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FORSA-Umfragen für Stern/RTL

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Sole
Veröffentlicht am Montag, 21. Juni 2004 - 12:08 Uhr:   

In der wöchentlichen Politumfrage von stern und RTL musste die Union im Vergleich zur Vorwoche einen Prozentpunkt abgeben, sie liegt jetzt bei 45 Prozent. Auch die SPD verlor einen Punkt, sie kommt auf 27 Prozent. Die Grünen stiegen um einen Punkt auf 12 Prozent, die Werte für die FDP (7 Prozent) und die PDS (5 Prozent) blieben unverändert.

Datenbasis für die Frage nach dem Tempolimit: 1001 repräsentativ ausgewählte Bundesbürger am 10. und 11. Juni, statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte. Datenbasis für Politumfrage: 2502 repräsentativ ausgewählte Bundesbürger zwischen dem 7. und 11. Juni, statistische Fehlertoleranz: +/- 2,5 Prozentpunkte.
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Ralf Arnemann
Veröffentlicht am Montag, 21. Juni 2004 - 12:35 Uhr:   

Was erzählen die denn da wieder für einen Quatsch?
Bei der Europawahl hatten z. B. die Grünen ideale Rahmenbedingungen. Insbesondere verhalfen ihnen wegen der extrem niedrigen Wahlbeteiligung ihre gut mobilisierten Wähler zu einem Spitzenergebnis.
Und nun sollen sie bei einer Bundestagswahl (dafür ist diese angebliche "Prognose" doch gedacht) noch mehr kriegen als bei der EP-Wahl?
Nach ihren beständigen Mißerfolgen in der Vergangenheit sollten die Institute sich mal eine Weile still ins Eck setzen und schämen anstatt unverfroren neuen Müll in die Welt zu setzen.
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Wilko Zicht
Veröffentlicht am Montag, 21. Juni 2004 - 13:10 Uhr:   

Das sind die Daten von letzter Woche, die allerdings aus Versehen noch nicht online gestellt wurden. Die Erhebung war vor der Europawahl. 12 Prozent hatten die Grünen auch zuvor schon mehrmals in den Umfragen. Sooo ideal waren die Rahmenbedingungen bei der Europawahl übrigens gar nicht. Eine erhöhte Wahlbeteiligung dank gleichzeitig stattfindenden Kommunalwahlen gab es nämlich fast ausschließlich in Ländern, wo die Grünen unterdurchschnittlich gut dastehen (vor allem im Osten).
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Koch for Kanzler
Veröffentlicht am Montag, 21. Juni 2004 - 13:16 Uhr:   

@Arnemann
Wenn die Wahlbeteiligung unter 50% liegt und der Wechselwähleranteil steigt, kannst du doch kaum hinreichend genaue Prognosen oder Umfragen vornehmen. Das war schon in etlichen Wahlen zuvor der Fall, insbesondere im Osten.

Bei Wahlen mit hoher Beteiligung wie Bundestagswahlen waren die Umfrageergebnisse hingegen recht gut, wenn auch schlechter als in früheren Jahren.
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Ralf Arnemann
Veröffentlicht am Montag, 21. Juni 2004 - 13:52 Uhr:   

@Wilko:
> Die Erhebung war vor der Europawahl. 12 Prozent hatten die Grünen
> auch zuvor schon mehrmals in den Umfragen.
Dann waren diese Umfragen wohl klar überhöht.

> Sooo ideal waren die Rahmenbedingungen bei der Europawahl übrigens
> gar nicht.
Nun ja, schon deutlich besser als bei einer Bundestagswahl, wo gerade die Volksparteien noch deutliche Mobilisierungsreserven haben.

> Eine erhöhte Wahlbeteiligung dank gleichzeitig stattfindenden
> Kommunalwahlen gab es nämlich fast ausschließlich in Ländern, wo
> die Grünen unterdurchschnittlich gut dastehen (vor allem im Osten).
Das kann ich den Ergebnissen überhaupt nicht entnehmen.

BaWü (mit Kommunalwahl) hat keine dolle Wahlbeteiligung, aber mehr Wähler als der kommunalwählende Osten zusammen. Die Wahlbeteiligung z. B. in der grünen Hochburg Hessen war höher.
Am höchsten aber in Rheinland-Pfalz (gute Gegend für die Grünen).

Insgesamt sehe ich überhaupt kein Beziehungsmuster zwischen Wahlbeteiligung, grünen Ergebnissen und Kommunalwahl, die Ergebnisse der Länder sind verblüffend uneinheitlich.
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Ralf Arnemann
Veröffentlicht am Montag, 21. Juni 2004 - 13:55 Uhr:   

@KfK:
> Wenn die Wahlbeteiligung unter 50% liegt und der
> Wechselwähleranteil steigt, kannst du doch kaum hinreichend genaue
> Prognosen oder Umfragen vornehmen.
Richtig.
Deswegen (siehe parallele Diskussion) sollten die Institute mit ihren Quacksalbereien mal etwas zurückhaltender sein.
Mir geht es inzwischen wirklich auf den Senkel, wie wichtig diese dubiosen Rateversuche genommen werden.

> Bei Wahlen mit hoher Beteiligung wie Bundestagswahlen waren die
> Umfrageergebnisse hingegen recht gut, ...
Klar.
Deswegen regiert ja seit zwei Jahren Kanzler Stoiber in Berlin ...
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Mörsberg
Veröffentlicht am Montag, 21. Juni 2004 - 14:08 Uhr:   

> > Die Erhebung war vor der Europawahl. 12 Prozent hatten die Grünen
> > auch zuvor schon mehrmals in den Umfragen.
> Dann waren diese Umfragen wohl klar überhöht.
Wieso? 12 Prozent in den Umfragen, tatsächliches Ergebnis 11,9%. Viel mehr Treffer geht nicht. Und die naheliegende EP-Wahl beeinflusste vielleicht auch die Umfragewerte für BTW-Umfragen.

> Rheinland-Pfalz (gute Gegend für die Grünen)
Noch nie. Rheinland-Pfalz liegt bei Grün IMMER klar unter dem Bundesdurchschnitt, genauso das Saarland. Grüne Ausreißer nach oben waren diesmal Bayern (nur 0,2% unter Bundesschnitt) und Brandenburg, wo die mit Abstand niedrigste Wahlbeteiligung gut aussehende, aber völlig nichtssagende 7,8% eingebracht hat.

Aber die Grünen sind ja auch nicht schuld daran, wenn manche andere Partei Mobilisierungsprobleme hat. 1999 wars eher umgekehrt.
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Wilko Zicht
Veröffentlicht am Montag, 21. Juni 2004 - 14:29 Uhr:   

@Ralf: Natürlich war die Wahlbeteiligung im Osten trotzdem nicht hoch. Aber sie wäre ohne den Kommunal- bzw. Landtagswahlen in MeckPom, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen dort wahrscheinlich ähnlich katastrophal wie in Brandenburg gewesen. Und im Westen hat die hohe Wahlbeteiligung in Rheinland-Pfalz und Saarland das Grünen-Ergebnis nach unten gerissen. Allein die Kommunalwahl in BaWü war für die Grünen günstig.
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Mörsberg
Veröffentlicht am Montag, 21. Juni 2004 - 14:53 Uhr:   

> Allein die Kommunalwahl in BaWü war für die Grünen günstig.
Wobei die grünen Europawahlergebnisse in den meisten Städten und Gemeinden über den jeweiligen kommunalen Ergebnissen liegen, was früher meistens nicht so war. Inzwischen drücken die Wählergemeinschaften aber nicht nur CDU, SPD und FDP nach unten, sondern auch die Grünen. Man kann also nicht behaupten, der kommunale Trend hätte zusätzlich gezogen, dazu sind die Grünen inzwischen viel zu "etabliert". 14,4% sind zwar sehr ordentlich, der Abstand zum Bundesergebnis ist aber auch nur etwa gleich groß wie bei der BTW 2002.
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Sole
Veröffentlicht am Montag, 21. Juni 2004 - 15:39 Uhr:   

Die 12 % Umfragen sind eher eine Spekulationsblase als eine brauchbare Vorschau auf eine BTW - und wäre sie nächste Woche.

Wie auch die anderswo nach der Wahl prognostizierten 6 % für die PDS bei einer BTW am Sonntag eher überhöht sind.

Zum Grünen-Ergebnis hat sicher auch der lustlose Wahlkampf von SPD und CDU beigetragen. Die Bundesregierung ist derzeit so weit am Boden, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis auch grüne Minister für ihre Klientel unschöne Entscheidungen treffen, bis Parteitage auch Selbstzweifel erkennen lassen.

Und glaubt man Metzger heute bei Gaby Dietzen, wird ja schon munter an Fischers Thron gesägt.

Zur Bundestagswahl gibt es keinen Cohn-Bendit und die SPD stellt auch keinen ich-weiß-nicht-wer auf. Sollten die Grünen im September im Osten nicht einziehen können wird sich sicher der Trend verändern.
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Torsten Schoeneberg
Veröffentlicht am Dienstag, 22. Juni 2004 - 14:36 Uhr:   

Von wegen "dubiose Rateversuche": man sehe sich die neue Saarlandumfrage an - 600 Befragte, aber Nachkommastellen, und einen 0,1%-Vorsprung der Grünen vor der FDP will man auch ausmachen.
Nun kann man das einerseits dem Institut zum Vorwurf machen (in diesem Fall sicherlich), andererseits zeigt es aber auch einfach die mangelnde mathematische Bildung der Öffentlichkeit und der Journaille, wenn so etwas ernstgenommen wird. Als Redakteur hätte ich so eine Umfrage ja bestenfalls in den Müll geworfen. Andererseits wird der Umfragenwahnsinn durch Seiten wie diese wohl eher befördert, vielleicht sollten wir also auch selbstkritischer sein.
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Sole
Veröffentlicht am Dienstag, 22. Juni 2004 - 14:39 Uhr:   

Genauso unsinnig ist die Angabe PDS 1,7 % bzw 2,x % davor - so sehr es mich freuen würde, wenn dies einträte.

Das ist nun wirklich nicht seriös, solche Zehntelangaben. Wobei mich die Tendenz deutlich über 1 (so sie was taugt) schon wundert, schließlich hat die Saar-PDS kein einziges kommunales Mandat.
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c07
Veröffentlicht am Dienstag, 22. Juni 2004 - 23:27 Uhr:   

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silke
Veröffentlicht am Mittwoch, 23. Juni 2004 - 19:26 Uhr:   

Warum mögen so viele Leute nicht (mehr) wählen?
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Sole
Veröffentlicht am Mittwoch, 23. Juni 2004 - 21:11 Uhr:   

Da gibt es viele Standardplatitüden.

1) Parteienverdrossenheit.

Man sei von den großen Parteien enttäuscht. Dann aber könnte man ja aktiv eine kleinere wählen. Es gibt derzeit auch keine ernstzunehmende Bewegung zur Gründung einer neuen Partei.

2) Kompetenzzweifel.

Die Bürger zweifeln, dass die Parlamente die anstehenden Probleme wirklich lösen können. Politik als Spielball externer Kräfte.
Meinetwegen BDI oder Gewerkschaften, wobei beides so nicht stimmt.

Da hilft dann auch keine neue Partei mehr, wenn egal ist, wer regiert.
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c07
Veröffentlicht am Mittwoch, 23. Juni 2004 - 23:20 Uhr:   

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Uwe
Veröffentlicht am Donnerstag, 24. Juni 2004 - 12:49 Uhr:   

c07:

Und viertens gibt es auch Leute, die gar nicht so leicht wählen können, weil sie z.B. kurz vor der Wahl gestorben sind.

Das ist interessant. Wenn ich wählen gehe, benötige ich nur die Wahlbenachrichtig als "Ausweiß". Wenn ich nun die eines Toten habe, kann ich, ohne dass es jemand merkt, dessen Wahlrecht in Anspruch nehmen, weil dieser noch als Wähler registriet ist? Solche Lücken können auch zur Wahlverdrossenheit beitragen.

Uwe
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Ralf Arnemann
Veröffentlicht am Donnerstag, 24. Juni 2004 - 14:12 Uhr:   

@Uwe:
> Wenn ich wählen gehe, benötige ich nur die Wahlbenachrichtig
> als "Ausweiß".
Das ist m. W. nicht legal.
Die Wahlbenachrichtigung berechtigt zu gar nichts (ist bloß eine Hilfe, im Wählerverzeichnis schneller gefunden zu werden).
Legitimieren im Wahllokal muß man sich mit Ausweis oder man ist dem Vorstand persönlich bekannt.
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Torsten Schoeneberg
Veröffentlicht am Donnerstag, 24. Juni 2004 - 15:29 Uhr:   

"Das ist m. W. nicht legal.
Die Wahlbenachrichtigung berechtigt zu gar nichts (ist bloß eine Hilfe, im Wählerverzeichnis schneller gefunden zu werden).
Legitimieren im Wahllokal muß man sich mit Ausweis oder man ist dem Vorstand persönlich bekannt."

So wird es wohl im Gesetz stehen. Die Realität sieht wohl anders aus. Ich jedenfalls kannte keinen der Anwesenden (und umgekehrt) und mußte keinen Ausweis vorzeigen. Versuchen könnte man es also.
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c07
Veröffentlicht am Donnerstag, 24. Juni 2004 - 16:54 Uhr:   

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(Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Freitag, 02. Februar 2007 - 12:38 Uhr:   

ich find die seite scheiße man findet nie was man sucht! verdammt nochmal des gibts ech net! Heidebolle^^
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Fenech (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Donnerstag, 15. Februar 2007 - 13:24 Uhr:   

Ist Forsa jetzt vom Springer-Verlag gekauft worden, oder wieso schneidet die SPD dort zuletzt wesentlich schlechter ab als in anderen Umfragen?
Oder versuchen die , die ihnen unterstellte SPD-Nähe mit Gewalt zu wiederlegen?
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Good Entity (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Freitag, 16. Februar 2007 - 12:29 Uhr:   

Nein, andersherum: Nach der nächsten Rede von Kurt Beck soll ein dramatischer Anstieg der SPD-Stimmenprozente vermeldet werden. Damit das gut klappt und das Ergebnis glaubwürdig aussieht, wird einfach vorher das Ausgangsniveau abgesenkt ...
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Nicht übertreiben! (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Dienstag, 20. Februar 2007 - 18:23 Uhr:   

Ich bin diese hier immer wieder auftauchenden Verschwörungstheorien (die immer die gleichen Leute von sich geben) Leid! Als Gegenfrage zu der These von GE: warum überschätzt Allensbach dann systematisch die FDP, wenns doch angeblich so raffiniert ist, die präferierte Partei zu unterschätzen?
Und im übrigen kann sich doch nur derjenige über solche "Strategien" so große Gedanken machen, der eine Sache wirklich überschätzt: die Aussagekraft von Meinungsumfragen.
Und noch eine Anmerkung: die nächste "goße Rede" vom Kurt müsste dann ja der analysierten Forsa-Logik folgend unmittelbar bevorstehen; sehe ich nicht.
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Good Entity (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Dienstag, 20. Februar 2007 - 20:58 Uhr:   

Wer immer wieder auftauchende Verschwörungstheorien ernst nimmt, ist selbst Schuld.

Und wer sich darüber so große Gedanken macht und sogar Gegenfragen zu Allensbach formuliert, der wird eine Sache wirklich überschätzen: die Aussagekraft von Meinungsumfragen. Vielleicht glaubt er auch, dass Forsa jetzt vom Springer-Verlag gekauft wurde und Fenech seine Thesen ernst gemeint hat.

Weder ist irgendeine "große Rede" von Kurt Beck geplant (jedenfalls weiß ich von keiner, Forsa kann da natürlich besser informiert sein) noch steht irgendetwas (zB eine wichtige Wahl) ins Haus, wo irgendeine Manipulation auch nur den leisesten Sinn hätte, wenn es denn eine wäre und wenn Forsa überhaupt eine machen würde. Ich ging (offenbar irrtümlich, daher jetzt ) davon aus, dass das jeder weiß.

Meine "These" ist eher eine andere: Auch Meinungsforschungsinstitute müssen ab und zu etwas umstellen / anpassen / Datenmodelle aktualisieren / Datenbasen ändern. Pause machen geht nicht und fällt verdächtig auf. Sinnvollerweise geschieht die Änderung also dann, wenn die damit einhergehenden möglichen erhöhten Fehlerquotienten und Schwankungen zum einen niemand überprüfen kann (also weit weg von Wahlen) und auch keinen ernsthaft interessieren (also auch weit weg von Wahlen).

Also genau jetzt. Würde Sinn machen. Kann aber auch anders sein. Who cares?
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Tim Spier
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Mittwoch, 09. September 2009 - 09:58 Uhr:   

Kann es sein, dass bei der aktuellen Forsa-Umfrage die Werte für Grüne und Linke verwechselt wurden? Vier Prozentpunkte Gewinn erscheint mir doch etwas arg viel, auch wenn man die Linke als Profiteur der Landtagswahlen am 30. August sieht.
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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Mittwoch, 09. September 2009 - 10:43 Uhr:   

14% für die Grünen wäre auch völlig unrealistisch hoch. Die Werte für Union, FDP (wobei 14% aber die obere Grenze ist) und Grüne erscheinen mir realistisch, der Rest dagegen nicht.

"Vier Prozentpunkte Gewinn erscheint mir doch etwas arg viel, auch wenn man die Linke als Profiteur der Landtagswahlen am 30. August sieht."
Natürlich sind 14% fernab der Realität. Vergleicht man mit der man mit der letzten Bundestagswahl, waren die Resultate so bombastisch nicht. In Thüringen lag sie knapp über dem letzten Bundestagswahlergebnis dort und gewann auch nur leicht gegenüber der letzten Landtagswahl. In Sachsen lag sie rd. 3 Prozentpunkte unter den letzten Bundes- und Landesergebnissen, selbst Lafontaine übertraf es mit 2,8 Prozentpunkten im Saarland das Ergebnis der BTW 2005 nicht drastisch. In NRW lag die Linkspartei trotz flächendeckenden Antretens nur bei 4,4%, selbst im Ruhrgebiet war das Ergebnis mit 5,9% nicht gerade überragend. Um auf 14% bundesweit zu kommen, bräuchte die Linkspartei im Westen mindestens 10%, das wird sie definitiv nicht schaffen. Die SPD wird dagegen natürlich mehr als 21% holen.
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Tim Spier
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Mittwoch, 09. September 2009 - 13:15 Uhr:   

Inzwischen kann man bei Spiegel Online nachlesen, dass die Ergebnisse tatsächlich so den kleinen Parteien zuzuordnen sind. Aufwärtstrends für die Linke sind auch bei Emnid und Allensbach zu verzeichnen, auch wenn nicht in dieser Größenordnung. Über die Aussagekraft für die BTW lässt sich natürlich trefflich streiten, ich gehe auch davon aus, dass sich das so sicherlich nicht realisieren wird.
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Kay Karpinsky
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Mittwoch, 09. September 2009 - 14:31 Uhr:   

Tja, drei unterschiedliche Umfragen (wobei Allensbach einen anderen Befragungszeitraum hatte) - und die Verwirrung ist perfekt.
Tendenziell scheint mir aber plausibel, dass speziell die Linkspartei noch Mobilisierungsreserven im Nichtwählerbereich hat(te), während FDP und Grüne schon mehr oder weniger "ausmobilisiert" haben. Wie allerdings der Forsa-Chef wieder seine Sicht der Dinge präsentiert und dabei keine Grenze zwischen Meinungsforschung und Meinungsbildung zieht, macht speziell sein Institut nicht unbedingt glaubwürdiger. Man kann den Zufall auch so manipulieren, dass man einfach ein paar 03er Telefonnummern mehr hineinmixt. Merkt ja keiner.
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HenningOL
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Mittwoch, 09. September 2009 - 18:24 Uhr:   

Der Forsa Güllner will mit seinen Umfragen immer Politik machen. Ich denke die 11,5 von Allensbach und die 12 von Emnid sind da schon realistischer als die 14 von Forsa für die Linke.
Was will Güllner erreichen? Na die Rote Gefahr an die Wand malen und die Schwarz Gelben Wähler mobilisieren.
Man Beachte wieviel Kommentare es auf der Seiter der Bild-Zeitung zu dem Thema gibt.
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Taugenichts
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Mittwoch, 16. Januar 2013 - 14:50 Uhr:   

Die jüngste Forsa-Umfrage präsentiert wieder einmal ungewöhnliche Zahlen, die dem Institut bestimmt aufs Neue die Erwähnung in diversen Medien sichern. Angeblich trennen Union und SPD bundesweit derzeit 20 %. Es fällt mir schwer, das zu glauben.
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Bernhard Nowak
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Mittwoch, 16. Januar 2013 - 21:44 Uhr:   

Ich halte die aktuellen Zahlen von Forsa nicht für ungewöhnlich, da Steinbrück ja in den Umfragen wohl deutlich abgefallen ist und da könnte ich mir schon vorstellen, dass die Forsa-Umfrage korrekt ist. Denn die Verluste der SPD betragen - im Vergleich zur vorherigen Umfrage - 2% und dies halte ich angesichts des negativen Medien-Echos auf SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück durchaus für realistisch. Und offenbar kehren FDP-Wähler aus dem Lager der Union, die 2005 und 2009 FDP gewählt haben, zur CDU zurück. Insofern m.E. durchaus ein realistisches Stimmungsbarometer, denke ich.
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Bobo
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Donnerstag, 17. Januar 2013 - 17:08 Uhr:   

Ergänzend zu Herrn Nowaks Ausführungen (am 16.01.2013) möchte ich noch
auf folgende Seite hinweisen:

http://www.wahlrecht.de/lexikon/wahlumfragen.html


MfG Bobo.
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begrenzt lustig
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Dienstag, 24. September 2013 - 19:05 Uhr:   

Ich habe mal die Umfragen der letzten 8 Wochen vor der Bundestagswahl verglichen, und die Abweichungspunkte errechnet. Interessanterweise hat Forsa zwar die beste Umfrage direkt vor der BTW vorgelegt. Vergleicht man aber die Umfragen 4 und 8 Wochen vor der BTW, so schneidet Forsa verglichen mit Forschungsgruppe Wahlen und Infratest dimap deutlich schlechter ab. Noch schlechter waren Allensbach und INSA.

Wer sich die Zahlen auf wahlrecht.de ansieht, sieht schnell dass die SPD bei Forsa in den letzten Wochen vor der Wahl deutlich zugelegt hat (von 22 auf 26%), übrigens ein ähnliches Phänomen wie 2009, auch damals legte die SPD erst ganz kurz vor der Wahl bei Forsa zu.

http://begrenzt-lustig.de/2013/09/24/bundestagswahl-2013-wie-gut-waren-die-umfragen-wirklich/
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Jan W.
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 24. September 2013 - 19:40 Uhr:   

@begrenzt lustig
Die Sonntagsfrage geht nicht umsonst von dem Szenario aus, was wäre, wenn am jeweils nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre.
Der Vergleich der letzten Umfrage vor der Wahl (wenn meist am nächsten Sonntag wirklich gewählt wird) ist noch am wenigsten problematisch, obwohl es ja noch kurzfristige Wahlentscheidungen (siehe Angaben in den Exit Polls) nach dem Erhebungszeitraum gibt.
Bei früheren Umfragen, gibt es nicht nur verfälschende Kurzfristeffekte, es fehlen auch die Kurzfristeffekte, die letztlich in der letzten Woche beeinflussen.
Und die waren bei den lagerinternen Wanderungen im Juli noch gar nicht messbar: Rainer Brüderle war als Spitzenkandidat in der Öffentlichkeit krankheitsbedingt nicht wahrnehmbar, Trittin’s V.i.S.d.P.-Affäre fehlte ebenso.
Die Entscheidung des ZDF, eine weitere FGW-Umfrage zu veröffentlichen, hat naturgemäß zu einer besseren Abbildung geführt.
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Ratinger Linke
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 24. September 2013 - 21:54 Uhr:   

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