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CSU im Saarland

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Sole
Veröffentlicht am Donnerstag, 04. Dezember 2003 - 16:51 Uhr:   

Angeblich soll die CSU mal im Saarland zur Wahl kandidiert haben. Wo erfahre ich näheres?
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Martin Fehndrich
Veröffentlicht am Donnerstag, 04. Dezember 2003 - 17:16 Uhr:   

Die CSU im Saarland (CVP/CSU) entstand aus der saarländischen CVP, die gegen einen Anschluß des Saarlandes an die Bundesrepublik war und sich nach dem Anschluß mit der CSU zusammenschloß.
Die CSU hat 1957 immerhin 117168 Zweitstimmen im Saarland erhalten. Später schlossen sich die CVP/CSU und die CDU im Saarland zusammen.
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Sole
Veröffentlicht am Donnerstag, 04. Dezember 2003 - 17:58 Uhr:   

Danke. Wie kam es zu einer konkurrierenden Existenz von CDU und CSU? Die CVP hätte ja auch gleich in der CDU aufgehen können?
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Martin Fehndrich
Veröffentlicht am Donnerstag, 04. Dezember 2003 - 18:14 Uhr:   

Der politische Graben war damals das "Saarstatut" (also im Prinzip ein unabhängiges Saarland). Die CVP war dafür, die CDU dagegen. Neben der SPD (d.h. vor dem Anschluß DSP - Deutsche Sozialdemokratische Partei) gab es damals auch eine SPS (Sozialdemokratische Partei Saar), die sich aber schon 1956 zusammenschlossen.
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Thomas Frings
Veröffentlicht am Freitag, 05. Dezember 2003 - 13:24 Uhr:   

1952 hatte CVP-Ministerpräsident Hoffmann sogar verhindert, daß CDU, SPD und DPS als pro-deutsche Parteien bei der Landtagswahl antreten konnten. Über 24% der Wähler gaben daus Protest ungültige Stimmzettel ab. Der Graben zwischen CDU und CVP blieb nach der Ablehnung des Saarstatuts (67,7% stimmten im Oktober 1955 dagegen) auch deshalb so tief, weil nach der vorgezogenen Wahl im Dezember 1955 mit Hubert Ney ein ausgesprochen deutschnationaler CDU-Politiker Ministerpräsident wurde. Daher traten die beiden Parteien 1957 getrennt an und die CSU trat als Wahlhelfer für die CVP auf. Daß dies aber nur eine vorübergehende Lösung war, stand von vornherein fest. Schon Mitte 1957 wurde Ney auf den Posten des Justizministers abgeschoben und durch Egon Reinert ersetzt, um eine Vereinigung zu ermöglichen. Nach einer weiteren Regierungsumbildung im Januar 1959 schied Ney ganz aus Regierung und CDU aus. Damit war der Weg zur Fusion im wenige Monate später frei. Ney gründete mit ein paar Getreuen die CNG, die bei der Landtagswahl 1960 aber mit 2,6% scheiterte. Ein Teil der CVP, der nicht in der CDU beitreten wollte, gründete die Saarländische Volkspartei/ SVP, die 1960 11,4% und 1965 noch 5,2% bekam. Die beiden letzten verbliebenen SVP-Abgeordneten traten zur CDU über und die SVP verschwand ganz, nachdem sie 1970 nur noch 0,9% erhielt.

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