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Wahlrecht.de Forum » Umfragen » Wahlumfragen Landtagswahlen » Wahlumfragen Hessen und Niedersachsen » 026-050 « Zurück Weiter »

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Frederic
Veröffentlicht am Mittwoch, 08. Januar 2003 - 21:54 Uhr:   

Ach tatsächlich. So kann man es natürlich auch lesen.
Ich hatte es in die Richtung "auch nur einen einzigen Punkt" verstanden. :)
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Johannes 16
Veröffentlicht am Mittwoch, 08. Januar 2003 - 22:14 Uhr:   

die nhessische cdu wird die absolute merhheit holen, wenn nich noch was passiert und ich glaube, selbst wenn die fdp reinkommt , koalieren sie (hoffentlich) noch mit ihnen, weil sie dann die FDP an sie binden ...

dass müssen sie ja längerfristig tun um ihren sicheren koalitionspartner nicht zu verliern ...

meine prognose für niedersachen:
rot-grün gewinnt leider ganz knapp ...
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J.B.K.
Veröffentlicht am Mittwoch, 08. Januar 2003 - 23:16 Uhr:   

@Ralf Arnemann: Genauso meinte ich es.
@All: Gibt es eigentlich in Hessen und Niedersachsen auch Überhangmandate?
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Thomas Frings
Veröffentlicht am Donnerstag, 09. Januar 2003 - 01:21 Uhr:   

Überhangmandate gibt es in beiden Ländern, in Hessen sind sie aber höchst unwahrscheinlich, so ein Fall ist auch noch nie eingetreten. In Niedersachsen sind diese schon eher möglich wegen des hohen Direktmandateanteils (100 von regulär 155 Mandaten). Es gab 1951, 1955, 1959, 1982, 1994 und 1998 welche.
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Wilko Zicht
Veröffentlicht am Donnerstag, 09. Januar 2003 - 01:40 Uhr:   

Wobei es in beiden Ländern auch Ausgleichsmandate gibt. In Niedersachsen ist ihre Zahl allerdings auf die Höhe der Überhangmandate begrenzt, so daß es dort bisweilen keinen vollen Ausgleich gibt.
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Stoiber-Fan
Veröffentlicht am Donnerstag, 09. Januar 2003 - 13:08 Uhr:   

Ich habe bei Yahoo 'Infratest' eingegeben:

Donnerstag 9. Januar 2003, 10:28 Uhr
Weitere Umfrage sieht CDU in Hessen klar vorn
Frankfurt/Main (AP) Eine weitere Umfrage sieht die CDU in Hessen dreieinhalb Wochen vor der Landtagswahl klar vorn. Nach der am Donnerstag veröffentlichten Befragung des Instituts Infratest dimap im Auftrag des Hessischen Rundfunks käme die Partei von Ministerpräsident Roland Koch derzeit auf 47 Prozent. Im Vergleich zur letzten Infratest-Umfrage im Dezember verlor sie allerdings zwei Prozentpunkte.

Die SPD könnte mit 33 Prozent der Stimmen rechnen und sich damit leicht um einen Prozentpunkt im Vergleich zum Vormonat verbessern. Die Grünen erhielten zehn Prozent (minus eins), und die FDP käme unverändert auf fünf Prozent. Damit hätte die CDU/FDP-Regierung in Wiesbaden wieder eine klare Mehrheit. Wenn die FDP doch noch an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern sollte, könnte die CDU sogar alleine regieren mit einem Vorsprung von 47 zu 43 Prozent von Rot-Grün.

Die Meinungsforscher hatten im Auftrag des HR 1.000 wahlberechtigte Bürger in Hessen telefonisch befragt.
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S83
Veröffentlicht am Donnerstag, 09. Januar 2003 - 16:37 Uhr:   

Sieh an, sieh an, da ist man mal ein paar Tage nicht im Internet und schon tut sich einiges. Hammermäßige Umfragewerte für Hessen und Niedersachsen und als Bonus noch die 61% der CSU in Bayern. Das liest man doch mal gerne.
Trotzdem, bis zu den Wahlen ist noch ne Weile hin, und daß man sich von tollen Umfrageergebnissen allein nichts kaufen kann, wissen wir spätestens seit der Bundestagswahl.
Für Niedersachsen bleibe ich bei meiner pessimistischen Prognose, die da lautet: knapper Vorsprung für Rot-Grün.
Für Hessen bin ich zuversichtlich. Roland Koch könnte nur noch an einer aüßerst ungünstigen Konstellation scheitern, nämlich wenn die F.D.P. die 5%-Hürde verfehlen und Rot-Grün einen winzigen Vorsprung vor der CDU hätte.

Doch Niedersachsen verspricht uns einen Zitterabend am 2.
Man darf gespannt sein.
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Bernhard Nowak
Veröffentlicht am Freitag, 10. Januar 2003 - 21:00 Uhr:   

Gut drei Wochen vor der Landtagswahl in Niedersachsen liegt die CDU in der Wählergunst deutlich vor der SPD. Nach dem ZDF-Politbarometer "Extra Niedersachsen" käme die SPD bei der so genannten Sonntagsfrage nur noch auf 37 Prozent. Damit wäre die Alleinregierung der Sozialdemokraten, die 1998 noch 47,9 Prozent erreichten, beendet. Die CDU würde 45 Prozent erreichen, die Grünen blieben mit acht Prozent drittstärkste Kraft. Die FDP käme mit sechs Prozent wieder in den Landtag. Damit hätte eine schwarz-gelbe Koalition eine klare Mehrheit.

Allerdings zeigten sich 34 Prozent der Befragten laut Politbarometer noch unentschlossen, welche Partei sie am 2. Februar wählen wollen. Im direkten Vergleich der Spitzenkandidaten hatte Niedersachsens Ministerpräsident Sigmar Gabriel (SPD) laut Umfrage gegenüber seinem Herausforderer von der CDU, Christian Wulff, weiter die Nase vorn. Auf die Frage, wen die Wähler lieber als Ministerpräsidenten hätten, stimmten 43 Prozent für Gabriel und 41 Prozent für Wulff.

Nicht nur der starke bundespolitische Gegenwind für die SPD, sondern auch ein Kompetenzvorsprung der Union bei den wichtigsten Themen scheint der CDU einen deutlichen Vorsprung zu bescheren. So trauen beim Thema Arbeitsplätze 43 Prozent der Niedersachsen am ehesten der CDU und nur 20 Prozent der SPD eine Lösung zu. Beim Thema Bildung führt die CDU mit 36 Prozent vor der SPD mit 31 Prozent. Und auch in Sachen Wirtschaft trauen die Wähler der CDU mit 36 Prozent mehr Kompetenz zu als der SPD mit 23 Prozent. Für das Politbarometer "Extra Niedersachsen" befragte die Forschungsgruppe Wahlen zwischen dem 6. und 9. Januar 1044 Wahlberechtigte. (AFP)

10.01.2003, 20:08 Uhr
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S83
Veröffentlicht am Dienstag, 14. Januar 2003 - 13:42 Uhr:   

Die Welt am Sonntag druckt in ihrer Ausgabe vom 12.1.03 die Durchschnittswerte der Umfragen von Forsa, dimap und ZDF:

Hessen
CDU 47,0 (+3,6 im Vergleich zu 1999)
SPD 32,5 (-6,9)
Grüne 11,0 (+3,8)
F.D.P. 5,0 (-0,1)


Niedersachsen
CDU 45,5 (+9,6 im Vergl. zu 1998)
SPD 36,5 (-11,4)
Grüne 9,0 (+2,0)
F.D.P. 5,5 (+0,6)
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Philipp
Veröffentlicht am Dienstag, 14. Januar 2003 - 16:19 Uhr:   

Nicht zu früh freuen...der Nie Wieder Krieg Kanzler und sein amtsmüder Adlatus werden zu neuen Höchstleistungen in der von ihnen meisterhaft beherrschten Sportart Volksverdummung auflaufen.

Wir skandieren derweil weiter: Saddam Hussein Friedensfürst!
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Bernhard Nowak
Veröffentlicht am Dienstag, 14. Januar 2003 - 21:42 Uhr:   

Interessant finde ich an den ausgerechneten Durchschnittswerten von "Welt am Sonntag", dass die niedersächsische FDP in den Umfragen "höher" bewertet wird als die hessische FDP. Einerseits ist sicherlich richtig, dass aus Sicht von CDU-Anhängern die Stimmvergabe an die FDP in Niedersachsen "sinnvoller" ist als in Hessen. Scheitert die FDP in Niedersachsen an der 5%-Klausel, so werden SPD und Grüne vermutlich eine Regierungsmehrheit in Niedersachsen erlangen. Aus Sicht der hessischen Unionsanhänger ist dies nicht der Fall: hier wäre beim Scheitern der FDP eine absolute Mandatsmehrheit der CDU im Landtag wahrscheinlich; beim (für mich wahrscheinlichen) Wiedereinzug der FDP in den Hessischen Landtag jedoch wird es vermutlich keine absolute CDU-Mandatsmehrheit im Landtag geben.

Aber: ich rechne mit einer sehr viel geringeren Wahlbeteiligung in Hessen, so dass - wie ich im Thread: "Persönliche Einschätzung Hessen" ausführte, durch massives Fernbleiben von potentiellen SPD-Anhängern dort die Wahlbeteiligung massiv zurückgehen wird. Daher müssten in absoluten Zahlen wesentlich weniger Wähler 2003 die FDP wählen als 1999. Dies erscheint mir äußerst unwahrscheinlich. Daher rechne ich mit einem deutlich besseren FDP-Ergebnis in Hessen.

Da Gabriel ein besserer Wahlkämpfer ist als Böckel in Hessen, bekannter ist und über Amtsbonus als Ministerpräsident und über Charisma verfügt (im Gegensatz zu Böckel)dürfte zwar auch in Niedersachsen die Wahlbeteiligung aufgrund der Wahlverweigerung von SPD-Anhängern sinken, aber tendentiell wohl nicht in dem Ausmaß wie in Hessen. Daher bleibe ich bei meiner Prognose: sicherer Einzug der FDP in Hessen und Fortführung von Schwarz-gelb; knapper Einzug der FDP in Niedersachsen (aufgrund von Stimmenzuwächsen durch potentielle CDU-Wähler) und Regierungswechsel zugunsten von CDU und FDP mit äußerst knappem Vorsprung vor rot-grün.
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Stoiber-Fan
Veröffentlicht am Mittwoch, 15. Januar 2003 - 08:16 Uhr:   

Mittwoch 15. Januar 2003, 07:00 Uhr
stern: CDU in Hessen und Niedersachsen weiter auf Siegeskurs - Bundesbürger bei Gerüchten um Kanzler-Ehe gespalten
Hamburg (ots) - Zweieinhalb Wochen vor den Landtagswahlen in Hessen und Niedersachsen steuert die CDU in beiden Ländern weiter auf einen Sieg zu. Nach der aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag des Hamburger Magazins stern hat die SPD zwar in beiden Ländern leicht zugelegt, die Gewinne werden aber durch Verluste bei den Grünen kompensiert.

In Hessen konnte sich die CDU im Vergleich zur Vorwoche um einen Punkt auf 48 Prozent steigern, die SPD erreicht 33 Prozent (plus ein Punkt), die Grünen fallen um zwei Punkte auf jetzt zehn Prozent, die FDP bleibt bei fünf Prozent. CDU und Liberale könnten mit zusammen 53 Prozent der Stimmen ihre derzeitige Koalition fortsetzen.

In Niedersachsen dagegen steht die derzeitige SPD-Regierung auf der Kippe. Die CDU kommt unverändert auf 46 Prozent, die SPD steigt um einen Punkt auf 37 Prozent, die Grünen verschlechtern sich um einen Punkt auf neun Prozent, die FDP, die 1998 den Einzug in den Landtag knapp verfehlt hatte, stagniert bei fünf Prozent.

Auch auf Bundesebene verzeichnen die Grünen leichte Verluste. Wäre jetzt Bundestagswahl, würden sich nach der Forsa-Umfrage für stern und RTL zehn Prozent der Wähler für die grüne Partei entscheiden, ein Punkt weniger als in der Vorwoche. Unverändert liegen CDU/CSU bei 47 Prozent, die SPD bei 31 und die FDP bei fünf Prozent. Die PDS stieg um einen Punkt auf vier Prozent.

Gespalten sind die Bundesbürger in der Frage, inwieweit die Gerüchte um eine Krise in der Schröder-Ehe dem Ansehen des Bundeskanzlers geschadet haben. 52 Prozent der Befragten gaben in der Erhebung für den stern an, das Ansehen des Kanzlers habe nicht gelitten, 42 Prozent stimmten dagegen mit "Ja". Sechs Prozent antworteten "weiß nicht".

Zur Feststellung der Parteipräferenz befragte Forsa im Auftrag von stern und RTL zwischen dem 6. und 10. Januar 2502 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger in Ost und West. Die statistische Fehlertoleranz liegt zwischen +/- 2,5 Prozentpunkten. Datenbasis für die Hessen-Wahl: 1003 Befragte in Hessen zwischen dem 6. und 10. Januar, statistische Fehlerquote +/- 3 Prozent. Basis für die Niedersachsen-Wahl: 1027 Befragte in Niedersachsen zwischen dem 6. und 10. Januar, Fehlerquote: +/- 3 Prozentpunkte. Basis für die Frage nach der Kanzler-Ehe: 1002 Befragte am 9. und 10. Januar, Fehlerquote: +/- 3 Prozentpunkte.

Für die Frage zur Einstellung zu der Ehekrise wurden vom 9.-10. Januar 1002 Bürger befragt, an 100 Prozent fehlende Angaben gelten als "keine Angabe" oder "weiß nicht".

Diese Vorabmeldung ist mit Quellenangabe stern/Forsa zur Veröffentlichung frei.

ots Originaltext: Stern Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de


Für Rückfragen: stern-Redakteur Matthias Weber, Tel.: 040 - 3703 4409
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...
Veröffentlicht am Mittwoch, 15. Januar 2003 - 09:55 Uhr:   

Bund:

CDU/CSU: 47% (+/- 0)
SPD: 31% (+/- 0)
Grüne: 10% (- 1)
FDP: 5% (+/- 0)
PDS: 4% (+ 1)

--> Schwarz-Gelb stellt Regierung!


Hessen:

CDU: 48% (+ 1)
SPD: 33% (+ 1)
Grüne: 10% (- 2)
FDP: 5% (+/- 0)

--> CDU regiert alleine oder CDU-FDP stellt Regierung!


Niedersachsen:

CDU: 46% (+/- 0)
SPD: 37% (+ 1)
Grüne: 9% (- 1)
FDP: 5% (+/- 0)

--> CDU-FDP stellt Regierung!

Umfragezeitraum: 06. bis 10.01.03

Festzustellen ist dass sich immer mehr Unentschlossene für die SPD entscheiden, die Grünen jedoch diese Gewinne kompensieren.
Per Saldo hat Rot-Grün weiter verloren!

Das wird ein spannender 02. Februar!

...
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Niederbayer
Veröffentlicht am Mittwoch, 15. Januar 2003 - 10:58 Uhr:   

Ich denke auch, dass die Wahl relativ spannend wird, allerdings gibt es in den Umfragen verglichen mit der BTW sehr wenig Bewegung, vor allem zwischen den Blöcken. Insofern sehe ich auch keine Entscheidung zur SPD sondern eher eiene Umverteilung im rot-grünen Lager. Die entscheidende Frage vor allem für Niedersachsen bleibt daher, ob die FDP reinkommt.
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Ralf Arnemann
Veröffentlicht am Mittwoch, 15. Januar 2003 - 16:00 Uhr:   

Ich halte auch die neuen Forsa-Zahlen für völlig Banane.

Was immer die angerufenen Bürger so am Telephon erzählen mögen - bei der Umrechnung in die Prognosezahlen können die Institute derzeit doch nur wild raten, weil die derzeitigen Stimmungsschwankungen so völlig außergewöhnlich und ohne Vorbild sind.

Die Angabe 5% für die FDP in Hessen und in Niedersachsen ist für mich das entlarvende Eingeständnis, daß FORSA eigentlich keine Ahnung hat, wo die Liberalen stehen werden.

Eine qualifizierte Schätzung wie oben von Bernhard Nowak ist da deutlich glaubhafter, auch wenn er dazu wohl überhaupt keine Leute befragt hat.
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Wilko Zicht
Veröffentlicht am Freitag, 17. Januar 2003 - 17:08 Uhr:   

Die neuen Zahlen für Hessen vom Politbarometer sind online.
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Stoiber-Fan
Veröffentlicht am Sonntag, 19. Januar 2003 - 01:21 Uhr:   

Am Abend konnte ich den RTL-Nachrichten folgende unglaubliche Werte entnehmen:
Niedersachsen:
CDU 47 - SPD 36 - GRÜ - 8% - FDP 5% (wie immer bei Forsa)
Hessen:
CDU 16 Punkte vor SPD
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Bernhard Nowak
Veröffentlicht am Sonntag, 19. Januar 2003 - 12:25 Uhr:   

In der Tat ist bemerkenswert, dass sich Veränderungen in allen Umfragen zu den Landtagswahlen in Hessen und in Niedersachsen innerhalb der "Böcke" CDU und FDP bzw. SPD/Grüne abspielen. Es ist für mich relativ sicher, dass die FDP in Niedersachsen dank CDU-Leihstmmen in den Landtag kommen wird und es somit in Niedersachsen zu einem Regierungswechsel kommen dürfte.

Die spannende Frage bleibt, ob die sich zuspitzende Irak-Krise (76% der Bundesbürger laut ARD-Morgenmagazin gegen deutsches "Ja" im UN-Sicherheitsrat, vgl. auch den FAZ-Leitartikel vom 18. Januar: "Prüfstein Irak" von Karl Feldmeyer)noch zu nennenswerter Mobiisierung von unentschlossenen SPD-Anhängern führen wird und ob die Aussicht, dass Koch in Hessen die absolute Mehrheit der Landtagmandate erringen könnte (und somit fast sicher der kommende Unions-Kanzlerkandidat bei der nächsten Bundestagswahl sein könnte)die Anhänger von rot-grün, aber auch der hessischen FDP (gegen den "absoluten Koch" - wie Ralf Arnemann völlig korrekt ausführte) führen könnte. Aber: Landtage bestimmen keine Außenpolitik und der Anteil der unentschlossenen parteiungebundenen Wähler, die die Bundestagswahl zugunsten von rot-grün entschieden haben, ist eher im Osten zu suchen. In den alten Bundesländern ist die Parteibindung zwar - insbesondere bei den jüngeren Wählern - zwar nicht so stark auseprägt wie früher, aber doch stärker vorhanden als im Osten. Daher dürfte es in Niedersachsen zum Regierungswechsel kommen. In Hessen dürfte es von der Wahlbeteiligung und damit der erfolgreichen oder eben erfolglosen Mobiliserung der SPD-Anhänger abhängen, ob es für Koch für eine absolute Mehrheit der Mandate ausreichen wird (womit ich nicht rechne). Ich denke, aus diesen Gründen sind die Umfragen insgesamt verläßlicher als bei der Bundestagswahl
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c07
Veröffentlicht am Sonntag, 19. Januar 2003 - 19:30 Uhr:   

Rein statistisch sind die Umfragen zu den Landtagswahlen weniger verlässlich. Die Stichprobengröße ist offenbar stets am unteren Rand der Bandbreite (etwa 1.000 Befragte), während zur Bundestagswahl oft mehr als 2.000 Leute befragt worden sind. Durch die tendenziell niedrigere Wahlbeteiligung sinkt die effektive Größe noch weiter.
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Philipp
Veröffentlicht am Montag, 20. Januar 2003 - 00:31 Uhr:   

Ja, es wird noch zu Überraschungen kommen....größter Mobilisierungsfaktor würde der Krieg sein, nur kommt der mit 99% nicht vor dem 2. Februar. Der Bericht der Inspektoren wird höchstwahrscheinlich negativ ausfallen, aber noch etwas Zeit verlangen. Dann wird noch diskutiert, ob 2. Resolution oder nicht erforderlich ist...vor dem Sonntag krachts aber nicht, wie im Niedersachsenforum schon gesagt wurde, Neumond ist erst am 3.2. und als "alter Hase" in diesem Gebiet wird wenn, dann an Neumond oder kurz danach angegriffen, alles andere ist für Spezialeinsätze zu riskant.
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tobinz
Veröffentlicht am Montag, 20. Januar 2003 - 04:56 Uhr:   

@ Ralf Arnemann

Ihr Beitrag hat nur einen kleinen Haken. Es gibt derzeit in Hessen und auch in Niedersachsen keinerlei nennenswerte Schwankungen - und das schon seit über einem Monat. Wenn überhaupt, verschiebt sich mal ein Prozentpunkt innerhalb der sogenannten "Lager".
Daher gewinnen die Umfragedaten immer mehr an Bedeutung.

Wenn sich unter diesen Umständen innerhalb der nächsten 10 Tagen noch deutliche Abweichungen im tatsächlichen Wahlergebnis ergeben, sollte man wirklich sämtliche Wahlforschungsinstitute schließen und die Veröffentlichung von Wahlumfragen verbieten (es sei denn mit dem Zusatz, daß sie die Zuverlässigkeit von blicken in den Kaffeesatz und die berühmte Kugel haben).
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Ralf Arnemann
Veröffentlicht am Montag, 20. Januar 2003 - 11:34 Uhr:   

So weit ich mich erinnere, waren die Abweichungen zwischen Umfragen und Ergebnis bei Landtagswahlen meist viel höher als bei Bundestagswahlen. Bundestagswahlen werden halt von den Wählern viel ernster genommen, die Wahlbeteiligung ist höher, die Wähler neigen weniger zu kurzentschlossenen Wechseln oder Protestwahl.

Das dürfte derzeit besonders der Fall sein - die politische Stimmung in Deutschland ist ganz ungewöhnlich labil und unzufrieden.
Dazu kommen die taktischen Überlegungen mit der FDP als wesentlichem Element für die Regierungsmehrheit und in beiden Ländern irgendwo in 5%-Nähe.

Man kann wohl inzwischen mit einiger Sicherheit sagen, daß rot/grün in Hessen kaum noch eine Chance für eine eigenständige Mehrheit hat - aber viel mehr an Prognose ist nicht drin, insbesondere nicht für Niedersachsen.

Den Einfluß der Irakfrage sehe ich eher gering. Einerseits war das ohnehin nur im Osten ein wesentlicher Grund für Wählerentscheidungen.
Und außerdem hat rot/grün durch das Rumlavieren in den letzten Monaten doch so an Glaubwürdigkeit verloren, daß der starke Eindruck des klaren Kanzler-Neins ziemlich verblaßt ist.
Mal selbst angenommen, die USA würden vor dem 2. Februar angreifen (was ich auch für extrem unwahrscheinlich halte) - das ergäbe doch nur eine sehr schwache und indirekte Motivation für einen Wähler in Niedersachsen, entgegen einer eventuell anderen Absicht dann plötzlich Gabriel anzukreuzen.
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Ralf Arnemann
Veröffentlicht am Montag, 20. Januar 2003 - 11:45 Uhr:   

@tobinz:
> Es gibt derzeit in Hessen und auch in Niedersachsen keinerlei
> nennenswerte Schwankungen ...
In der letzten Hessen-Umfrage ist die FDP von 5% auf 7% gestiegen, so etwas halte ich für sehr nennenswert.
Auch die übrigen Parteien sind nicht sooo stabil, sondern da einige Prozent rauf und runter war in den letzten Wochen schon zu beobachten.

Vor allem aber: Die Institute werden seit der Bundestagswahl nichts mehr an ihren Korrekturfaktoren geändert haben. Diese Stabilität beweist aber gar nichts.

> Wenn sich unter diesen Umständen innerhalb der nächsten 10 Tagen
> noch deutliche Abweichungen im tatsächlichen Wahlergebnis ergeben,
> sollte man wirklich sämtliche Wahlforschungsinstitute schließen ...
Wenn man so streng sein will, wären alle Institute schon lange geschlossen.
Es gab schon so oft krasse Fehlprognosen, das wäre gar nichts Neues.
Wobei die Veröffentlichung der Umfragezahlen ja oft noch dazu führt, daß die Leute sich umorientieren und damit eine Fehlprognose wahrscheinlicher wird.
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Thomas Frings
Veröffentlicht am Montag, 20. Januar 2003 - 12:33 Uhr:   

In dem fast ausgeschlossenen Fall, daß die USA vor dem 2. Februar angreifen, wird Schröder ganz sicher den Pazifisten geben, um die Wahlen zu gewinnen. Wenn es um seinen innenpolitischen Erfolg geht, interessiert den das Ansehen im Ausland herzlich wenig. Das hätte ganz sicher einen nicht unerheblichen Effekt. Um landespolitische Themen geht in Landtagswahlkämpfen ja leider immer weniger.
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Philipp
Veröffentlicht am Dienstag, 21. Januar 2003 - 16:23 Uhr:   

Es riecht nach einer der klassischen Denkzettel-Wahlen...da wird auch der Irak nicht viel dran ändern.

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