| Autor |
Beitrag |

Unionsanhänger
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 17. Februar 2005 - 20:09 Uhr: | |
Umfrageergebnisse für die NPD sind nahezu wertlos. Warum? Weil die NPD klammheimlich gewählt wird und sich kaum jemand gegenüber einem Interviewer als deren Wähler outen will. Die meisten NPD-Wähler sind bekanntlich arbeitslose junge Männer mit Hauptschulabschluß, die wohl überwiegend noch im elterlichen Haushalt wohnen. Sie werden also für Umfragen (a) nur schwer ans Telefon zu bekommen sein und (b) weder gegenüber den Eltern noch der Freundin Farbe bekennen. Aus 3 % bei Umfragen können also leicht 6 % oder auch (weniger leicht) 9 % werden. Dann behaupten die Rechten regelmäßig, ihre Umfragewerte würden absichtlich nach unten manipuliert, um die Wähler zu entmutigen. Das ist natürlich Quatsch und wäre - aus den genannten Gründen (immer unter 5 % bei Umfragen - auch unnötig. |

Unionsanhänger
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 17. Februar 2005 - 20:15 Uhr: | |
Der SSW dürfte heute noch Auftrieb erhalten haben; einmal durch das neue Karlsruher Urteil und einmal durch die professioneller und einer Volkspartei würdigen Abschlußkundgebung in Flensburg, die heute von Phoenix übertragen wurde. Möglich, dass er sein letztes Wahlergebnis noch übertrifft und sogar an der 5-%-Hürde kratzt, die ihm eigentlich egal sein kann. Mit vier Sitzen (statt drei) hätte er denn auch Fraktionsstatus. |

Sole
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 17. Februar 2005 - 20:53 Uhr: | |
Der vierte Listenplatz ist die Landesvorsitzende. Na dann. |

Martin Fehndrich
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 17. Februar 2005 - 21:31 Uhr: | |
Daß die Methodik und die Rohdaten etwas genauer beschrieben werden, könnte man schon von einem wissenschaftlichen orientierten Ansatz erwarten. Was mich erstaunt, die hohe angegebene Zahl von Anwortverweigerern von über 50%. |

J.A.L.
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 17. Februar 2005 - 22:06 Uhr: | |
"Aus 3 % bei Umfragen können also leicht 6 % oder auch (weniger leicht) 9 % werden." Nun ja, die NDP hatte jetzt mal EIN gutes, gutes, deutlich über der Prognose liegendes Ergebnis in den letzten 30 Jahren auf Bundes-/Landesebene. Das hatte aber nun fast jeder Bei den Legionen Wahlen zuvor bedeutete Essig (<2%) für die NPD bei den Umfragen auch Essig (<2%) am Wahltag. Davon eine allgemeine Regel abzuleiten, dass NPD-Umfragewerte "leicht" dupliziert oder gar tripliziert werden müssten, halte ich für gewagt bis frivol. |

Ralf Arnemann
| | Veröffentlicht am Freitag, 18. Februar 2005 - 11:21 Uhr: | |
@J.A.L.: > Davon eine allgemeine Regel abzuleiten, dass NPD-Umfragewerte "leicht" > dupliziert oder gar tripliziert werden müssten, halte ich für gewagt > bis frivol. Das war wohl auch nicht die Behauptung. Aber es gilt halt umgekehrt, daß niedrige Werte noch keine Sicherheit bieten. Bei der NPD gibt es zwar nur die Fehleinschätzung von Sachsen, aber ähnliche Effekte gab es ja schon bei den Reps, der DVU und der Schill-Partei. Entscheidend sind die Rahmenbedingungen: Allgemein muffelige Stimmung im Wahlland, kein wirklich packender Kampf um die Mehrheit seitens der etablierten Parteien, starker Propagandaeinsatz der Rechtsextremen, große mediale Aufmerksamkeit, insbesondere "Warnungen". Das ist derzeit in S-H durchaus der Fall, daher kann das NPD-Ergebnis durchaus deutlich über den Umfragewerten liegen. |

Andreas Schönberger
| | Veröffentlicht am Freitag, 18. Februar 2005 - 18:34 Uhr: | |
Auch die VISA-Affaire wird der NPD nützen, nach dem Motto: Die Etablierten lassen doch eh jeden rein. |

Hans Zimmer
| | Veröffentlicht am Freitag, 18. Februar 2005 - 18:37 Uhr: | |
Kaum. Die Grünen sind nicht "Die Etablierten". |

J.A.L.
| | Veröffentlicht am Freitag, 18. Februar 2005 - 18:46 Uhr: | |
Auch wenn manche Grünen es selbst nicht ahrhaben wollen, würde ich die Grünen als Partei, die nunmehr seit mehr als 20 Jahren regelmäßig in deutschen Parlamenten sitzt und die nun ununterbrochen seit 5,5 Jahren die deutsche Bundesregierung stützt als deutlich etabliert bezeichnen. Und was noch viel wichtiger ist: Dem Nervknotenpunkten, den NPD-Anhänger im Kopf haben, wird es sich in jedem Fall so darstellen. |

C.-J. Dickow
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 24. März 2005 - 22:06 Uhr: | |
Neue S-H-Umfrage von Forsa für die Lübecker Nachrichten: CDU 51% SPD 31% FDP 5% Grüne 5% SSW 3% Übrige 5% |

Imperator rex
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 24. März 2005 - 23:18 Uhr: | |
Ich kann mir nicht vorstellen, daß es so manchen in der CDU nicht juckt, die Forderungen daraufhin noch ein wenig höher zu schrauben. Es winken 2/3-Mehrheiten mit der FDP und alleinige Mehrheiten ohne FDP bei einem eventuellen Erwerb der absoluten Mehrheit in Baden-Württemberg und dazu in Sachsen-Anhalt oder Nordrhein-Westfalen oder Rheinland-Pfalz, was in der Innen- und Rechtspolitik durchaus Vorteile bieten würde im Bundesrat. (Voraussetzung: Neuwahlen und absolute Mehrheit für die CDU) Vom Machtpolitischen in Schleswig-Holstein ganz zu schweigen. Mal sehen, ob man dieser Versuchung widerstehen kann. |

Kai
| | Veröffentlicht am Freitag, 25. März 2005 - 00:58 Uhr: | |
Die CDU müsste Neuwahlen nicht fürchten. Aber sie braucht die Zustimmung der SPD dazu. Und zur politischen Glaubwürdigkeit gehört auch - selbst wenn momentan Zwei Drittel der Schleswig-Holsteiner Neuwahlen wünschen -, vor der Auflösung des Landtages alles versucht zu haben, doch mit diesen Mehrheitsverhältnissen eine Koalition zu schmieden. Kubicki hat es nach dem 3. Wahlgang durchaus zutreffend auf den Punkt gebracht: Wir können uns das Wahlergebnis nicht schön schnitzen. |

Mitleser Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Freitag, 17. Juli 2009 - 23:07 Uhr: | |
Eine Umfrage von Forsa für die Lübecker Nachrichten: CDU: 38 % SPD: 27 % FDP: 14 % GRÜ: 8 % LIN: 5 % SSW: 4 % Befragte: 681 Befragungszeitraum: 16.07.2009 Veröffentlichung: 17.07.2009 |

zigzag
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Samstag, 18. Juli 2009 - 12:04 Uhr: | |
Infratest dimap/"NDR" CDU: 36% SPD: 24% FDP: 15% GRÜ: 14% LIN: 5% SSW: 3% Sonstige: 3% Befragte: 1007 Befragungszeitraum: 16.-17.07.2009 Veröffentlichung: 18.07.2009 http://www1.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/umfragesh100.html |

Norddeutscher Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Samstag, 18. Juli 2009 - 15:17 Uhr: | |
Insbesondere der Unterschied der Zahlen bei den Grünen scheint mir nicht gläubwürdig. Könnten dike beiden Poster das bitte hinterfragen und plausibel erklären. |

Thomas Frings
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Samstag, 18. Juli 2009 - 17:03 Uhr: | |
Mir erschheint die Forsa-Umfrage realistischer, auch wenn die Grünen wohl mehr als 8% kriegen werden. Aber 14% für die Grünen sind erst recht fernab der Realität. Zwar bekamen sie bei der Europawahl 13,5%, aber bei nur 36,8% Wahlbeteiligung, was den Grünen ganz erheblich nutzte. Daß die SPD so tief fällt wie in Hessen nach der Ypsilanti-Nummer, ist nicht realistisch, zumal ja gleichzeitig Bundestagswahl ist und die SPD strukturell in SH etwas stärker ist als in Hessen. 15% für die FDP ist sicher zu hoch gegriffen und 36% für die CDU zu niedrig. |

Sascha V. Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Samstag, 18. Juli 2009 - 20:27 Uhr: | |
und es gibt noch eine 3. Umfrage vom 17.7. zu Schleswig-Holstein von Psephos für das Hamburger Abendblatt. Die Zahlen liegen irgendwo zwischen den beiden anderen Umfragen: CDU 39 SPD 25 FDP 14 GRÜNE 11 LINKE 4 SSW 4 |

Dithmarscher
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Freitag, 24. Juli 2009 - 14:55 Uhr: | |
Jetzt wird's richtig lustig bzw. kommt was in Bewegung... Umfrage des Instituts für Marktforschung (Leipzig) für den sh:z: CDU: 32% SPD: 23% FDP: 17% Grüne: 15% Linke: 5% SSW: 4% ... und die Sonstigen müßten rein rechnerisch ebenfalls 4% haben. |

Dithmarscher
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Freitag, 24. Juli 2009 - 15:01 Uhr: | |
"15% für die FDP ist sicher zu hoch gegriffen und 36% für die CDU zu niedrig." Das hätte ich vor einigen Tagen auch noch gedacht. Inzwischen halte ich den Frust bei beiden großen Parteien allerdings für gewaltig. Ich gehe sogar so weit, zu behaupten, daß nicht die gleichzeitige Bundestagswahl die Wahlbeteiligung nach oben ziehen wird, sondern umgekehrt. Es werden sich überdurchschnittlich viele den Gang ganz schenken. Gut möglich, daß die Linke dadurch ähnlich stark abschneidet wie bei der Kommunalwahl (da waren es 7%, meine ich zu erinnern), obwohl ihre Arbeit zumindest bei uns im Kreis katastrophal ist. "die SPD strukturell in SH etwas stärker ist als in Hessen" Na ja, Hessen war mal rotes Stammland, während die Nord-SPD v.a. dadurch relativ lange regieren konnte, daß die CDU sich lange Zeit nicht von der Barschel-Affäre erholt hat. |

Norddeutscher Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Freitag, 24. Juli 2009 - 19:29 Uhr: | |
Dorothee Gerwald (NDR) hat gestern abend auf NDR-Info kommentiert, daß nach dem Verhalten der Herren Carstensen und Stegner eigentlich sowohl die CDU als auch die SPD in die Opposition müssten. Am besten wäre wohl eine Zusammenarbeit von FDP, Grünen und SSW. Da das aber unwahrschlich sei, könne man zugunsten Schleswig-Holsteins nur hoffen, daß CDU und SPD so schlecht abschnitten, daß bei nicht umhin kämen, ihre Führungsriege in diesem Bundesland komplett auszuwechseln. |