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NDPD wiederbelebt?

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Frager
Veröffentlicht am Freitag, 01. August 2003 - 16:20 Uhr:   

"Neu vertreten mit Bewerbern sind bei den Gemeinderatswahlen die Parteien DVU, ZENTRUM, KPD, NDPD, NPD und future!."

Aus einer Internetseite des Landesamtes für Statistik zur Kommunalwahl 1999 in Sachsen-Anhalt.

Soll das heißen, die NDPD gibt es wieder?
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C.-J. Dickow
Veröffentlicht am Freitag, 01. August 2003 - 18:01 Uhr:   

@ Frager

Wohl kaum, meines Wissens war das damals ein Schreibfehler. Gemeint war wohl die mdpd (Mitteldeutsche Partei Deutschlands).
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Sole
Veröffentlicht am Donnerstag, 06. Mai 2004 - 21:40 Uhr:   

Offenbar doch nicht.

So die Statistik zur Gemeinderatswahl Sachsen-Anhalt 1999

In Sachsen-Anhalt nehmen nachfolgende Parteien mit Bewerbern an den Gemeinderatswahlen in den Landkreisen teil:


Partei Anzahl der Bewerber
Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) 3775
Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU) 6224
Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS) 1631
DEUTSCHE VOLKSUNION (DVU) 13
Freie Demokratische Partei (F.D.P.) 1582
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (GRÜNE) 235
Deutsche Soziale Union (DSU) 100
Deutsche Zentrumspartei (ZENTRUM) 7
DIE REPUBLIKANER (REP) 12
future! - die jugendpartei (future!) 3


Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) 1


mitteldeutsche partei (md-p) 11


National-Demokratische Partei Deutschlands (NDPD) 8


Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) 10
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Ralf Arnemann
Veröffentlicht am Freitag, 07. Mai 2004 - 10:24 Uhr:   

Das muß dann wohl eine Neugründung sein, die den alten Namen wiederverwendet.
Es ist mal davon auszugehen, daß die FDP sich damals die Namen ihrer Fusionspartner nicht irgendwie hat schützen lassen.
Und Verwechslungsgefahr mit anderen Parteien besteht heute auch nicht, das wird dann wohl zulässig sein.

So eine gewisse Wählertäuschung ist das natürlichs schon - aber wer soll das anklagen?
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Sole
Veröffentlicht am Freitag, 07. Mai 2004 - 11:18 Uhr:   

Vielleicht sinds gar ehemalige Mitglieder.

Nicht jeder, der in der NDPD Mitglied hieß war auch tatsächlich ein liberaler Sozialist mit militärischem Hintergrund. Immerhin gabs auch mal einen Versuch, sich mit der West-NPD zu verbünden.

Wo müsste man sich denn hinwenden um mehr zu erfahren?
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Ralf Arnemann
Veröffentlicht am Freitag, 07. Mai 2004 - 13:47 Uhr:   

> Vielleicht sinds gar ehemalige Mitglieder.
Das ist gut möglich, während und nach der Fusion sind viele Ex-NDPDler ausgetreten.
Und wenn die ihren alten Laden wieder aufmachen, wäre das auch keine Wählertäuschung.

> Wo müsste man sich denn hinwenden um mehr zu erfahren?
Beim Bundeswahlleiter ist die NDPD (noch?) nicht aufgeführt.
Entweder gibt es sie nur lokal oder das ist ganz neu.
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Sole
Veröffentlicht am Freitag, 07. Mai 2004 - 14:49 Uhr:   

Scheinbar nur lokal - 1999 ist lange vorbei
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Mike M
Veröffentlicht am Montag, 11. Oktober 2004 - 15:12 Uhr:   

So, hier die Antwort:

"Sehr geehrter Herr M,

die NDPD war zu den Kommunalwahlen in Sachsen-Anhalt 1999 als Partei zugelassen.

Sie kandidierte 1999 zum Gemeinderat der Gemeinde Helbra (Landkreis Mansfelder Land). Hier erzielte sie 138 Stimmen (2,0 %), aber keinen Sitz im Gemeinderat.

Bei Wahlen zum Gemeinderat anderer Gemeinden bzw. bei den Kreistagswahlen 1999 hat sich die NDPD nicht beworben. Auch an späteren Wahlen (z.B. Landtagswahl 2002) beteiligte sich die NDPD nicht; ein Eintrag im bundesweiten Parteienregister ist nicht vorhanden.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrage

Hartwig Wiegand


Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt
Dezernat 13 - Gebiet und Wahlen
Hartwig Wiegand
Tel. (0345) 2318 521
Fax (0345) 2318 925
hartwig.wiegand@stala.mi.lsa-net.de
http://www.stala.sachsen-anhalt.de/gk/index.html "

Mehr hab ich bislang nicht in Erfahrung gebracht...
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t..m (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Dienstag, 10. Oktober 2006 - 18:21 Uhr:   

irgendwie hört sich NDPD rechts an. Bitte nicht sauer sein wenn es nicht stimmt. bin sehr jung und blicke da nicht so durch mit den ganzen erklärungen um diese Partei.
Würde mich freuen wenn mir es jemand erklären könnte.
Danke
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Good Entity (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Dienstag, 10. Oktober 2006 - 21:16 Uhr:   

Tja. Zu der Partei NDPD, die offenbar 1999 in Helbra im Mansfelder Land in Sachsen-Anhalt bei der Kommunalwahl erstmals und auch letztmals kandidierte, weiß nach dem vorstehenden Thread wohl auch hier im Forum niemand etwas Näheres.

Es gab in der DDR auch schon eine NDPD. Wie Sole schon 2004 gesagt hat, war ein Mitglied oder Anhänger dieser NDPD in der DDR meist "tatsächlich ein liberaler Sozialist mit militärischem Hintergrund." Sie war eine der Blockparteien, die neben der SED in der DDR zugelassen und im Parlament vertreten waren.

Als "irgendwie rechts" würde man das wohl nicht gerade bezeichnen können.

Wie bei den meisten anderen ehemaligen kleineren Parteien der DDR zwischen SED einerseits und Ost-CDU andererseits tendierte dann 1989/1990 bei der Wiedervereinigung ein beträchtlicher Teil ihrer Mitglieder daher konsequent zur (gesamt-)deutschen "kleinen Partei" zwischen SPD einerseits und CDU andererseits, also zur FDP, wie oben auch Ralf Arnemann schon kurz angedeutet hat.
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Blablubb (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Samstag, 04. August 2007 - 15:20 Uhr:   

Nicht unbedingt militärischer Hintergrund, es ging damals um die Einbindung bürgerlicher Kräfte in die DDR. War übrigens auch von Stalin so gewollt, der hatte nichts gegen ein paar Wehrmachtsoffiziere und Parteimitglieder der NSDAP wenn sie nur fleissig am Aufbau des Sozialismus mitwirkten. Diese Mitgliedergruppe dürfte aber gegen Ende der DDR fast ausgestorben sein.
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ChristianDirkLudwig (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Dienstag, 04. September 2007 - 11:30 Uhr:   

Dr.hc. ChristianDirkLudwig (ehemaliges NDPD Vorstandsmitglied Kreisverband Berlin-Prenzlauer Berg)Die NDPD war in den 70igern und 80 iger eine Partei die vor allem Handwerker und Gewerbetreibende vertrat, es ist richtig das die Gründung der Ost-CDU und LDPD Mitglieder abjagen sollte.Nicht zu vergessen sollte man dabei, dass die NDPD, einen der liberalsten Verlag der DDR, den Verlag der Nation betrieb, indem auch namhafte Westautoren vertreten waren. Aufgrund der Eingliederung unbelasteter NSDAP Mitläufer ist zu bedenken, dass auch die NDPD von der Stasi überwacht wurde und "braunes" Gedankengut auch in der Mitgliedschaft nicht geduldet wurde. In der Wendezeit entstand folgendes Problem, die NDPD war nach der SED, die reichste Partei der DDR, dass Nationale Druckhaus und die Verlage erwirtschafteten auch Devisen. Die NDPD hatte im Portfolio auch erhebliches Immobilieneigentum. Die rechtsextreme NPD gierte nach diesem Vermögen. Wir stellten zum Schluss auch eine Eintrittswelle fest. Zahlreiche dieser Neumitglieder mussten, wir nach dem diese ihr wahres (rechtsextremes)Gesicht zeigten, ausschliessen. Da der Vorstand mit den demokratischen Mehrheiten der Mitgliedschaft jegliche Zusammenarbeit mit der faschistischen NPD ablehnte (ZU RECHT) wurden wir mit Drohbriefen etc. überschwemmt. In Berlin mussten der Parteivorstand und die Geschäftsstellen größtenteils unter Polizeischutz gestellt werden. DEMNÄCHST MEHR.
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(Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Dienstag, 02. Oktober 2007 - 20:23 Uhr:   

hallo ,irgendwann in den nächsten jahren wird es zeit das es mal wieder eine partei gibt zu der man vertrauen haben kann .oder müssen wir erst am abgrund stehen um dies zu begreifen .eventuell sollte mann diese partei wiederbeleben um die realen interressen der menschen zu vertreten.gibt es in diesem system überhaupt noch menschlichkeit ,ja es wird viel davon geredet aber im grunde ist es doch egel ob man lebt oder stirbt hauptsache der mensch wurde ausgenutzt und irgendeiner hat genug gewinn gemacht .wir werden jeden tag bertogen von diesem staat .da werden millionen in der welt herum geschleudert der bürger wird schon dafür bezahlen .ZB.nehmen wir an jeder bürger (das heist auch jeder)würde 15% krankenversicherung zahlen ;jeder bürger würde entsprechend seins verdienstes die gleichen steuern zahlen;oder die betriebe würden für jeden lehrling eine ausbildungsbeihilfe vom staat erhalten und wenn der lehrling die prüfung besteht würde er auch eine anerkennung bekonmmen.aber was macht der staat viele bekommen geld für nichtstuen.oder wir müsten nicht so viele durchfüttern ( nichts gegen humanität)aber doch nicht für ewig.so könnte mann noch stunden schreiben,aber hat es sinn ???auf alle fälle wenn der staat so weiter steuert brauchen wir uns nicht wundern das eine NPD stärker wird und was kommt dann??? übrigens das schärfste in diesem staat ist ,wer richtig scheiße gebaut hat erhält noch eine ordentliche abfindung.
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Ralf Lang
Veröffentlicht am Donnerstag, 04. Oktober 2007 - 08:16 Uhr:   

Da ist das Wahlrecht sicher nicht schuld dran. Wenn die Leute NPD wollen, sollen sie NPD wählen und dann mit dem Ergebnis leben. Wetten, dass sie dann auch wieder nur meckern? Und Sie auch! Man muss schon mal wissen, was man will. Entweder man traut dem Staat zu, die Dinge zu regeln oder man regt sich nicht auf, dass ers nicht kann.

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