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Wahlrecht.de Forum » Umfragen » Wahlumfragen Landtagswahlen » Wahlumfragen Hessen und Niedersachsen » 126-150 « Zurück Weiter »

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PSchm
Veröffentlicht am Mittwoch, 29. Januar 2003 - 15:41 Uhr:   

Also, das halte ich für Verschwörungstheorien. FORSA, obwohl ein SPD-Verein (weil sie die SPD beraten), ist v.a. ein Meinungsforschungsinstitut, und das heisst, die haben auf ihren wissenschaftlichen Ruf zu achten. Der steht und fällt mit der Genauigkeit der Vorhersagen. Wenn ich FORSA wäre, würde ich mir ganz genau überlegen, ob ich mich von der SPD einspannen lasse. Im Zweifelsfall würde ich mich für meine 'wissenschaftliche Überzeugung' entscheiden. Das zahlt sich nämlich auf längere Sicht aus.

Als Negativbeispiel 'Allensbach' bei der BTW. Was sind nach der Erfahrung im Sommer Allensbachumfragen noch wert? Ich jedenfalls bin ganz vorsichtig, wenn ich Allensbach höre. Das wird viele Jahre dauern, bis die wieder ernst genommen werden.

Ich würde einfach sagen, die Umfragen sind, wie sie sind. Ob sie dann letztendlich genauso eintreten, ist eine andere Frage.
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Frederic
Veröffentlicht am Mittwoch, 29. Januar 2003 - 15:53 Uhr:   

Außerdem würde ein in den Umfragen angedeuteter Stimmungsumschwung viele SPD-Wähler beflügeln.
Wenn also Forsa wirklich parteiisch wäre, müßte die Umfrage anders ausschauen.
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Stoiber-Fan
Veröffentlicht am Mittwoch, 29. Januar 2003 - 16:15 Uhr:   

FDP lt. Forsa deutlich drin, bisher war Forsa immer felsenfest bei unglaubwürdigen 5% in beiden Ländern.
Dies spricht auch gegen Manipulation.
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m.g.s.
Veröffentlicht am Mittwoch, 29. Januar 2003 - 16:40 Uhr:   

Ich glaube, an der Theorie des Waldfreundes ist was dran:.

Eine Woche vor Schluss bringt es nichts, einen kleinen Umschwung anzudeuten. (Denn aussergewoehnliche Ereignisse, die einen grossen Umschwung rechtfertigen, gabs keine). Das braucht mindestens zwei-drei Wochen wie bei der BTW, um einen mediengemachten Umschwung zu inszenieren.
Ganz im Gegenteil koennte es jetzt heissen "den Gegner in Sicherheit wiegen", damit einige CDU-Sympathisanten zu Hause bleiben. Ueberhaupt ist ja die Spanne zwischen Umfragen und Ergebnis bei LTW-Umfragen eh so gross, dass zwei, drei draufgeschummelte Prozentchen dem Institut nicht den Ruf ruinieren. Dafuer haben schon bei vergangenen LTWen die Umfragen viel zu weit daneben gelegen.

Allerdings muss ich sagen, der FDP tut es vielleicht gar nicht weh, wenn Waehler zu Hause bleiben. Denn sie profitiert ja von niedriger Wahlbeteilligung.
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Stoiber-Fan
Veröffentlicht am Mittwoch, 29. Januar 2003 - 18:05 Uhr:   

Vielleicht tun wir Forsa unrecht, es kann ja wirklich sein, daß die Stimmung noch extremer wurde. Trotzdem kommt mir das mit der FDP komisch vor, das kann man hier auch nur bei Wahlrecht.de feststellen, da man die Umfragen hier übersichtlich vergleichen kann. Sonst fallen die ständigen 5% ja nicht auf, und der Kommentar bei jeder neuen Forsa-Umfrage war der gleiche: FDP muß zittern. Jetzt steigt die FDP praktisch grundlos, oder macht sie jetzt im Wahlkampf plötzlich Punkte?
Im Interesse des Instituts ist es nur, daß die letzte Umfrage vor der Wahl richtig ist, bei den anderen davor kann man ja nur spekulieren ob da entscheidende % zu Gunsten oder gegen eine Partei verändert wurden.
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Bernhard Nowak
Veröffentlicht am Mittwoch, 29. Januar 2003 - 19:23 Uhr:   

Also ich kann mir die höheren FDP-Werte durchaus erklären. Wilko hatte ja deutlich gemacht,dass auch zahreiche CDU-Wähler eine Koalition mit der FDP einer CDU-Alleinregierung vorziehen würden. Außerdem resultieren die niedrigen SPD-Werte von niedriger Wahlbeteiligung. Und in Niedersachsen sind es eindeutig Leihstimmen aus dem CDU-Lager, die die FDP - dank eindeutiger Koalitionsaussage - begünstigen. In Niedersachsen mögen viele Unionswähler fürchten, dass bei einem Scheitern der FDP (Abschneiden unter 5%) rot-grün doch noch die Nase vorn hat. Da unentschiedene Wähler auch gerne mit dem Prognos-Sieger "gehen",dürften die Forsa-Umfragen (Forsa hat ja die BTW gut prognostiziert und wurde von N-TV am BT-Wahlabend mit der Auswertung der Wahlergebnisse beauftragt - nicht Emnid - und Forsa hatte schon um 18 Uhr eine Prognose, die nah am Endergebnis lag) eine weitere Motivation für Unions- und FDP-Anhänger und Frust für SPD- und Grünenanhänger bedeuten. Folge: Diese letzteren gehen erst recht nicht wählen und das Ergebnis wird entsprechend eindeutig ausfallen. Zumal die Irak-Plakatierung der SPD doch zu durchsichtig ist - Landtagswahlen können keine Außenpolitikabstimmungen sein. Das ist doch sehr sehr durchsichtig und wird vom Wähler entsprechend durchschaut. Folge: eher eine Trotzreakion gegen rot-grün.
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J.B.K.
Veröffentlicht am Mittwoch, 29. Januar 2003 - 23:33 Uhr:   

Forsa hat m.E. die FDP die ganze Zeit zu schlecht aussehen lassen, um Leihstimmen der CDU an die FDP zu fördern und so die absolute Mehrheit von Koch zu verhindern. Jetzt haben sie wohl eingesehen, daß das nicht funktioniert, weil die Stimmung für die CDU stabil ist, deshlab haben sie das FDP-Ergebnis nach oben korrigiert.
Ich gehe inzwischen fest von einer absoluten CDU-Mehrheit trotz FDP-Einzuges in Hessen aus.
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J.B.K.
Veröffentlicht am Mittwoch, 29. Januar 2003 - 23:35 Uhr:   

@Bernhard Nowak: Der FDP-Anstieg in Niedersachen ist schlüssig, der in Hessen nicht.
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nw
Veröffentlicht am Donnerstag, 30. Januar 2003 - 16:29 Uhr:   

Schön zu lesen, was hier alles steht, aber eines ist sicher: Wer regieren will, muß Wahlen gewinnen, nicht Umfragen. Ich werde am Sonntagabend gegen 20h mal in den Videotext schauen, dann weiß ich Bescheid. Und den Ton an der Glotze abstellen. Das ganze Blabla drumherum brauche ich nicht.
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Stoiber-Fan
Veröffentlicht am Donnerstag, 30. Januar 2003 - 17:23 Uhr:   

Aber die 18 Uhr Prognose (Empfehlung: ZDF) sollte man sich auch reinziehen, denn in diesem Moment wird das Geheimnis gelüftet, zuvor kennen das wahrscheinliche Ergebnis nur wenige Meinungsforscher und Politiker. Das ist immer der spannenste Augenblick.
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Stoiber-Fan
Veröffentlicht am Donnerstag, 30. Januar 2003 - 18:13 Uhr:   

Die Rot-Grüne Verzweiflungsaktion scheint jetzt endgültig gescheitert zu sein, viele Staaten sind auf Seite der USA und die Schlagzeilen hier lauten mittlerweile so:

"Rot-Grün verschweigt Hinweise"
Die Opposition hat in der Irak-Frage erneut schwere Vorwürfe gegen die Bundesregierung erhoben. Sie verschweige bewusst Informationen über Waffen im Irak, sagte der Unions-Außenexperte Pflüger in n-tv. Zuvor hatte bereits der "Aufruf der Acht" die Debatte um die rot-grüne Irak-Politik neu angefacht.

Die neuen Emnid Zahlen zeigen keine Veränderung, ob es noch Umfragen zu den beiden Ländern von Emnid gibt weiß ich nicht. Im Bund hat sich zumindest nichts verändert.
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Peter
Veröffentlicht am Donnerstag, 30. Januar 2003 - 20:18 Uhr:   

Heute habe ich wieder irgendwo gelesen, dass schlechtes Wetter am Sonntag vor allem der CDU und den Grünen nützen soll, es hingegen es der SPD schaden soll. Ist diese Aussage unabhängig von der Wahl am Sonntag ( da glaube ich fest daran, denn warum soll man aus seinem warmen Bett aufstehen, um SPD zu wählen) schon einmal belegt worden?
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Demoskop
Veröffentlicht am Donnerstag, 30. Januar 2003 - 20:41 Uhr:   

Nach dem Anti-Kriegswahlkampf der SPD in Niedersachsen und Hessen, wobei der Landtag und der Bundesrat überhaupt keine politische Kompetenz hat fragt sich nur folgendes:
Wird die SPD aus der Kommunalwahl in Schleswig-Holstein die Anfang März stattfindet(also vermutlich zum Zeitpunkt des Irak-Krieges) auch mit dem Thema Irak-Krieg werben. Wahrscheinlich wird man auch in einem Kaff in Nordfriesland den Wählern einreden können, dass der Gemeinderat außenpolitische Kompetenzen hat.
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c07
Veröffentlicht am Donnerstag, 30. Januar 2003 - 21:24 Uhr:   

Verschwörungstheorien sind doch immer wieder spannend zu lesen...

PSchm: Die Institute machen Vorhersagen? Umfragen können eintreten?

Peter: Das mit dem Wetter ist schwierig zu belegen. Wer im warmen Bett liegen bleibt, den kann man schlecht fragen, warum er das tut und was er gegebenenfalls bei anderem Wetter gewählt hätte. Und für aussagekräftige statistische Vergleiche sind Wahlen einfach viel zu selten.
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Sole
Veröffentlicht am Freitag, 31. Januar 2003 - 00:23 Uhr:   

Dem könnte man abhelfen, indem man mehr Bundesländer -> mehr Wahltermine einführt.
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Cram
Veröffentlicht am Freitag, 31. Januar 2003 - 13:22 Uhr:   

@Nimreen
"ob die Hamburger-Wahl nicht durch den 11.09. beeinflusst worden sind, weiss ich nicht. Denn der Effekt war wohl eher pro CDU, da diese ja eher für Abschottung und innere Sicherheit als die SPD steht." Wohl eher die Schill-Partei, die CDU hatte 4,5% verloren und schnitt mit 26,2% selbst für Hamburger Verhältnisse einmalig mager ab (schlechtestes Ergebnis).
Was die Landtagswahlen betrifft so kann ich eigentlich kaum glauben das die Union in Hessen die absolute Mehrheit holt. Für denn Fall wäre aber Koch auf jeden Fall Kanzlerkandidat der Union 2006. Aber auch ohne absolute Mehrheit ist er natürlich ein möglicher Kandidat.
Ob die Union mit ihm bundesweit Erfolg haben würde halte ich für fraglich würde es aber nicht ausschließen. Koch ist ein großes politisches Talent.
Falls es am Ende zu heftigen Auseinandersetzungen um die Kandidatur kommen sollte könnte es auch einen Kompromißkandidaten geben (Müller, Wulff)
Wunschkandidaten wäre für mich Frau Merkel oder Peter Müller.

INzwischen deutet sich ja sogar eine deutlicher bürgerlicher Sieg in Niedersachsen ab. Ich habe es gar nicht zu hoffen gewagt, aber die Schaumschlägerei der SPD und besonders von SIgmar Gabriel verfängt nicht mehr. Time is running out for Sigmar Gabriel
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Ralf Arnemann
Veröffentlicht am Freitag, 31. Januar 2003 - 14:12 Uhr:   

@Nimreem:
> Fazit: Entweder gibt es eine Sensation oder einen langweiligen
> Wahlabend.
Das ist endlich mal eine Prognose, auf die 100% Verlaß ist ;-)
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Ralf Arnemann
Veröffentlicht am Freitag, 31. Januar 2003 - 14:32 Uhr:   

Ich wäre vorsichtig mit Verschwörungstheorien der Art, daß z. B. FORSA die Prognosen taktisch genau abgestimmt so bringt, daß sie der SPD maximal nützen. Solche Effekte wird es geben (vor allem bei Umfragen, die direkt von der SPD in Auftrag gegeben wurden), aber nicht mehr so stark, wenn die öffentliche Aufmerksamkeit groß ist und andere Institute auch präsent sind.

Da geht es den Instituten eher darum, aufzufallen und mit ihren Zahlen ins Gespräch zu kommen. Neue Trends, Umschwünge, andere Koalitionsmöglichkeiten - damit kommen Prognosen in die Schlagzeilen.
Da ist es in der Tat verkaufsfördernd, die FDP möglichst lange um die 5% pendeln zu lassen, wenn diese für den Regierungswechsel entscheidend ist. Oder ihr mehr zu geben, wenn damit die absolute Mehrheit zu verhindern ist.

Am Ende darf die Prognose natürlich nicht absolut neben der Realität sein.
Aber ein wichtiger Faktor ist das nicht. Die Umfragen lagen gerade bei Landtagswahlen schon so oft grottenfalsch - das stört die Öffentlichkeit eigentlich wenig.

Verläßlich an den derzeitigen Prognosen sind eigentlich nur die beiden Grundtrends, die man auch ohne Umfragen vorhersehenkann: Die Leute sind derzeit stinkig auf die SPD und die Union profitiert davon.
In dieser Richtung wird sich bei den beiden Landtagswahlen bestimmt etwas bewegen.
Aber KEINER weiß, wie stark diese Bewegung sein wird und wie die übrigen Parteien abschneiden werden.
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Ralf Arnemann
Veröffentlicht am Freitag, 31. Januar 2003 - 14:39 Uhr:   

@J.B.K.:
> Der FDP-Anstieg in Niedersachen ist schlüssig, der in Hessen nicht.
Ein FDP-Anstieg in Niedersachsen wäre in der Tat leicht zu erklären, die Gesamtsituation wird Stimmensplitting zu Gunsten der Liberalen fördern. Da die FDP dort aus der außerparlamentarischen Opposition startet, konnte sie sich nur mäßig inhaltlich oder personell profilieren - die leicht zu sehenden taktischen Elemente dominieren also.

In Hessen ist das ganz anders (und etwas komplizierter).
Dort war die FDP in der Regierung und das ist auch weit überdurchschnittlich wahrnehmbar geworden. Insbesondere tritt sie dort mit einer sehr bekannten Spitzenkandidatin an, das zieht Stimmen.
Die Sympathiewerte laut Politbarometer-Skala für die Spitzenkandidaten in Hessen sehen so aus: Die Grünen sind mangels Bekanntheit nicht meßbar. Bökel und Koch liegen bei 0,1 - 0,2 und Ruth Wagner bei 0,6!
Das ist sehr ungewöhnlich.

Aber auch taktisch gibt es Argumente für Stimmengewinne. Dort geht es nicht mehr um das klassische FDP-Thema "Stimmen splitten um rot/grün zu verhindern".
Dafür tritt aber immer mehr die Möglichkeit einer absoluten CDU-Mehrheit in den Vordergrund.
Koch ist als Ministerpräsident bis weit in die SPD-Anhänger hinein respektiert wegen seiner Tüchtigkeit.
Aber wenn es um Vertrauen geht, dann geht die Skepsis weit ins Unionslager hinein.
"Koch ja, aber nicht unkontrolliert" ist für viele Wähler ein wichtiges Argument.
Für wie viele, das wird man erst am Sonntag sehen.
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Stoiber-Fan
Veröffentlicht am Freitag, 31. Januar 2003 - 16:34 Uhr:   

N24: "Umfragen zeigen der anti-Kriegs Kurs hat der Regierung Pluspunkte gebracht!"
Das halte ich für ein Gerücht und konkret wird nichts gezeigt.
Gleichzeitig muß ich mich fragen was die Aktion heute im Bundestag gebracht hat, hat der Bundestag in seiner Geschichte schonmal so einen Schwachsinn beschlossen: ...eine Erhöhung der Mehrwertsteuer "wäre ohne Zweifel in der aktuellen konjunkturellen Lage schädlich"
Super, wenn man das beschließt hat das genau den gleichen Effekt wie man man es nicht beschließt.
Wenn sich die Regierung gegen erneuten Rot-Günen Wahlbetrug schützen will hätte sie beschließen müssen die Steuer in den nächsten Monaten/Jahren nicht zu erhöhen, das hätte wenigstens Glaubwürdigkeit gehabt und etwas Sinn, aber auch das wäre lächerlich gewesen. Es reicht anscheinend nicht zu sagen, daß man Steuern nicht erhöht, man muß das jetzt sogar beschließen.
Das war doch wieder eine Verzweiflungsaktion die nur nach hinten los gehen kann.
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Stephan Glutsch
Veröffentlicht am Freitag, 31. Januar 2003 - 17:01 Uhr:   

Stoiber-Fan:

Wenn ich die Wahl hätte zwischen Mehrwertsteuererhöhung und Einkommenssteuererhöhung, würde ich mich für eine Mehrwertsteuererhöhung entscheiden aus zwei Gründen:

1. Eine Mehwertsteuererhöhung ist weniger leistungsfeindlich, da sie nicht progressiv ist.

2. Wir haben einen der niedrigsten Mehrwertsteuersätze in der EU. Von den angrenzenden Ländern hat Luxemburg einen niedrigeren Mehrwertsteuersatz, aber das kann man nicht wirklich vergleichen. Das schadet der Exportwirtschaft, denn auf Exporte wird der höhere ausländische Mehrwertsteuersatz draufgeschlagen, auf Importe dagegen der niedrige deutsche.

Die reine politsche Vernunft würde neben Ausgabenkürzungen eine allmähliche Anhebung der Mehrwertsteuer von 16 auf 19% (wie Holland) gebieten. Das wissen auch Union und FDP. Sie glauben, daß Rot-Grün um die Erhöhung nicht drumherumkommt, und möchten außerdem noch politisches Kapital daraus schlagen. Die heutige Abstimmung sollte eine Art Selbstverpflichtung von Rot-Grün sein, die Mehrwertsteuer demnächst nicht zu erhöhen, um der Opposition ein Argument im Wahlkampf zu nehmen.

Ich glaube nicht, daß diese Hau-Ruck-Aktion noch Einfluß auf den Wahlausgang hat (vielleicht sollten wir in den Wahlsieg "reinfeiern"), außerdem halte ich sie inhaltlich für falsch.
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Freund des Sparens
Veröffentlicht am Freitag, 31. Januar 2003 - 17:34 Uhr:   

Wenn ich die Wahl hätte zwischen Mehrwertsteuererhöhung und Einkommenssteuererhöhung, würde ich mich fürs Sparen entscheiden.
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Ralf Arnemann
Veröffentlicht am Freitag, 31. Januar 2003 - 17:43 Uhr:   

@Stephan:
> Wenn ich die Wahl hätte zwischen Mehrwertsteuererhöhung und
> Einkommenssteuererhöhung, ...
... dann ist schon die Wahl falsch. Man darf sich gar nicht erst auf das Spiel "Welche Steuer erhöhen wir als nächstes" einlassen.

Es war schon gut, daß die FDP heute einen Antrag dazu eingebracht hat. Und der lautete ja, daß über die gesamte Legislaturperiode keine Erhöhung stattfinden soll.
Das hat rot/grün abgelehnt!

Der rot/grüne Beschluß mit "derzeit nicht sinnvoll" hat ein Verfallsdatum 2. Februar.

Es ist mit diesem kurzen, aber prägnanten Antrag ganz klar geworden, daß die Regierung diese Steuererhöhung plant, nur den Zeitpunkt noch nicht verraten will.
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J.B.K.
Veröffentlicht am Freitag, 31. Januar 2003 - 18:11 Uhr:   

@Ralf Arnemann
>"Koch ja, aber nicht unkontrolliert" ist für viele Wähler ein >wichtiges Argument.

Bei der Forsa-Umfrage hat aber die FDP nicht auf Kosten der CDU gewonnen, im Gegenteil die CDU ist sogar noch einen Punkt auf 51% gestiegen, also kann dieser Effekt bislang nicht so stark sein.
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Michail
Veröffentlicht am Freitag, 31. Januar 2003 - 18:51 Uhr:   

Aktuelle FORSA-Umfrage, gerade
vorgestellt in RTL Aktuell:

==================
Niedersachsen:

CDU 48
SPD 33
FDP 7
GRÜ 8


=================
Hessen:

CDU 49
SPD 29
FDP 8
GRÜ 11

(Diese Umfrage ist noch aktueller als die, die letzten
Mittwoch im "Stern" vorgestellt wurde und wonach
die CDU in Hessen 51 % erreichte

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