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Hat das USA-Thema noch Auswirkungen?

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Ingo
Veröffentlicht am Samstag, 21. September 2002 - 09:58 Uhr:   

Es ist zu fragen, ob es der SPD nützt oder schadet. Ich denke dass es sogar nützt, denn in der Bevölkerung gibt es starke Vorbehalte gegenüber Bush und die Meinung, dass man nicht so allem immer ja und amen sagen muss.
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Michail
Veröffentlicht am Samstag, 21. September 2002 - 11:14 Uhr:   

Ich denke, es wird eher schaden.

Natürlich sind die Vorbehalte gegen Bush riesig,
aber die meisten Leute wissen, dass man es sich mit den
USA nicht verderben sollte.

Mann muss sie nicht mögen, aber es ist für Deutschland
nicht von Vorteil, die USA so zu beschimpfen.

Ich denke, es wird der SPD schon etwas kosten,
zumal es ja eine amtierende Ministerin ist...
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Bernhard Nowak
Veröffentlicht am Samstag, 21. September 2002 - 12:23 Uhr:   

Es wird mit Sicherheit eher schaden, auch wenn Däubler meines Erachtens in ihrer Einschätzung von Bush darin recht hat, dass er in der Tat das Irak-Thema jetzt hochzieht, um die Kongresswahlen für die Republikaner positiv zu beeinflussen. Aber jegliche Insinuation mit Hitler oder Antisemintismus - ist schlimm. ich glaube: Däubler-Gmelin "entscheidet" die Wahl - zugunsten von Stoiber. Das deutsch-amerikanische Verhältnis ist - auch durch Schröders Schuld, nicht mit Bush in Kontakt geblieben zu sein, schwer beschädigt. Ich glaube, Stoiber ist am Sonntag abend Bundeskanzler und der amtierende Bundeskanzler Schröder wird Däubler am Montag entlassen.
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Heinz
Veröffentlicht am Samstag, 21. September 2002 - 12:32 Uhr:   

nein das schadet nicht, denn gerade im Osten ist der Antiamerikanismus extrem groß und auch im Westen hat man Vorbehalte. Ich tippe auf 2 % extra für die SPD und Schröder bleibt Kanzler
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Moersberg
Veröffentlicht am Samstag, 21. September 2002 - 12:44 Uhr:   

Ein Überhangmandat mehr für die CDU in Baden-Württemberg. Tübingen ist ein knapper Wahlkreis. Und Herta D.-G. hatte beim letzten Mal Erststimmen von FDP-Anhängern.
Prozentuale Auswirkungen insgesamt: unter 0,1%
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Schmidt
Veröffentlicht am Samstag, 21. September 2002 - 15:11 Uhr:   

für Deutschland ist es sowie besser, sich einen neuen Partner zu suchen. Z.B. China, denn das wird die neue Großmacht. Die USA sind jetzt nicht mehr zu retten, die isolieren sich doch immer mehr von der Staatengemeinschaft und nach dem Irakkrieg, wenn es wieder Anschläge geben sollte, können sie nicht schon wieder überall einen Krieg beginnen. Deshalb sehe ich die Zukunft eher so, dass die USA sich verbarikadieren und abschotten. Für Deutschland und Europa muß es heißen, neue globale Partner zu finden und eine Alianz mit China zu suchen. Dies alles ist der Anfang von Ende der Großmacht USA und der transatlantischen Beziehungen.
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Martin
Veröffentlicht am Samstag, 21. September 2002 - 15:18 Uhr:   

Das dumme Dahergerede von Däubler-Gmelin wird der SPD etwa 1% kosten. Davon werden jeweils zur Hälfte CDU und Grüne profitieren. Die CDU wird außerdem ein zusätzliches Überhangmandat bekommen. Damit könnte Däubler-Gmelin in der Tat die Wahl zu Gunsten von Stoiber entscheiden.
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Eike
Veröffentlicht am Samstag, 21. September 2002 - 16:57 Uhr:   

Die Aussage von Frau Däubler-Gmelin wird die SPD genau zwischen 0,65467698798746876476 % und 2,65645469797966 % kosten.
Im Klartext: Das kann man doch nu wirklich nicht genau beziffern.
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Thomas Frings
Veröffentlicht am Samstag, 21. September 2002 - 16:59 Uhr:   

Däubler-Gmelin hat doch nur gesagt, was leider viele denken. Schaden wird der SPD das nicht- eher nützen. Abgesehen davon: Wenn das Thema hochgekocht, wird doch davon abgelenkt, dass die Regierung versagt hat. Das kann Schröder doch nur recht sein.
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Volkswirt
Veröffentlicht am Samstag, 21. September 2002 - 18:46 Uhr:   

Wieviel es kosten wird ist unklar, aber es wird kosten. Es gibt doch nicht nur vollkommen verborte SPD-Anhänger, die sogar solche unmöglichen Äusserungen von der Justizministerin sogar noch für gut empfinden. Aber nicht genug, die peinliche Pressekonferenz am Tag darauf hat es noch verschlimmert. Es geht jetzt nicht nur um den Bush-Hitler-Vergleich, sondern auch noch darum, dass Frau Däubler-Gmelin eine Lügnerin ist. 30 Zeugen auf der einen Seite, sie auf der anderen. Und sojemand wird nicht entlassen, das ist die nächste
Schande.

Fazit: Das wird die Mobilisierung der CDU/CSU-Wähler erhöhen, und einige SPD-Wähler sehr stutzig machen.

Wer glaubt sowas bringt der SPD Stimmen, muss sich ja vollkommen von der Realität verabschiedet haben.
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Gustav
Veröffentlicht am Samstag, 21. September 2002 - 19:07 Uhr:   

das bringt die Stimmen der Antifa. Das dürften ca. 2% sein
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Gustav
Veröffentlicht am Samstag, 21. September 2002 - 19:08 Uhr:   

denn alles rechts von der SPD ist Profa
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Sole
Veröffentlicht am Samstag, 21. September 2002 - 19:13 Uhr:   

Oder einfach nur Fa ... Vielen Dank für diese beiden geistreichen Beiträge.
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Stephan Glutsch
Veröffentlicht am Samstag, 21. September 2002 - 19:17 Uhr:   

Schmidt,

eine Allianz mit China ist wirklich eine gute Idee. Dazu vielleicht noch unbegrenzte Niederlassungsfreiheit und den Doppelpass. Dann koennten mal eben 100 Millionen Chinesen hier einwandern. Das Politische System - Einparteienherrschaft der Kommunistischen Partei - koennten wir auch gleich von China uebernehmen, Wahlen waeren dann weitgehend ueberfluessig. Die Justiz ist dort auch viel effizienter, und bei Massenhinrichtungen darf man sogar zugucken.
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Sole
Veröffentlicht am Samstag, 21. September 2002 - 19:20 Uhr:   

Warum glaubst du, dass die Chinesen auswandern würden weil/obwohl ihnen das chinesische System so gut gefällt, dass sie es im andersartigen Ausland aufbauen wollten?
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Stephan Glutsch
Veröffentlicht am Samstag, 21. September 2002 - 19:34 Uhr:   

Die Chinesen wandern so ziemlich in alle Laender aus. Nach Sibirien sind ca. 1 Mio. Chinesen hineindiffundiert. Sie sind in der Mehrheit voellig unpolitisch. Eine Australierin sagte es einmal so: "They only want to run their businesses." Das ist auch gefaehrlich.
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Thomas Frings
Veröffentlicht am Samstag, 21. September 2002 - 19:34 Uhr:   

@Volkswirt
Jörg Haider gibt seit vielen Jahren en masse unmögliche Kommentare auf Däubler-Gmelin-Niveau (oder noch darunter)von sich. Trotzdem stieg die Partei von 5 auf 27%.
SPD-Wähler wird die Äußerung nicht nennenswert verschrecken und vielleicht noch ein paar Amerika-Hasser mobilisieren, davon gibt es ja im linken Lager reichlich. Und die CDU-Wähler sind sowieso immer mobilisiert wenn es drauf ankommt.
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Stephan Glutsch
Veröffentlicht am Samstag, 21. September 2002 - 19:45 Uhr:   

Volkswirt,

ich wuensche mir auch, dass Du Recht hast. Im Augenblick sieht es aber nicht danach aus. Bei Wahlstreet ist die SPD nach dem Daeubler-Gmelin-Interview nicht gefallen.

Das ist schon ziemlich uebel, was sich da zusammenbraut. Auf der einen Seite die linken USA-Hasser (USA-SA-SS), auf der anderen Seite jene, die das Dritte Reich und den zweiten Weltkrieg gerne als ein Stueck Normalitaet sehen. Schliesslich fuehren die Amerikaner auch staendig Krieg ...

Sollte die SPD davon profitieren und Rot-Gruen gewinnen, dann wuerde das die Hemmschwelle in Zukunft noch weiter senken, und in vier Jahren, nach einer noch schlechteren Bilanz, koennten wir uns auf etwas gefasst machen.
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Schmidt
Veröffentlicht am Samstag, 21. September 2002 - 19:58 Uhr:   

ein ist klar, die Chinesen sind die neue Großmacht des 21.Jhd. und wir sind gut beraten diese zu Freund zu haben. Jetzt noch blind auf die USA zu setzen ist fatal
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Stephan Glutsch
Veröffentlicht am Samstag, 21. September 2002 - 20:05 Uhr:   

Schmidt,

mach einmal den Test:

http://www.freiheitsforum.de/s-o-m/s-o-m.php
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Arne
Veröffentlicht am Samstag, 21. September 2002 - 20:26 Uhr:   

Die SPD profitierte in den letzten Wochen davon, dass sie das Tabu-Thema "Kritik an USA" ausgesprochen hat (mit gutem Recht, wie ich übrigens meine). Jetzt aber die Äußerungen von Däubler-Gmelin als Teil einer Kampagne hinzustellen, ist völlig an den Haaren herbeigezogen.

Denn im Gegensatz zu denen von Haider oder Möllemann war ihre Aussage nicht kalkuliert. Und wenn nicht vorher schon heftig (es ist Wahlkampf, übrigens auch in den USA!) über das deutsch-amerikanische Verhältnis diskutiert worden wäre, hätte sich wohl kaum jemand an diesen Worten (in kleiner Runde, nicht auf einem Staatsempfang) gestört.

Bei der Frage zu ihrer Zukunft gilt allerdings der Vergleich mit Möllemann wieder: Ihr politisches Ende (auf Bundesebene) wird in der kommende Woche besiegelt.
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Stephan Glutsch
Veröffentlicht am Samstag, 21. September 2002 - 20:38 Uhr:   

Und das soll nicht kalkuliert gewesen sein? Ich nehme an, in diesen Gewerkschaftskreisen hat sie den Ton genau getroffen und deshalb zunaechst auch des Interview autorisiert. Danach hat sie kalte Fuesse
bekommen und heftig dementiert. Der anti-amerikanische Poebel hat's jedenfalls verstanden. Der Vergleich mit Haider draengt sich hier unmittelbar auf.
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Arne
Veröffentlicht am Samstag, 21. September 2002 - 21:01 Uhr:   

Nochmal: Das war keine Rede, sondern eine Diskussion im kleinen Kreise. Da kann man schon mal was sagen, mit dem man nicht zitiert werden möchte.

Dass das nicht kalkuliert war, zeigt auch die Tatsache, dass sie schon in der Diskussion versucht hat, ihren Faux-pas zu korrigieren. Und wenn sie "den Ton genau getroffen" hätte, gäbe es jetzt keine Gewerkschafter, die die gedruckte Version bestätigen.

Das ist schon ein wenig was anderes als eine Postwurfsendung oder ein Statement vor Kameras. Haben Haider oder Möllemann sich jemals so sehr bemüht, ein Zitat zu dementieren?
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Volkswirt
Veröffentlicht am Samstag, 21. September 2002 - 21:15 Uhr:   

Die SPD hat bei der letzten Wahl 41 % gewonnen, weil es ihr gelungen ist, bei Wählern der Mitte stimmen zu bekommen. Bei ihren Links-Wahlkämpfen haben sie nie mehr als 35% gekrigt. Und mit sowas, wie Frau Däubler-Gmelin es getan hat, mag mal die ganz linke Klientel bedienen, nicht aber die politische Mitte.
Und die politische Mitte ist nicht USA-feindlich !

Kritik an einem USA-Alleingang, da können viele zustimmen.

Das deutsch-amerikanische Verhältnis kaputt machen, NEIN !!!
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Bernhard Nowak
Veröffentlicht am Samstag, 21. September 2002 - 22:17 Uhr:   

Die Fälle Däubler-Gmelin und Möllemann verändern meines Erachtens das Wahlergebnis. Meines Erachtens wird die SPD leicht verlieren, aber die PDS, die ja diese Meinung von Frau Däubler sicherlich zustimmend zur Kenntnis nimmt, wird profitieren. Um es vorsichtig zu sagen: die Chancen der PDS auf Wiedereinzug ins Parlament (sei es durch Überspringen der Sperrklausel, sei es durch das Erringen von 3 statt der vielfach erwarteten 2 Direktmandate) dürfte steigen. Zumal ja dann die Frage ist, ob rot-grün tatsächlich relativ vor schwarz-gelb liegt. Die Allensbach-Umfrage sieht ja schwarz-gelb vorne, vorausgesetzt, die PDS schafft es nicht. Die verärgerten Möllemann-Wähler werden Union wählen und somit "im Lager" bleiben, wie sich enttäuschte und erschreckte "Däubler-Wähler" verhalten, wage ich nicht zu prognostizieren, sie bleiben aber evtl. nicht im "Lager", sondern wandern zur Union oder FDP ab bzw. bleiben zu Hause. Ein anderer Teil dürfte - wie gesagt - eher PDS stärken. Fazit, wie ich es oben schon andeutete: Däubler könnte Stoiber zur Kanzlerschaft verhelfen und beide Ereignisse - Däubler und Möllemann - der Union helfen, doch noch stärkste Partei zu werden (vgl. die Diskussion in den Threads). Allerdings dürfte - wie oben prognostiziert - Frau Däubler am Montag entlassen werden und Möllemann am Montag von FDP-Vorstand und Parteipräsidium zum Rücktritt aufgefordert werden (dem er nicht nachkommen wird, er wird es auf einen Parteitagsbeschluss ankommen lassen.) Fazit: das USA-Thema dürfte Stoiber zum Sieg verhelfen.
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Cram
Veröffentlicht am Samstag, 21. September 2002 - 22:50 Uhr:   

Bernhard,
da wäre ich mir nicht so sicher. Bei einer emnid-Blitzumfrage waren mehr als 55% der Befragten der Ansicht die Ministerin solle nicht zurücktreten, nur knapp über 30% forderten ihren Rücktritt.
Ich war schon entsetzt über dieses Ergebnis, aber es zeigt wie weit die anti-amerikanische Stimmungsmache der Regierung geführt hat.
Und leider jubeln Menschen solchen antiamerikanischen Äußerungen zu.
Sie jubeln Herrn Schröder zu, wenn er von einem Herrn aus Washington spricht der nur darauf warte in den Krieg zu ziehen. Sie jubeln ihn zu wenn er der USA indirekt unterstellt sie betreibe eine kriegstreiberische Politik.
Er nimmt es hin, dass Herr Stiegler Bush mit Julius Ceasar vergleicht (Weltherrschaftsstreben unterstellt) und Botschafter Coats mit einem der schlimmsten sowjetischen Botschafter Abrassimov.
Die Äußerung von Frau Gmelin ist doch "nur" die Spitze des Eisberges.
Ihre Äußerungen machen nur besonders deutlich was Schröder seit dem 3. August betreibt, nämlich Wahlkampf mit Antiamerikanismus.
Und da dies bislang so gut funktioniert hat, halte ich es für unwahrscheinlich das die SPD jetzt daraus Schaden bei der Wahl nehmen wird. Es ist wirklich nicht so dass die Menschen jedes Politikerwort auf die Goldwaage legen, zumal Frau Gmelin doch auch nicht in der ersten Reihe im Wahlkampf steht.
Aus außenpolitischen Gründen muß die Frau natürlich schnellstmöglich entsorgt werden. Sie ist politisch vollkommen untragbar und kann auf keinen Fall einem neuen Kabinett angehören. Aber für den Wahlkampf sehe ich da leider keine wirkliche Belastung.

Ich glaube auch nicht das die FDP in NRW aufgrund Möllemann verlieren wird. Sie wird dort überdurchschnittlich abschneiden (sicher über 10%). Durchaus möglich das einige Leute dazu bewogen werden ihr Kreuz bei der FDP zu machen, aufgrund von Möllemanns Aktion. Das Protestpotential im Ruhrgebiet ist da. Gäbe es einen deutschen Jörg Haider, er wäre gewiß gerade im Osten, in Hamburg und Bremen und in NRW sehr erfolgreich.

Das ist ja auch Möllemanns Kalkül. Nur: letzlich schadet es dem Ansehen der FDP. Wenn er diese Strategie fortsetzt (und das tut er ja offensichtlich) dann treibt er die Partei in einen tiefen Konflikt.
Streit in einer Partei ist nie gut: das schadet den Wahlchancen.
Vermeiden wird sich der Streit aber nicht lassen, denn es geht um eine Richtungsentscheidung: bleibt die FDP eine Programmpartei mit einem Wählerpotential von max. 10% oder wird sie zu einer populistischen Klamauk-Partei (Populismus ist nicht notwendigerweise Rechtspopulismus (obwohl das vielfach gleichgesetzt wird); Möllemann ist ja auch bekanntermaßen ein Befürworter von Rot-Gelb).
Wird sie letzteres würde sie praktisch zu einer fundamental-Oppositionspartei, denn mit einer solchen Haltung kann keine Regierungskoalition funktionieren.
Daher ist Westerwelle gut beraten Möllemann abzusetzen. Dazu hat er die Mehrheit in der Partei. Er sollte sie nutzen.
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Gai Landock
Veröffentlicht am Sonntag, 22. September 2002 - 00:45 Uhr:   

O.K., was die Dame gesagt hat, ist Unsinn.
Aber: als (US)Amerikaner spüre ich nichts von einer „Anti-(US)Amerikanischen“ Stimmung, eher eine vehemente Stimmung und Abneigung gegen die Politik von Bush (und der wurde ja nicht einmal von der Mehrheit der US-Amerikaner gewählt).
Diese Kritik teilen ich und immerhin 35% meiner Landsleute (wenn die Umfragen bei uns stimmen). Ich halte die Politik von Bush in den USA ebenso für eine Katastrophe, wie außerhalb.
Deshalb bin ich froh, dass Schröder hier NEIN zum kommenden Irak-Krieg sagt, auch wenn dies leider nichts an dem Lauf der Dinge ändern wird. Bush ärgert sich vielleicht, aber Deutschland ist für die US-Politik kein wichtiges Land.
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Stephan Glutsch
Veröffentlicht am Sonntag, 22. September 2002 - 01:49 Uhr:   

Gai,

das ist eine Frage des Standpunktes. Wenn ich Kommunist wäre, dann fände ich eine Bedrohung durch den Irak, Nordkorea, Kuba, usw. auch nicht so schlimm.

Außerdem hat doch Clinton auch den Irak angegriffen. Aber die Clinton-Anhänger sind plotzlich gegen den Krieg, wenn Bush Präsident ist.
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Moersberg
Veröffentlicht am Sonntag, 22. September 2002 - 09:32 Uhr:   

@Bernhard: es ist nicht gesagt, dass Däubler-Gmelin der PDS die Siimmen zuschiebt (sie ist aus BaWü, da interessiert die PDS kaum), es kann auch an die GRÜNEN gehen. Und dann isses ein Nullsummenspiel.
Im übrigen ist es nur der Ausdruck von lange unter der Oberfläche köchelndem Unmut. Denn das Verhalten DIESER US-Regierung gegenüber ihren "Verbündeten" ist seit Amtsantritt unter aller Sau.
Und wenn man das als Amtsträger die ganze Zeit nicht öffentlich sagen "darf", kommt es halt irgendwann zur Explosion. Manchmal dient so ein schöner Wahlkampf auch der Klärung.
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Bernhard Nowak
Veröffentlicht am Sonntag, 22. September 2002 - 09:40 Uhr:   

@Moersberg: Ich stimme Dir völlig zu, was das Verhalten der US-Administration angeht (vgl. meinen Aufsatz vom März dieses Jahres auf meiner Homepage http://www.benoroe.de/, wende mich auch lediglich gegen die Erwähnung Hitlers in diesem Zusammenhang, den ich einfach fehl am Platz finde. Im übrigen erinnert mich Bushs Verhalten an den - hier im Forum schon einmal erwähnten - Spielfilm "wag the dog".
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Bernhard Nowak
Veröffentlicht am Sonntag, 22. September 2002 - 11:28 Uhr:   

n-tv: Däubler-Gmelin tritt heute um 18 Uhr zurück !!!!
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Michail
Veröffentlicht am Sonntag, 22. September 2002 - 11:32 Uhr:   

... und Jürgen W. Möllemann wird mit Sicherheit heute auch
zurückgetreten werden.
Endlich.

Der Mann wirkte zwar dynamisch, hat die NRW-FDP nach vorne gebracht
- gewählt hätte ich ihn nie! - aber was er sich in letzter Zeit
geleistet hat, ist unsäglich.
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Bernhard Nowak
Veröffentlicht am Sonntag, 22. September 2002 - 13:34 Uhr:   

Däubler-Gmelin hat einen Rücktritt heute abend ausgeschlossen. DPA meldet jedoch, Schröder werde die Justizministerin nicht ins neue Kabinett berufen. Diese "Variante" hätte zwei Vorteile: Schröder müsste nicht den 9. Minister "entlassen", sondern die Personalie erledigt sich still und leise bei einer neuen Regierungsbildung - falls er gewinnt. Außerdem sieht es nicht so aus, als habe er amerikanischem Druck nachgegeben. Dies ist besonders zu beachten, wenn man die von Cram dankenswerterweise ins Forum gegebene Information bezüglich der Emnid-Umfrage mit in die Überlegungen einbezieht.
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Michael
Veröffentlicht am Sonntag, 22. September 2002 - 16:02 Uhr:   

Das USA-Thema wird aktuell nicht schaden. Ich glaube, zu wenig Leuten ist im Moment bewusst, was auf dem Spiel steht. Nach der Wahl wird es eine Menge Kopfschmerzen geben.

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