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Umfrageergebnisse der „sonstigen“ Par...

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Pirat
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Mittwoch, 15. Juli 2009 - 11:52 Uhr:   

Hallo
Wo kann ich herrausfinden wie sich beispielsweise die Piratenpartei bei Umfragen entwickelt? Gibt es die "Sonstigen" irgendwo aufgeschlüsselt?
Viele Grüße
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silencio
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Mittwoch, 15. Juli 2009 - 12:53 Uhr:   

Da fände ich die Frage interessant, werden sie überhaupt angegeben bei der Umfrage. Oder sind die Antwortmöglichkeiten nur: CDU/CSU, SPD, FDP, Grüne, Linke, Sonstige. Wenn dem so ist, gibt es keine Möglichkeit, die Entwicklung der Piratenpartei bei einer Umfrage zu sehen.
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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Mittwoch, 15. Juli 2009 - 14:06 Uhr:   

Von Forsa wurde ich selbst mal befragt, die haben gar keine Antwortvorgaben bei der Sonntagsfrage. Wahrscheinlich hält es die Konkurrenz auch so. Die Piraten werden höchstens 1% bekommen, da würde gerundet sowieso immer 0 oder 1% rauskommen. Wenn Piraten, Tierschutz, Familie oder andere allein 2% oder mehr erreichen sollten, würde man sie wohl separat ausweisen.
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Matthias Cantow
Moderator
Veröffentlicht am Mittwoch, 15. Juli 2009 - 14:28 Uhr:   

Die Parteien werden bei der Sonntagsfrage vom Interviewer nicht vorgegeben. Wenn die Meinungsforschungsinstitute die Werte der sonstigen Parteien veröffentlichen, geben wir diese auch bei den Ergebnissen der Wahlumfragen an. Die Werte von Parteien mit weniger als 5 % (Umfrage-)Stimmenanteil werden aber in der Regel schon deshalb nicht mit angegeben, da die Aussagekraft solcher Werte sehr gering ist.
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Wahlticker
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Mittwoch, 15. Juli 2009 - 14:34 Uhr:   

Denke ich auch. Bei z.B. 1000 befragten würden im Schnitt (Verglichen mit dem Europawahlergebnis) 9 Leute "Piraten" angeben. Ob es dann letztlich doch nur 5 oder sogar 15 sind ist dann relativ zufällig und hat keine Aussagekraft, dafür ist die Stichprobe dann einfach zu klein.
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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Mittwoch, 15. Juli 2009 - 15:47 Uhr:   

"Denke ich auch. Bei z.B. 1000 befragten würden im Schnitt (Verglichen mit dem Europawahlergebnis) 9 Leute "Piraten" angeben."
Noch weniger, es gehen ja nicht alle wählen und es antwortet ja auch längst nicht jeder. Von 1000 Wahlberechtigten haben rechnerisch 3,7 bei der Europawahl Piraten gewählt.
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El Tres
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Samstag, 25. Juli 2009 - 16:53 Uhr:   

Eine Umfrage gibt es, bei der die Piraten einzeln aufgefuehrt werden. Dabei ist "1%" natuerlich nicht aussagekraeftig. www.handelsblatt.com

[Link repariert – der Admin.]
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Hamburger
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Samstag, 25. Juli 2009 - 17:55 Uhr:   

Mit der Bürgernähe ist es bei den Piraten im Übrigen offenbar nicht sonderlich gut bestellt. In Hamburg haben sie zwar beim Landeswahlleiter eine Landesliste eingereicht aber keine Direktkandidaten. Den "Kandidaten vor Ort" mit dem man also über die lokalen Auswirkungen einer Umsetzung ihres Programms sprechen könnte, gibt es nicht. Das finde ich für eine immerhin im Europaparlament vertretene Partei ein ziemlich schwaches Bild.
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AeD
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Samstag, 25. Juli 2009 - 17:56 Uhr:   

Stehen auf der Landesliste etwa keine Kandidaten, mit denen man reden kann?
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Hanseat
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Samstag, 25. Juli 2009 - 18:17 Uhr:   

@AeD

Die Landeslistenkandidaten sind für das gesamte Bundesland zuständig. Ich suche aber den Kandidaten, der seine Zuständigkeit für das Gebiet des Wahlkreises gerade dadurch ausdrückt, daß er sich dort als Direktkandidat zur Wahl stellt.

Was mir im Übrigen auch negativ aufgefiel, ist die Tatsache, daß ich im Europawahlkampf nicht einen Infostand der Piratenpartei gesehen habe. CDU, SPD, Grüne, FDP und Linke waren (fast) jedes Wochenende entweder am Wochenmarkt oder am S-Bahnhof mit einem Stand vertreten, je einmal habe ich sogar ÖDP und DKP gesehen. Die Piraten waren niemals da, als ob sie Angst davor hätten, den potentiellen Wählerinnen und Wählern unter die Augen zu treten.
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El Tres
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Samstag, 25. Juli 2009 - 20:47 Uhr:   

Man kann doch von einer kleinen Partei beim ersten Antreten nicht erwarten, dass sie flaechendeckend Direktkandidaten stellt und an jeder Ecke einen Infostand hat. Das schaffen andere Parteien in der Groessenordnung ja auch nicht. Man muss auch bedenken, dass die ödp immer noch mehr Mitglieder hat als die Piraten, die DKP zumindest nicht viel weniger. Mit mangelnder Buergernaehe hat das wenig zu tun, eher mit mangelnder Manpower.
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Hanseat
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Samstag, 25. Juli 2009 - 22:04 Uhr:   

@ El Tres

Von "Flächendeckend" habe ich ja garnicht gesprochen, aber die Piratenpartei scheint ja in Hamburg Mitglieder zu haben, denn sonst würde sie keine Landesliste aufstellen. Warum ist keiner von denen bereit, sich als Direktkandidat aufstellen zu lassen, um so mit den Wählern des Wahlkreises ins Gespräch zu kommen? Die Piratenpartei hat offenkundig auch in meinem Wohnstadtteil Aktivisten, die dort nämlich im Europawahlkampf Stellschilder aufgestellt haben (nicht in den Hauptstraßen, das wären dann im Zweifel von der Landespartei gestellte Schilder, sondern in den Nebenstraße, wo sich nur ein Einheimischer auskennt), aber sie haben (das hat mir das Bezirksamt bestätigt, bei dem die Standgenehmigungen nach Hamburger Wegegesetz einzuholen sind) im gesamten Bezirk (der etwa 280.000 Einwohner hat) nicht einen einzigen Infostand durchgeführt. Für einen Infostand hätte die Piratenpartei man gerade drei Leute mobilisieren müssen (jedenfalls stehen bei den anderen Parteien im Regelfall drei bis fünf Mitglieder am Infostand), das sollte zu schaffen sein, wenn man ernsthaft Politik machen will. Und: Die ödp dürfte in Hamburg eher deutlich weniger Mitglieder als die Piratenpartei haben, das mag in Bayern oder Baden-Württemberg vielleicht anders aussehen, aber Hamburg ist die ÖDP eher nicht vorhanden.
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AeD
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Samstag, 25. Juli 2009 - 22:33 Uhr:   

@Hanseat
Es gibt keine rechtlich fixierte Zuständigkeit eines Wahlkreiskandidaten (zumal eines Kandidaten, der keinerlei Chance auf ein Direktmandat besitzt) für einen Wahlkreis. In einer Stadt wie Hamburg wäre das sogar Unsinn (nach dem Motto: "Ihr Anliegen betrifft ein Unternehmen in der Nachbarstraße, die liegt nicht in meinem Wahlkreis.").

Die Piratenpartei konzentriert sich verständlicherweise auf die Zweitstimmen, wahrscheinlich hätten sie auch Wahlkreiskandidaten aufgestellt, wenn sie den Zuspruch nach der Europawahl geahnt hätte, in Hamburg waren die 200 Unterschriften je Wahlkreis auch für eine junge Partei erreichbar. Die Wahlkreiskandidaten hätten sich aber kaum von denen auf der Landesliste unterschieden, ich würde mich daher bei Fragen einfach an diese Personen wenden. Ist sicher auch einfacher, als im Bezirksamt (Hamburg-Nord?) nachzufragen (dürfen die überhaupt über solche Genehmigungen Auskunft an Dritte geben?). Und die fehlenden Infostände sind ganz einfach erklärbar: Die Zielgruppe erreicht man effektiver über soziale Netzwerke im Internet (im Gegensatz zur Wählerschaft von Union und SPD).
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El Tres
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 26. Juli 2009 - 03:52 Uhr:   

Direktkandidaten scheinen der Piratenpartei und deren Unterstützern wirklich nicht sehr wichtig zu sein. Laut Homepage hat man in ganz Deutschland 23 Kandidaten aufgestellt, von denen 14 die erforderlichen Unterschriften bekommen haben.

Was Infostände der Piraten angeht, die seh ich in München öfter. Dafür sehe ich andere Parteien nicht. Trotzdem kann ich doch bei keiner dieser Parteien davon ausgehen, dass keine Bürgernähe gewünscht ist, nur weil die Partei gerade in meinem Wahlbezirk nicht präsent ist.
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Hanseat
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Sonntag, 26. Juli 2009 - 15:17 Uhr:   

@AeD

Natürlich gibt es keine rechtlich fixierte Zusdtändigkeit eines Wahlkreiskandidaten. Aber ich erwarte einfach von einer Partei, die meine Stimme haben will, daß sie in der Lage ist, durch Aufstellung eines Direktkandidaten jemanden zu benennen, der sich mit dem Gebiet des Wahlkreises besonders verbunden fühlt. Und ich erwarte ebenso von dieser Partei, daß ich die Möglichkeit habe, jemanden aus Fleisch und Blut am Infostand gegenüber stehen zu können und nicht nur über Internent mit ihm kommunizieren zu können. Dafür muß der Infostand ja auch nicht unbedingt bei mir vor der Haustür sein, aber in einem Gebiet mit überdurchschnittlichen Piratenergebnis (über 2% im Stadtteil) sollte man wohl erwarten können, auch mal auf der Straße leibhaftige Mitglieder dieser Partei anzutreffen.

Was die Auskunft des Bezirksamtes angeht: Da es sich um die Anmeldung öffentlicher Veranstaltungen im öffentlichen Raum geht, gibt es da keine rechtlichen Probleme, man braucht dafür noch nicht einmal das Hamburgische Informationsfreiheitsgesetz heranzuziehen. Das Bezirksamt verschickt die Termine der Infostände sogar (das wusste ich allerdings vorher auch nicht) ungefragt an die Presse.
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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 26. Juli 2009 - 18:40 Uhr:   

In Burscheid (nordöstlich von Köln) wollten die Piraten sogar für den Stadtrat kandidieren.
http://www.ksta.de/html/artikel/1246883677590.shtml

Der Wahlvorschlag wurde zurückgewiesen, weil die Bewerber nicht in einer Mitglieder- oder Vertreterversammlung, sondern in einer Versammlung von Wahlberechtigten aufgestellt wurden.

Ein Versammlung von Wahlberechtigen kann aber zulässig sein:

§ 17
(1) Als Bewerber einer Partei oder einer Wählergruppe kann in einem Wahlvorschlag nur benannt werden, wer in einer Mitglieder- oder Vertreterversammlung im Wahlgebiet hierzu gewählt worden ist.
(...)
(5) Kommt eine Versammlung nach Absatz 1 nicht zustande, so kann die Partei oder Wählergruppe ihre Bewerber in einer Versammlung von Wahlberechtigten aufstellen lassen. Absatz 2 gilt entsprechend.
(...)

Da fragt sich, was mit "Kommt ... nicht zustande" genau gemeint ist.

Bei der Landtagswahl in Branbenburg können die Piraten nicht antreten, weil sie nicht rechtzeitig die Beteiligungsanzeige eingereicht hatten.
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silencio
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Mittwoch, 12. August 2009 - 11:36 Uhr:   

Auch wenn das ein wenig off-topic ist, nur ein neues Thema nur deswegen zu eröffnen, möchte ich auch nicht. Mich würde nebenbei interessieren, ob bei den Umfragen auch die Nichtwähler notiert werden. Kann man dann so einen Trend absehen, wie die Wahlbeteiligung aussehen wird? Das würde ich gerade ganz spannend finden, weil der Wahlkampf so dermaßen passiv ist und ich mich frage, wo eigentlich die jetzigen Oppositionsparteien sind. Von denen hört man nicht und die Koalition hat scheinbar keine Lust auf Wahlkampf. Das müsste sich doch auf die Mobilisierung der Wähler niederschlagen.
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zigzag
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Mittwoch, 12. August 2009 - 16:33 Uhr:   

@silencio

"Mich würde nebenbei interessieren, ob bei den Umfragen auch die Nichtwähler notiert werden."

Intern werden die Daten der Nichtwähler wahrscheinlich abgespeichert und fließen in die Projektionen bzw. Umfrageergebnisse ein. Veröffentlicht werden sie regelmäßig meines Wissens aber nur von GMS unter pol. Stimmung http://www.wahlrecht.de/umfragen/gms/stimmung.htm

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