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NEUSTE UMFRAGE: Emnid 21.11.2002 - SP...

Wahlrecht.de Forum » Umfragen » NEUSTE UMFRAGE: Emnid 21.11.2002 - SPD unter 30% « Zurück Weiter »

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Wähler
Veröffentlicht am Donnerstag, 21. November 2002 - 19:51 Uhr:   

Quelle: n-tv Text S. 487

Sonntagsfrage: Was wählen?

Aktuell

SPD 29 (-3%)
CDU/CSU 48 (+2%)
Bü90/Grüne 10 (+1%)
FDP 6 (+1%)
PDS 4 (-1%)
Rechte 2 (+-0)
Sonstige 1 (+-0)
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Ralf Arnemann
Veröffentlicht am Freitag, 22. November 2002 - 19:28 Uhr:   

Schon krass.
Aber solche Stimmungsschwankungen sind kaum kalkulierbar, d.h. wenn es um die Wahlprojektion geht, dürfte das Bauchgefühl des jeweiligen Institutsleiters entscheidend sein.
Die Fehlerquoten der Umfragen dürften derzeit wesentlich höher sein als normal schon üblich.
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Kampa-Kumpel
Veröffentlicht am Freitag, 22. November 2002 - 21:59 Uhr:   

Uninteressante Momentaufnahmen, an denen sich höchstens schlechte Wahlverlierer aufgeilen können.
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Sole
Veröffentlicht am Freitag, 22. November 2002 - 22:23 Uhr:   

"Kampa- Kumpel" Der Name ist Programm.
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S83
Veröffentlicht am Samstag, 23. November 2002 - 10:36 Uhr:   

Sch... auf irgendwelche Sonntagsfragen! Davon kann sich das bürgerliche Lager jetzt auch nichts mehr kaufen. Das Wahlergebnis besagt nun mal, daß wir den Schröder leider noch ne Weile am Hals haben. Das hätten sich diese Deppen vorher überlegen sollen, bevor sie zur Wahlurne rennen, um Schröder zu wählen.

Ich dagegen brauch mir wegen der jetzigen Lage keine Vorwürfe machen, ich hab CDU gewählt.
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volkswirt
Veröffentlicht am Samstag, 23. November 2002 - 12:25 Uhr:   

Tja Kampa-Kumpel, Dein Name passt ja wirklich.

Genau das ist die Strategie und Einstellung von Schröder, Eichel und Müntefering. Erst den Wähler belügen ( Steuer und Finanzen), Ängste schüren ( Irak) und falsche Versprechungen machen. Dann gewählt werden und mit der verfehlten Politik weiter wursteln. Aber ist ja egal, wir wählen ja erst wieder in 4 Jahren und der blöde Wähler wird es schon wieder vergessen haben.

Und deswegen sind Umfragen und Landtagswahlen wichtig. Die Partei wird unruhig, in den Ländern und Kommunen gibt es dramatische Einbrüche und vielleicht wird dadurch diese unseelige Koalition zerbrechen.

Man muss jetzt schon wirklich sehr verblendet sein um sich noch darüber zu freuen, dass diese Regierung mit diesen Personen im amt ist.
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Kampa-Kumpel
Veröffentlicht am Samstag, 23. November 2002 - 18:07 Uhr:   

@Volkswirt:
Die SPD hat wenigstens ein Konzept zur Deckung der Milliardenlücken im Haushalt 2003 und 2004, magst du es auch legitimerweise für falsch halten.
Solange die Union sich aber darauf beschränkt, mit Meckerei (alle), Hetze (z.B. Goppel) und Klamauk (Lügenbaron Koch fordert Wahrheitsausschuss) das Fehlen von Alternativen zu kaschieren, muß sie froh sein, nicht in der Verantwortung zu stehen.
Diese Erkenntnis wird sich bis zum Februar noch verbreiten. Den Zeitungen, die gegenüber Rot-Grün nicht mit Kritik gespart haben, fällt die Scheinheiligkeit der Opposition ja mittlerweile auch schon auf.
Zu meinem Namen:
Der ist Teil meiner Fähigkeit zur Selbstironie und auf jeden Fall origineller und passender als "Volkswirt", insbesondere wenn man hier im Forum schon nachgewiesen hat, daß man von Volkswirtschaft ungefähr genau so viel versteht wie Thomas Goppel von der Geschichte der Weimarer Republik.
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volkswirt
Veröffentlicht am Samstag, 23. November 2002 - 19:10 Uhr:   

Steuererhöhungen auf breiter Front sind also ein Konzept.

Alternativen sind weniger Bürokratie, Förderung des Mittelstandes ( der Leistungsträger), Vereinfachnug des Steuersystems, die SPD macht das Gegenteil.

Das jetzt so plötzlich einige Milliarden fehlen ist ja wohl die Sache der amtierenden Regierung und nicht die Schuld der Opposition.

Wenn Sie glauben, dass Ideen wie mehr Markt, Steuersenkungen und -vereinfachung und weniger Bürokratie von volkswirtschaftlicher Ignoranz zeugen, dann kann ich da nicht helfen.
Erklären sie mir doch mal, wie sie darauf kommen, dass ich nichts von Wirtschaft verstehe.
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Torsten Schoeneberg
Veröffentlicht am Samstag, 23. November 2002 - 19:58 Uhr:   

Ist das ein Symptom für die Stimmung in diesem Land? Bei jedem neuen Thema und neuen Umfragen ist man nach 2 Bemerkungen wieder mitten im Wahlkampf. Ich empfehle allen Beteiligten, ihre Auseinandersetzungen über die Politik 1. nicht mit Totschlagargumenten ("keine Alternativen", "Mittelstand fördern") und 2. in konstruktiver politischer Arbeit zu führen anstatt sich jeden Abend zur Muße nochmal mit der Gegenpartei zu prügeln.

Was anderes: Kann man aus Umfragen verschiedener Länder projizieren, wie heute eine Europawahl ausgehen würde? Die steht ja auch in 2 Jahren an.
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Ralf Arnemann
Veröffentlicht am Samstag, 23. November 2002 - 20:12 Uhr:   

@Kampa-Kumpel:
> Die SPD hat wenigstens ein Konzept zur Deckung der Milliardenlücken
> im Haushalt 2003 und 2004
Das sind doch mal gute Nachrichten.
Dann sollte man doch dieses Konzept mal an Schröder und Eichel schicken, damit die nicht mehr so orientierungslos rumstümpern müssen.
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Die mündigen Bürger
Veröffentlicht am Montag, 25. November 2002 - 19:07 Uhr:   

Diese Thread schreit gerade zu nach verstärkter Moderation!

Wir haben mittlerweile von den Stoiber-Merkelschen Inszenierungen "Wahlbetrug! Untersuchungsausschuss!" die Nase genauso voll wie von den Murksereien von Schröder&Co.

Weder das Eine noch das Andere löst ernsthaft die Probleme unseres Landes.
In diesem Forum bedarf es daher keinerlei parteipolemischer Äußerungen - Volkswirt und Konsorten sind bei den Diskussionsforen ihrer Parteien besser aufgehoben.
Also lasst uns bitte in Ruhe
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volkswirt
Veröffentlicht am Montag, 25. November 2002 - 19:57 Uhr:   

Tja unmündige Bürger, der Vorschlag Steuervereinfachung und Mittelstandsförderung ist also polemisch.

Na was ein Glück, dass der Kampa-Kumpel so ausgewogen argumentiert.

Und die Tatsache, dass das Defizit plötzlich erheblich höher ist als vor der Wahl behauptet, obwohl es offenbar dem Finanzministerium bekannt war, ist ein bemerkenswerter und zu diskutierender Vorgang.

Das mag einigen nicht gefallen, ist aber so.

Und dies hat natürlich auch was mit den aktuellen Umfragewerten und den nächsten Wahlergebnissen zu tun.
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Michael Herkenhoff
Veröffentlicht am Montag, 25. November 2002 - 20:12 Uhr:   

Ich kann mit der Regierungspolitik in Berlin zur Zeit auch nicht viel anfangen. Es wird planlos herumgefuhrwerkt, bestimmte Einkommensschichten (die berühmt-berüchtigten) Besserverdienenden werden gezielt abkassiert. Insofern ist der Niedergang der SPD in den Umfragen verständlich.

Abgesehen von dem ganzen Murks stelle ich mir zur Zeit aber die Frage, ob es eine grundsätzliche Alternative gibt. Strukturelle Reformen können nur durchgeführt werden, wenn bestimmten Interessengruppen massiv auf die Füsse getreten wird. Angesichts des massiven Protestes, der jetzt schon bei kleinen Sparoperationen auftritt, wird sich keine Partei zu wirklichen einschneidenden Reformen durchringen wollen. Stattdessen kommt so ein Humbug wie ein Untersuchungsausschuss. Die SPD wird nach diesen kleinen Einschnitten froh sein, wenn Ruhe herrscht und sie aus dem gröbsten Umfragetief wieder raus ist. Die Union macht drei Kreuz, dass sie zur Zeit nicht regieren muss.
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Ralf
Veröffentlicht am Montag, 25. November 2002 - 21:59 Uhr:   

Einigen Wählern scheint Schröder mit seiner Konzeptlosigkeit und Feuerwehrpolitik ungewollt die Augen geöffnet zu haben. Bleibt nur zu hoffen, dass sich die rot grüne Koalition an der Irakfrage aufreibt. Hoffentlich hat der Spuk bald ein Ende!
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Marc
Veröffentlicht am Montag, 25. November 2002 - 23:31 Uhr:   

Ich entschuldige mich bei dir, @Michael H.
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Stoiber
Veröffentlicht am Dienstag, 26. November 2002 - 09:28 Uhr:   

"Strukturelle Reformen können nur durchgeführt werden, wenn bestimmten Interessengruppen massiv auf die Füsse getreten wird"
(Michael Herkenhoff)

Völlig richtig, sicher ist es natürlich nicht, daß die Union wirklich so viele Reformen durchboxen würde wie sie derzeit verkündet, aber zumindest wahrscheinlicher. Ein weiteres Problem liegt aber in der Bevölkerung selbst, nicht bei den Parteien, weil sehr viele die derzeitige Struktur nicht aufgeben wollen nach dem Motto "Wir haben zwar Arbeitslosigkeit mit den bekannten Folgen, aber niemand muß hungern, den wir haben einen sozialen Sozialstatt"

Eine Regierung darf nicht nach Umfragen regieren (wenn sie Reformen machen möchte), sondern muß patriarchisch gegen die Mehrheit Veränderungen durchführen.
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c07
Veröffentlicht am Dienstag, 26. November 2002 - 10:34 Uhr:   

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Marc
Veröffentlicht am Dienstag, 26. November 2002 - 11:05 Uhr:   

@c07
"Sie muss versuchen, eine Mehrheit von ihren Reformen zu überzeugen."

Spätestens nach der letzten Wahl sollte klar sein, dass ein grosser Teil der Bevölkerung nicht auf Argumente aufspringt sondern vielmehr emotionale Entscheidungen trifft. Ist leider so, aber ein Teil der Bevölkerung ist einfach zu doof, um die Notwendigkeit der Reformen zu erkennen. Das hat auch nichts mit demokratischen Grundsätzen zu tun. Ich stimme der Aussage von @Stoiber zu, dass sich eine Regierung auch gegen die Reformunfähigkeit bestimmter Bevölkerungsteile (Gewerkschaften!) durchsetzen muss.
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Kampa-Kumpel
Veröffentlicht am Dienstag, 26. November 2002 - 20:08 Uhr:   

@Marc: Hör doch endlich auf, die Bevölkerung dafür zu beschimpfen, daß sie am 22. September Rot-Grün bestätigt hat. Außerdem nervt mich die pauschale Vereinnahmung und Massenergewaltigung des Reformbegriffs, der bestenfalls noch mit dümmlichen Allgemeinplätzen unterfüttert wird und ansonsten als Drohung zur Zerschlagung der sozial-ökologischen Marktwirtschaft verstanden werden muß. Dazu paßt auch die unsinnige Gewerkschaftsschelte. Wenn sich alle Lobby-Gruppen so kooperativ und offen für die Belange der jeweils Anderen verhalten würden, wenn sich alle so sehr in den letzten 20 Jahren verändert hätten wie die G., dann wären wir in Deutschland schon etwas weiter.
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Michael Herkenhoff
Veröffentlicht am Dienstag, 26. November 2002 - 23:32 Uhr:   

@Stoiber

Ich sehe im Moment folgende Probleme relativ eng verknüpft:

a) Weder Union noch SPD wagen es, sich mit wichtigen Gruppen der Gesellschaft anzulegen (Gewerkschaften, Bauern, Rentner, Öffentlicher Dienst etc.)

b) Wenn wirklich etwas passiert, droht der Bundesrat. (Scheitern der Unions-Steuerreform 1997, SPD-Refom 2000 knapp durchgekommen). Wie auch immer man zu den Plänen der jetzigen Regierung stehen mag, es kann nicht sein, daß wichtige Gesetze im Bundesrat hängen bleiben, weil die Länder anhand ihrer Parteilinien abstimmen.

c) Die nächsten Landtagswahlen stehen immer vor der Tür. Deshalb denken Parteien an die Bürger zunächst und vor allem auch als Wähler. Auch das führt zum permanenten Verschleppen von Entscheidungen und zum Vertuschen von Wahrheiten.

Das alles führt letztlich zu einem grundsätzlichen Problem. Bisher hat die Bundesrepublik als Konsensrepublik gut funktioniert. In der jetzigen Lage zeichnet sich aber weder ein Konsens zwischen den verschiedenen Parteien und Interessengruppen ab, der zu einer einvernehmlichen Lösung führt, noch ist eine konfrontative, bracchiale und brutale Reform a la Thatcher möglich (und wünschenswert). Wir stecken im Moment nicht nur in einem ökonomischen, sondern auch in einem institutionellen Dilemma. Und wenn dann wenige Wochen nach einer Wahl die Umfragewerte der Regierung dermassen in den Keller gehen wie zur Zeit, wird das deren Reformeifer und Durchsetzungsfähigkeit auch nicht förderlich sein.

Im Moment wird zuviel über die BTW gejammert und zuwenig überlegt, wie es weitergeht.
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Stoiber
Veröffentlicht am Mittwoch, 27. November 2002 - 10:06 Uhr:   

Ich habe gestern gelesen: 180 Abgeordnete der SPD sind Mitglied einer Gewerkschaft, die Regierung wird sicher nie Reformen gegen die Gewerkschaften machen können, so wie es am Ende der Kohl Regierung passiert ist. Mit den letzten Jahren die Unions-Regierung wurde bereits der Beweis erbracht, daß die Union (wenn auch durch Druck der FDP) nicht auf Geschrei einzelner Verbände hört sondern weitgehend hart bleibt. Damit macht es wenig Sinn zu glauben, daß die Union genauso wenig an Reformen machen würde wie die SPD. Im Wahlkampf 98 ging es ja gezielt darum die 'unsozialen' Reformen zu blockieren und rückgängig zu machen, in 2002 mußte die SPD so tun wie wenn sie selbst Reformen will, in Wirklichkeit sind es medienwirksame Scheinreformen wie Hartz die durch die Gewerkschaften so stark abgeschwächt werden, daß sich sogar Hartz jetzt selbst distanziert. Reformen werden von der Regierung und den Gewerkschaften nicht gewollt und deshalb gibt es auch keine, so will es auch ein Großteil der Wählerschaft der Regierung.
Bei dem Argument Bundesrat wäre es logisch gewesen die Union zu wählen damit diese Blockade erstmal nicht funktioniert, zumindest wenn man Reformen will. Aus Sicht des typischen Rot-Grünen Wählers der keine Reformen will war es logisch die Regierung zu wählen. Würde die Regierung Reformen machen würde nicht die Union Wahlbetrug vorwerfen, dafür aber viele Rot-Grüne Anhänger mit den Gewerkschaften zusammen.
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Ralf Arnemann
Veröffentlicht am Mittwoch, 27. November 2002 - 10:46 Uhr:   

Der Bundesrat hat in vielen Sachen Mitspracherecht, insbesondere natürlich beim zentralen Thema Steuern.
Aber dennoch gibt es viele Reformen gerade bei Sozialversicherungen und Arbeitsrecht, die eine Regierung auch völlig ohne Bundesrat durchführen kann. Eine generelle Ausrede für Untätigkeit ist die fehlende Bundesratsmehrheit nicht.

Was Schröder vor allem fehlt, ist ein umfassendes Reformkonzept (wie es die Wiesbadener FDP-Beschlüsse auf der Gegenseite darstellen).
Auch rot/grün-Anhänger beklagen ja, daß alle derzeitigen Pläne und Maßnahmen nur Flickschusterei ohne Zusammenhang sind. Deswegen fällt es den Lobbys auch so leicht, einzelne Punkte rauszuschießen.

Umgekehrt würde ein integriertes Gesamtkonzept klar machen, daß die Opfer nicht willkürlich verteilt werden (und nur die treffen, die nicht laut genug schreien können), sondern eine gerechte Gesamtlösung ergeben.
Gegen ein solches Konzept wäre eine Bundesratsblockade kaum durchzuhalten.

Die Landtagswahlen im Februar sind erst einmal der Schlußpunkt der laufenden Wahlserie. Auf eine sichere Kiste wie die Bayernwahl muß nun wirklich kein Politiker in Berlin Rücksicht nehmen.

Spätestens ab März könnte die Bundesregierung also loslegen, und bis dahin hat sie genügend Zeit, um vorzuplanen.
Soweit die Theorie.
Sowohl bei der Vorplanung wie auch bei der Bereitschaft zur Durchführung habe ich meine Zweifel.
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mgs
Veröffentlicht am Mittwoch, 27. November 2002 - 11:38 Uhr:   

Mal zurueck zum Thema:
Lese ich recht?
Forsa (27.11.): CDU 50%, SPD 28% ?!?!
Das mag ja ueberzeichnet sein, aber hat je, hat jemals (sagen wir seit es die Gruenen im Bundestag gibt, vorher mag sein) eine der beiden grossen Parteien in einer Umfrage (egal welches Institut) bundesweit 50% erreicht? Die Wucht dieser Zahlen ueberwaeltigt mich dann doch.

mgs
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Bernhard Nowak
Veröffentlicht am Mittwoch, 27. November 2002 - 15:21 Uhr:   

Ja, die Nachricht stimmt. Auch ich halte die Zahlen für sensationell, allerdings eher für einen Beweis der Volatilität der Wählerschaft. Anbei - nochmals - der entsprechende Artikel aus der AOL-Nachrichtenredaktion, den ich schon in "Umfragen" eingefügt hatte.

Neue Forsa-Umfrage vom 27.11.02: Union über 50%. Anbei der Artikel aus AOL-Nachrichten:

Wäre im Moment Bundestagswahl, dann würde nach einer neuen Umfrage jeder zweite Wähler der CDU oder CSU seine Stimme geben. Das ergab eine Forsa-Umfrage im Auftrag von "Stern" und RTL. Die Union legte demnach im Vergleich zur Vorwoche um zwei Prozentpunkte zu. Insgesamt konnte sie seit der Bundestagswahl vor neun Wochen 11,5 Prozentpunkte hinzugewinnen. Dagegen rutschte die SPD der Umfrage zufolge unter die 30-Prozent-Marke. Sie kämen nur noch auf 28 Prozent, zwei Prozentpunkte weniger als in der Vorwoche. Im Vergleich zur Wahl am 22. September büßte die SPD demnach 10,5 Prozentpunkte ein.

Die Werte für die Grünen (zehn Prozent) und die PDS (vier Prozent) blieben im Vergleich zur Vorwoche unverändert, während die FDP um einen Punkt auf fünf Prozent zulegte (minus 2,4 Prozentpunkte im Vergleich zur Bundestagswahl). Die Forsa-Umfrage in Ost und West wurde laut "Stern" zwischen dem 18. und 23. November unter 2509 repräsentativ ausgesuchten Bundesbürgern angestellt. (AFP)

27.11.2002, 12:55 Uhr
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Stoiber
Veröffentlicht am Mittwoch, 27. November 2002 - 17:03 Uhr:   

Nur bei der kurzfristigen "politischen Stimmung" der FGW gibt es immer mal wieder Werte über 50% (derzeit 55%), aber bei endgültigen Werten dürfte es sowas fast noch nie gegeben haben. Vielleicht hätte es das mal zu Adenauers Zeiten in der alten Republik auch gegeben?!
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Michael Herkenhoff
Veröffentlicht am Mittwoch, 27. November 2002 - 17:29 Uhr:   

Ich habe es in einem anderen Thread heute schon ausgeführt. Nach meiner Erinnerung lag die SPD kurz vor der Wande 1982 bei 29%.
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Ralf Arnemann
Veröffentlicht am Mittwoch, 27. November 2002 - 18:11 Uhr:   

Momentan kochen halt die Stimmungen hoch, das führt zu extremen Umfrageschwankungen.

Wenn jetzt wirklich ein Wahltermin anstünde, würden die Leute nochmal kritischer hinschauen.
Die Enttäuschung über rot/grün wäre natürlich genauso da. Aber die von der Union angebotenen Alternativen sind ja nicht attraktiver geworden.
Und eine absolute Mehrheit wollen ohnehin viele Wähler nicht.

An der Urne würde das dann doch ziemlich anders aussehen.
Die Umfrageergebnisse dieses Jahres interessieren mich nur noch peripher.
Wichtig ist, welche Stimmung NACH der Weihnachtspause herrscht - das wird dann für die Landtagswahlen entscheidend. Bis dahin ist viel von der Aufgeregtheit dieser Tage vergessen.
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c07
Veröffentlicht am Mittwoch, 27. November 2002 - 19:12 Uhr:   

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NR
Veröffentlicht am Mittwoch, 27. November 2002 - 21:32 Uhr:   

Vor ziemlich genau drei Jahren lag die Union auch schon mal bei 49%. So sehr auch mich diese Zahlen erfreuen, sollte man sie nicht überbewerten. Ersteinmal über den Winter bringen und Hessen gewinnen, dann kan man weiter schauen.
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Frederic
Veröffentlicht am Mittwoch, 27. November 2002 - 21:58 Uhr:   

Funktioniert leider gar nicht. :(
Es werden keine Kurven angezeigt...
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Stephan Glutsch
Veröffentlicht am Donnerstag, 28. November 2002 - 00:09 Uhr:   

Ich glaube, die Umfragen werden auch von vielen nur dazu benutzt, ihre Unzufriedenheit auszudrücken. Gerade Menschen, die ständig herumjammern, sind die typischen sozialistischen Stammwähler. Wären am kommenden Sonntag Bundestagswahlen, dann würde es wahrscheinlich zu einem Machtwechsel kommen, aber das Ergbnis würde nicht so kraß ausfallen. Die Landtagswahlen sind da schon aussagekräftiger. In Niedersachsen könnte die Union gewinnen, für Thüringen aber sehe ich im Moment rot.

Ich frage mich, ob es solche Schwankungen, wie man sie zur Zeit in mehreren Ländern beobachtet, auch schon früher (nach dem zweiten Weltkrieg) gegeben hat, ober ob das nicht Anzeichen einer allgemeinen Kriese der Demokratie bzw. des Sozialstaates ("Schacherdemokratie") sind.
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alberto
Veröffentlicht am Donnerstag, 28. November 2002 - 09:51 Uhr:   

smile

Quote:

Von Stephan Glutsch
     Ich glaube, die Umfragen werden auch von vielen nur dazu benutzt, ihre Unzufriedenheit auszudrücken. Gerade Menschen, die ständig herumjammern, sind die typischen sozialistischen Stammwähler.


... die von Berufs wegen empört sind

besonders aber dann, wenn Ihnen ihr Jammermonopol wer streitig macht.
WahlRechtReform
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c07
Veröffentlicht am Donnerstag, 28. November 2002 - 16:42 Uhr:   

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Frederic
Veröffentlicht am Donnerstag, 28. November 2002 - 17:18 Uhr:   

Sehr schön.
Danke!
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-
Veröffentlicht am Samstag, 30. November 2002 - 20:23 Uhr:   

Die zentrale Erkenntnis der Wahlforscher fällt mal wieder hintenrüber, auch weil offensichtlich der Unterschied zwischen "absolut" und "relativ" vergessen wird:
DIE DER SPD FEHLENDEN WÄHLER SIND NICHT ZU UNION UND FDP ABGEWANDERT, SONDERN FAST VOLLSTÄNDIG INS LAGER DER NICHTWÄHLER, WO SIE VOR DER WAHL AUCH SCHON MAL WAREN. DAMIT ERKLÄREN/RELATIVIEREN SICH DIE GUTEN WERTE FÜR UNION UND GRÜNE UND DRAMATISIEREN SICH DIE WERTE FÜR DIE FDP. AUSSERDEM SIND RASANTE VERÄNDERUNGEN MÖGLICH, WEIL AUS DEM NICHTWÄHLERLAGER IN ZUGESPITZTEN SITUATIONEN WIEDER MASSEN ZUR SPD WANDERN KÖNNTEN UND DAMIT DIE GANZE DERZEITIGEN WERTE ÜBER DEN HAUFEN GESCHMISSEN WÜRDEN, AUCH OHNE DASS SICH DIE ABSOLUTE ZUSTIMMING ZUR UNION DAFÜR VERRINGERN MÜSSTE.
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volkswirt
Veröffentlicht am Sonntag, 01. Dezember 2002 - 12:57 Uhr:   

Das ist mit Sicherheit falsch und wohl wunschdenken. Es gibt genug Wähler, die auch von SPD bzw FDP zur Union gewechselt sind und auch viele von der SPD zu den Grünen und sicher auch zu den Nichtwählern. Aber die Vorstellung alle ehemaligen SPD-Wähler sitzen jetzt bei den Nichtwählern und wählen bald brav wieder SPD ist Unsinn.
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Stoiber
Veröffentlicht am Sonntag, 01. Dezember 2002 - 17:34 Uhr:   

"DIE DER SPD FEHLENDEN WÄHLER SIND NICHT ZU UNION UND FDP ABGEWANDERT, SONDERN FAST VOLLSTÄNDIG INS LAGER DER NICHTWÄHLER"

Völlig falsch, das Lager der Nichtwähler ist unverändert bei 20%, 7 Millionen Leute würden jetzt statt SPD die Union Wähler, eine riesige Verschiebung.
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c07
Veröffentlicht am Montag, 02. Dezember 2002 - 05:04 Uhr:   

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-
Veröffentlicht am Montag, 02. Dezember 2002 - 18:51 Uhr:   

Meine Ausführungen beziehen sich auf Aussagen von FORSA und Infratest-Leuten. Sie wurden so auch z.B. in der ZEIT dargestellt. Daher bleibe ich bei meiner Meinung und hoffe, daß die Unionsanhänger sich wie vor der BTW mal wieder zu früh freuen, weil sie unwillig sind, Umfragen richtig zu interpretieren. Aus Schaden scheint man da dumm zu werden. Mir soll es recht sein.
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volkswirt
Veröffentlicht am Montag, 02. Dezember 2002 - 21:30 Uhr:   

Also ich interpretiere die - 10% bei der SPD und die + 12% so, dass die Wähler sich nicht gerne anlügen lassen. Wollen wir hoffen, dass die Bevölkerung aus dem Schaden ( höhere Steuern, Rezession, Arbeitslosigkeit) nicht dumm wird, sonst Wählen sie ja wieder die SPD.
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mgs
Veröffentlicht am Dienstag, 03. Dezember 2002 - 15:02 Uhr:   

Ist es eigentlich Spiesserei zu verlangen, dass man sich als Forumsteilnehmer wenigstens einen Nickname zulegen sollte, der besser sichtbar ist als ein Punkt oder ein Leerzeichen?
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.
Veröffentlicht am Dienstag, 03. Dezember 2002 - 19:25 Uhr:   

@mgs: JA!
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Marc
Veröffentlicht am Dienstag, 03. Dezember 2002 - 23:54 Uhr:   

@.
NEIN! Es ist auch ein Zeichen von Respekt gegenüber anderen wenn man sich zumindest einen Nickname zulegt den man ansprechen kann.

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