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zigzag
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 10. Juni 2004 - 21:56 Uhr: | |
Nach der Prognose jetzt 1. Hochrechnung (mit Grafik) http://www.nos.nl/lijn25/voorpagina/index.html |

Thomas Frings
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 10. Juni 2004 - 21:56 Uhr: | |
" Ursprunglich hatte die VVD wohl ein Thema; erst sollte heute auch abegestimmt werden uber der Europaische Grundgesetz, " Auf den Zug sind doch schon alle aufgesprungen, damit ist das Thema wahlstrategisch wertlos. @ Mörsberg "Gallup besser nicht ernst nehmen" Allerdings, auch die Österreich-Zahlen sind sehr komisch. Bei HPM ist sehr die Frage, ob die, die angeben ihn wählen zu wollen, auch tatsächlich zur Urne gehen. Die Grünen sind definitiv zu hoch angesetzt, die ÖVP zu niedrig. Der FPÖ-Wert ist wohl zu hoch und die SPÖ dürfte mehr bekommen. |

Liberaldemokrat
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 10. Juni 2004 - 22:39 Uhr: | |
Niederlande. Die Wahl ist mehr oder weniger ein Debakel für die Regierungsparteien, aber auch für die Grünen und CU/SGP. Die Liberalen haben 6% der Stimmen verloren und liegen derzeit bei nur 14%; aber immerhin schafften die Demokraten erneut den Sprung ins Parlament. Die LPF ist näher an den 3,7% dran als ich dachte. Scheinbar wurde EuropaTransparent unterbewertet, sie erhielt (laut Hochrechnung) etwa 7% der Stimmen und die "Partei von den Tieren" bei 3,7%. Ich bin ziemlich gespannt wie die Wahlen in UK (besonders die Ergebnisse von UKIP und LibDems) und Deutschland ausgehen. Vielleicht gibts ja auch eine kleine Überraschung, auch wenn ich nicht daran glaube, aber wer weiß. |

zigzag
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 10. Juni 2004 - 23:22 Uhr: | |
@Liberaldemolrat Die EU-Wahl-Ergebnisse aus UK sollen erst am Sonntag veröffentlicht werden, ich bin mal gespannt, ob da nicht doch was durchsickert. Bis dahin müssen wir uns mit den Lokalwahlergebnissen ab 0:00 Uhr MEZ begnügen. FIRST ELECTION RESULTS DUE: Local - Bassetlaw, Carlisle and Gloucester 2300BST 10 June London mayor and assembly - early evening 11 June European elections, UK results - from 2130BST 13 June; Northern Ireland and parts of Scotland, 14 June ( http://news.bbc.co.uk/1/hi/uk_politics/3796075.stm ) http://news.bbc.co.uk/1/hi/in_depth/uk_politics/2004/vote_2004/default.stm |

Thomas Frings
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 10. Juni 2004 - 23:59 Uhr: | |
99,1% ausgezählt lt. NOS-Teletext CDA 24,5% PvdA 23,6 VVD 13,1 GL 7,4 CU/SGP 5,9 D66 4,2 SP 7,0 Eur. Transp. 7,3 LPF 2,6 PvdD 3,2 |

Thomas Frings
| | Veröffentlicht am Freitag, 11. Juni 2004 - 00:14 Uhr: | |
Sitzverteilung: CDA 7 PvdA 7 VVD 4 GL 2 CU/SGP 2 D66 1 SP 2 Europa Transp. 2 Die Inkonsistenz des Wahlrechts (Verteilung nach d'Hondt, Unterverteilung in Listenverbindung aber Hare/N.) führt zu einem bemerkensweren Resultat: Die CDA verliert durch die Listenverbindung mit CU/SGP einen Sitz an diese, ansonsten gibt es keie Änderung duch Listenverbindungen. |

Thomas Frings
| | Veröffentlicht am Freitag, 11. Juni 2004 - 00:17 Uhr: | |
Die Wahlbeteiligung ist mit 39,1% (1999: 29,9%- 1994: 35,6%) erstaunlich hoch. Ich fürchte, das könnte in Deutschland unterboten werden |

Mörsberg
| | Veröffentlicht am Freitag, 11. Juni 2004 - 10:49 Uhr: | |
> Die EU-Wahl-Ergebnisse aus UK Die Lokalwahlen sind wenigstens in einiger Hinsicht gute Trendanzeiger. Man muss allerdings ca. 1/3 der lokalen Tory-Stimmen in Europa zur UKIP rechnen. Über Schottland und NI lässt sich garnix sagen, die verhalten sich sehr verschieden zu England. Damit vermutlich: Labour - keine Erholung gegenüber 99. Tories - verlieren an UKIP. LibDem - deutliche Zugewinne (ich schätze mal so auf landesweit 17%). GP - auch deutliche Gewinne an Stimmen, aber möglicherweise nur einen EP-Sitz (Nordwestengland) mehr. UKIP - No comment. BNP - bleibt draußen. Da wären Liberale und Grüne für die niederländischen Verluste entschädigt (war jetzt leicht unpassend, die jeweiligen Parteien sind doch zu unterschiedlich). |

Thomas Frings
| | Veröffentlicht am Freitag, 11. Juni 2004 - 17:48 Uhr: | |
@Mörsberg Nordirland ist relativ leicht zu pronostizieren. Da die Protestanten (noch) die Mehrheit stellen, bekommen sie 2 Sitze die Katholiken einen, d.h. dann wahrscheinlich DUP 1- UUP 1- SF 1. Hier noch absolute Zahlen für NL (ohne Briefwahlstimmen aus dem Ausland): CDA 1.162.028 PvdA 1.121.647 VVD 625.659 GL 350.931 Eur. Transp. 347.744 SP 332.471 CU/SGP 280.290 D66 201.465 PvdD 152.910 LPF 121.192 Rest 56.954 (Quelle: NRC Handelsblad) Die Listenverbindung hat der CDA übrigens doch nicht geschadet, denn ohne die Listenverbindung hätte PvdA einen Sitz mehr und die CU einen weniger. Wohl aber hätte die CDA einen Sitz mehr, wenn die Möglichkeit der Listenverbindungen nicht gäbe. "die jeweiligen Parteien sind doch zu unterschiedlich" Allerdings, die LibDems sind für die Liberalen eigentlich zu links, die VVD ist dagegen am rechten Rand des liberalen Spektrums. |

Mitschnacker
| | Veröffentlicht am Freitag, 11. Juni 2004 - 17:57 Uhr: | |
Wo steht die "Eur. Transp." eigentlich politisch? |

Mörsberg
| | Veröffentlicht am Freitag, 11. Juni 2004 - 20:22 Uhr: | |
> Wo steht die "Eur. Transp." eigentlich politisch? Diese Frage, die auch im Zusammenhang z.B. mit Darbo (LT), Nezavlisi (CS) und anderen schon aufgeworfen wurde, ist - mal wieder - ein Argument für eine Wahl zwischen europaweiten Parteien. Bei der derzeitigen Organisation der EP-Wahl ist das den Wählern zu wenig im Bewusstsein. Konkret: In NL sind EVP, SPE, ELDR, GRÜNE-EFA, VEL und EDD bereits versorgt. Zur UEN passt Buitenen nicht wirklich, rechtsextrem ist er auch nicht. Dass er als Fraktionsloser enden wird, ist nicht unwahrscheinlich. Entsprechend nutzlos war es daher, ihn zu wählen. Falls solche selbsternannten "Aufräumer" sich EU-weit organisieren würden und am Ende zusammen eine Chance auf eine eigene Fraktion hätten, wär die Lage schon anders. Aber gerade diese Sonderfälle lassen das EP erst recht "unaufgeräumt" wirken. |

Mörsberg
| | Veröffentlicht am Freitag, 11. Juni 2004 - 20:49 Uhr: | |
Aus dem Forum von politics.ie betreffend Nordirland: "Latest predicitions from UTV are that Bairbre will definetly win a seat and there is a possibility that she could top the poll. Turnout was highest in what are traditionally SF areas. Analyst on UTV was saying that there is a possibility that Baribre could even help Martin Morgan (SDLP) get the third seat." Übrigens ist auch für Sinn Féin die Fraktionszugehörigkeit nicht so ganz sicher. VEL wär ne Möglichkeit, aber sicher ist das keineswegs. |

Liberaldemokrat
| | Veröffentlicht am Freitag, 11. Juni 2004 - 21:58 Uhr: | |
> Wo steht die "Eur. Transp." eigentlich politisch? Eine Mitgliedschaft in der ELDR ist wahrscheinlich auch nicht ausgeschlossen, wenn man die Stellungnahme von Silvana Koch-Mehrin ließt: "Unser Glückwunsch gilt auch den neuen Abgeordneten, die sich ganz besonders dem Kampf gegen Verschwendung, Abzockerei und Absahnerei in den europäischen Institutionen verschrieben haben", erklärt Silvana Koch-Mehrin. |

Mörsberg
| | Veröffentlicht am Samstag, 12. Juni 2004 - 16:32 Uhr: | |
Tschechien: ODS (EVP) 9 KSCM (VEL) 5 CSSD (SPE) 3 KDU (EVP) 3 SN/ED (?) 2 Nezavisli (?) 2 US-DEU und SZ nicht dron. |

Mörsberg
| | Veröffentlicht am Samstag, 12. Juni 2004 - 16:35 Uhr: | |
Irland: Dublin: Mitchell (FG), Ryan (FF) und De Rossa (LAB) sicher. Letzter Sitz zwischen McDonald (SF) 16%, McKenna (GP) und Bacik (LAB) je 10%. Süden: FG 1, FF 1, dritter Sitz zwischen FF und IND. Osten: FG 1, FF 1, dritter Sitz zwischen LAB und FG. Nordwesten: FF 1, FG 1, IND 1, sehr viel SF. |

Mörsberg
| | Veröffentlicht am Samstag, 12. Juni 2004 - 16:46 Uhr: | |
Zwei Korrekturen, sorry: Tausche SN/ED und KDU in Tschechien. In Dublin Bacik 11%. |

zigzag
| | Veröffentlicht am Samstag, 12. Juni 2004 - 19:11 Uhr: | |
Irland Europawahl und Exit-poll für die Lokalwahlen: http://www.rte.ie/news/elections2004/ http://www.ireland.com/focus/euroelection2004/ http://www.ireland.com/focus/localelection2004/ Exit poll Tschechien (hat Mörsberg ja schon in Mandate umgerechnet): http://www.czech-tv.cz/specialy/volby-ep/vyzkum1.html Allerdings können die Grünen (SZ) mit 4,50% noch hoffen die 5%-Hürde zu überspringen. http://volby.ihned.cz/ und Infos in deutsch: http://www.radio.cz/de/ Überasschung in Lettland: Die national-konservative bzw. nationalistische TB/LNNK erlangt 28,81% (in Umfragen lag sie zwischen 5% und 8%)und die Union der Grünen und Bauern von Ministerpräsident Emsis liegt mit nur bei 4,80% ach unter der 5%-Hürde: http://www.tvnet.lv/news/ |

zigzag
| | Veröffentlicht am Sonntag, 13. Juni 2004 - 21:17 Uhr: | |
Infos aus anderen Ländern: http://derstandard.at/?ressort=EU-Wahl http://www.euobserver.com/?sid=154&aid=16501 |

c07
| | Veröffentlicht am Sonntag, 13. Juni 2004 - 21:45 Uhr: | |
Vor 22 Uhr wirds leider nichts mehr mit dem Gesamtergebnis. Die meisten Länder sind zu langsam. Interessantes aus München: Grüne mit 23,3% weit vor der SPD (18,8%). Die CSU ist dort mit 41,7% unter Rot-Grün gefallen. Überhaupt verliert die CSU in Bayern deutlicher als die SPD. |

Niederbayer
| | Veröffentlicht am Sonntag, 13. Juni 2004 - 22:47 Uhr: | |
Zu Bayern: Man darf aber auch nicht vergessen, dass die CSU bei der letzten Wahl mit 64% ein utopisches Ergebnis eingefahren hat. Im übrigen sind die CSU-Wähler vor allem zur FDP und zu kleineren konservativen Parteien gegangen. Somit ist das Ergebnis trotz Stoibers Sparkurs ziemlich ordentlich. Die SPD war ja der Meinung, dass die CSu aufgrund des Sparkurses unter 50% rutscht. |

c07
| | Veröffentlicht am Sonntag, 13. Juni 2004 - 22:53 Uhr: | |
Auffallend fast überall eine extreme Zunahme der ungültigen Stimmen (im Saarland weit über der 5%-Hürde, in Baden-Württemberg vervierfacht. |

Florian
| | Veröffentlicht am Montag, 14. Juni 2004 - 02:14 Uhr: | |
Der _prozentuale_ Verlust der SPD war in Bayern deutlich höher als der der CSU. Man kann es wirklich kaum glauben, dass die SPD nur noch auf 15% kommt. Mindestens genauso bedenklich (aus SPD-Sicht) sind die sehr schlechten Werte um die 25% in NRW und Schleswig-Holstein - denn in diesen beiden Ländern wird sich das Schicksal der Bundesregierung im nächsten Jahr entscheiden. |

Florian
| | Veröffentlicht am Montag, 14. Juni 2004 - 02:30 Uhr: | |
Noch eine allgemeine Medien-Kritik: In den Wahlsendungen auf ARD und ZDF heute abend wurde von den Journalisten immer wieder beklagt, dass es so wenig Interesse an Europa gäbe und die Wahl von vielen Wählern als reine nationale Protestwahl behandelt wurde statt die eigenständige Bedeutung Europas zu erkennen. Dabei haben ARD und ZDF sich diesbezüglich selbst skandalös verhalten: Die Europa-Wahl wurde von beiden Sendern wie eine reine inner-deutsche Angelegenheit behandelt. Es wurde zwar wie üblich "nach Berlin" geschaltet, um die Stimmen irgendwelcher nationaler Partei-Hintersassen einzufangen. Aber eine Berichterstattung aus Brüssel? Totale Fehlanzeige. (Soweit ich es mitbekommen habe, kam die einzige politische Berichterstattung aus dem sonstigen Europa aus Lissabonn - von einem Herrn mit einem Fussball in der Hand...). Eine kohärente Analyse, wie sich die Gewichte im gesamten Europaparlament verschoben haben (statt nur innerhalb der deutschen Delegation)? Totale Fehlanzeige. Stattdessen hat sich die ARD nicht entblödet, die übliche halbkreisförmige Graphik zu verwenden, mit der üblicherweise die Verteilung der Parlamentssitze dargestellt werden - und den ganzen Halbkreis nur für die 99 deutschen Sitze zu verwenden. Ganz so, als gäbe es keine Abgeordneten aus anderen Staaten, um das Parlamentsrund zu bevölkern. Selbst der Satz "die Union steht knapp vor einer absoluten Mehrheit" viel. Mit anderen Worten: Über Stunden ausschließlich eine nationale Nabelschau. Eine "europäische Öffentlichkeit" oder wenigstens eine deutsche Öffentlichkeit mit Interesse an europäischen Zusammenhängen zieht man so jedenfalls nicht heran. Wie es anders geht, zeigte übrigens das österreichische ORF, wo schon kurz nach 18:00 Uhr über die Hochrechnungen aus ganz Europa berichtet wurde. Auf dem ORF-Videotext gibt es auch - anders als bei der ARD - eine Prognose der Sitzverteilung auf die einzelnen europäischen Fraktionen. |

c07
| | Veröffentlicht am Montag, 14. Juni 2004 - 02:52 Uhr: | |
Florian: > Der _prozentuale_ Verlust der SPD war in Bayern deutlich höher als der der CSU. Der ist aber auch kein sinnvolleres Maß. Wenn ich eine 100%-Zunahme der FDP mit einer 10%-Zunahme der CSU vergleichen würd, wär es die wahrscheinlich auch nicht recht. Beides gibt den Erfolg einer Partei nicht maßstabsgerecht wieder. Aber Mehrheiten bestimmen sich durch die absoluten Änderungen. Zur deiner Medien-Kritik: Im Prinzip völlig richtig, aber bei den getrennten Wahlsystemen und insbesondere der unproportionalen Aufteilung braucht man sich nicht zu wundern, dass der nationale Aspekt im Vordergrund steht. |

Ralf Arnemann
| | Veröffentlicht am Montag, 14. Juni 2004 - 09:43 Uhr: | |
Ich gebe Florian völlig recht, die Fernsehberichterstattung zur EP-Wahl war grottenschlecht. Ich habe gestern zwei Stunden vor der Glotze verbracht und keine einzige Information zu den übrigen europäischen Ergebnissen. Auch die eigentlich Europa-Spitzen der Parteien kamen fast nicht zu Wort, etwas Pöttering und Koch-Mehrin war alles. Insgesamt eigentlich ein Skandal, daß z. B. ein Pöttering so völlig unbekannt ist (weil er von den Medien fast komplett ignoriert wird): Der Mann ist immerhin Vorsitzender der größten EP-Fraktion und einer der einflußreichsten Politiker der EU. Sein praktisch wirksamer Einfluß dürfte deutlich über dem mancher Ministerpräsidenten oder Bundesminister liegen. |
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