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Wahlumfragen Berlin

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nowhereman
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 25. August 2011 - 18:27 Uhr:   

Na ja Herr Arnemann,

haben Sie sich da nicht rausgepickt, was Ihnen so in den Kram passt?
Selbst Meck-Pomm kann ja im schlimmsten denkbaren Fall eines Quasi-Patts
von Parteien oder deren Herumkratzen an der 5%-Hürde(dank Nachwahl) kaum als Orientierung dienen, zumal es dünn besiedelt ist wie kein anderes Bundesland.
Was sicher wenig mit der Metropolenstruktur Berlins einhergeht. Ich denke auch an eine Partei, die dort antritt: NPD mit Chancen in den Landtag zu kommen.
Berliner Themen, da gebe ich Ihnen recht, könnten eine Rolle spielen, aber auch die Tagespolitik der Bundesregierung -
oder finanzielle Sorgen infolge der Börsensituation.
Und sicher spielen die Umfragen dann eine Rolle, wenn man (wie viele Wähler) bei einer Wahl, dem vermeintlichen Gewinner die Stimmen geben möchte,
um selbst etwas vom Lohrbeerkranz abzubekommen.
Übrigens kann man immer behaupten, die Umfragen sind für die Tonne.
Warten wir ab... man erlebt die unterschiedlichsten Wendungen.
Ich gebe zu, schon oft am Wahrheitsgehalt derselben gezweifelt zu haben,
auch weil ich ein anderes Ergebnis mir wünschte, aber es kam dann doch genau so.
Es kam natürlich auch schon öfters total anders als vorhergesagt, was zu diesem Bashing von Umfragen führt.
Da denke ich, Frau Künast wird es nun schwerer haben, wenn der Abstand nicht doch wieder geringer zu Wowereit wird.
Auch dieses seit 3-4 Jahren übliche Hochjubeln der Piraten (@Berliner) halte ich für eine jener Methoden, sich für "bedeutender" zu halten....
5% ist eine Menge für so eine Partei, die beim "normalen" Durchschnittsberliner höheren Alters
mit einer gewissen Faulheit/Distanz gegenüber informationstechnologischen Fachfragen als Phantompartei gilt.
Wenn bei der LTW Berlins es sich halbwegs so verhält wie bei anderen Wahlen, dann gehen genau diese Alten vor allem zur Wahl -
aber ich lasse mich gerne von anderen Daten widerlegen.
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Björn
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 25. August 2011 - 19:36 Uhr:   

Hmm, dass die Autobrände von außen so stark aufgenommen wird, als sei es DAS Thema, was alle Berliner brennend interessiert, mag eher daran liegen, dass es die überregionale Presse aufgreift. Ich habe eher den Eindruck, dass die steigenden Mieten hier ein wichtigeres Thema ist, aber das ist natürlich überregional völlig uninteressant. Viele Nicht-Berliner täuschen sich über die Relevanz der Autobrände (wird natürlich in BZ und Kurier thematisiert und in gewisser Weise hochgejazzt, damit es auch ja viele potentielle Nachahmer motiviert, na danke!) für den Wahlkampf. Es ist ein Thema (und das ist auch gut so, leider denkt Künast da etwas anders), aber nicht das alles Entscheidende.
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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 25. August 2011 - 22:17 Uhr:   

"Es ist ein Thema (und das ist auch gut so, leider denkt Künast da etwas anders), aber nicht das alles Entscheidende."
Nunja, die Relevanz hängt natürlich schon einmal davon ab, ob man überhaupt ein Auto hat, und das haben in Großstädten relativ viele nicht. Aber wenn man ein Auto hat und in nicht allzu großer Entfernung werden Autos abgefackelt, dann ist das ganz sicher ein wichtiges Thema.

Dass Künast so etwas nicht thematisieren will, ist absolut nachvollziehbar. Denn Kriminalität als Wahlkampfthema kann den Grünen nur schaden, erst recht, wenn die Täter vor allem im linken Milieu zu suchen sind. Wer Tempo 30 in ganz Berlin will, von dem erwarten Autofahrer sowieso nichts Gutes.

Und steigende Mieten sind wohl auch nicht für jeden ein Thema. Wenn Studenten, die unbedingt in Prenzlberg wohnen wollen, steigende Mieten beklagen, dann muss das noch lange nicht das Rentnerehepaar in Marzahn interessieren. Verglichen mit westdeutschen Großstädten ist das Mietniveau ohnehin allgemein nicht hoch. Berlin ist eine der ganz wenigen Hauptstädte der Erde, wo die Bevölkerung ärmer und weniger produktiv ist als im Landesdurchschnitt.

Ich glaube nicht, dass innerparteiliche Querelen und Glückwünsche für den Genossen Castro die wirklichen Probleme der Kommunisten sind. Das Problem ist einmal, dass sie in Berlin mitregieren und zum anderen, dass sie sich viel schlechter profilieren können, wenn die SPD im Bund in der Opposition ist. Trotzdem, auf 8% werden die in Berlin nicht fallen, auch wenn ich längerfristig sehr optimistisch bin, dass die Partei dauerhaft aus dem Bundestag fliegen wird.
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Ralf Arnemann
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 26. August 2011 - 12:22 Uhr:   

@nowhereman:
> haben Sie sich da nicht rausgepickt, was Ihnen so in den Kram passt?
Ich denke nicht.
Es sind die drei Themen, die teilweise überraschend aufgetaucht sind und die das Wahlergebnis noch auf den letzten Metern beeinflussen werden.

Die langfristigen Fragen (wie z. B. die Mieten oder die Popularität der Spitzenkandidaten) sind ja in den Umfragen schon "eingepreist". Und diese Trends halte ich auch für glaubhaft - es wird z. B. keinen überraschenden CDU-Wahlsieg geben, die SPD wird deutlich stärkste Partei werden und so weiter.

Entscheidend auf den letzten Metern sind aber zwei Aspekte:

Wie sieht es mit der Mobilisierung aus? Werden die Leute, die bei Nachfrage eine gewisse Präferenz angeben, dann am Sonntag auch die Notwendigkeit sehen und den Weg ins Wahllokal finden? Und da können die brennenden Autos Wähler mobilisieren, die ansonsten nur noch gefrustet sind.

Wie entscheiden sich die Leute innerhalb der "Lager"? Gerade bei einem Teil der linken Wählern sind grundsätzlich SPD, Grüne oder Kommunisten gleichermaßen wählbar, es entscheiden oft nur Nuancen, wer dann die Stimme kriegt. Und da macht sich der Castro-Brief nicht so gut.
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mmaneu
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 26. August 2011 - 13:03 Uhr:   

("Gerade bei einem Teil der linken Wählern sind grundsätzlich SPD, Grüne oder Kommunisten gleichermaßen wählbar")

"Ein Teil" kann viel heißen. Wie groß ist er wohl genau? Wenn man sich die Ost-West-Unterschiede ansieht, die bei der Linkspartei eklatant hoch sind, frage ich mich, ob generelle Aussagen über diese Partei in Berlin überhaupt sinnvoll sind. Der obrigkeitshörige Spießer in Lichtenberg und der radikalisierte Politologiestudent in Kreuzberg haben außer dem Wahlverhalten überhaupt nichts gemeinsam.
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nowhereman
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 26. August 2011 - 13:40 Uhr:   

@ Ralf Annemann

Finde ich (wie mmanau wohl auch) ganz schön spitzfindig: Gerade bei einem Teil der linken Wählern...

Bei einem Teil der (wirklich) rechten Wähler kann man sich auch nie sicher sein, ob sie rechtsradikale Parteien wählen oder der F.D.P. mit derem nationalliberalen Flügel die Stimme geben wollen. Und hätte die Berliner CDU noch das (rechte) Profil der 90-er Jahre, bestünde ferner eine gute Ausssicht den reg. Bürmermeister zu stellen, würde man sie auch wählen können, mit der kleinlaut anmutendenen Nebenbemerkung: Ich wollte Schlimmeres verhindern.

Bei einem Teil der Wähler der Mitte kann man sich im Übrigen auch nicht sicher sein, ob sie CDU, SPD oder eine Splitterpartei wählen wie die Piraten. Wobei ich sogar glaube, die Wähler der Mitte bleiben in der Mehrheit zuhause und wählen überhaupt nicht!
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Ralf Arnemann
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 30. August 2011 - 15:12 Uhr:   

@mmaneu:
> "Ein Teil" kann viel heißen. Wie groß ist er wohl genau?
Wenn ich das wüßte, hätte ich es angegeben ;-)

Für einige Prozent wird er aber meiner Einschätzung nach schon gut sein. Und das ist ja schon eine Größenordnung, die den Veränderungen im Ergebnis bei den meisten Wahlen entspricht und politisch heftigst interpretiert wird.

@nowhereman:
> Bei einem Teil der (wirklich) rechten Wähler kann man sich auch
> nie sicher sein, ...
Richtig. Wechselwähler gibt es im ganzen Spektrum.

Aber im Bereich linker SPD, Grüne, Realo-Linke ist die Nähe doch deutlich stärker als zwischen FDP und Union oder gar Union und Rechtsaußen.
Das wird auch von den rot/grünen Parteimitgliedern oft so gesehen, da fühlen sich viele als einer politischen Position angehörig, nur organisatorisch eben anders sortiert.

Nur ein Beispiel:
http://www.aenderdas.de/programm-bundniscamp/
Das ist eine gemeinsame Veranstaltung von Jusos, Grüner Jugend und diversen Vorfeldorganisation von SPD/Grünen.
Und so etwas gibt es häufiger mal, das finden die Beteiligten völlig normal.

Dagegen regelmäßige gemeinsame Tagungen von Juli, JU und den Wirtschaftsjunioren? Kaum denkbar.
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mmaneu
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 30. August 2011 - 16:19 Uhr:   

> Das wird auch von den rot/grünen Parteimitgliedern oft so gesehen

Was (den Sonderfall) Berlin angeht, bei den Parteimitgliedern eher noch weniger als bei den Wählern. Was hat denn ein senats-staatstragender West-Berliner Sozi mit einem Ost-Berliner Alt-SEDler gemeinsam? Da müssten sich dieser Parteien ja wahnsinnig verjüngt haben, um diese lebensweltlichen Unterschied gerade mal 20 Jahre nach der Wende schon überdeckt zu haben.

Und die kreuzberglastigen Grünen passen zu beiden nicht so recht, sonst hätte es 2009 doch eine Koalition mit der SPD gegeben - und nicht jetzt den Druck auf eine Abgeordnete, die das Verweigern einer Koalition mit dem neuen Wunschpartner CDU andeutet: http://www.bz-berlin.de/archiv/gruen-schwarze-gedankenspiele-gruene-fordern-gegendarstellung-in-der-taz-article1256721.html


> Dagegen regelmäßige gemeinsame Tagungen von Juli, JU und den Wirtschaftsjunioren?

Das nicht, aber dafür so was: www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article1383572/FDP-Fraktion-laeuft-zur-CDU-ueber.html
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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 30. August 2011 - 20:35 Uhr:   

Castro war doch nie eine abschreckende Figur für die Linken – weder im Westen noch im Osten. Andrea Nahles hat in ihrem Büro sogar ein Bild von Castros Mitstreiter Che Guevara hängen, der auf Kuba Minister war. Das Thema wird von den Medien aufgebauscht. Wenn es keine wesentlichen Unterschiede zwischen SPD, Grünen und Kommunisten gibt, muss man sie halt konstruieren. Das bringt die Wähler nicht in Wallung. Dass die Kommunisten schlecht abschneiden werden, hat andere Ursachen.
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Norddeutscher
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Mittwoch, 31. August 2011 - 18:12 Uhr:   

@ mmaneu

"Was hat denn ein senats-staatstragender West-Berliner Sozi mit einem Ost-Berliner Alt-SEDler gemeinsam?"

Viel mehr als Sie denken, beide sind Bürokraten, denen an geräuschlosem Regieren und Verwalten unter staatsorientierten Vorzeichen gelegen ist.
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nowhereman
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 01. September 2011 - 10:05 Uhr:   

@Norddeutscher
.... geräuschlosem Regieren und Verwalten...

So ist das generell mit Regierungen und den dahinterstehenden Parteien.
Ich kann mich jedemfalls noch gut daran erinnern,dass vor 2 Jahren das Wort "Durchregieren" im Umfeld von Schwarz-Gelb zum bevorzugten Vokabular gehörte.
Was das spezifisch "Linke" daran sein soll, kann ich nicht erkennen.
Das mit dem "staatsorientierten Vorzeichen" mag ja stimmen, aber die andere Richtung Neoliberalismus bedeutet ja auch nicht unbedingt
bessere Verhältnisse: Wenn man die Verluste von völlig deregulierten europäischen Finanzdienstleistern (Irland) über den Umweg "Staat Irland" und kaputter Währung als Steuerzahler "alternativlos" begleichen darf.
Alternativlos könnte man ganz schnell mit "Akzeptiert alles [was Merkel et alteri sagen] und stellt keine Fragen" übersetzen ...
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Norddeutscher
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Donnerstag, 01. September 2011 - 11:44 Uhr:   

@nowhereman

So tief wollte ich garnicht einsteigen. Ich wollte damit nur sagen, dass ein "senats-staatstragender West-Berliner Sozi" mit einem (wahrscheinlich ebenso staatstragenden) "Ost-Berliner Alt-SEDler" - beides waren Ihre Ausdrücke - im tatsächlichen Regierungshandeln viel mehr gemeinsam haben, als Ihr Posting glauben machen wollte und das hat überhaupt nichts mit Zu- oder Abneigung gegen eine der beiden Parteien zu tun.

Der "Ost-Berliner Alt-Sozi" aus Weißensee oder Pankow steht dem fundamentalistischen K-Grüppler aus Münster oder dem Punker aus Hamburg-St. Pauli, die beide seiner eigenen Partei angehören, doch wahrscheinlich sowohl inhaltlich als auch habituell viel ferner, als dem Gruppenleiter mit SPD-Parteibuch im Wohnungsamt Berlin-Spandau. Genauso, wie der "senats-staatstragende West-Berliner Sozi" mit dem moralinsauren mecklenburgischen Pastor, der die DDR-SPD mitbegründet hat, wahrscheinlich viel weniger verbindet, als mit dem Abschnittsleiter öffentlicher Hochbau im Bauamt des Bezirkamtes Berlin-Mitte, der vor 25 Jahren in die SED eingetreten ist und über die PDS dann bei der Linken landete.

Die Frage bei mir war also garnicht nach dem "spezifisch Linken" daran, sondern eine ganz Andere.
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nowhereman
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 02. September 2011 - 10:46 Uhr:   

@Norddeutscher

OK - wobei "mmanau" den Diskurs mit Ihnen hatte.
Ich habe zuviel Polemik in Ihrer Kurzantwort auf mmanau herausgelesen und mich gemeldet.
Ihrem letzten Beitrag entnehme ich eine leicht ironisierende, aber sehr treffenden und nachzuvollziehende Beschreibung,
was sich so unter (linken) Politikern subsummiert.
Und das (Landes-)Politiker gerne unter sich sind, andere nur stören, ist wohl leider so.
Ich stelle mir aber auch immer die Frage, was wäre, wenn alles offen ausgetragen würde...
Käme es dann zu noch mehr Toilettengesprächen in den Pausen öffentlicher Sitzungen, zu reinen Emailvereinbarungen, zu (wirklichen) konspirativen Treffen,
zu allgemeingehaltenen Blankoformulierungen für die (dann übermächtige) Verwaltung?
Bei letzterem spielt die überwiegende Parteinähe keine Rolle ...
§1 haben wir schon immer so gemacht, hat sich bewährt
§2 Der Neuvorschlag bewirkt viele Risiken, die wir gar nicht abschätzen können, lassen wir es doch so wie bisher
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zigzag
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 02. September 2011 - 19:40 Uhr:   

Umfrageinstitut: Forsa
Auftraggeber: BerlinerZeitung
Befragte: 1100
Befragungszeitraum: 05. bis 30. August 2011
Veröffentlicht: 02.09.2011

SPD: 32 %
CDU: 21 %
Linke: 11 %
Grüne: 19 %
FDP: 4 %
Piraten: 5 %
Sonstige: ?

Quelle:
http://www.boulevard-baden.de/ueberregionales/politik/2011/09/02/grune-brechen-in-berlin-ein-und-liegen-hinter-der-cdu-415691/
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zigzag
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 15. September 2011 - 19:12 Uhr:   

Umfrageinstitut: INFO GmbH
Auftraggeber: Berliner Kurier, Berliner Rundfunk 91,4
Befragte: > 1.500
Befragungszeitraum: ?
Veröffentlicht: 15.09.2011

SPD 31 (-5)
CDU 22 (-1)
Grüne 18 (-4)
LINKE 12 (+4)
FDP 2
PIRATEN 9 (+4,5)
NPD 3
Sonstige 3 (-1)

http://www.berliner-kurier.de/wahl-2011/wahl-sensation--piraten-entern-berlin,9568914,10846990.html
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sirius3100
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Donnerstag, 15. September 2011 - 19:30 Uhr:   

Ist von dem Umfrageinstitut denn was zu halten?

Irgendwie wirkt das so wie wenn die Umfrageergebnisse völlig unbearbeitet wären.
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Ratinger Linke
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 15. September 2011 - 20:11 Uhr:   

Ist es denn gut, wenn sie bearbeitet sind (und man nicht weiß, wie)? Bei jeder normalen Umfrage werden einfach die Antworten der Befragten genannt, bloß bei Wahlumfragen sind es oft irgendwelche andere Zahlen.

Die INFO GmbH ist jedenfalls Mitglied im ADM.
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sirius3100
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Donnerstag, 15. September 2011 - 20:28 Uhr:   

Naja Umfragezahlen müssen ja schon irgendwie bearbeitet werden wenn man daraus eine Vorhersage für die Wahl machen will (und darum geht´s ja wohl bei Umfragen so kurz vor einer Wahl).
Sonst haben wir solche unsinnige Wahlprognosen wie in den USA.

Haushaltsgröße etc müssen dafür berücksichtigt werden.

Vielleicht wurde dass ja von dem Institut alles gemacht, mir erscheinen die Werte für die Piraten jedoch arg hoch im Vergleich zu anderen Umfragen und irgendwie versuche ich mir das gerade zu erklären.
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zigzag
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 15. September 2011 - 23:05 Uhr:   

INFO GmbH scheint weniger stark zu gewichten.

Weitere Zahlen der Umfrage:
http://www.berliner-rundfunk.de/#/content/display/key/das-grosse-wahlbarometer-von-kurier-und-berliner-rundfunk-september

Interessant sind die Zweitpräferenzen der Piraten-Wähler.
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Ratinger Linke
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 15. September 2011 - 23:31 Uhr:   

@sirius3100:

Dass die Haushaltsgröße berücksichtigt werden muss und die Stichprobe auch ansonsten an die Grundgesamtheit angepasst, ist schon klar. Als Unternehmen, das überwiegend von richtigen Umfragen lebt, hab ich keinen Zweifel daran, dass die INFO GmbH da nach normalen Standards vorgeht.

Die Frage ist, ob die Zahlen zusammen mit diversen umfragefremden Sachen verwurstet werden. Mag sein, dass das auch hier passiert ist, aber bei Instituten, die weniger auf Wahlumfragen spezialisiert sind, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass sie ihre normalen Standards anwenden und nicht irgendwelche Zahlen produzieren.

Die Institute behaupten eigentlich alle, dass sie keine Vorhersagen für den Wahlausgang machen, machen es aber faktisch doch. Das können sie im Prinzip schon tun, aber dann ist es halt eine Vorhersage des Instituts und kein Umfrageergebnis von befragten Wahlberechtigten.
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uwe s.
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Freitag, 16. September 2011 - 02:31 Uhr:   

@zigzag:
"Interessant sind die Zweitpräferenzen der Piraten-Wähler."

Die Präferenzen von Piraten-Wählern sind schon länger bekannt. Dankenswerterweise veröffentlicht die Stadt Frankfurt am Main recht ausführliche Wahlanalysen. Die Analyse der Kommunalwahl 2011 (http://www.frankfurt.de/sixcms/media.php/738/fwa_52_stadtverordnetenwahl.pdf) zeigt z.B. auf S. 38 und S. 94-97 recht deutlich die Verflechtung der panaschierten Stimmen mit denen der eher linken Parteien.
Die Ergebnisse in Frankfurt dürften tendenziell auf Berlin übertragbar sein.
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zigzag
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 16. September 2011 - 17:10 Uhr:   

Danke für den Link!
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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 18. September 2011 - 13:37 Uhr:   

Das ist wohl kaum überraschend. Das Wahlprogramm in Berlin ist da sehr aufschlussreich. Während man relativ breiten Raum den Klientelinteressen von Schwarzfahrern widmet (offenbar haben viele "Piraten" einschlägige Erfahrungen mit BVG-Kontrolleuren), kommen weitaus wichtigere Themen gar nicht vor. Kein Wort dazu, wie man die zweifellos nicht so tolle wirtschaftliche und finanzielle Lage Berlins verbessern will. Stattdessen hat man diverse Ausgabenwünsche, wie z. B. die Einführung des bedingungslosen Grundeinkommens (wohl damit man den ganzen Tag mit Playstation spielen kann, ohne sich um den Lebensunterhalt kümmern zu müssen). Auffällig auch, dass man bei den Kernthemen sehr genaue Vorstellungen hat, zu anderen Themen sehr vage bleibt oder schlicht gar nichts schreibt. So werden bedingungsloses Grundeinkommen und Mindestlohn gefordert, konkrete Beträge findet man aber nicht. Bezeichnend ist auch die Einstellung zu Polizisten. Die werden nicht als Ordnungshüter gesehen, sondern als potenzielle Rechtsbrecher. So will man zur Verhinderung von Polizeiübergriffen eine Kennzeichnungspflicht einführen. Dann können Randalierer sich die Namen notieren und Name und Adresse bei Indymedia veröffentlichen. Zur Kriminalitätsbekämpfung findet sich dagegen gar nichts.

Die Piraten sind eindeutig eine linke Partei.

(Beitrag nachträglich am 18., September. 2011 von frings editiert)
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Martin Dauser
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 18. September 2011 - 23:48 Uhr:   

Die Umfrage von Info GmbH war mit Abstand am nächsten am Ergebnis dran.
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insider
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Sonntag, 18. September 2011 - 16:55 Uhr:   

Erste Prognose zur Abgeordnetenhauswahl in Berlin laut B.Z. (Stand 16:10 Uhr):

SPD 30
CDU 24
Grüne 18
Linke 10
Piraten 8
FDP 3
Andere 7

http://www.bz-berlin.de/bezirk/kreuzberg61/spd-vorn-cdu-stark-piraten-drin-article1274631.html
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tg
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 11. Oktober 2019 - 11:08 Uhr:   

Bei den Umfragen zu Berlin ist mir aufgefallen, daß die Sonstigen verhältnismäßig stark abschneiden. In 6 der letzten 7 hier veröffentlichten Umfragen haben sie Ergebnisse von 8 bis 10 %. Ist da denn eine Partei dabei, die regelmäßig in die Nähe oder gar über 5 % kommt?
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Jan W.
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Freitag, 11. Oktober 2019 - 14:56 Uhr:   

2018 wurde DIE PARTEI mal in der Sonntagsfrage mit 4% ausgewiesen. Bei der Europawahl holte sie 4,8%, die Tierschutzpartei 2%. Da lagen die Übrigen (nicht im BT vertretene) übrigens bei 16,3%.
https://wahlen-berlin.de/wahlen/EU2019/afspraes/index.html
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tg
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Samstag, 12. Oktober 2019 - 18:44 Uhr:   

Danke!

Dann besteht also eine realistische Möglichkeit, daß die Satiretruppe von Martin Sonneborn als Fraktion in einen Landtag kommt!

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