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Hofberichterstattung des WDR

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Michail
Veröffentlicht am Freitag, 06. September 2002 - 23:22 Uhr:   

Dass der "Bericht aus Berlin" eine SPD-Hofberichterstattung ist,
zeigt sich aktuell wieder in diesen Minuten.
Erst in den Schlußminuten ein Wort zu den hohen Arbeitslosenzahlen, die den SPD-Rückgang
in der Sonntagsfrage um 1% evtl. erklären könnte, dafür
eine minutenlange Berichterstattung über die Irak-Politik.

Bloß nichts andeuten, was SPD und Schröder auch nur im Entferntesten
schaden könnte.

Und wie unterschiedlich die Stoiber- und Schröder- Portaits im Ersten ausfielen, lassen mich doppelt um jede Mark und jeden Euro trauern,
den ich je an Gebühren für diese unsäglichen Anstalten ausgegeben habe.

Ich erwarte keine Hofberichterstattung der CDU, aber ein Stück weit
fairness.
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Cram
Veröffentlicht am Freitag, 06. September 2002 - 23:39 Uhr:   

Richtig. Stoiber wurde von der ARD sehr negativ dargestellt, während Herr Schröder glorifiziert wurde. Da zeigt sich eben das die meisten Landesmedienanstalten von der SPD besetzt werden und somit die ARD SPD-dominiert ist. Die HR-Chefredakteurin Luc Joachimsen tritt ja sogar jetzt in Hessen als PDS-Spitzenkandidatin an. In der Medienbranche sind mindestens 60% Anhänger von Rot-Grün. Die Netzwerke der 68er dominieren. Somit wird es für die Union und die FDP in den letzten Wochen sehr schwer sein in den Medien zu punkten. Die Meinungsmacher rufen eine Trendwende für die SPD aus. Da wird systematisch Meinungsmache betrieben um Unentschlossene Wähler in die gewünschte Richtung zu treiben.
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Eike
Veröffentlicht am Freitag, 06. September 2002 - 23:44 Uhr:   

Dafür sind SAT.1 und PRO SIEBEN ziemlich unionsnah.
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Cram
Veröffentlicht am Freitag, 06. September 2002 - 23:54 Uhr:   

Eike

Und was ist mit NTV und RTL (Bertelsmann).
Und wer weiß wer neuer Eigentümer der ehemals zur Kirch-Gruppe gehörenden Sender wird. Im Zeitungsmarkt baut die SPD-nahe WAZ-Gruppe (Bodo Hombach (SPD, ehemals Kanzleramtsminister) ihre Stellung aus und wird möglicherweise sogar 40% am Springer-Verlag übernehmen. Das würde auch Einfluß auf die Berichterstattung der Springer-Zeitungen haben. Die F.A.Z.-Gruppe hat große finanzielle Probleme. Angesichts dessen ist die Vielfalt der Presselandschaft in Gefahr.
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Eike
Veröffentlicht am Samstag, 07. September 2002 - 11:53 Uhr:   

@Cram: Dass die Vielfalt der Presselandschaft in Gefahr ist, sehe ich nicht. Notfalls werden neue, liberal-konservative Zeitungen entstehen.
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Cram
Veröffentlicht am Samstag, 07. September 2002 - 23:22 Uhr:   

Eike,

die Lage auf dem Zeitungsmarkt ist miserabel (Einbruch bei den Einnahmen durch Anzeigen (Folge der Wirtschaftskriese). Die F.A.Z. macht gewaltige Verluste. Auch der Frankfurter Rundschau und der Süddeutschen geht es schlecht. Die Verlage, z.B. die F.A.Z. hat zuviel investiert in Internet-Angebot und Berlin-Ausgabe (daneben Probleme in Tochterunternehmen, Fehler des Managements). Die Presselandschaft steht vor gewaltigen Umbrüchen, da wäre es sehr wichtig das nicht nur ein Verlag den Medienmarkt bzw. Zeitungsmarkt dominiert. Neue Zeitungen haben z.Zt überhaupt keine Chance. Der Markt wird enger, die Zahl der Zeitungen nimmt ab. Angesichts dessen wäre da durchaus eine Gefahr, wenn die WAZ sich weiter ausbreitet und sich Springer und möglicherweise sogar weiteres (FAZ; FR, SZ) einverleibt.
Hoffentlich passiert das nicht. Angesichts dieser Lage war ich erfreut heute in der F.A.Z. zu lesen das der schweizer Ringier-Verlag die Übernahme des ehemals Kirch gehörenden 40%-Springer-Aktien planen soll. Damit wäre die politische Ausrichtung der Springer-Hauses nicht in Gefahr verändert zu werden (eine Einheitspresse wäre mir ein Graus. Die Vielfalt der Presselandschaft (da WAZ, Spiegel, FR, usw. und auf der anderen Seite FAZ und Welt, usw. finde ich sehr ausgeglichen) muß erhalten bleiben.
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Eike
Veröffentlicht am Samstag, 07. September 2002 - 23:55 Uhr:   

Cram: Deinem letzten Satz stimme ich uneingeschränkt zu. Beim anderen bin ich Anhänger der "unsichtbaren Hand". Ich glaube, es wäre eine große Dummheit von eventuellen Investoren, nicht mindestens eine große konservative Zeitung - und zwar unabhängig - auf dem Markt zu halten oder ggf. neu zu etablieren; wobei das Gleiche für die eher linke Presse gilt.
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mgs
Veröffentlicht am Montag, 09. September 2002 - 13:46 Uhr:   

Die gleiche Ausrichtung habe ich bei der Duell-Nachbesprechung ausgemacht. Außer Herrn Henkel haben alle fleißig für Schröder argumentiert.
Was mich am meisten ärgert ist dabei (übrigens auch im umgekehrten Fall) dass die Fernsheanstalten glauben, den Zuschauern auch bei vermeintlichen Sachdiskussionen ihre Meinung vorschreiben zu können. Grauenhaft. Kann denn niemand mehr bei den konkreten Argumenten bleiben?

Das setzt sich fort bis in den Unterhaltungssektor.
Bei "Das Quiz" oder wie das heisst mit Jörg Pilawa war eine Frage, "Wie viele Verkehrsminister gab es in dieser Legislaturperiode?" (2,3,4,5). Und nachdem die Antwort dann raus war, sagte JP: Also, das darf man ja mal sagen, die haben doch nen guten Job gemacht die Jungs, oder? Das sind so die kleinen Äusserungen, wo Otto-Normalzuschauer gar nicht mehr mitkriegt dass da Wahlwerbung gemacht wird.
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Eike
Veröffentlicht am Montag, 09. September 2002 - 15:25 Uhr:   

@mgs: Das mit Pilawa habe ich natürlich nicht mitbekommen. Schade, dass so jemand dann nicht eins auf den Deckel bekommt (das würde ich auch sagen, wenn es zu Gunsten der Konservativen gegangen wäre).

Es ist halt einfach so, dass die Fernsehsender von Parteien durchdrungen sind (soll keine Verschwörungstheorie sein) und dass dadurch natürlich irgendwo (vielleicht sogar nur unterbewusst) immer kleine wahltaktische Andeutungen kommen.
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alberto
Veröffentlicht am Dienstag, 10. September 2002 - 11:36 Uhr:   

Als Satire und Parodie noch den Zuschauer gefordert hat und fordern konnte, …

Quote:

@ mgs
     Bei "Das Quiz" oder wie das heisst mit Jörg Pilawa war eine Frage, "Wie viele Verkehrsminister gab es in dieser Legislaturperiode?" (2,3,4,5). Und nachdem die Antwort dann raus war, sagte JP: Also, das darf man ja mal sagen, die haben doch nen guten Job gemacht die Jungs, oder? Das sind so die kleinen Äusserungen, wo Otto-Normalzuschauer gar nicht mehr mitkriegt dass da Wahlwerbung gemacht wird.


… etwa als der göttliche Sammy Drechsel noch agierte, da fühlte man sich nicht manipuliert. Zur Manipulation gehören immer zwei. Wer sich diesbezügliche Sorgen macht, der wähnt sich selber darüber erhaben und hält den anderen für blöd. … und für den anderen bin immer ich der andere.
search:
     Gewaltenteilung, 137 GG
--
     Wer das nicht verändert, wird gar nichts verändern
     Wer das nicht kapiert hat, hat gar nichts kapiert

WahlRechtReform
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alberto
Veröffentlicht am Dienstag, 10. September 2002 - 11:46 Uhr:   

Menschen mit Urteilsvermögen

wird es wieder geben, wenn Kindern vorgelesen wird und wenn sie für's Lesen begeistert werden. Denn ohne einen Wortschatz und einen virtuosen Umgang damit, ist Denken Glücksache.
WahlRechtReform
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Eike
Veröffentlicht am Dienstag, 10. September 2002 - 13:04 Uhr:   

@Alberto: Soweit ich sehe, hat mgs gar nicht gesagt, dass sich Otto Normalzuschauer davon beeinflussen lässt, er hat nur gesagt, es handelt sich um Wahlwerbung (und wir wissen doch alle, dass Werbung nur in seltenen Fällen wirklich beeinflusst).
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alberto
Veröffentlicht am Dienstag, 10. September 2002 - 17:15 Uhr:   

{
An Kühnheit nicht zu übertreffen
}

Quote:

Von Eike am Dienstag, den 10. September 2002 - 13:04 Uhr: @Alberto: … (und wir wissen doch alle, dass Werbung nur in seltenen Fällen wirklich beeinflusst).


sind Deine Behauptungen heute wieder, lieber Ike

Lassen wir Henry Ford zu Wort kommen: 50% der Werbung ist zum Fenster hinausgeworfen. … wenn man nur wüßte, welche? Aber Politpropaganda hat da einen anderen Stellenwert (die Kosten mindern nicht die Diäten, Aufwandtsentschädigungen, das ortsübliche Bachschisch …) Vor allem, wenn, wie heuer, die ganz normale Kremendahlität die Petersilie verhagelt hat, ausgerechnet in NRW, wo die ganzen Wahlen gewonnen oder verloren werden.
Nichtwähler
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Eike
Veröffentlicht am Dienstag, 10. September 2002 - 17:59 Uhr:   

Ich hoffe für dich, der "Ike" war ein Tippfehler!
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Demokratie statt FDP
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Montag, 27. Februar 2012 - 22:02 Uhr:   

Dafür haben wir jetzt Hofberichterstattung für die Regierung. Obwohl es einen ziemlichen Krach zwischen Union und FDP gab und der Vorschlag Gauck von SPD und Grünen kam, wurde die Nominierung als Erfolg der FDP (und damit der Regierung) dargestellt, um die FDP wieder Richtung 5% zu hieven, die sie alleine nie erreichen würden.

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