Themen Themen Profil Profil Hilfe/Anleitungen Hilfe Teilnehmerliste Teilnehmerliste [Wahlrecht.de Startseite]
Suche Letzte 1|3|7 Tage Suche Suche Verzeichnis Verzeichnis  

Abstimmungen in Schulen

Wahlrecht.de Forum » Sonstiges (FAQs, Wahltipps, usw. …) » Abstimmungen in Schulen « Zurück Weiter »

Autor Beitrag
 Link zu diesem Beitrag

lalala (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Dienstag, 17. Juli 2007 - 22:52 Uhr:   

Hallo liebe Forenmitglieder,

auch wenn meine Frage vielleicht nur am Rande in dieses Forum passt hoffe ich, dass mir jemand helfen kann. Ich bin Schüler und besuche das Gymnasium. Wie üblich finden bei uns in der Klasse Abstimmungen zu allem möglichen statt (Klassenfahrten...). Manches Mal legen die Klassensprecher fest, dass man sich einer Abstimmung nicht enthalten darf, sondern mit ja oder nein stimmen muss. Darf man soetwas festlegen? Hat man ein Recht auf Enthaltung?
 Link zu diesem Beitrag

gelegentlicher Besucher (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Mittwoch, 18. Juli 2007 - 01:58 Uhr:   

Ein Klassensprecher hat seinen Mitschülern zunächst mal nichts zu sagen, er ist ein Sprecher kein Chef.
 Link zu diesem Beitrag

(Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Mittwoch, 18. Juli 2007 - 10:03 Uhr:   

Auf welcher Rechtsgrundlage will der Klassensprecher was festlegen? Ich kenne nicht die Gesetze aller 16 Bundesländer, aber üblicherweise hat der gar nichts zu melden.
 Link zu diesem Beitrag

Philipp Wälchli
Veröffentlicht am Mittwoch, 18. Juli 2007 - 10:19 Uhr:   

Vielleicht hat die betreffende Schule dazu ein Reglement erlassen; dann wäre dieses massgeblich. Andernfalls sind solche Abstimmungen ohnehin unverbindlich.
Ein absolutes Recht auf Enthaltung gibt es im übrigen nicht; beispielsweise ist es in Kollegialgerichten regelmässig ausgeschlossen, aber auch das Privatrecht kennt Ausschlussgründe bzw. Regelungen, dass Enthaltung automatisch als Zustimmung oder Ablehnung gilt.
 Link zu diesem Beitrag

Ralf Arnemann
Veröffentlicht am Freitag, 20. Juli 2007 - 13:58 Uhr:   

Formal ist das m. E. so zu werten, daß das als Vorschlag des Klassensprechers zum Verfahren zu werten ist, und wenn die Klasse nicht mehrheitlich widerspricht oder einen anderen Vorschlag beschließt, dann hat man sich eben darauf geeinigt.
 Link zu diesem Beitrag

Lars Tietjen
Veröffentlicht am Samstag, 21. Juli 2007 - 12:30 Uhr:   

Wobei der Klassensprecher keine Möglichkeit hat jemanden zur Abstimmung zu zwingen... Er kann zwar sagen, dass sich niemand enthalten darf, aber verhindern kann er es praktisch nicht.
 Link zu diesem Beitrag

Philipp Wälchli
Veröffentlicht am Samstag, 21. Juli 2007 - 19:31 Uhr:   

Des Spekulierens gibt es gewiss kein Ende. Indessen empfehle ich nach wie vor, sich einmal bei einem Lehrer (Klassenlehrer[in], Vertrauenslehrer[in] o. dgl.), beim Rektorat oder Direktorat oder aber bei der zuständigen Schulaufsichtsbehörde zu erkundigen, ob es zu solchen Fragen eine rechtliche Regelung (Schulordnung, Reglement, einschlägige Bestimmungen in den Schulgesetzen usw.) gibt und falls ja, was darin steht. Alles andere ist Stochern im Nebel.
Jedenfalls zu meiner Zeit und an meiner Schule war es rechtlich gesehen ganz klar so, dass die entsprechenden Kompetenzen bei Lehrerschaft und Schulleitung lagen, mit andern Worten: Die meisten Lehrkräfte gaben uns zwar Gelegenheit, darüber zu diskutieren und abzustimmen, wohin eine Exursion oder Reise führen sollte - sie mussten das aber nicht tun, konnten jederzeit auch darauf verzichten oder den Prozess abbrechen bzw. die Regeln dafür bestimmen und ein Ergebnis notfalls schlicht übergehen. Auch die Klassensprecher hatten nur die Funktionen, die ihnen von der Schule, das heisst: Von Schulleitung und Lehrerkonvent, ausdrücklich eingeräumt wurden.
An Schulen in einem Land, das sich ein "modernes" und "progressives" Bildungssystem wünscht, kann das heute möglicherweise anders aussehen. Dann gibt es irgendwo in der Gesetzgebung Klauseln, die eine "Mitbestimmung" der Schülerschaft vorschreiben und wohl auch umreissen, zu welchen Fragen diese sich auf welche Weise äussern dürfen. Näheres steht dann in Ausführungserlassen, Schulordnungen, Reglementen der Schule, Beschlüssen des Kollegiums, der Schulleitung usw.
Zu meiner Zeit gab's einmal eine kleine Auseinandersetzung, weil eine Klasse einen von ihr gewünschten Lehrer nicht als Begleiter in einem Lager bekam. Schüler dieser Klasse legten einen Antrag an die Schülervertretung vor, dass die Schulleitung gestatten solle, dass jede Klasse selbst bestimmen könne, welche Lehrer als Begleiter auf Reisen und in Lager mitkommen sollten. Tatsache war aber, dass das gar nicht ging: Erstens gab es dafür keine rechtliche Handhabe, zweitens konnte noch nicht einmal die Schule selbst einzelne Lehrer verpflichten, bei derartigen Anlässen mitzumachen, weil dazu bei den meisten die anstellungsrechtliche Grundlage fehlte.
Zu jener Zeit war ich faktisch so etwas wie Vorsteher der Schülervertretung, von der Funktion her etwa einem Schulsprecher vergleichbar. Das bedeutete, dass ich etwa ein Mal im Monat mit dem Rektor oder Konrektor zusammensass, ihm Fragen und Anliegen vortrug und zu vier Fünfteln zu hören bekamm, dass und warum das Gewünschte nicht ginge.
Wie gesagt: Heute mag das in manchen Bundesländern anders sein, insofern es eine gesetzlich vorgeschriebene Mitbestimmung der Schülerschaft gibt. Falls dem in concreto so ist, sollte man sich einfach einmal kundig machen, was da genau gilt. Und sofern eben nichts festgelegt ist - ist es letztlich eh bedeutungslos.
 Link zu diesem Beitrag

lalala (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Sonntag, 22. Juli 2007 - 18:13 Uhr:   

Vielen Dank für eure Beiträge. Ich werde mich mal informieren :-).

Beitrag verfassen
Beitrag:
Fett Kursiv Unterstrichen Erstelle Link Clipart einfügen

Benutzername: Hinweis:
Dies ist ein geschützter Bereich, in dem ausschliesslich registrierte Benutzer Beiträge veröffentlichen können.
Kennwort:
Optionen: HTML-Code anzeigen
URLs innerhalb des Beitrags aktivieren
Auswahl:

Admin Admin Logout Logout   Vorige Seite Vorige Seite Nächste Seite Nächste Seite