Themen Themen Profil Profil Hilfe/Anleitungen Hilfe Teilnehmerliste Teilnehmerliste [Wahlrecht.de Startseite]
Suche Letzte 1|3|7 Tage Suche Suche Verzeichnis Verzeichnis  

LTW Vorarlberg

Wahlrecht.de Forum » Wahlergebnisse » Wahlen und Abstimmungen im Ausland » LTW Vorarlberg « Zurück Weiter »

Autor Beitrag
 Link zu diesem Beitrag

Mörsberg
Veröffentlicht am Montag, 20. September 2004 - 14:08 Uhr:   

Es ist natürlich gerade in Deutschland ein wenig untergegangen. Aber manch einen wird vielleicht auch eine Landtagswahl im alemannischen Teil Österreichs noch interessieren.

Vorläufiges Endergebnis (inklusive Wahlkarten):
ÖVP: 54,9 Prozent (+9,2)
SPÖ: 16,9 Prozent (+3,9%)
FPÖ: 12,9 Prozent (-14,5)
Grüne: 10,2 Prozent (+4,1 %)
Sonstige: 5,1 Prozent (-2,1%).

Und damit können auch Konservative in Schwarz und Grün (die VB-Grünen sind ziemlich grasgrün) dem gestrigen Tag noch etwas Positives abgewinnen. Sitzverteilung (36 Sitze, d'Hondt) ist 21-6-5-4, letzter Sitz VP, nächster Sitz SP.
 Link zu diesem Beitrag

Aussi
Veröffentlicht am Montag, 20. September 2004 - 14:49 Uhr:   

Interessiert mich, hatte ich allerdings schon anderswo erfahren. Die genaue Verteilung bei den ,,Sonstigen" interessiert mich dagegen auch sehr und die konnte ich noch nicht in Erfahrung bringen; vielleicht weißt du die auch noch?
 Link zu diesem Beitrag

zigzag
Veröffentlicht am Montag, 20. September 2004 - 15:17 Uhr:   

@Aussi
Hier gibts auch die Stimmen der Sonstigen:
http://vorarlberg.orf.at/oesterreich.orf?read=detail&channel=7&id=344426
 Link zu diesem Beitrag

Thomas Frings
Veröffentlicht am Montag, 20. September 2004 - 15:54 Uhr:   

"letzter Sitz VP, nächster Sitz SP"

Nein, letzter Sitz Grüne, nächster Sitz ÖVP.
Wahlrecht: Die politischen Bezirke (Bregenz, Bludenz, Dornbirn, Feldkirch) fungieren als Wahlkreise. Für jede volle Hagenbach-Bioschoff-Quota im Wahlkreis gibt es ein Sitz, Restmandate werden auf Landesebene proportional nach Anzahl der Reststimmen nach d'Hondt vergeben. Dabei kann theoretisch negatives Stimmengewicht auftreten, or allem, wenn viele Stimmen durch die 5%-Hürde durch's Rost fallen. In Bludenz und Bregenz war ein Grundmandat gestern wieder teurer als Restsitze. Im allgemeinen nutzt das Wahlrecht aber eher der stärksten Partei.

Zur Wahl allgemein: Erfreulich ist, daß die altmodischen SPÖ-Sozialisten auch auf extrem niedrigem Niveau kaum zulegen konnten. Das Grünen-Ergebnis ist gemessen an strukturellen Gegebenheiten sehr mäßig, das liegt wohl auch an VAU (Linkspopulisten) und Frizz (wertkonserv. Ökologen). Die FPÖ war in Vorarlberg immer recht stark und daher war ein Totaleinbruch wie z.B. in Niederösterreich nicht zu erwarten, ich hatte mit etwas mehr für die FPÖ für möglich gehalten. Schüssel kann zufrieden sein, auch wenn sich Sausgruber wie alle LHs von der Bundes-VP abgegrenzt hat. Die Landeshauptleute haben in der ÖVP ja noch nie eine besonders konstruktive Rolle gespielt.
 Link zu diesem Beitrag

Mörsberg
Veröffentlicht am Montag, 20. September 2004 - 17:03 Uhr:   

Die allgemeine Einschätzung geht dahin, der Vorarlberg-Wahl so gut wie keine bundespolitische Bedeutung zuzuschreiben. Dafür spricht auch, dass ähnlich wie bei der letzten NRW sich die Resultate wieder auf landesübliches Normalmaß eingependelt haben. Die starken Korrelationen des Wahlergebnisses mit der Sozialstruktur der Bevölkerung lassen sich bis auf Gemeindeebene klar feststellen.
Hochburgen:
ÖVP: Bauern, Tourismus, v.a. Skigebiete
SPÖ: Eisenbahn und Energiewirtschaft
FPÖ: Nicht-SPÖ-Industrie und Wintertourismus
Grüne: Dienstleistungen und öffentlicher Sektor, z.T. Sommertourismus.
Diaspora:
ÖVP: Industrie
SPÖ: Tourismus und Landwirtschaft
FPÖ: Dienstleistungen
Grüne: Wintertourismus und Industrie.

Schön, dass es noch Wahlen gibt, die sich so leicht analysieren lassen. Im übrigen muss man das FPÖ-Resultat ungeachtet dessen, dass es noch zweistellig ist, als ziemliche Katastrophe für die Partei interpretieren. Immerhin ist der aktuelle FPÖ-Vizekanzler Gorbach Vorarlberger. Es hätte nur noch gefehlt, dass die Grünen Dritte geworden wären. Da fehlte aber ein zugkräftiges Brennpunktthema, wie es in Tirol der Transitverkehr ist.
 Link zu diesem Beitrag

Thomas Frings
Veröffentlicht am Montag, 20. September 2004 - 19:54 Uhr:   

"Da fehlte aber ein zugkräftiges Brennpunktthema, wie es in Tirol der Transitverkehr ist."

Wenn man bedenkt, daß sie schon 1984 13% hatten und vor der FPÖ lagen, sind die 10,2% jetzt eher wenig. Es ist auch das einzige Land, in dem sie seit 2002 das Nationalratsergebnis weit unterboten haben.

Zur FPÖ: Bei den meisten Wahlen seit 2002 lagen sie ungefähr 2 Prozentpunkte unter der NRW 2002: Niederösterr.:NRW 6,9-LT4,5, Oberösterr. NRW 10,4, LT 8,4, Salzburg: NRW 10,7, LT8,7, Tirol NRW 10,0, LT 8,0. Das ist fast schon ein zu perfekter Zusammenhang. Nur Kärnten fällt krass aus dem Rahmen. So gesehen sind die 12,94% in Vorarlberg gar nicht so miserabel, es ist fast exakt der gleiche Stimmenanteil wie 2002 (12,99%).

Gibt es eigentlich eine klare Korrelation zwischen Wahlbeteiligung und Veränderung der Stimmenanteile? Die Wahlpflicht galt ja erstmals nicht mehr.

Beitrag verfassen
Beitrag:
Fett Kursiv Unterstrichen Erstelle Link Clipart einfügen

Benutzername: Hinweis:
Dies ist ein geschützter Bereich, in dem ausschliesslich registrierte Benutzer Beiträge veröffentlichen können.
Kennwort:
Optionen: HTML-Code anzeigen
URLs innerhalb des Beitrags aktivieren
Auswahl:

Admin Admin Logout Logout   Vorige Seite Vorige Seite Nächste Seite Nächste Seite