandidat Bernd-Rüdiger Kern sagte im Gespräch mit mephisto 97.6, er werde auf seine Kandidatur verzichten. Gestern hatten schon der Grünen-Kandidat Michael Weichert und Dietmar Pellmann von der Linkspartei.PDS bekannt gegeben, nicht anzutreten. Die Stichwahl findet am 26. Februar statt und ist nötig geworden, weil kein Kandidat im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit erhalten hatte.


mephisto 97.6
obm-wahl.de
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Florian (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Mittwoch, 08. Februar 2006 - 12:08 Uhr:   

Was ist eigentlich das Kriterium, welche Kandidaten im 2. Wahlgang antreten dürfen?
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Sole (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Mittwoch, 08. Februar 2006 - 13:38 Uhr:   

Jeder darf, der zum ersten Wahlgang antrat.
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Florian (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Mittwoch, 08. Februar 2006 - 18:45 Uhr:   

Danke.
Welche Logik steht eigentlich dahinter, überhaupt 2 Wahlgänge zu veranstalten?
Das Ziel, einen Kandidaten mit absoluter Mehrheit zu bekommen (wie z.B. bei der bayerischen Bürgermeisterwahl) kann es ja wohl nicht sein.
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Sole (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Mittwoch, 08. Februar 2006 - 20:53 Uhr:   

Man gibt Lagern die Chance, sich zu vereinigen nachdem der interne Favorit feststeht. Sowas KANN immer nur als politischer Prozess stattfinden und nicht auf Basis irgendeiner Formel. In Thüringen haben wir das klassische "Stechen" als zweiten Gang.
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Görd (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Donnerstag, 09. Februar 2006 - 17:26 Uhr:   

Es dürfen auch Kandidaten zum zweiten Wahlgang antreten, die am ersten nicht teilgenommen haben. Dies ist z.B. 2001 in Dresden und Zwickau geschehen.

Der Sinn des System liegt darin der CDU soviele Bürgermeister und Landräte wie möglich zu bescheren.
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fritz (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Donnerstag, 09. Februar 2006 - 22:09 Uhr:   

Der 2. Wahlgang mit nur den beiden besten Kandidaten aus dem ersten Wahlgang hat den Nachteil, dass wenn die Wähler eines Lagers im ersten Wahlgang sehr zersplittert wählen, und es noch eine dritten ernsthaften Kandidaten gibt, es dann der zweite Wahlgang es dann keine echte Auswahl gibt.
Dies ist ja bei der letzten Präsidentenwahl in Frankreich passiert. Es standen ja dort im zweiten Wahlgang nicht wirklich 80% hinter Chirac. Sie waren zu großen Teilen nur gegen Le Pen.
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Görd (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Freitag, 10. Februar 2006 - 00:36 Uhr:   

Ich sehe es als einen größeren Nachteil an, dass man wie 2001 in Zwickau mit 35,9% der Wählerstimmen OB werden kann, als das im 2. Wahlgang jemand mit 80% gewählt wird, weil ein aussichtsreicher Kandidat es nicht geschafft hat.
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ja (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Freitag, 10. Februar 2006 - 08:25 Uhr:   

@Görd:
Die beiden (Extrem-)Beispiele zeigen eben, dass ein Verfahren in zwei Wahlgängen einem Präferenzstimmenverfahren unterlegen ist.
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Sole (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Freitag, 10. Februar 2006 - 09:18 Uhr:   

"Gerade ein Deal mit der PDS könnte Wähler vergraulen."

Wir reden hier von Leipzig. Zur Erinnerung: In anderen Städten wird auch mal einer von der FDP oder CDU mit PDS-Hilfe ins Amt gebracht.
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Good Entity (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Freitag, 10. Februar 2006 - 16:14 Uhr:   

Was mich wundert, ist das enttäuschende Abschneiden des Kandidaten der Linkspartei. In einer Stadt wie Leipzig wären doch eher 30 bis 40 % statt nun 15 % zu erwarten gewesen. Bei der letzten Wahl wars Platz 2 und auch schon 15 % - bei einem natürlich lokal unüberwindbaren populären Gegenkandidaten Tiefensee (SPD) auch okay.

Der ist jetzt weg - und sein Nachfolger bei der SPD verliert auch gleich heftigst den Tiefenseebonus von offenbar an die 30 % Stimmenanteil. Und die Wahlbeteiligung geht auch in die Knie. Gegenüber der letzten Wahl gibts auch viel mehr bundespolitischen Rückenwind für die Linkspartei.PDS. Also optimale Voraussetzungen für den Linksparteikandidaten, all das oder jedenfalls einen großen Teil aufzusaugen - und dann gibt es einen deutlichen Rückfall auf Platz 3 hinter eine Partei, die beim letzten mal gerade 9 % bekommen hat?

Gabs da irgendwelche Skandale bei der örtlichen Linkspartei? Oder ist für die CDU ein neuer Omaknutscher angetreten?
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Sachse (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Dienstag, 14. Februar 2006 - 00:52 Uhr:   

"Was mich wundert, ist das enttäuschende Abschneiden des Kandidaten der Linkspartei. In einer Stadt wie Leipzig wären doch eher 30 bis 40 % statt nun 15 % zu erwarten gewesen."

Wenn Barbara Höll nur 15 schafft, dann wollen die Leipziger ganz offenbar keine OB der Linkspartei. Bisher ist die desolate Lage der Stadt ja von Wirtschaftsansiedlungen und Olympiabewerbung überdeckt worden.

Im Gegenteil gab es einige unschöne Personalien, die CDU und SPD belasten. Der Linke-Kandidat hat den Nachteil, dass er relativ schmucklos verkündet hat, dass mit Prunk erstmal Schluss ist.

OB-Wahlen folgen eben eigenen Regeln.
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Thomas Frings (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Dienstag, 14. Februar 2006 - 18:52 Uhr:   

"OB-Wahlen folgen eben eigenen Regeln."

Wohl war. Da kann es auch schon vorkommen, daß ein Kandidat im ersten Wahlgang weniger Stimmen bekommt als im ersten, sogar prozentual, obwohl es keinen nachvollziehbaren Grund gibt. Nachdem die NRW-CDU das bei der letzten Kommunalwahl schmerzhaft erfahren mußte, wird in NRW wahrscheinlich künftig in einem WAhlgang mit relativer Mehrheit gewählt.

"Der Linke-Kandidat hat den Nachteil, dass er relativ schmucklos verkündet hat..."
Daß manche Fehler immer wieder gemacht werden: Mit Ehrlichkeit gewinnt man keine Wahlen, erst recht nicht als Volkspartei, und das ist die Linkspartei im Osten. Unangenehmes sagt man nach der Wahl und nicht vorher. Aber manche meinen ja, solch einfache Regeln ignorieren zu können. Merkel, die zumindest wesentlich ehrlicher war als Schröder, hätte das fast um die Karriere gebracht.
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Good Entity (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Dienstag, 14. Februar 2006 - 20:25 Uhr:   

unschöne Personalien, die die CDU ... belasten.

Und dann steigt der CDU-Kandidat trotzdem von 9 % auf 33 % ?? Ist das Superman? Oder singt er bei Tokyo Hotel? Ach, die Fans sind ja noch gar nicht wahlberechtigt.

@Sachse: OB-Wahlen folgen eben eigenen Regeln. Scheint so. @Thomas Frings: manche meinen ja, solch einfache Regeln ignorieren zu können. Sehr richtig, aber dass allein kanns hier wohl nicht sein.
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meuw (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Dienstag, 28. März 2006 - 12:44 Uhr:   

der CDU-Mann ist auf Druck der FDP, die ihn nicht unwesentlich finaziell und personell unterstützt hat so angetreten, dass man die Partei nicht gleich sah, weil diese in dieser Stadt nunmal ein Verliererimage hat. Dass er weit besser war als der vorherige CDU-Kadidat steht außer Frage. Und nun ja, er ist seriöser und glaubwürdiger als der nun gewählte Jung von der SPD, der den Tiefensee-Bonus in keinem Fall nutzen konnte. Die Stimmen für Albrecht kamen in erster Linie aus dem Tiefensee-Wähler-Lager.

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