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Marc
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 22. Januar 2003 - 06:09 Uhr: | |
Neue Forsa Umfragen: Hessen CDU 50 SPD 31 Grüne 10 FDP 5 Niedersachsen CDU 48 SPD 36 Grüne 8 FDP 5 Bund CDU 47 SPD 31 Grüne 11 FDP 5 PDS 3 http://www.stern.de/politik/deutschland/index.html?id=502954 |

niklas
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 22. Januar 2003 - 07:45 Uhr: | |
Trotz stabilem Bundestrend ziehen die Unionswerte in den Ländern kurz vor der Wahl noch mal an (nicht nur bei Forsa). Vielleicht liegen die Rohwerte tatsächlich haushoch über den veröffentlichten Zahlen und schön langsam bequemen sich die Institute (die die Werte vorher nicht glauben konnten), sich anzupassen (So wie Allensbach vor der BTW), um eine Blamage zu verhindern. Das ist nur eine Vermutung, vielleicht auch trügerisch, doch für die Union kann es am 2. Februar einen großen Sieg geben. |

Philipp
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 22. Januar 2003 - 09:08 Uhr: | |
Die Zahlen bestätigen meinen Riecher...aber wie gesagt, noch ist nicht aller Tage Abend. Aber Werte von 50% für die Union in Hessen sind wirklich erstaunlich... |

Niederbayer
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 22. Januar 2003 - 09:55 Uhr: | |
Interessant zu forsa ist die FDP, die seit Wochen genau bei fünf Prozent bleibt. Hier wären wirklich einmal die Rohdaten interessant, ob die fünf Prozent wirklich gemessen werden oder ob die FDP künstlich auf fünf Prozent hoch gehalten wird. Die anderen Institute sehen die FDP bei sechs oder sieben, haben sich aber ebenso wie Forsa bei der BTW bezüglich der FDP ziemlich verrechnet. |

Nimreem
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 22. Januar 2003 - 10:03 Uhr: | |
Es ist sicherlich auch kein Zufall, dass die FDP-Landtagsfraktion in NRW erst am 04.02. über Möllemann entscheiden will. Das hätte sonst das Wahlergebnis noch negativ beeinflussen können. |

Ralf Arnemann
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 22. Januar 2003 - 11:57 Uhr: | |
Also 50% für die CDU in einem Land wie Hessen - das ist schon ziemlich schwer vorstellbar, trotz allen Berliner Einflüssen. Und bisher hatte ich auch den Eindruck, daß auch bei den meisten CDU-Sympathisanten die Begeisterung für den absoluten Koch eher gedämpft ist. Wir kommen jetzt in eine Phase, in der die Rückkopplungseffekte der veröffentlichten Umfragen völlig unkalkulierbar werden. Bei den taktischen Wählern wird jetzt kaum noch einer mit Zweitstimme FDP wählen, um rot/grün zu verhindern - das ist schlicht nicht mehr Thema. Ob jetzt aber Unions- oder SPD-Wähler sich wegen der Gefahr von zuviel Schwarz umorientieren - völlig unklar. Da kann man doch den Leuten nur noch raten: Ignoriert die Umfragen und kreuzt wirklich nur die an, die Ihr am besten findet. |

Skeptiker
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 22. Januar 2003 - 14:08 Uhr: | |
"Ignoriert die Umfragen und kreuzt wirklich nur die an, die Ihr am besten findet." Schade, daß dies keine Selbstverständlichkeit ist. |

Ralf Arnemann
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 22. Januar 2003 - 14:45 Uhr: | |
@Skeptiker: > Schade, daß dies keine Selbstverständlichkeit ist. Richtig. Womit wir wieder beim eigentlichen Thema dieses ganzen Webprojekts wären: Mit einem guten Wahlrecht wären taktische Winkelzüge unnötig, damit auch die Umfragezahlen unwichtig, und die Leute könnten wirklich direkt nach inhaltlicher Präferenz wählen. |

Bernhard Nowak
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 22. Januar 2003 - 20:59 Uhr: | |
Was nützen denn solche Umfragen, wenn rund 30% der Wähler noch unentschlossen sind. Und die Frage bleibt auch, ob das Irak-Thema (Schröder hat sich ja rechtzeitig vor den Wahlen festgelegt) nicht doch noch minimale Veränderungen bringt. Wohlgemerkt: Landtagswahlen entscheiden nicht über Außenpolitik, jedoch ist - so ein Wahforscher - der bundespolitische Einfluss bei beiden Wahlen so hoch wie bisher noch nie. Dies schließt aber Änderungen nicht aus. Auch der "Stern" bzw. Forsa geht bei einer Datenbasis von 1078 Befragten (2000 Leute müssten befragt werden, um eine verlässliche repräsentative Aussage zu erreichen !) von Schwankungsbreiten von +/- 3% aus. Sprechen wir uns wieder am 04. Februar. Auf jeden Fall dürften diese Zahlen der FDP in Niedersachsen eher schaden, denn 48% für die CDU (und diese Werte hatte sie schon einmal 1982 !!!) signalisieren, dass die FDP als "Mehrheitsbeschaffer" nicht mehr gebraucht werden. Die hessische FDP muss hoffen, dass das Unbehagen vor dem "absoluten" Koch ihr hilft - wobei von "Kontrolle" aus meiner Sicht bei dem Schmusekurs der hessischen FDP keine Rede sein kann - die Regierungsbeteiligung zu halten. |

Bernhard Nowak
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 22. Januar 2003 - 23:06 Uhr: | |
Infratest-Dimap -Umfrage 22.01.03 (abgeschlossen laut Tagesthemen heue vormittag), Quellen in www.tagesthemen.de/ CDU/FDP weiter deutlich vorn Eineinhalb Wochen vor der Landtagswahl in Hessen liegt die CDU in der Wählergunst weiter mit großem Abstand in Führung. Das ergab eine neue Umfrage von Infratest/dimap im Auftrag des Hessischen Rundfunks. FDP im Aufwind, Grüne zweistellig Die Meinungsforscher ermittelten für die Union von Ministerpräsident Koch 48 Prozent. Die SPD kommt auf 31 Prozent. Die Grünen liegen bei 11 Prozent und die FDP bei sieben Prozent. Im Vergleich zur Infratest-Umfrage vom 9.Januar konnte sich die CDU um einen Prozentpunkt verbessern. Die SPD verlor zwei Prozentpunkte. Die Grünen legten um einen und die FDP um zwei Prozentpunkte zu.Die Meinungsforscher hatten im Auftrag des Hessischen Rundfunks 1.000 wahlberechtigte Bürger in Hessen telefonisch befragt. Infratest dimap Umfrage vom 22.1.2003 CDU baut Vorsprung aus Schwarz-Gelb deutlich vorn Elf Tage vor der Landtagswahl in Niedersachsen deutet alles auf einen Regierungswechsel hin. Nach einer repräsentativen Umfrage von Infratest dimap im Auftrag des NDR käme die CDU auf 48 Prozent der Stimmen, wenn am Sonntag Wahl wäre. Das wären zwei Prozentpunkte mehr als in der Vorwoche. Die SPD verlöre im gleichen Zeitraum um einen Prozentpunkt und käme auf 36 Prozent. Für Bündnis 90/Die Grünen ermittelten die Meinungsforscher einen Wert von 7 Prozent, einen Prozentpunkt weniger als in der vergangenen Woche. Ebenfalls einen Prozentpunkt weniger verzeichnet die FDP, die mit 5 Prozent wieder um den Einzug in den Niedersächsischen Landtag bangen muss. Schwarz-Gelb käme somit zu einer Mehrheit von 53 Prozent gegenüber 43 Prozent für Rot-Grün. Sollte die FDP den Einzug knapp verpassen, könnte es demnach für die Union sogar zu einer absoluten Mehrheit nach Sitzen reichen. |

Bernhard Nowak
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 22. Januar 2003 - 23:11 Uhr: | |
Der Artikel über die Umfrage in Niedersachsen war versehentlich abgeschnitten. 86% der Wähler seien entschieden. Daher nochmals der gesamte Niedersachsen-Artikel aus dem Niedersachsen-Thread unter www.tagesthemen.de/ Infratest dimap Umfrage vom 22.1.2003 CDU baut Vorsprung aus Schwarz-Gelb deutlich vorn Elf Tage vor der Landtagswahl in Niedersachsen deutet alles auf einen Regierungswechsel hin. Nach einer repräsentativen Umfrage von Infratest dimap im Auftrag des NDR käme die CDU auf 48 Prozent der Stimmen, wenn am Sonntag Wahl wäre. Das wären zwei Prozentpunkte mehr als in der Vorwoche. Die SPD verlöre im gleichen Zeitraum um einen Prozentpunkt und käme auf 36 Prozent. Für Bündnis 90/Die Grünen ermittelten die Meinungsforscher einen Wert von 7 Prozent, einen Prozentpunkt weniger als in der vergangenen Woche. Ebenfalls einen Prozentpunkt weniger verzeichnet die FDP, die mit 5 Prozent wieder um den Einzug in den Niedersächsischen Landtag bangen muss. Schwarz-Gelb käme somit zu einer Mehrheit von 53 Prozent gegenüber 43 Prozent für Rot-Grün. Sollte die FDP den Einzug knapp verpassen, könnte es demnach für die Union sogar zu einer absoluten Mehrheit nach Sitzen reichen. Infratest dimap hatte im Auftrag des NDR erneut zwischen dem 16. und 20. Januar telefonisch 1.000 Niedersachsen über 18 Jahren befragt. Wahlforscher: Kaum noch Veränderung möglich 86 Prozent der Befragten gaben an, dass die Wahlentscheidung bei Ihnen bereits feststehe. Damit ergeben sich für die regierenden Sozialdemokraten schlechte Chancen, den Trend in der verbleibenden Zeit noch umzukehren. Nur 14 Prozent der Wahlberechtigten hielten es danach für möglich, dass sich ihre Wahlentscheidung noch ändert. |

Bernhard Nowak
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 22. Januar 2003 - 23:16 Uhr: | |
Auch den Hessen-Artikel vollständig. Auch hier wird deutlich, dass sich 83% der Wähler entschieden haben Umfrage: CDU/FDP weiter deutlich vorn Eineinhalb Wochen vor der Landtagswahl in Hessen liegt die CDU in der Wählergunst weiter mit großem Abstand in Führung. Das ergab eine neue Umfrage von Infratest/dimap im Auftrag des Hessischen Rundfunks. FDP im Aufwind, Grüne zweistellig Die Meinungsforscher ermittelten für die Union von Ministerpräsident Koch 48 Prozent. Die SPD kommt auf 31 Prozent. Die Grünen liegen bei 11 Prozent und die FDP bei sieben Prozent. Im Vergleich zur Infratest-Umfrage vom 9.Januar konnte sich die CDU um einen Prozentpunkt verbessern. Die SPD verlor zwei Prozentpunkte. Die Grünen legten um einen und die FDP um zwei Prozentpunkte zu.Die Meinungsforscher hatten im Auftrag des Hessischen Rundfunks 1.000 wahlberechtigte Bürger in Hessen telefonisch befragt. Koch auch deutlich vor Bökel Könnten die Hessen ihren Ministerpräsidenten direkt wählen, fielen die Zahlen ähnlich deutlich aus: Amtsinhaber Roland Koch käme laut Infratest/dimap auf 49 Prozent (zuvor 50 %) der Wählerstimmen. SPD-Herausforderer Gerhard Bökel machte mit 37 Prozent im Vergleich zur Erhebung vom 9.Januar zwei Prozentpunkte gut. Was die Zufriedenheit mit der politischen Arbeit angeht, liegt aber Bökel mit 62 Prozent vor Roland Koch mit 58 Prozent. Sieger ist hier die FDP-Spitzenkandidatin Ruth Wagner mit 63 Prozent. Evelin Schönhut-Keil kommt auf 57 Prozent. Zufriedenheit mit Arbeit hält sich in Grenzen Mit der Arbeit der Landesregierung zeigten sich 48 Prozent zufrieden oder sehr zufrieden und 50 Prozent weniger oder gar nicht zufrieden. Auf die Frage, ob eine SPD-regierte Regierung die Probleme besser lösen könnte, antworteten 56 Prozent (-3%), die Partei sei dazu nicht in der Lage. 24 Prozent (+1%) meinten, die SPD könne die Probleme besser lösen. Parteienkompetenz In fast allen Politikbereichen billigen die Befragten der CDU mehr Kompetenz zu als der SPD oder anderen Parteien. Vor allem bei der Kriminalitätsbekämpfung (58 %), bei der Stärkung des Wirtschaftsstandortes (56 %) und bei Sicherung von Arbeitsplätzen (50 %) liegt die Union deutlich vorn. Der SPD wird nur beim Engagement für soziale Sicherheit mit 37 Prozent etwas mehr Kompetenz zugetraut als der CDU (35%). Den Grünen wird am ehesten zugebilligt, eine gute Umweltpolitik zu betreiben (47 %). Die wichtigsten politischen Probleme sind laut Umfrage Arbeitslosigkeit/ Arbeitsmarkt (57 %), gefolgt von Bildung/Schule/Ausbildung (36 %). Die innere Sicherheit rangiert mit fünf Prozent auf Platz sieben noch hinter dem Umweltschutz (6 %). Für die meisten steht Wahlentscheidung fest Auf die Frage, ob die Landespolitik oder die Bundespolitik für die Wahlentscheidung eine größere Rolle spielt, nannten 41 Prozent die Landes- und 34 Prozent die Bundespolitik. 62 Prozent der Befragten gaben an, sich stark bzw. sehr stark für die Landtagswahl zu interessieren. Bei den FDP-Anhängern war das Interesse mit 83 Prozent am größten, gefolgt von CDU (69 %) sowie SPD und Grünen (67 %). 83 Prozent erklärten, für sie stehe die Wahlentscheidung schon fest. Hier wurde bei den FDP-Anhängern mit 59 Prozent der geringste Wert ermittelt. Vor allem die SPD-Anhänger (55 %) bewerteten die Landespolitik höher. 62 Prozent der Befragten gaben an, sich stark bzw. sehr stark für die Landtagswahl zu interessieren. Bei den FDP-Anhängern war das Interesse mit 83 Prozent am größten, gefolgt von CDU (69 %) sowie SPD und Grünen (jeweils 67 %). 83 Prozent erklärten, für sie stehe die Wahlentscheidung schon fest. Hier wurde bei den FDP-Anhängern mit 59 Prozent der geringste Wert ermittelt. Forsa sieht Koalition ebenfalls klar in Front Nach einer ebenfalls am Mittwoch veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag des „Stern“ kommt die CDU auf 50 Prozent der Stimmen. Für die SPD ermittelte Forsa 31 Prozent. Die Grünen liegen danach bei 10 Prozent und die FDP bei 5 Prozent. |

Ralf Arnemann
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 23. Januar 2003 - 11:36 Uhr: | |
@Bernhard Nowak: > Die hessische FDP muss hoffen, ... Nicht nur die FDP, auch die Anhänger von rot/grün oder die gemäßigten CDUler. > ... dass das Unbehagen vor dem "absoluten" Koch ihr hilft > - wobei von "Kontrolle" aus meiner Sicht bei dem Schmusekurs der > hessischen FDP keine Rede sein kann Ich kann diese Sicht verstehen. Die Koalition hat ihre internen Konflikte immer hinter verschlossenen Türen ausgetragen und dann die gemeinsamen Ergebnisse nach außen verkündet. Das sorgt zwar für eine bessere Arbeitsqualität, aber die Profilierung bleibt auf der Strecke. Ich kann Dir nur persönlich versichern (darf aber leider keine Belege nennen), daß es sehr viele solcher Konflikte gegeben hat und die FDP sich unüblich oft durchgesetzt hat. Ich kann nur hoffen, daß es keinen absoluten Koch in Hessen geben wird. Der Unterschied zur bisherigen Regierungspraxis wäre aber sehr klar und würde dann jedem auffallen (aber dann wär's halt zu spät). |

J.B.K.
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 23. Januar 2003 - 13:06 Uhr: | |
Ich hoffe sehr auf einen absoluten Koch. Zum Glück stehen die Chancen gut. Die FDP ist doch genau wie in Hamburg nur Sand im Getriebe, vor allem bei der inneren Sicherheit. |

Torsten Schoeneberg
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 23. Januar 2003 - 13:24 Uhr: | |
@J.B.K. "vor allem bei der inneren Sicherheit". Ein Glück. Von den Kapriolen des Herrn Bouffier haben sogar schon wir Westfalen gehört, und ich hoffe mal, die hessische FDP hat dazu ähnliche Ansichten wie wir. |

Bernhard Nowak
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 23. Januar 2003 - 21:18 Uhr: | |
@Ralf: Ich stimme Dir zu und ich glaube Dir auch, dass sich die FDP häufg durchgesetzt hat, dies wurde an einigen Bundesratsentscheidungen deutlich. Dies war der "Preis", den Roland Koch für Ruth Wagners Unterstützung gezahlt hat.Ich weiß, das gehört jetzt nicht hierher, aber mich selber enttäucht tief das - für mich !!!! - viel zu unkritische Verhalten der hessischen FDP und von Ruth Wagner gegenüber Roland Kochs Eskapaden. Es geht mir dabei nicht darum, dass sich die FDP für eine Koalition mit der CDU generell entschieden hat, sondern, dass sie Kochs Lügen und den Stern-Vergleich hat durchgehen lassen. Ich hatte bis 1999 geglaubt, Ruth Wagner habe Prinzipien, für die sie auch kämpfen bzw. die Koalition mit der Union aufkündigen würde, unabhängig davon, dass ich eine politsche andere Auffassung habe. Hir muß ich sagen: ich habe mich geirrt, der Posten im Kabinett ging Frau Wagner über ihre Glaubwürdigkeit. So meine Sicht der Dinge. Noch schlimmer sieht es bei Fraktionschef Jörg-Uwe Hahn aus. Warum ist der eigentlich nicht bei der CDU, bei seinem "Schmuskurs?" Auch dies zugegeben meine Sicht der Dinge. Ich teile hier völlig die in der Rede von Rothenburg vorgebrachten Bedenken von Wolfgang Gerhardt zu dem Thema. Deswegen bin ich zwiespältig: ich kann Deine Sorge vor dem "absoluten" Koch versehen und teile dies auch. Andererseits würde ich Ruth Wagner die Quittung für ihren "Schmusekurs" - Opposition - durchaus gönnen - wie gesagt, wieder eine völlig subjektive Meinung von mir. Ich wollte dies mal sagen, aber natürlich keine neue Diskussion eröffnen. Zurück zu den Umfragen: ich rechne nach wie vor nicht mit einer absoluten Mehrheit für die CDU, dafür mögen zu viele Leute Koch nicht. Aber ich könnte mir denken, dass die CDU 55 der 110 Landtagsmandate erhält, SPD, Grüne und FDP zusammen ebenfalls 55. Die CDU hätte somi kein absolute Mandatsmehrheit, gegen sie kann aber auch nicht mehr regiert werden ("strukturelle Mehrheit") |

Nimreem
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 23. Januar 2003 - 23:56 Uhr: | |
@ Bernhard, ganz verstehe ich deine Position nicht. Einerseits schreibst du: Die FDP hat sich häufig durchgesetzt. Das war der Preis für Kochs Verbleiben. Andererseits: Die FDP hat einen Schmusekurs geführt. Wenn die FDP sich häufig durchgesetzt hat, warum sollte sie dann noch auf Konfrontationskurs gehen? Natürlich kann man Wagner moralisch verurteilen, aber wie war denn die Alternative: a) Neuwahlen und rotgrün (das wäre damals sicher gewesen) oder b) Verbleib und starke FDP-Politik (wenn du recht hast). Kann man Wagner, als FDP-Politikerin, wirklich vorwerfen, Alternative b) gewählt zu haben? Ich denke, man sollte seine moralischen Ansprüche an Politiker auch nicht überziehen. |

S83
| | Veröffentlicht am Freitag, 24. Januar 2003 - 08:58 Uhr: | |
In Niedersachsen wackelts mal wieder: CDU bei 46 und Rotgrün bei 46, dazu die F.D.P. bei 5%, heißt im Klartext, wenn die F.D.P. ein paar Hundert Stimmen zu wenig und die Grünen ein paar Hundert Stimmen zuviel bekommen, ist er dahin, der Regierungswechsel. Und das, obwohl der Wählerwille eindeutig zum Wechsel tendiert. |

Nimreem
| | Veröffentlicht am Freitag, 24. Januar 2003 - 10:01 Uhr: | |
@ S83, eine erstaunliche Umfrage. Damit hätte ich nicht mehr gerechnet. Aber sie kann eigentlich nur einen Effekt haben: und zwar auf potentielle CDU-Wähler: FDP wählen! Denn FDP 5% wird praktisch sicher zu CDU-FDP führen. Und ich denke, dass es viele potentielle CDU-Wähler gibt, die den sicheren Weg wählen werden: und dann FDP wählen. Also ist die Wahrscheinlichkeit, dass Gabriel doch MP bleibt wohl nur theoretisch gestiegen. |

c07
| | Veröffentlicht am Freitag, 24. Januar 2003 - 10:39 Uhr: | |
Also, nun überinterpretiert mal nicht diese Umfragen. Es hat sich doch nichts geändert. Die Werte sind identisch mit einer von vor 8 Tagen (das ist nicht viel mehr als die Dauer einer typischen Umfrage). Dazwischen hat es welche mit minimal abweichenden Werten gegeben, aber alles weit innerhalb der Fehlergrenzen. Also ist effektiv nichts nennenswertes passiert, auch wenn die konkreten Zahlen vielleicht politisch größere Auswirkungen hätten, wenn sie reale Wahlergebnisse wären. Sind sie aber eben nicht. |

Ralf Arnemann
| | Veröffentlicht am Freitag, 24. Januar 2003 - 11:21 Uhr: | |
@Bernhard Nowak: Nimreem hat schon das wesentliche geantwortet: Überdurchschnittlich oft FDP-Positionen durchsetzen ist doch kein Schmusekurs. Im übrigen halte ich ohnehin wenig davon, sich zu sehr die Probleme des Koalitionspartners aufzuladen. Insofern ist das "durchgehen lassen" eine völlig normale Reaktion. Die FDP hat sich ja in allen Fällen deutlich inhaltlich distanziert. Und ansonsten soll sich doch jeder auf eigene Rechnung blamieren - für Kochs Image sind die Liberalen nicht verantwortlich. Spannend wird es erst, wenn die Fehler so groß sind, daß man deswegen keine Zusammenarbeit mehr verantworten kann - das war damals halt strittig. Und da muß auch immer die Alternativen sehen. Z. B. hat die SPD sich damals nachhaltig geweigert, eine sozialliberale Option anzubieten. Und wegen Kanthers Schwarzbuchungen ein ganzes Bundesland wieder rot/grün zu übergeben, das wäre halt schon sehr heftig gewesen. Die Stern-Äußerungen Kochs waren nun deutlich unterhalb der Schwelle, wegen der man eine Koalition aufkündigen würde. Im übrigen: Bei Ruth Wagners Kurs damals war ihr persönliches Verbleiben im Ministeramt ein völlig nebensächliches Thema. Kann ich auch wieder nur persönlich versichern, ohne das belegen zu können. |

Ralf Arnemann
| | Veröffentlicht am Freitag, 24. Januar 2003 - 11:23 Uhr: | |
@c07: Völlige Zustimmung. Die Umfragen schwanken irgendwo im Fehlerbereich herum - daraus kann man gar nichts schließen. Da aber diese Schwankungen im Ergebnis über den Regierungswechsel entscheiden, ist letztlich alles noch offen. Das gilt besonders für Niedersachsen. Da können wenige tausend Stimmen darüber entscheiden, ob die CDU mit absoluter Mehrheit regiert, oder mit der FDP, oder doch in der Opposition bleibt. |

Stoiber-Fan
| | Veröffentlicht am Freitag, 24. Januar 2003 - 13:22 Uhr: | |
Die politische Stimmung der FGW (mehr oder weniger Rohdaten) ist kaum verändert, die SPD sinkt um einen weiteren Punkt und erreicht den niedrigsten Wert in der mehr als 25-jährigen Geschichte des Politbarometers. Was mich natürlich freut ist, daß Stoiber jetzt bei der Beurteilung der 10 wichtigsten Politiker auf Platz 3 kommt. Vor ihm Fischer (Platz 1) und Merkel (2). SPD 25% - CDU/CSU 56% - GRÜ 10% - FDP 4% - PDS 3% Bei der Projektion sind die Werte mit den anderen Instituten identisch: SPD 31% - CDU/CSU 47% - GRÜ 9% - FDP 5% - PDS 4% Die Stimmung zeigt, daß das Thema Irak zumindest bis mitte der Woche tatsächlich absolut keinen Einfluß hatte. |

Ralf Arnemann
| | Veröffentlicht am Freitag, 24. Januar 2003 - 13:34 Uhr: | |
@Stoiber-Fan: > Die Stimmung zeigt, daß das Thema Irak zumindest bis mitte der Woche > tatsächlich absolut keinen Einfluß hatte. Das könnte sich jetzt aber schnell ändern. Die Ereignisse spitzen sich zu, und die SPD hat angefangen, ganz gezielt mit der Irak-Frage Landtagswahlkampf zu machen. Auf die Bundesumfragen wird das nicht ohne Wirkung bleiben. Und obwohl das nun überhaupt kein Landesthema ist (die Anzahl der SPD-Stimmen in Hessen oder Niedersachsen werden weder Bush noch Saddam irgendwie interessieren), habe ich schon das Gefühl, daß eine Reihe Wähler ein zweites Mal auf diese Kampagne reinfallen wird. |

PSchm
| | Veröffentlicht am Freitag, 24. Januar 2003 - 14:40 Uhr: | |
Ich teile die Befürchtung, dass Irak wieder einen großen Einfluss auf die Wahlen haben wird, prinzipiell. Ob sie eintritt, werden wir in den Umfragen, die Anfang nächster Woche kommen, sehen. Die EMNID-Umfrage (Niederschasen), die gestern abend kam, ist schon nicht mehr so ganz toll für Schwarz-Gelb. Eine kleine Hoffnung habe ich allerdings. Die FGW-Umfrage, die heute abend im ZDF publiziert wird, sieht im Bundestrend noch keine negative Wirkung. Das Wichtige hierbei ist, dass die Daten (laut Wahlrecht.de) zwischen dem 21. und 23.1. erhoben wurden. Eine andere Hoffnung ist, dass die Situation vor der BTW einfach nicht zu übertragen ist. Man hatte einen beliebten Bundeskanzler, den man eigentlich wieder wählen wollte und einen rhetorisch desaströsen KAndidaten, der im Durchschnitt unbeliebt war. Dann kam die Flut, dann wurde Irak hochgekocht. Um die ganze Situation zu drehen hatte man 4 Wochen. Der beliebte Bundeskanzler ist passé, eine Flut, Schneesturm, Dürre ist nicht in Sicht und 4 Wochen hat man auch nicht mehr. |
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