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Forschungsgruppe Wahlen: Telefonumfrage

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Michael Zöller
Veröffentlicht am Dienstag, 20. September 2005 - 16:38 Uhr:   

"Berlin - Mehr als zwei Drittel der Deutschen sind mit dem Ergebnis der Bundestagswahl unzufrieden. Nur etwa 23 Prozent der 1111 von der Forschungsgruppe Wahlen Interviewten äußerten sich [... ]positiv über den Wahlausgang. Besonders unzufrieden seien die FDP-Anhänger (88 Prozent) dicht gefolgt von Unions-Sympathisanten (81 Prozent). Aber auch 69 Prozent der Linkspartei-Wähler, 68 Prozent aus den Reihen der Grünen und die Mehrheit der SPD-Anhänger zeigten sich über den Wählerwillen eher enttäuscht." Quelle: Spiegel

Das sich gelb/schwarz und rot/grün ärgern ist klar. Aber kann mir mal jemand sagen, womit die Wähler der Linkspartei nicht zu Frieden sind?

Das eine rot-rot-grüne Koalition kommt wurde vorher von rot und rot ausgeschlossen. Das Wahlergebnis ist relativ zu den Prognosen ok. Und wenn man doch insgeheim auf rot-grün gehofft hat, hätte man die doch einfach wählen sollen.
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Ralf Arnemann
Veröffentlicht am Dienstag, 20. September 2005 - 16:53 Uhr:   

Wenn man so einer Umfrage überhaupt noch glauben darf, dann wäre wohl der Schluß, daß die FDP-Wähler eindeutig am konstruktivsten sind: Sie könnten nur auf die eigene Partei bezogen am zufriedensten sein, nehmen sich aber viel mehr als andere die traurige Gesamtlage zu Herzen ...

Richtig ist aber, daß der PDS-Wähler-Frust völlig unverständlich ist. Haben da wirklich so viele Leute mit irgendwelchen 12%-Ergebnissen gerechnet? Am übrigen Wahlausgang dürften sie ja wirklich nichts auszusetzen haben.
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Fragender
Veröffentlicht am Dienstag, 20. September 2005 - 17:25 Uhr:   

Klasse fand ich die Straßenumfrage eines Hamburger Privatsenders. Die Masse der Befragten sagte, die Parteien müssten sich an ihren Versprechen messen lassen und nun entweder eine Mehrheitsregierung Schwarz/Gelb gegen Rot/Dunkelrot/Grün oder Rot/Grün gegen Schwarz/Gelb/Dunkelrot durchsetzen, weil sie das ja versprochen hätten. Auf die verblüffte Nachfrage des Reporters "Sie meinen eine Minderheitsregierung" kam mehr als einmal sinngemäß "Nein, eine Mehrheit in Bundestag und Bundesrat ohne Große Koalition und ohne Ampel, das haben Merkel und Schröder uns doch versprochen". Der Frager war am Ende ziemlich ratlos ...
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Görd
Veröffentlicht am Dienstag, 20. September 2005 - 19:24 Uhr:   

Die PDS-Wähler sind vielleicht traurig, weil sie die PDS stärken wollten, wenn sie aber gewußt hätten, dass es zwischen SPD und Union so knapp wird, hätten sie sicher Schröder gewählt.
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Grossekohlition
Veröffentlicht am Mittwoch, 21. September 2005 - 14:50 Uhr:   

@Goerd
im Gegenteil: die PDS-Waehler freuen sich ueber das gute Ergebnis: rot-gruen abgewaehlt und schwarz-gelb verhindert.

Ich habe bei mir eine representative Selbstumfrage durchgefuehrt. Ich habe mich gefragt: "Welche Partei wuerde ich waehlen, wenn am naechsten Sonntag Neuwahlen waeren?" Das Ergebnis:
Union ca 35%
SPD ca 34%
fdp ca 10%
PDS ca 9%
Gruene ca 8%
sonst. ca 4%
wobei ein geringer Rueckfluss von der fdp zurueck zur Union nicht ausgeschlossen ist.
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Bernhard Nowak
Veröffentlicht am Mittwoch, 21. September 2005 - 22:29 Uhr:   

@Ralf: Die FDP-Wähler sind nach meinen Beobachtungen im Bekanntenkreis überhaupt nicht zufrieden, denn sie wollten ja mit der Union an die Regierung und die Mehrheit liegt bei rot-rot-grün. Da kann die sicherlich gute Prozentzahl für die FDP ja kein Trost sein. Viele werden sicherlich sagen: hätten wir CDU gewählt, wäre der Abstand zur SPD größer und die SPD wäre gar nicht auf die Idee gekommen, als Preis zur Zustimmung zu einer großen Koalition zu fordern, dass Schröder Kanzler bleibt. So meine Sicht der Dinge.
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Ralf Arnemann
Veröffentlicht am Donnerstag, 22. September 2005 - 10:52 Uhr:   

@Bernhard:
Du hast völlig recht, daß ist die Stimmungslage bei der FDP.
Aber interessant ist doch, daß die Unzufriedenheit deutlich größer ist als z. B. bei den Grünen, die ihre Wahlziele noch deutlich stärker verfehlt haben.
Mein Erklärungsversuch "FDP-Wähler sind konstruktiver in Bezug auf die Gesamtlage des Landes" ist natürlich wild geraten - aber ein besserer fällt mir eben nicht ein.
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Sascha
Veröffentlicht am Donnerstag, 22. September 2005 - 15:24 Uhr:   

@Ralf Arnemann

Die Grünen können eigentlich ganz zufrieden mit dem Wahlergebnis sein. 8,1% ist wirklich ein gutes Ergebnis. Das Rot-Grün weiter eine Mehrheit bekommt, hätte auch keiner gedacht. Schwarz-Gelb ist verhindert. Das Einzige, was für die Grünen unerfreulich ist, ist dass FDP und Linke vor ihnen liegen. Die Grünen kommen halt am Besten mit einer Oppositionsrolle klar und ssind somit am Zufriedensten.
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Görd
Veröffentlicht am Donnerstag, 22. September 2005 - 15:39 Uhr:   

Jo, die Grünen können auch mit der Opposition leben, die FDP als ehemaliges Zünglei an der Waage, haben's dagegen natürlich schwieriger nochmal in die Opposition gehen zu müssen. Dadurch kann sie natürlich ihre Klientelpolitik nicht durchführen.
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Claus
Veröffentlicht am Donnerstag, 22. September 2005 - 17:09 Uhr:   

Die PDS-Anhänger sind halt unzufrieden damit, dass sie auch nach der Bundestagswahl weiterhin in Ostdeutschland leben.
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Bürger
Veröffentlicht am Donnerstag, 22. September 2005 - 22:10 Uhr:   

@Sascha
... und am unrealistischten. Was hilfts denn einem Politiker, wenn er in der Opposition ist. Wenn er - was ich immer noch hoffe - nicht nur auf die Diäten aus ist, geht es ihm darum, etwas in diesem Lande zu bewegen. Und wirklich bewegen kann man nur etwas in der Regierungsverantwortung. Als Opposition kannst Du mahnen fordern und schimpfen und damit vielleicht langfristige Bewußtseinsänderungen anstossen, aber tatsächlich etwas verändern kannst Du nur in der Regierung. Deshalb ist ja alleine die Aussage, eine Partei wolle in die Opposition aus meiner Sicht Verrat an den Interessen ihrer Wähler.
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The Joker
Veröffentlicht am Freitag, 23. September 2005 - 23:12 Uhr:   

Als Linkspartei-Wähler bin ich in der Tat bitter enttäuscht:
Ich hätte mir 41,4 % mehr gewünscht... :-D

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