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Stefan Müller
| | Veröffentlicht am Freitag, 14. Februar 2003 - 23:31 Uhr: | |
Hallo! Gibt es eigentlich im Vorfeld der Kommunalwahl in Schleswig-Holstein irgendwelche Umfragen? Die letzte Umfrage zur Landtagswahl (aber das ist ja wahrscheinlich bei der Kommunalwahl kaum anders...) in Schleswig-Holstein auf der Homepage ist von Mai 2001... Viele Grüße! Stefan |

C.-J. Dickow
| | Veröffentlicht am Sonntag, 16. Februar 2003 - 14:54 Uhr: | |
Zu Kommunalwahlen wirst Du so gut wie nie Umfragen finden. Dort ist der Einfluß der lokalen Politik entscheidend, so daß Du praktisch in jeder Gemeinde eine Umfrage machen müsstest. |

Stefan Müller
| | Veröffentlicht am Montag, 17. Februar 2003 - 23:55 Uhr: | |
Hallo C.-J.! Ich weiß, daß es zu Kommunalwahlen kaum Umfragen gibt. Aber es gibt ja Umfragen zu Landtagswahlen im Land, die indirekt einen Ausblick auf die Kommunalwahl bieten. Spannend ist für mich da die eben die landespolitische Auswirkung der Bundestrends. In Schleswig-Holstein kommt zudem der SSW dazu, von dem ich gerne eine Prognose für die Wahl wüßte... Deshalb meine Suche. Auch wenn die landesweite Umfrage keine verbindliche Aussage über das Ergebnis in Neumünster, Westerland oder Timmendorfer Strand gibt... ;-) |

Kieler
| | Veröffentlicht am Freitag, 21. Februar 2003 - 23:42 Uhr: | |
Kiel (gsc) Die Stimmung in der Landeshauptstadt ist offenbar gekippt: Nach der aktuellen Wahlprognose des Instituts Dr. Parge & Partner für die Kieler Nachrichten würde die CDU bei der Kommunalwahl am 2. März mit 40,5 Prozent stärkste Fraktion im Kieler Rathaus, die SPD bekäme 36,4 Prozent der Stimmen. Bei der Januar-Prognose stand die CDU noch bei 38,3 Prozent, die SPD hätten 39,5 Prozent gewählt. Bei der Wahlprognose für das Oberbürgermeisteramt hat sich der Abstand zwischen CDU-Frau Angelika Volquartz (46,9 Prozent) und dem SPD-Mann Jürgen Fenske (39,3 Prozent) vergrößerDie Grünen kämen laut Prognose bei der Kommunalwahl auf 14,9 Prozent (Januar 11,1). Die FDP würden 4,3 Prozent wählen (Januar: 5). Damit würden die Liberalen ebenso den Einzug in die Ratsversammlung verfehlen wie die SUK (0,5; Januar: 2,6). Sollte es zu einer Stichwahl um das Amt des Oberbürgermeisters kommen (im ersten Wahlgang sind über 50 Prozent nötig), könnten die Wähler von OB-Kandidat Lutz Oschmann (Grüne), für den im ersten Wahlgang 11,1 Prozent stimmen würden, den Ausgang der Wahl entscheiden. Nach ihrer aktuellen Präferenz befragt, würden dann sechs Prozent der Grünen Fenske wählen, zwei Prozent Volquartz, der Rest ist unentschieden. In einer Prognose für die Stichwahl zwischen Volquartz und Fenske am 16. März erhält die CDU-Kandidatin mit 51,1 Prozent. "Das Ergebnis ist eine positive Verstärkung meiner Arbeit und meines Einsatzes. Ich bitte die Wählerinnen und Wähler, mir die Stimme zu geben, damit ich die erste Oberbürgermeisterin von Kiel werden kann", sagte dazu gestern Angelika Volquartz. Die Stimmung auf der Straße, so ihr Kontrahent Fenske, sei für ihn deutlich besser: "Die Prognose steht in einem Missverhältnis zu meinen Gesprächen bei inzwischen fast 2000 Hausbesuchen und Betrieben wie Heidelberger, HDW, Lindenau oder Vossloh." Selbst überzeugte CDU-Wähler würden sagen, dass sie auf einen starken Oberbürgermeister mit wirtschaftlicher Erfahrung setzen. Fenske: "Die Wahl wird im Endspurt entschieden." Seite 15 t |

Frederic
| | Veröffentlicht am Samstag, 22. Februar 2003 - 11:39 Uhr: | |
Gibt es in Schleswig-Holstein tatsächlich eine 5% Hürde für den Stadtrat? Übrigens hat auch ein Herr Bökel etwas von gefühlten Mehrheiten gesprochen... |

Andre
| | Veröffentlicht am Samstag, 22. Februar 2003 - 15:33 Uhr: | |
Mit solchen Kommunal Umfragen sollte man sehr vorsichtig sein. Ich erinnere mich noch zu gut an die letzte NRW Kommunalwahl 1999. Dort gab es für meine Stadt wenige Wochen vor der Wahl durch das Emnid Institut eine Umfrage die die SPD in deutlicher Führung sah, obwohl schon zu diesem Zeitpunkt ein schlechtes Abschneiden der SPD wahrscheinlich war. |

SoleSurvivor
| | Veröffentlicht am Samstag, 22. Februar 2003 - 22:43 Uhr: | |
"Gibt es in Schleswig-Holstein tatsächlich eine 5% Hürde für den Stadtrat?" Ja. Vor dem Bundesverfassungsgericht ist diese Hürde derzeit allerdings wieder einmal Gegenstand der Betrachtung. |

Thomas Frings
| | Veröffentlicht am Montag, 24. Februar 2003 - 14:51 Uhr: | |
@ Andre Umfragen auf kommunaler Ebene sind in der Tst mit größter Vorsicht zu genießen. Bei der Kommunalwahl 1999 schnitt die SPD noch viel schlechter ab als erwartet. Z.B. daß die SPD in Gelsenkirchen nach 53 Jahren absoluter Mehrheit die Macht verlieren würde, hat niemand erwartet. Ausgerechnet aber in Dortmund, wo bereits Monate vor der Wahl der Machtverlust der SPD als ausgemacht galt (nicht zuletzt wegen katastrophaler Umfragewerte), konnte sie den OB-Sessel retten. Vielleicht hat gerade die monatelange Berichterstattung über den angeblich bevorstehenden Machtverlust dazu beigetragen. |

Torsten Schoeneberg
| | Veröffentlicht am Montag, 24. Februar 2003 - 15:08 Uhr: | |
Zumindest so, daß die SPD den hohen Symbolwert Dortmunds ("Herzkammer der Sozialdemokratie") erkannte und unheimlich viel in den Dortmunder Wahlkampf gepumpt hat. Gelsenkirchen wurde darüber wohl "vergessen". Ansonsten sind Umfragen zu Kommunalwahlen schon Quatsch, wenn sie landesweit stattfinden und damit die lokalen Besonderheiten nivellieren - aber gerade auf die kommt es ja an. |

Stefan Müller
| | Veröffentlicht am Samstag, 01. März 2003 - 06:18 Uhr: | |
Hallo! Unter folgender Adresse gibt es Ergebnisse einer Umfrage zur Stadtratswahl in Lübeck, die von einer Schule nicht repräsentativ unter 2200 Leuten (!!!) durchgeführt wurde. Ergebnis: CDU 49,5%, SPD 33,6%, Grüne 10,3%, FDP 4,8%, PDS 1,1%, Sonstige (Bündnis Rechts für Lübeck + Bündnis nationaler Sozialisten für Lübeck) 0,7%. http://www.luebecker-nachrichten.de/news/archiv/?id=1050073 Kann mir vielleicht jemand aus dem hohen Norden, was das für zwei unappetitlich klingende Wählergemeinschaften sind? |

Martinus
| | Veröffentlicht am Montag, 03. März 2003 - 02:58 Uhr: | |
@Stefan Müller Na na na... immer hübsch fair bleiben. "Nationale Sozialisten" klingt in der Tat unappetitlich, wenn der Name wohl auch mehr aus Provokationsgründen gewählt wurde, aber die Leute aus dem zweiten Bündnis sind gegen die die reinsten Waisenknaben. Das Bündnis Rechts für Lübeck hatte 1998 3,nochwas Prozent, diesmal gab es für "sonstige", also die beiden Wählergemeinschaften plus PDS, zusammen etwas über 3 Prozent. |

Stoiber-Fan
| | Veröffentlicht am Montag, 03. März 2003 - 12:20 Uhr: | |
In Helgoland (ca. 1.100 Wahlberechtigte) soll die FDP mit etwa 37% stärkste Partei geworden sein. |

Stoiber-Fan
| | Veröffentlicht am Montag, 03. März 2003 - 12:49 Uhr: | |
Vorbildliche Wahlbeteiligung auf der Hallig Gröde Schon um kurz nach 18.00 Uhr konnte Volker Momsen, Bürgermeister von Hallig Gröde, auf der NDR 1 Welle Nord eine 100-prozentige Wahlbeteiligung bei der Kreiswahl Nordfriesland vermelden. Naturgemäß wird auf den Halligen am schnellsten gezählt. So zählt denn auch die Hallig Gröde nach dem Wegzug des Sohnes des Bürgermeisters nur noch zwölf Einwohner. Keine großen Überraschungen Das Wahlergebnis blieb ohne große Überraschungen: Wie schon vor fünf Jahren kam die CDU auch diesmal wieder auf sechs Stimmen und damit genau 50 Prozent. Der Anteil der SPD ging dagegen von drei auf zwei Stimmen oder 25,0 auf 16,7 Prozent zurück. Dafür aber kamen die 1998 leer ausgegangenen Grünen wieder auf eine Stimme und damit 8,3 Prozent. Der Südschleswigsche Wählerverband SSW konnte seine Stimmen verdoppeln, nämlich von einer auf zwei und damit von 8,3 auf 16,7 Prozent. Halbiert wurde dagegen der Anteil der Wählergemeinschaft Nordfriesland, nämlich von zwei auf eine Stimme oder 16,7 auf 8,3 Prozent. Die FDP erhielt bei dieser Wahl keine Stimme. Bürgermeister Momsen ließ offen, ob dies im Wegzug seines Sohnes begründet sein könnte. Wahl im Wohnzimmer des Bürgermeisters Ein Grund für die hohe Wahlbeteiligung könnte der nach der Stimmenabgabe stets gereichte Kaffee mit anschließendem Klönschnack gewesen sein. Denn das Wahllokal war auch diesmal wieder das Wohnzimmer des Bürgermeisters. Trotzdem sei dem Wahlgeheimnis ausreichend Rechnung getragen worden, versicherte Momsen. Zur Stimmenabgabe stand auch bei dieser Wahl ein separates Zimmer zur Verfügung. |

Ralf Arnemann
| | Veröffentlicht am Montag, 03. März 2003 - 15:04 Uhr: | |
Irgendwann hatten wir schon einmal darüber diskutiert (und da war sogar die Hallig Gröde ein Beispiel), wie klein eigentlich ein Stimmbezirk sein darf. Wenn wie hier berichtet ein Einwohner wegzieht und dann fehlt die FDP-Stimme - dann hat das ja nicht mehr viel mit Wahlgeheimnis zu tun. |

S83
| | Veröffentlicht am Montag, 03. März 2003 - 16:50 Uhr: | |
Stellt euch mal vor, auf der Hallig würde einer nur so aus Spaß die Reps oder die NPD wählen, dann würde er damit wahrscheinlich für die wildesten Spekulationen unter der Einwohnerschaft sorgen ;-) |

Ralf Arnemann
| | Veröffentlicht am Montag, 03. März 2003 - 17:34 Uhr: | |
@S83: Ich gehe mal davon aus, daß da überhaupt nicht spekuliert werden müßte: Die zwölf Leute werden sich so gut kennen (und so oft beieinander sitzen und diskutieren), daß jede Stimmabgabe oder Änderung im Wahlverhalten schon lange vorher der kompletten Einwohnerschaft bekannt ist ;-) Es ist nur die Frage, ob diese faktische Nicht-Existenz des Wahlgeheimnisses durch den extrem kleinen Zuschnitt des Wahllokals noch zementiert wird. |

Stephan Glutsch
| | Veröffentlicht am Montag, 03. März 2003 - 22:08 Uhr: | |
Das Problem mit den sehr kleinen Wahlkreisen und dem damit faktisch nicht vorhandenem Wahlgeheimnis ist mir auch schon aufgefallen. Vielleicht sollte man in so einem Fall Briefwahl vorschreiben. |

c07
| | Veröffentlicht am Montag, 03. März 2003 - 23:05 Uhr: | |
Unverständlich ist mir in diesem Zusammenhang auch, warum die Ergebnisse aus Gröde schon von amtlicher Seite so in den Vordergrund gestellt werden und sogar in den "Ergebnissen ausgewählter Gemeinden über 10.000 Einwohner" erscheinen. Übrigens fehlt nach den Angaben des statistischen Landesamts weder ein Wahlberechtigter noch eine FDP-Stimme gegenüber dem letzten Mal. Aber diese Schlussfolgerung Ralfs kann man aus dem Artikel von Stoiber-Fan genauer betrachtet gar nicht ziehen. Wenn man nachrechnet, ist auch daraus klar, dass die FDP schon zuvor keine Stimme gehabt haben kann, und dass der Weggezogene offenbar nicht wahlberechtigt war, falls niemand sonst dazugekommen ist. Ein schönes Beispiel, wie man Richtiges so sagen kann, dass es fast sicher gegenteilig verstanden wird. Nebenbei bemerkt: Irgendwelche Artikel hier kommentarlos und ohne Quellenangabe unter dem eigenen Namen zu posten, ist kein guter Stil. Oder ist der Text von dir selbst, Stoiber-Fan? |

Stoiber-Fan
| | Veröffentlicht am Dienstag, 04. März 2003 - 09:58 Uhr: | |
Quelle Sorry für den Stil, Kommentare gab's schon genug. |

Ralf Arnemann
| | Veröffentlicht am Dienstag, 04. März 2003 - 11:23 Uhr: | |
@c07: Du hast völlig recht, da habe ich mehr in den Text reingelesen, als da faktisch drinstand. Um nicht zu sagen, man hat schon so eine Art zwischen den Zeilen zu lesen, daß man Dementis schon automatisch als Bestätigung empfindet. Die Aussage: "Die FDP erhielt bei dieser Wahl keine Stimme. Bürgermeister Momsen ließ offen, ob dies im Wegzug seines Sohnes begründet sein könnte." wird dann ohne Nachdenken zum Fakt: "Der Sohn hat FDP gewählt und nun fehlt eine Stimme". Der brave Inselbürgermeister hat das zu Recht offen gelassen. Und wird dann von so über-mißtrauischen Menschen wie mir gleich mißverstanden ;-) |

C.-J. Dickow
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 05. März 2003 - 10:26 Uhr: | |
@ Stoiber-Fan Das mit Helgoland stimmt. Aber es gibt noch bessere FDP-Ergebnisse. In Bimöhlen (Kreis Segeberg) hat die FDP trotz Verlusten 38,9 % erhalten. In Wenningstedt auf Sylt mit gut 1.200 Wahlberechtigten (Kreis Nordfriesland) gar 44,1 %. |
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