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Wahlrecht.de Forum » Umfragen » Die Wende » 26-50 « Zurück Weiter »

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Ralf Arnemann
Veröffentlicht am Mittwoch, 28. August 2002 - 10:34 Uhr:   

Ich habe ja große Zweifel, ob man den deutschen Wählern mit dem Westfälischen Frieden kommen kann, um eine Irak-Argumentation zu begründen.
Ich halte das überhaupt für eine recht müßige Diskussion, da das praktizierte Völkerrecht inzwischen recht schwammig ist und man leicht sowohl Pro wie Contra Irak-Einsatz mit Argumenten belegen kann.
Es ist letztlich die Frage, wie stark man den Text bestimmter UN-Resolutionen strapaziert.

Zum Beispiel war ja auch der Kosovo-Einsatz ein klarer Angriffskrieg, und da war Deutschland ja führend beteiligt.
Dafür gab es gute Gründe (ich habe diesen Einsatz auch befürwortet), aber mit strenger Völkerrechtsauslegung ließ sich der nicht rechtfertigen.

Den möglichen Irak-Einsatz wird man wohl eher nach anderen Kriterien beurteilen müssen, d.h. Schaden und möglicher Nutzen gegeneinandern aufwiegen.
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Stoiber
Veröffentlicht am Mittwoch, 28. August 2002 - 11:18 Uhr:   

Dann war wohl doch nach Hr.Henrichs Worten Schröder der erste nach Adolf Hitler :-)
Dieser Einsatz wurde aber auch von britischen Zeitungen gelobt. Der Vergleich ist völlig übertrieben.

Zum Thema 'Wende': Hier bei Wahlrecht.de sehe ich bei der Emnid-Umfrage jetzt eine Mehrheit für schwarz/gelb, bei N-TV sind die Werte für die Parteien aber etwas anderes, sind dies unterschiedliche Umfragen?
N-TV:
Union: 39%
SPD: 36%
GRÜ: 7%
FDP: 9%
PDS: 5%
Keine Mehrheit für schwarz-gelb, außer vielleicht mit Hilfe der Überhangmandate.
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Stoiber
Veröffentlicht am Mittwoch, 28. August 2002 - 11:33 Uhr:   

Hier eine sehr interessante Einschätzung von wahlstreet.de zur aktuellen Kursentwicklung:
---------

die Wahl$treet-Partner und Marktforscher der \"Innofact Research &
Consulting\" erstellen in unregelmaessigen Abstaenden Berichte zur
Kursentwicklung der Politikboerse. Die aktuelle Zusammenfassung der
Wochen-Ergebnisse beruht auf den Zahlen vom 26.8.2002.


*** 4 Wochen vor der Wahl weiterhin keine Mehrheit fuer Schwarz/Gelb ***

Innofact konnte es mit Hilfe der Echtzeit-Prognose der Wahl$treet
bereits vor 10 Tagen vermelden, die auf klassische Umfragedaten
angewiesenen anderen Institute zogen nun Ende letzter Woche nach: Die
Flutkatastrophe hat zu einem deutlichen Stimmungswandel in Bezug auf die
Bundestagswahl am 22. September gefuehrt. Schwarz/Gelb erreicht zusammen
nur noch 46,8% - der Abstand zu Rot/Gruen (zusammen 43,9%) wird
geringer. Da die PDS in der Wahl$treet-Prognose weiterhin knapp im neuen
Bundestag vertreten sein wird, hat Schwarz/Gelb somit keine Mehrheit.

* PDS verhindert die Mehrheit von CDU/CSU und FDP *

Die PDS hat in den letzten Tagen leichte Stimmenverluste hinnehmen
muessen, und liegt nun nur noch bei 5,1%. Damit waere sie auch ohne
Direktmandate im naechsten Bundestag - und blockiert eine moegliche
Schwarz-Gelbe-Mehrheit.

* Wochenentwicklung: Schroeder und SPD gewinnen durch
Hochwasserkatastrophe an Stimmen *

Waehrend CDU/CSU im Laufe der Woche an Stimmen verloren, befand sich die
SPD eindeutig im Aufwaertstrend und konnte ueber die letzten 7 Tage
zulegen.

* TV-Duell stoppt den Abwaertstrend der CDU/CSU: Stoiber hat gepunktet *

Allerdings haben tagesaktuelle Ereignisse - das TV-Duell gestern Abend-
erneut Auswirkungen auf die Wahl$treet-Prognose: Die CDU/ CSU kann seit
gestern Nacht wieder Boden gut machen. Stoiber ist fuer die
Wahl$treet-Experten Gewinner des TV-Duells, seit Ausstrahlung des Duells
steigen die Prozentzahlen der CDU/ CSU wieder.

-----------
Weiter behaupte ich, daß seit den Aussagen der US-Regierung sich rot/grün wieder verbessern kann.
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Ralf Arnemann
Veröffentlicht am Mittwoch, 28. August 2002 - 14:21 Uhr:   

Diese ganzen Ausführungen von wahlstreet sind doch nur unseriöses Gelaber. Es ärgert mich wirklich, wie reißerisch hier die unwesentlichen Zappeleffekte hinter dem Komma bei einer völlig unrepräsentativen wahlstreet-Teilnehmerschaft zu bundespolitischen Trends hochstilisiert werden.

Ob insbesondere die PDS nun bei 5,1% landen wird oder bei 4,9% - das zu prognostizieren bringen die wahlstreet-Zahlen überhaupt nichts.
Aber mit diesen Zehntelprozenten steht und fällt die Kiste.
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Bernhard Nowak
Veröffentlicht am Mittwoch, 28. August 2002 - 18:55 Uhr:   

@Ralf:
"Ob insbesondere die PDS nun bei 5,1% landen wird oder bei 4,9% - das zu prognostizieren bringen die wahlstreet-Zahlen überhaupt nichts.
Aber mit diesen Zehntelprozenten steht und fällt die Kiste. "

Es hängt aber noch davon ab, ob die PDS drei Direktmandate erringen kann. Ich war kürzlich in Berlin, wo ich einen Freund traf. Nach dessen Aussagen ist die Erringung zweier PDS-Direktmandate in Marzahn (früher: Gysi) und Hohenschönhausen ziemlich sicher. Allerdings wurde der Wahlkreis Kreuzberg-Mitte neu geschnitten und hier kandidiert auch Ströbele von den Grünen. Hier dürfte es die PDS schwer haben, erneut das Direktmandat zu erringen. Inwiefern Rostock und Halle (Claus) Chancen haben, ihre Wahlkreise direkt zu gewinnen, entzieht sich meiner Kenntnis." Aber Du hast recht, dies wird in WahlStreet nicht reflektiert. Es wird in jedem Fall spannend. Schafft die PDS weder die 5%-Klausel noch drei Direktmandate, dürften Union und FDP eindeutig vorne liegen, Stoiber wäre Kanzler.
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Stoiber
Veröffentlicht am Mittwoch, 28. August 2002 - 20:17 Uhr:   

Sehen sie sich die Charts von wahlstreet.de an, es waren eindeutige Veränderungen aufgrund des TV-Duells.
Ich halte einige Parteien für über- oder unterbewertet, aber man kann immer sehr gut ablesen ob sich Ereignisse positiv oder negativ auf eine Partei auswirken, auch wenn vielleicht die Partei aufgrund der Teilnehmer etwas zu gering oder zu hoch bewertet wird.
Es gibt anscheinend doch genug Zocker an dieser Wahlbörse die nicht Parteiwerte verändern wollen sondern es wirklich in diesem Spiel auf Kohle abgesehen haben. Es gibt auch eine Rangliste wer bisher am besten verdient hat.
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Martin Fehndrich
Veröffentlicht am Mittwoch, 28. August 2002 - 21:23 Uhr:   

> Es gibt auch eine Rangliste wer bisher am besten verdient hat.

Sollte dies ein relevantes Kriterium der Börse sein, wär es als Prognose Instrument ungeeignet.
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Ralf Henrichs
Veröffentlicht am Donnerstag, 29. August 2002 - 07:12 Uhr:   

@ Stoiber,

es bleibt ein Unterschied: ob Kosovo und Afghanistan ein Angriffskrieg waren oder nicht, ist zumindest noch umstritten. Irak wäre eindeutig ein Angriffskrieg. Das kann keiner mehr bestreiben. Und wenn Deutschland daran teilnimmt, wäre das der erste eindeutige Angriffskrieg, an dem Deutschland teilnimmt, seit 1939. Ist nun mal so.

Und wenn man Amerikanern mit 1648 kommen kann, dann Deutschen erst recht.

Ist aber wurscht: seid gestern sind Union und FDP ja umgeschwungen und sprechen sich ebenfalls gegen den Krieg und die deutsche Beteiligung aus, weil Union und FDP ja alles tun, was in den Umfragen positiv erscheint. Egal wie ihre Beschlusslage zuvor war.
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Stoiber
Veröffentlicht am Donnerstag, 29. August 2002 - 09:45 Uhr:   

Wenn jeder Teilnehmer an der Wahlbörse auf möglichst hohen Gewinn achten würde, wäre dies ein extrem brauchbares Prognose-Instrument. Problem ist, daß ein Teil der Aktionäre gerne bereit sind ein paar Euro zu verlieren um ihre Lieblingspartei dadurch besser zu stellen, wenn alle Teilnehmer unabhänig von ihrer bevorzugten Partei bewerten würden ob Parteien zu teuer und zu billig sind, hätte man einen perfekten Durchschnitt sehr vieler verschiedener Meinungen über den Ausgang der BTW. Die Verzerrung entsteht doch gerade durch Leute die jeden überhöhten Preis für ihr Lieblingspartei zahlen würden.
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Ralf Henrichs
Veröffentlicht am Donnerstag, 29. August 2002 - 10:16 Uhr:   

@ Stoiber,

grundsätzlich stimme ich Dir hier zu. Aber selbst im Idealfall (keiner zahlt mehr für seine Lieblingspartei) ist das Ergebnis "nur": wie glauben die Teilnehmer der Wahlbörse, dass die Wahl ausgehen wird. Ob die Erwartungen der Teilnehmer erfüllt werden, ist zwar wahrscheinlich (denn die Teilnehmer leben ja - größtenteils - in Deutschland und bekommen mit, wie die Leute denken), ist aber natürlich nicht sicher.
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Ralf Arnemann
Veröffentlicht am Donnerstag, 29. August 2002 - 12:38 Uhr:   

@Ralf Henrichs:
Tut mir leid, aber einen völkerrechtlich relevanten Unterschied zwischen Kosovo und Irak sehe ich nicht. Im Zweifelsfall wäre da eher noch mehr Vorwände für einen Irak-Krieg zu konstruieren ...

Zur Wahlbörse:
> ist das Ergebnis "nur": wie glauben die Teilnehmer der Wahlbörse,
> dass die Wahl ausgehen wird.
Exakt.
Und ähnlich bin ich immer mehr davon überzeugt, daß die Umfragen ähnlich zustande kommen: Wie glauben die Umfrager, daß die Antworten der Befragten zu werten sind.

Die wesentlichen Trends kann man doch schon als gut informierter Zeitungsleser raten: Die Union wird besser abschneiden als beim Kohl-Debakel 1998. Die SPD hat Kratzer abbekommen und wird ihr damaliges Spitzenergebnis nicht schaffen. Die Grünen sind leicht beschädigt, aber durch das Hochwasser wieder stabilisiert. Die FDP wird ein Stück stärker - aber nicht riesig. Und die PDS ist durch den Gysi-Abgang in die Gefahrenzone geraten.

Und dies und nicht mehr kann man den Umfragen und der wahlstreet entnehmen. Allmählich habe ich das Gefühl, auch ohne 1000 Befragungen ähnlich gute Prognosen wie dimap etc. abgeben zu können ...

Denn die entscheidenden Prozentpunkte kommen erst am Wahlabend zum Vorschein: Die Leute z. B. die in Hamburg Schill oder in Sachsen-Anhalt FDP gewählt haben, sich dazu aber teilweise erst recht spät entschlossen hatten. Oder entsprechend die letzte Wählerwanderung von Union zu SPD 1998.
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Martin Fehndrich
Veröffentlicht am Donnerstag, 29. August 2002 - 17:35 Uhr:   

Mehr macht eine Wahlbörse auch gar nicht. Die Teilnehmer bilden sich aus den "wesentlichen Trends" ihre Meinung über einen möglichen Wahlausgang und der Markt (d.h. die Wahlbörse) macht daraus eine gemeinsame Meinung.

Meine Kritik bezog sich nur auf eine "Rangliste". Falls dies ein relevanter Punkt für die Marktteilnehmer sein sollte, geht man unnötige Risiken ein und verfälscht damit die Kurse.
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Stoiber
Veröffentlicht am Donnerstag, 29. August 2002 - 19:44 Uhr:   

Ich bin auf die ungewichteten Daten des Politbarometers immer gespannt, hier kann man sicher sein, daß noch wirklich statistische Fehler enthalten sind und ev. methodische Fehler die durch die telefonische Befragung entstehen.
Bei dieser 'politischen Stimmung' der FGW ist immer auffallend, daß die zwei großen Parteien (SPD, Union) auf sehr hohe Werte kommen, die sehr kleinen Parteien (PDS, Sonstige) kommen immer auf extrem geringe Werte, dies wird dann in der 'Projektion' stehts verändert dargestellt.
Bei ungewichteten Daten anderer Institute (außer Allensbach) wäre es vermutlich vergleichbar, die kriegt man aber sowieso nie zu Gesicht.
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SoleSurvivor
Veröffentlicht am Donnerstag, 29. August 2002 - 20:27 Uhr:   

In wie weit war Kosovo kein Angriffskrieg?

Naja, die Wahl bleibt spannender als ich dachte
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Ralf Henrichs
Veröffentlicht am Freitag, 30. August 2002 - 00:24 Uhr:   

@ Ralf,

>Tut mir leid, aber einen völkerrechtlich relevanten Unterschied >zwischen Kosovo und Irak sehe ich nicht.

Wir sollten hier wirklich nicht den Kosovo-Krieg diskutieren. Aber nur kurze Hinweise: dem ging der Rambouillet-Vertrag voraus. Und das Kriegsziel war nicht die Absetzung einer fremden Regierung. Es ging also nicht um einen Angriff sondern um eine Verteidigung.

Gegen einen Angriffskrieg, an dem sich eine deutsche Regierung beteiligt, kann man klagen. Gab es eine Klage, ein Urteil? Warum nicht? Weil die deutschen Gerichte gekauft und nicht unabhängig sind?
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Ralf Arnemann
Veröffentlicht am Freitag, 30. August 2002 - 10:03 Uhr:   

@Ralf Henrichs:
> Wir sollten hier wirklich nicht den Kosovo-Krieg diskutieren.
Du hast recht. Aber wenn wir es kurz halten, werden uns die Moderatoren den kleinen Exkurs vielleicht verzeihen - hat ja schon was mit der Wahl zu tun ...

> Und das Kriegsziel war nicht die Absetzung einer fremden Regierung.
Das ist wohl nicht wichtig. Wesentlich ist, daß man ein fremdes Land mit Gewalt zu etwas zwingen will. Auch der Rambouillet-Vertrag ist eigentlich keine Grundlage, daß die Bundesluftwaffe Belgrad bombardiert hat.

> Gab es eine Klage, ein Urteil?
Beides. Und das Gericht hat der Bundesregierung Recht gegeben. Aber dazu mußte die völkerrechtliche Grauzone schon erheblich strapaziert werden. Und das wäre dann beim Irak ähnlich.
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Ralf Arnemann
Veröffentlicht am Freitag, 30. August 2002 - 10:05 Uhr:   

@Stoiber:
> Ich bin auf die ungewichteten Daten des Politbarometers immer
> gespannt, ...
Wenn ich das richtig verstanden habe, ist die "Stimmung" des Politbarometers nicht ungewichtet, es sind auch keine Rohdaten.
Sondern es ist eine andere Fragestellung (eben nach Sympathie, nicht nach konkreter Wahlabsicht) und wird anders gewichtet als die Sonntagsfrage.
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Stoiber
Veröffentlicht am Freitag, 30. August 2002 - 10:53 Uhr:   

Nach Angaben der FWG basiert die 'Stimmung' und 'Projektion' auf einer einzigen Frage, die 'politische Stimmung' sind absolut unveränderte Messdaten, die dann in der 'Projektion' verarbeitet werden.
Die Antwort der FGW auf eine eMail von mir hab' ich am 15. Juli im Thread 'Große Koalition wahrscheinlich' gepostet. Lesen sie die Antwort nach.
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alberto
Veröffentlicht am Freitag, 30. August 2002 - 11:12 Uhr:   

Kommt mir das nur so vor?


Quote:

Wir sollten hier wirklich nicht den Kosovo-Krieg diskutieren. Du hast recht. Aber wenn wir es kurz halten, werden uns die Moderatoren den kleinen Exkurs vielleicht verzeihen - hat ja schon was mit der Wahl zu tun ...



Ich vermisse jeglichen Zusammenhang mit dem Wahlrecht
Die Partei der Nichtwähler ist nicht zu schlagen
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SoleSurvivor
Veröffentlicht am Freitag, 30. August 2002 - 12:05 Uhr:   

"Ich vermisse jeglichen Zusammenhang mit dem Wahlrecht"

Das Forum heißt explizit Umfragen. Wenn es darum geht, in wie weit der neue Krieg die Umfragen beeinflussen kann muß man darauf eingehen können, ob er wesentlich unterschiedlich vom Kosovokrieg ist, der ja auch Trends auslöste oder Afghanistan, was ja der PDS in Berlin in den Umfragen half.
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Stoiber
Veröffentlicht am Freitag, 30. August 2002 - 12:40 Uhr:   

Hier wieder ein Beweis, daß die Daten der 'politischen Stimmung' wirklich nur Messdaten sind! In dieser Wochen haben wir dieses Ergebnis:

SPD: 42% (+2)
CDU/CSU: 39% (+0)
FDP 7% (-3)
GRÜNE: 7% (-1)
PDS: 4% (+1)
Sonstige: 1%

Wie immer bei dieser Messung sind die großen Parteien sehr stark und die sehr kleinen schwach. Auch die hohe Schwankung der Werte ist ein deutlicher Hinweis auf einen nicht veränderten Messwert.

Würde das Politbarometer nur ihre 'Projetion' veröffentlichen würde man diese deutliche Veränderung nicht wahrnehemen!
Es kann sich durchaus um einen statistischen Fehler handeln, da sich dieser Wert für die SPD nicht in der 'Projektion' auswirkt, was die FGW wahrscheinlich auch (noch) selbst vermutet.
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RalfHenrichs
Veröffentlicht am Freitag, 30. August 2002 - 14:34 Uhr:   

@ Ralf,

>> Gab es eine Klage, ein Urteil?
>Beides. Und das Gericht hat der Bundesregierung Recht gegeben. Aber >dazu mußte die völkerrechtliche Grauzone schon erheblich strapaziert >werden. Und das wäre dann beim Irak ähnlich.

Du hälst also die deutschen Gerichte für obrigkeitshörig, bestechlich und unglaubwürdig. Oder ist das nur dann der Fall, wenn Dir das Urteil nicht passt?
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Johannes Berger
Veröffentlicht am Freitag, 30. August 2002 - 14:46 Uhr:   

Was für ein Urteil?
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Julius Silbernagel
Veröffentlicht am Freitag, 30. August 2002 - 15:30 Uhr:   

Zurück zum Thema "Die Wende":

Die Wende ist unübersehbar: Bei den Rohdaten der FGW besitzt Rot-Grün schon wieder eine eigenständige Mehrheit, in der Projektion erreicht die Regierung 45%, Schwarz-Gelb 47%. Infratest: 46% zu 48%.
Nun fehlen nur noch die Forsa-Daten zum Wochenende.
Forsa hat übrigens eine tägliche Sendung auf N24 ("Wahlfieber", 20.15 und 0.30 Uhr). Am Donnerstag wurde zum Beispiel berichtet, daß sich die Siegeszuversicht bei den Unionsanhängern rapide verschlechtert hat, bei den SPD-Anhängern dagegen stark verbessert hat. So ERWARTEN nur noch 38% der Wahlberechtigten einen Sieg von Union/Stoiber, 50% dagegen einen Sieg von SPD/Schröder. Ich erwarte, daß sich diese Erwartungen mit Zeitverzögerung auch in der Sonntagsfrage niederschlagen werden.
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Julius Silbernagel
Veröffentlicht am Freitag, 30. August 2002 - 15:46 Uhr:   

Forschungsgruppe Wahlen auf der ZDF-Homepage:


Stimmung für SPD weiter verbessert

FDP verliert an Unterstützung [Anmerkung: ENDLICH]

Drei Wochen vor der Wahl legt die SPD in der politischen Stimmung weiter zu. Die Arbeit von Regierung und Opposition wird erneut besser bewertet. In der Wählergunst steigert sich der Kanzler Schröder ebenso wie sein Herausforderer Stoiber.


30.08.2002


Wenn am nächsten Sonntag wirklich Bundestagswahl wäre, dann würde nach Berücksichtigung längerfristiger Überzeugungen und taktischer Überlegungen folgendes Ergebnis zustande kommen:

Die SPD erreicht unverändert 38 Prozent. Ebenso unverändert die Grünen mit sieben Prozent und die Union mit 39 Prozent. Die FDP verliert einen Punkt und erreicht acht Prozent, die PDS liegt unverändert bei vier Prozent. Die anderen Parteien erreichen zusammen vier Prozent (+1).

Damit hinge der Wiedereinzug der PDS weiterhin davon ab, ob sie mindestens drei Direktmandate gewinnen kann. Nur wenn die PDS scheitert, hätte Schwarz-Gelb mit 47 Prozent eine denkbar knappe parlamentarische Mehrheit, aber auch eine Rot-Gelbe Koalition käme mit 46 Prozent in die Nähe einer parlamentarischen Mehrheit. Rot-Grün käme zusammen - wie in der Vorwoche - auf 45 Prozent der Stimmen.

Politische Stimmung: SPD legt weiter zu
Auch in dieser Woche ist die politische Landschaft von der Bewältigung der Flutkatastrophe bestimmt. Die große Zustimmung zum Krisenmanagement der Bundesregierung stabilisiert die günstige Stimmung für die Bundesregierung und die SPD:

In der politischen Stimmung gewinnt die SPD in dieser Woche zwei Prozentpunkte und kommt auf 42 Prozent, während die CDU/CSU mit 39 Prozent konstant bleibt, die Grünen verlieren leicht auf sieben Prozent (-1 Prozentpunkt im Vergleich zur Vorwoche). Deutliche Stimmungseinbußen muss die FDP hinnehmen, die nur noch sieben Prozent erhält (-3 Prozentpunkte). Die PDS kann wieder etwas zulegen und erreicht jetzt 4 Prozent (+1).

Weiter zugenommen hat in dieser Woche die Zufriedenheit mit der Arbeit der Regierung, die jetzt mit +0.5 bewertet wird (Durchschnittswert auf der -5/+5-Skala). Vor zwei Wochen fiel die Zufriedenheit mit der Regierung noch negativ aus (-0.2; Vorwoche: +0.3). Aber auch die Zufriedenheit mit der CDU/CSU-Opposition wird diese Woche besser bewertet (+0.6; Vorwoche +0.4).

TV-Duell: Gleichstand bestätigt
Stoiber und Schröder im TV-Duell
Der bereits am Sonntagabend in der repräsentativen Zuschauerbefragung des TV-Duells festgestellte Gleichstand zwischen Gerhard Schröder und Edmund Stoiber wird auch in der Gesamtheit aller Wahlberechtigten bestätigt. Praktisch gleich viele Befragte sind der Meinung, dass sich Schröder (21 Prozent) bzw. Stoiber (20 Prozent) besser geschlagen hat. 42 Prozent sagen, dass es im TV-Duell keinen Gewinner gab. Auffällig ist hier, dass die Anhänger der Union häufiger Stoiber als Gewinner sehen (46 Prozent) als die Anhänger der SPD dies über Schröder äußern (34 Prozent).

Trotz der großen Aufmerksamkeit für die TV-Duelle hat sich dies auf die Kanzlerfrage nicht ausgewirkt. Wie in der Vorwoche kommt Gerhard Schröder auf 55 Prozent und Edmund Stoiber erreicht 36 Prozent.

Die zehn wichtigsten Politiker
Bei den nach Meinung der Befragten wichtigsten zehn Politiker konnten sich jedoch besonders die beiden TV-Duellanten verbessern. Weiterhin auf Platz eins: Joschka Fischer, der sich im Vergleich zur Vorwoche auf 2.3 verbessert hat (Vorwoche: 2.1), gefolgt vom Kanzler mit deutlich verbesserten 2.1 (Vorwoche: 1.7), danach auf Platz drei Lothar Späth unverändert mit 1.5 vor Angela Merkel mit 1.1 (Vorwoche 1.0). Unverändert auch Hans Eichel und Otto Schily mit jeweils 1.1, danach mit deutlich verbesserten 0.9 Edmund Stoiber (Vorwoche 0.5) vor Renate Künast 0.6 (Vorwoche: 0.8), Guido Westerwelle 0.4 (Vorwoche:0.2) und Schlusslicht Gregor Gysi -0.6 (Vorwoche -0.4).

Fluthilfe: Regierung findet Unterstützung
Die geplante Verschiebung der Steuerreform findet mit 62 Prozent weiter eine hohe Zustimmung, 29 Prozent sind dagegen. Die Ankündigung der Union, im Falle eines Wahlsiegs diese Verschiebung der Steuerreform wieder rückgängig zu machen und andere Finanzierungswege zu beschreiten, findet hingegen keine Unterstützung: 61 Prozent sprechen sich dagegen aus und nur 27 Prozent finden diesen Vorschlag gut. Lediglich bei den Unionsanhängern findet das Vorhaben mit 53 Prozent eine knappe Mehrheit.

Die Veränderung der politischen Stimmung hat auch Auswirkungen auf die Erwartungen über den Ausgang der Bundestagswahl: So sind jetzt mit 87 Prozent besonders viele Befragte der Meinung, dass noch unklar ist, wer die Bundestagswahl gewinnen wird. Am häufigsten trauen diese Woche - nämlich 45 Prozent (+7 im Vergleich zur Vorwoche) - der Regierungskoalition einen Sieg zu und nur noch 38 Prozent (-6) der bürgerlichen Opposition. Dass der Ausgang der Wahl noch offen ist, unterstreicht auch die Tatsache, dass sich lediglich erst zwei Drittel aller Befragten definitiv entschieden haben, wem sie ihre Stimme in gut drei Wochen geben wollen.


[Fazit: Ich werde meine Wetten, daß Schwarz-gelb keine parlamentarische Mehrheit bekommt, gewinnen.]

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