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Kaktus
Veröffentlicht am Samstag, 14. September 2002 - 22:10 Uhr:   

Rohdaten FGW (Sonntagsfrage ohne Gewichtung):
SPD 45%
Union 35%

Dieser Vorsprung ist so eklatant, daß er
1. In einer Woche kaum aufzuholen ist;
2. Von den anderen Instituten, die leider keine Rohdaten veröffentlichen, in ähnlicher Eklatanz gemmessen worden sein muß;
3. in Anbetracht der Daten der letzten Monate und Wochen eine (positive) Sensation darstellt.

Alle Projektionen BEINHALTEN ALSO SCHON mögliche positive Effekte für die Union (langfristige Trends/Bindungen, höhere Wahldisziplin der eigenen Wählerschaft, niedrige Wahlbeteiligung der Wechselwähler, Übermut bei den SPD-Anhängern, Status als strukturelle Mehrheitspartei, taktisches Umschwenken von FDP zu Union usw.).
Tatsache ist jedenfalls, daß die SPD von 45% in der Projektion auf 40% heruntergerechnet, während die Union von 35% auf 37% hochgewichtet wurde.
Außerdem hat die SPD die Union in wichtigen Kompetenzfeldern überholt oder fast eingeholt, Schröder hat vor Stoiber in der Kanzlerpräferenz inzwischen einen größeren Vorsprung vor dem glattgebügelt-geklonten Kreidefresser Stoiber als 1998 vor dem abgehalfterten Denkmal Kohl (1998: Kohl muß weg - Stimmung; 2002: Stoppt Stoiber - Stimmung oder Schröder muß bleiben - Stimmung).

Von daher würde mich ein Sieg der Union im Kampf um Platz eins SEHR überraschen. Denkbar wäre angesichts der Stimmungswerte sogar ein noch größerer Rückstand der Union als in der Projektion angegeben.
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Kaktus
Veröffentlicht am Samstag, 14. September 2002 - 23:06 Uhr:   

@Sven:
Ich bin einer der härtesten Kritiker von Union und FDP in diesem Forum, das kannst du nachlesen.
Deine Verunglimpfungen dieser Parteien muß ich aber in allerschärfster Form verurteilen.
Ich hoffe für dich, daß deine Aussagen etwas überdreht, provozierend und nicht wirklich ernst gemeint sind.
Aber auch dann würde ich dir raten, den Vergleich demokratischer Parteien mit dem Nationalsozialismus zu unterlassen, es wäre eine schlimme Verharmlosung desselben und ein Ausweis von Ahnungs- und Geschichtslosigkeit.
Daher solltest du dich (freilich in anderen Foren) darauf konzentrieren, vereinzelte, dem Rechtsradikalismus/Rechtsextremismus nahe stehende Personen in beiden Parteien oder rechtspopulistische Strategieansätze und die fehlende/halbherzige Abgrenzung zu beidem zu kritisieren.
Schon das wäre ein weites Feld, auf dem man sich durchaus mal polemisch austoben könnte.
Wer aber den politischen Gegner per se als Extremisten bezeichnet, muß sich fragen, inwieweit er selbst noch zum Kreis der Demokraten gezählt werden kann.
Hoffentlich nimmst du dir das mal zu Herzen, denn es sagt dir kein "brauner Revanchist und Kriegstreiber", sondern ein tendenziell Linker und Wähler von Bündnis`90/ Die Grünen.
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Bernhard Nowak
Veröffentlicht am Sonntag, 15. September 2002 - 14:51 Uhr:   

Um noch einmal zum Thema dieses Threads zurückzukommen: ich denke schon, ich habe dies im anderen Thread: "FDP" ausgeführt, dass aufgrund der Strategie Westerwelles, die Koalitionsfrage offen zu halten, viele verunsicherte FDP-Wähler CDU wählen werden, während andererseits rot-grüne SPD-Sympathisanten, die rot-gelb nicht wollen, grün wählen. Insofern halte ich es für durchaus möglich, dass die Union - aufgrund des Zulaufes von FDP-Wählern - die SPD noch überholen kann. Und diese Tatsache stellt natürlich potentielle Grün-Wähler wieder vor die Frage, ob sie nicht doch SPD wählen sollen, um Schröder als Kanzler (in einer möglichen grossen Koaliton)zu behalten. Ich möchte hierzu verweisen auf den Artikel der FAZ, den ich in dem anderen Forum: "FDP koaliert mit stärkster Partei" bereits ansatzweise zitiert habe: FDP kippt Projekt 18.
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Philipp
Veröffentlicht am Sonntag, 15. September 2002 - 18:11 Uhr:   

Bernhard, ich muss dir absolut recht geben, ich kenne bald niemanden mehr, der bewusst FDP wählen wird angesichts der dramatischen Entwicklung der letzten Tage (ja, Tage, so muss man heute am 14. schon reden angesichts der massiven Kampagne). War noch vor 4 Wochen die Option Erststimme CDU Kandidat, Zweitstimme FDP eine reale Option zum Wechsel, ist heute von dieser Option als schwarzgelber Fan dringend abzuraten.
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Michael
Veröffentlicht am Sonntag, 15. September 2002 - 19:17 Uhr:   

Natürlich kann die Union noch stärkste Partei werden. Auch wenn die SPD inzwischen leicht vorn liegt, sind die gemessenen Abstände viel zu knapp. Ich denke, CDU/CSU haben im Moment primär ein psychologisches Problem. Sie haben lange Zeit gedacht (und gesagt bekommen), die Wahl sei schon für sie gelaufen und sie könnten im Schlafwagen, ohne anzuecken und konkret zu werden, an die Regierung gelangen (weichespülter Stoiber). Von der Intensivierung des Wahlkampfes und der Themenverlagerung sind sie dann böse erwischt worden. Die SPD hat im Moment deutlich Rückenwind. Wie lange und wie weit er sie tragen wird, muss man sehen. Entschieden ist die Wahl noch nicht, auch nicht die Frage, wer stärkste Partei wird.
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Eike
Veröffentlicht am Sonntag, 15. September 2002 - 22:58 Uhr:   

Ich stimme Michael völlig zu. V.a. die Umfragedaten sind nicht so klar, wie es manche inzwischen haben möchten, als dass sich hier nicht durch Wahlbeteiligung, etc. etwas ändern könnte.
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Cram
Veröffentlicht am Sonntag, 15. September 2002 - 23:09 Uhr:   

Das Rennen um Platz 1 ist offen. Ein Abstand von bis zu 4,6% ist praktisch Gleichstand (weil Fehlertoleranz bei großen Parteien +/-2,3%).
Daher läßt sich nicht sagen wer auf Platz 1 kommt.
Dieses Kopf-an-Kopf-Rennen schadet aus meiner Sicht den kleineren Parteien. Schwankende Wähler zwischen CDU/CSU und FDP und SPD und Grünen werden die große Partei wählen, damit sie sicher sein können das die von ihnen favorisierte politische Richtung zumindestens in einer möglichen großen Koalition die Richtung bestimmt und den Kanzler stellt.
Bei der FDP kommt hinzu das sich die Wähler nicht sicher sind welche Koalition sie eingehen wird. Rot-Gelb wird von der Mehrheit der FDP-Anhänger und potentiellen FDP-Wähler nicht gewünscht, Schwarz-Gelb ist die bevorzugte Variante. Daher werden schwankende Wähler (zw. UNION und FDP) überwiegend die Union wählen. Das ist auch folgerichtig. In einer Koalition SPD-FDP könnte die FDP als kleinerer Koalitionspartner nur als Korrektiv wirken. Die Richtung der Wirtschaftspolitik könnte er nicht grundlegend ändern. Die FDP würde sich in einer solchen Koalition gerade in dieser Frage stark verbiegen müssen. Es ist ja schließlich nicht so, dass der Schwanz mit den Hund wedelt.
In einer großen Koalition gäbe es hingegen zwei nahezu gleichstarke Parteien. Die CDU/CSU könnte also mehr in Richtung "weniger Staat, Absenkung der Staatsquote" bewirken als die FDP in einer Rot-Gelben Koalition das könnte. Schwankende bürgerliche Wähler werden daher m.E. nach die Union wählen.
Auch bei schwankenden linken Wählern (zw. SPD und Grünen) wird diese Frage eine Rolle spielen. Ein Kopf-an-Kopf-Rennen wird vorhergesagt. Daher braucht die SPD jede Stimme. Die Zweitstimme den Grünen zu geben könnte dazu führen das die SPD nur auf Platz 2 landen wird. Daher werden die Grünen m.E. nach ihr Wahlziel 8% deutlich verfehlen.
Die FDP kann von ihrem Projekt 18 die 1 streichen und wird mit 8-9% abscheiden und damit auf dem dritten Platz liegen(9 ist die Quersumme von 18, Möllemann hat 2000 in NRW das Projekt 8 ins leben gerufen, dann 9,8% erzielt und hat dann das Projetkt 18 ausgerufen, jetzt wird wieder ein Projekt 8 draus; Die Grünen haben offenbar bei Möllenmann abgeschaut: sie haben das Projekt 8 erklärt, dass ebenso absolut unrealistisch ist und das ist auch gut so)
Ein Unsicherheitsfaktor ist die PDS. Wahrscheinlich wird ihr der Einzug gelingen. In zwei Wahlkreisen gilt ihr Vorsprung als sicher und in vier weiteren hat sie Chancen. Man sollte daher die PDS jetzt nicht von der Rechnung nehmen. Sie hat eine sehr zuverlässige Stammwählerschaft. Ihr Wiedereinzug ist aus meiner Sicht leider sehr wahrscheinlich.
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Michail
Veröffentlicht am Sonntag, 15. September 2002 - 23:28 Uhr:   

@ Cram:
Man weiß letztendlich nicht, wem der Wiedereinzug
der PDS nützen dürfte:
Liegt schwarz-gelb knapp vor rot-grün, dann dürften
sich die Stoiber-Anhänger darüber ärgern,
umgekehrt natürlich die Schröder-Wähler.
Andererseits hoffen vielleicht einige auf den Einzug
der PDS, damit das gegnerische Lager keine eigene
Mehrheit bekommt - aber wie gesagt: Das könnte sich als
Retourkutsche erweisen...
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Bernhard Nowak
Veröffentlicht am Sonntag, 15. September 2002 - 23:34 Uhr:   

@Michail: Genau dies habe ich ja heute mittag scho gesagt und vom "Dilemma" der PDS-Wähler in dieser Hinsicht gesprochen. Aber ich möchte einen Punkt aufmerksam machen, den ich im Forum noch nicht diskutiert gefunden habe - wenn ich es nicht übersehen habe. Mir fällt nämlich auf, dass die PDS jetzt wieder zulegt (Umfrage FGW und Infratest-Dimap). Ich glaube auch zu wissen, woran das liegt. Meines Erachtens liegt dies am Irak-konflikt. Die Medien sagen immer: die Diskussion um den Irak-konflikt würde Schröder und rot-grün helfen. Stimmt. Aber dies ist meines Erachtens nur die halbe Wahrheit. Es hilft auch der PDS - denn diese wirkt - aus heutiger Sicht gesehen - durch ihre Position auf Pazifisten "glaubwürdiger" als die Grünen oder die SPD. Ich teile diese Position nicht, glaube aber, dass der Irak-Konflikt und die dadurch ausgelösten Ängste in der Bevölkerung der PDS den Sprung über die 5%-Klausel ermöglichen werden. Denn nach der Berechnung der Forschungsgruppe Wahlen heißen 50% der Wähler in der Irak-Frage Schröders Position uneingeschränkt gut, 45% meinen, Deutschland solle sich zumindest dann beteiligen, wenn ein UN-Mandat vorliege (dies entspricht im wesentlichen meiner Position).
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Michail
Veröffentlicht am Sonntag, 15. September 2002 - 23:41 Uhr:   

Stoiber hat ja im wesentlichen - und indirekt - ja auch
gesagt, Deutschland solle ja nicht einen Alleingang der USA
unterstützen, sondern im Fall eines UN-Mandates weitersehen
und erst dann evtl. helfen.
Diese 45 %, die in der FGW-Umfrage diese Meinung teilen,
könnte Stoiber, wenn er sich nicht so kompliziert ausgedrückt
hätte, zumindest in diesem Thema auf seiner Seite ziehen können
und müsste das Feld "Irak" nicht Schröder überlassen.

Noch eins zur PDS: Die Grünen wurden, glaube ich,
1987 von der FGW stark überschätzt: 8 % war die FGW-Voraussage
für die Grünen, die letztendlich an der 5 % - Hürde scheiterten.
So, oder ähnlich, könnte eine Aufholjagd der PDS enden, muss sie
aber natürlich nicht, vor allem, da ihre Anhänger jetzt wissen,
worum es geht.
Trotzdem halte ich es für sehr wahrscheinlich, bzw. ich befürchte es,
dass die PDS das dritte Direktmandat holt und so doch noch einzieht.
Fragt sich, ob eine 4 % schwache PDS dann noch ausreicht,
um eine große Koalition oder Rot-Gelb zu erzwingen und nicht
evtl. eines der beiden Lager trotz PDS eine Mehrheit kriegt...
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Cram
Veröffentlicht am Montag, 16. September 2002 - 00:05 Uhr:   

Michail,
das war 1990, aber ansonsten sind deine Zahlen richtig.
Ich bin auch der Auffassung das die Irak-Frage der PDS eher nützt (immerhin sind 45% der Bevölkerung realistisch um zu erkennen was die außenpolitischen Notwendigkeiten sind; das ist mehr als ich erwartet habe = diese Position ist ja auch genau die, die die Union und die FDP vertritt; anders als Schröder der dem ein kategorisches Nein entgegensetzt aber nicht sagt wie er den Irak hinern will Maßenvernichtungswaffen herzustellen). Es war das Hochwasser und die Nationale Solidarität die die Partei, die letzlich immer nur Stimmung gegen den "Westen" und die Wessis schürt und auf Unzufriedenheit in der Bevölkerung setzt (Jammern über die Wessis), in die Defensive brachte. Schließlich gab es auch unglaublich viel Hilfe aus ganz Deutschland.
Deutschland als ganzes war in Solidarität vereint. Dadurch war die Partei der Spaltung, die PDS, natürlich nach unten gegangen. Jetzt, wo von der SPD anti-USA und anti-Bush Positionen bezogen werden und auf die USA gewerttert wird (antiamerikanismus) werden die Parolen der PDS ja hoffähig gemacht. Sie kann sich bestätigt sehen durch die SPD. Die SPD besorgt damit teilweise schon die Wahlwerbung für die PDS (besonders im Osten). Sie wird es m.E. nach daher schaffen in den Bundestag zu kommen.
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Moersberg
Veröffentlicht am Montag, 16. September 2002 - 10:02 Uhr:   

Das dritte PDS-Direktmandat ist dieses Mal eher unwahrscheinlich. Erstens wird die SPD im Osten hinzugewinnen, zweitens wissen taktisch denkende Unionswähler inzwischen, dass sie den Einzug der PDS über Direktmandate verhindern können, indem sie in den fraglichen Wahlkreisen die Erststimme dem SPD-Kandidaten geben (andere Frage, wie viele Unionswähler denken taktisch...). Mit den fünf Prozent wird es auch nix. Im Gegensatz zu 94 und 98 fällt die Mobilisierung durch zugkräftiges Personal gänzlich weg: Claus, Zimmer und Bartsch reißen keinen wankelmütigen Wechselwähler mehr vom Hocker, also bleibt es bei 4,7-4,9%. Wenn dann auch noch die Wahlbeteiligung hoch wird, ist es vorbei mit der PDS im Bundestag.
Nimmt man übrigens den Durchschnitt der letzten Umfragen der fünf großen Institute und der Wahlstreet, dann liegen Rotgrün und Schwarzgelb so um 0,1% auseinander (SPD 38,6 - Union 37,1 - FDP 8,6 - GRÜNE 7,4 - PDS 4,6). Ziemlich realistische Prognose, finde ich.
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dieterhirsch
Veröffentlicht am Montag, 16. September 2002 - 13:02 Uhr:   

@Moersberg
Du bist aber sehr präzise:
PDS 4,6 - 4,9%. Aller Achtung.
4,5% oder mehr als 5% scheinen dir also nicht mehr möglich.
Da gilt es: abwarten.
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Moersberg
Veröffentlicht am Montag, 16. September 2002 - 13:16 Uhr:   

Ach, beim Wahlergebnisse tippen geht mir das so wie bei Fußballergebnissen: Irgendwann muss man sich eben mal festlegen. Und wenn es anders ausgeht, dann habe ich eben falsch getippt. Das ist auch nicht schlimm. Ich kann hier jedenfalls relativ unbefangen irgendwelche Zahlen hinschreiben, beeinflussbar bin ich, weil Briefwähler, sowieso schon nicht mehr...
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Ralf Arnemann
Veröffentlicht am Montag, 16. September 2002 - 13:55 Uhr:   

Es gibt gute Gründe, wieso grüne, rote oder schwarze Wähler am Sonntag zu Hause bleiben könnten, weil ihre grundsätzliche Orientierung auf "ihre" Partei nicht so stark mit Motivation unterfüttert ist, daß sie unbedingt wählen gehen.

Bei der PDS dagegen ist das fast ausgeschlossen. Diese Wähler gehen sowohl bei schlimmsten Schmutzwetter wie bei schönstem Ausflugswetter wählen (das sind die Wetterlagen, unter denen gerade die Volksparteien leiden würden).

Es ist recht egal, daß die Umfrageinstitute derzeit die 4,x voneinander abschreiben - ein Wert über 5 ist für die PDS immer noch genauo möglich wie ein Scheitern.
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Eike
Veröffentlicht am Montag, 16. September 2002 - 15:26 Uhr:   

Gerade bei dieser sehr knappen Situation werden die PDS-Wähler notfalls durch den Schlamm robbend ins Wahllokal gehen.
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EfJotEs
Veröffentlicht am Dienstag, 17. September 2002 - 00:07 Uhr:   

@Kaktus:
> Rohdaten FGW (Sonntagsfrage ohne Gewichtung):
>SPD 45%
>Union 35%
Um mal zum Thema zurückzukehren:
Handelt es sich hierbei wirklich um die "Rohdaten" im Sinne der Sonntagsfrage?
Betitelt werden diese Zahlen mit "Politische Stimmung".
Ich hab irgendwann mal an einer Umfrage der FGW teilgenommen und ich erinnere mich vage, dass es tatsächlich eine Frage gab: Für welche Partei ist Ihrer Meinung nach die politische Stimmung im Augenblick günstig? (oder ähnlich)
Unter "Rohdaten" würde ich die ungewichteten/unmanipulierten fixen Zahlen der Antworten auf die Sonntagsfrage verstehen.
Wenn aber jemand gefragt wird, wie er/sie die "politische Stimmung" einschätzt, dann ist das doch was ganz anderes. Da könnte selbst der eingefleischteste CDU-Anhänger "SPD" oder "Grüne" sagen, wenns gerade sehr schlecht für die CDU aussieht (andersrum entsprechend) und bei der Sonntagsfrage trotzdem mit "CDU" antworten.
Wenn man nach "was glauben Sie, wie die politische Stimmung aussieht" fragt, handelt es sich eher um so eine Art erster Ableitung der Sonntagsfrage.
Ich muss zugeben, ich weiss nicht, welche Frage bei FGW den "Stimmungsprozenten" zugrunde liegt; evtl. sind sie aber nur wenig auussagekräftig. Die 10%punkte Differenz zwischen CDU vs. SPD sagen also nicht unbedingt etwas aus.
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Michail
Veröffentlicht am Dienstag, 17. September 2002 - 01:21 Uhr:   

@ EfJotEs

Ich glaube, dass die Frage, für welche Partei die Stimmung momentan
günstig ist, eigentlich nur von Emnid gestellt wird.

Diese 45 : 35 Prozent sind (leider) die reale Antwort der Befragten,
für welche Partei sie stimmen würden.
Diese 45 Prozent für die SPD wurden dementsprechend auf 40 runter-,
und die 35 Prozent der Union auf 37 hochgestuft.
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Wilko Zicht
Veröffentlicht am Dienstag, 17. September 2002 - 02:42 Uhr:   

@EfJotEs:

Es handelt sich wirklich um Daten der Sonntagsfrage. Allerdings sind es keine echten Rohdaten, sondern (lediglich) soziodemographisch gewichtete Daten.
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Sole
Veröffentlicht am Freitag, 20. September 2002 - 21:26 Uhr:   

Die PDS wird als Fraktion (also über 5 %) drin sein.

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