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P Fenech (Unregistrierter Gast)
| | Veröffentlicht am Montag, 20. Februar 2006 - 21:25 Uhr: | |
Gibt es ausser Bayern ein Staat bzw. Bundesland , welcher trotz freier Wahlen durchgehend von einer Partei regiert wird? Sogar Texas war je früher mal demokratisch. |

senf aus Österreich (Unregistrierter Gast)
| | Veröffentlicht am Montag, 20. Februar 2006 - 21:53 Uhr: | |
Bayern war mal nicht CSU regiert - die berühmte Vier-Parteien-Koalition. Alaska glaube ich wurde immer von den Republikanern regiert - kann mich da aber auch täuschen. |

Lars Tietjen
| | Veröffentlicht am Montag, 20. Februar 2006 - 22:02 Uhr: | |
In Bremen stellt die SPD seit 1.8.1945 den Präsidenten des Senats. Allerdings oft mit Koalitionspartnern. |

tg (Unregistrierter Gast)
| | Veröffentlicht am Dienstag, 21. Februar 2006 - 06:32 Uhr: | |
Spontan würde ich auf Washington DC tippen. |

J.A.L. (Unregistrierter Gast)
| | Veröffentlicht am Dienstag, 21. Februar 2006 - 13:11 Uhr: | |
"Spontan würde ich auf Washington DC tippen" Hä? Washington, D.C. als US-Bundesterritorium wird bekanntlich ausschließlich durch den Kongress regiert, wo sich die Mehrheiten durchaus schon geändert haben. Es gibt allerdings seit den 70er Jahren so etwas wie einen Bürgermeister, der den zuständigen Kongressausschüssen einige praktische Arbeit abnimmt, aber doch eingeschränkte Befugnisse hat. Dort kann man von einer Regierung überhaupt nicht sprechen. |

Good Entity (Unregistrierter Gast)
| | Veröffentlicht am Dienstag, 21. Februar 2006 - 17:14 Uhr: | |
Japan - die Liberaldemokratische Partei. Man könnte natürlich darüber diskutieren, ob das "eine" Partei ist. Aber diese Frage stellt sich anderswo letztlich auch. |

Philipp Wälchli (Unregistrierter Gast)
| | Veröffentlicht am Dienstag, 21. Februar 2006 - 17:51 Uhr: | |
Singapur, Malaysia |

Philipp Wälchli (Unregistrierter Gast)
| | Veröffentlicht am Dienstag, 21. Februar 2006 - 18:05 Uhr: | |
... und Wallis natürlich! |

MMA (Unregistrierter Gast)
| | Veröffentlicht am Dienstag, 21. Februar 2006 - 18:17 Uhr: | |
In den österreichischen Bundesländern ist so etwas üblich. |

salomon05 (Unregistrierter Gast)
| | Veröffentlicht am Dienstag, 21. Februar 2006 - 22:43 Uhr: | |
Zu den amerikanischen Bundesstaaten gibt auf www.worldstatesmen.org gute Informationen: So waren die Demokraten zwischen Bürgerkrieg und Aufhebung der Segregation dominierend in den Südstaaten. Extremfälle: North Carolina 1877-1973 South Carolina 1876-1975 Georgia 1883-2003 |

SOlothurner (Unregistrierter Gast)
| | Veröffentlicht am Dienstag, 28. Februar 2006 - 20:49 Uhr: | |
@ Philipp Wälchli War nach dem Sonderbundskrieg das Wallis nicht kurz liberal regiert? Mindestens stellten die Freisinnigen 1848-1854 beide Ständeratssitze. Eine andere Frage ist natürlich wie frei die Wahlen damals waren (so im Sinn der Abstimmung über die Bundesverfassung 1848 in Luzern, als einfach alle die nicht gestimmt haben den Ja hinzugerechnet wurden) |

Philipp Wälchli (Unregistrierter Gast)
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 01. März 2006 - 14:52 Uhr: | |
Das war m. W. nicht allein im Wallis so, sondern bspw. auch in Freiburg und andern ehemaligen Sonderbundskantonen, in denen eine kurze Zeit lang ähnliche Massnahmen wie in den USA nach dem Bürgerkrieg unter dem Titel "reconstuction" im Gange war - nur dass sie eben kürzer und weniger einschneidend waren. Nach dem Abzug der eidgenössischen Truppen bzw. bei der nächsten (halbwegs) freien Wahl kippten dann die installierten radikalen Regierungen um. Es gibt aber schon Kantone (v. a. CVP-dominiert), die seither ununterbrochen oder doch mit sehr grosser Kontinuität immer dieselbe Mehrheit aufweisen. Etwas erweitert könnte man statt auf einzelne Parteien auf bestimmte Parteikonstellationen schauen: Da ist die Kontinuität ebenfalls mancherorts sehr gross und (fast ungebrochen). Noch in höherem Masse gilt dies für einen Teil der Gemeinden. |

Thomas Frings (Unregistrierter Gast)
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 01. März 2006 - 16:17 Uhr: | |
Der Bundesrat war doch auch ziemlich lange FDP-dominiert. Von 1848-1943 stellte sie 95 Jahre immer die Mehrheit der Bundesräte, bis 1919 hatte sie die absolute Mehrheit im Nationalrat und bis Mitte der 20er im Ständerat (also 70 bzw. gut 70 Jahre). Und daß eine Partei über 150 Jahre ununterbrochen demokrtisch legitimiert in der Regierung sitzt, wenn auch mit tentenziell schwindenden Einfluß, dürfte wohl auch einmalig sein. Die FDP als Partei existiert aber meines Wissens erst seit 1893. |

iwiwiwm (Unregistrierter Gast)
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 02. März 2006 - 14:19 Uhr: | |
CDU Baden- Württemberg |

fritz (Unregistrierter Gast)
| | Veröffentlicht am Freitag, 03. März 2006 - 00:13 Uhr: | |
Stimmt nicht ganz. Zunächst gab es eine Regierung aus FDP, SPD und BHE mit dem FDP-Mininsterpräsidenten Maier. Diese hielt aber keine 2 Jahre. Seitdem stellt die CDU immer den Ministerpräsidenten. |

iwiwiwm (Unregistrierter Gast)
| | Veröffentlicht am Sonntag, 05. März 2006 - 15:21 Uhr: | |
Das war damals unter Reinhold Maier aber keine ordentliche Landesregierung, sondern nur eine vorläufige Regierung. Die ordentliche Landesregierung konstituierte sich erst am 19.11.1953, als Gebhard Müller von der CDU bereits im Amt war. |

J.A.L. (Unregistrierter Gast)
| | Veröffentlicht am Sonntag, 05. März 2006 - 19:42 Uhr: | |
Das spielt aber eigentlich keine Rolle für die Frage nach den der Regierungszeit der Parteien. |

iwiwiwm (Unregistrierter Gast)
| | Veröffentlicht am Montag, 06. März 2006 - 10:08 Uhr: | |
Doch, weil der Startpunkt damit als die erste Konstitution einer ordentlichen Landesregierung angesehen werden muß (siehe Ausgangsfrage). |

J.A.L.
| | Veröffentlicht am Montag, 06. März 2006 - 12:27 Uhr: | |
Wenn dann aber richtig: Der Startpunkt der Ausgangsfrage war doch die erste freie Wahl, und das war die zur verfassunggebenden Landesversammlung, nicht wahr? |

Mitdenker (Unregistrierter Gast)
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 12. April 2006 - 23:19 Uhr: | |
Auch kleinere Koalitionspartner können Dauerregierungsparteien sein! Die deutsche FDP saß, von 1969 bis 1998, 29 Jahre am Stück in der Bundesregierung! |

John Rawls
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 13. April 2006 - 09:33 Uhr: | |
Die deutsche FDP saß, von 1969 bis 1998, 29 Jahre am Stück in der Bundesregierung! Stimmt nicht. Nach dem Rückzug aus der Regierung am 17. September 1982 saß sie bis zur Wahl Kohls am 4. Oktober in der Opposition. |

Mitdenker (Unregistrierter Gast)
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 13. April 2006 - 09:49 Uhr: | |
Helmut Kohl musste 3 Wochen lang alleine regieren. Das ist kein sonderlich langer Zeitraum. 29 Jahre Regierung sind eine Menge Zeit, gegenüber 3 Wochen Opposition. |

John Rawls
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 13. April 2006 - 10:58 Uhr: | |
Wieder falsch. Nicht Helmut Kohl musste drei Wochen alleine regieren, sondern Helmut Schmidt - besser: dieser und sein Kabinett. Die Ämter wurden in dieser Zeit kommisarisch durch Kabinettsmitglieder mitbesetzt. So war H. Schmidt z.B. gleichzeitig Kanzler und Außenminister oder Björn Engholm Bildungsminister und Landwirtschaftsminister. |

Mitdenker (Unregistrierter Gast)
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 13. April 2006 - 11:54 Uhr: | |
Na gut, ich habe vor zwei Stunden, den falschen Kanzler genannt! Adenauer war auch einmal Bundeskanzler und Außenminister in Personalunion. Was konnte Helmut Schmidt mit seinem kommissarischen Kabinett bewirken? Was dürfen solche Kabinette entscheiden? |

ap (Unregistrierter Gast)
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 13. April 2006 - 14:22 Uhr: | |
"Was konnte Helmut Schmidt mit seinem kommissarischen Kabinett bewirken? Was dürfen solche Kabinette entscheiden?" Genauso viel wie jedes andere Bundeskabinett. |

Mitdenker (Unregistrierter Gast)
| | Veröffentlicht am Sonntag, 23. April 2006 - 10:36 Uhr: | |
Es gibt nicht immer nur Dauerregierungsparteien. Laut www.worldstatesmen.org, wurde die Stadt Denver von 1904 - 1983, durchgehend von parteilosen Bürgermeistern regiert. |