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Off-Topic: Metatheoretischer Ansatz i...

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(Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Montag, 23. Juli 2007 - 13:16 Uhr:   

Hallo,
ich möchte eine Magisterarbeit über die Rolle des BVerfG in der deutschen Europapolitik schreiben. Es handelt sich nicht um eine empirische Maisterarbeit, sondern es wird eine Auswertung von Fachliteratur vorgenommen.
Meine Frage (muß gerade das Konzept für den Prof schreiben): Ist es überhaupt möglich, in einer "Literatur-Magisterarbeit" einen empirisch-analytischen Ansatz zu verfolgen (schließlich nehme ich ja keine systematischen Beobachtungen der Realität vor, sondern werte "nur" die Fachliteratur aus)? Falls dies nicht möglich sein sollte: kann man in einer "Literatur-Magisterarbeit" überhaupt einen bestimmten metatheoretischen (also: emp.-analyt., norm.-ontolog., oder hist.-dialekt.) Ansatz verfolgen, oder kann diesen Ansatz - wenn überhaupt - nur der Autor der Publikationen verfolgen, die ich auswerte?
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Tim Spier
Veröffentlicht am Dienstag, 24. Juli 2007 - 10:51 Uhr:   

Ich würde die Einordnung komplett vermeiden. Eine Meta-Analyse ist eigentlich ein quantitativer Ansatz, in dem die Ergebnisse von anderen Untersuchungen mit statistischen Methoden ausgewertet werden. Zwar könnte man so etwas auch qualitativ durchführen, dafür würde ich aber lieber den Begriff Literaturstudie verwenden. Die theoretische Einordnung ist davon unabhängig. In allen drei Großschulen, von denen eigentlich nur noch die empirisch-analytische einen größeren Stellenwert hat, gibt es Literaturstudien
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Marek (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Dienstag, 24. Juli 2007 - 16:06 Uhr:   

> Falls dies nicht möglich sein sollte: kann man in
> einer "Literatur-Magisterarbeit" überhaupt einen
> bestimmten metatheoretischen (also: emp.-analyt.,
> norm.-ontolog., oder hist.-dialekt.) Ansatz
> verfolgen, oder kann diesen Ansatz - wenn
> überhaupt - nur der Autor der Publikationen
> verfolgen, die ich auswerte?

Das hängt vom Ziel der Arbeit und dem von dir gewählten Standpunkt ab.
Du kannst entweder theorieneutral arbeiten, oder dich auf einen der drei Theorieansätze festlegen.
Wenn du theorieneutral schreibst, dann solltest du auf die drei unterschiedlichen Ansätze hinweisen und die angeführten Referenzen diesen Ansätzen zuordnen.
Die Alternative ist, dass du dich auf einen Ansatz festlegst und dann nur solche Publikationen als Quellen heranziehst, die ebenfalls auf dem selben Theorieansatz beruhen.

Entscheidend ist aber letztendlich das Ziel deiner Arbeit (oder die "Aufgabenstellung" deines Profs).
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Tim Spier
Veröffentlicht am Mittwoch, 25. Juli 2007 - 13:34 Uhr:   

"Die Alternative ist, dass du dich auf einen Ansatz festlegst und dann nur solche Publikationen als Quellen heranziehst, die ebenfalls auf dem selben Theorieansatz beruhen."

Hmm ... das halte ich für nicht besonders wissenschaftlich. Jenseits der Frage, in welcher Theorienschule man sich verortet, sollte man m.E. zumindest die Ergebnisse der anderen Schulen zur Kenntnis nehmen. Außerdem würde mich einmal interessieren, welche normativ-ontologischen oder historisch-dialektischen Studien es überhaupt noch gibt. Beim gewählten Thema könnte es zwar sein, dass normativ-ontologische Arbeiten, vermutlich von Juristen, gibt. Aber von einer Kritischen Theorie der Rolle des Bundesverfassungsgerichts in Europa habe ich noch nichts gehört. Wie gesagt: Ich würde diesen Schulenstreit ganz weglassen. Der bringt keinen Erkenntnisgewinn und lässt sich anhand der Thematik auch gar nicht sinnvoll führen.
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juwie
Veröffentlicht am Samstag, 28. Juli 2007 - 09:56 Uhr:   

Was spricht eigentlich gegen die hermeneutische Methode? Die ist doch auch "empirisch" - in dem Sinne, dass sie sich mit wahrnehmbaren Vorgängen beschäftigt.

Ist das für den Prof eigentlich ein Problem? Oder scheiterst Du an Deinem "Wissenschaftlichkeitsanspruch"?

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