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Direkter Dialog mit den Politikern

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Jana_hh
Veröffentlicht am Donnerstag, 25. August 2005 - 12:43 Uhr:   

Ich wollte nur einmal fragen, ob hier jemand schon einmal Gelegenheit hatte direkt mit einem Politiker zu sprechen und von seinen oder ihren Erfahrungen berichten kann.
Ich habe nämlich das Gefühl, dass sowas praktisch nicht mehr stattfindet und abgelöst wurde, durch TV Diskussionen und ähnliches. Was ich sehr schade finde und auch einfach demokratisch gesehen als "nicht richtig" empfinde.
Meiner Ansicht nach, müßte viel mehr direkt mit uns, den Wählern, das Gespräch gesucht werden.
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Marek
Veröffentlicht am Donnerstag, 25. August 2005 - 12:47 Uhr:   

Hallo Janna,

die meisten Politiker bieten Sprechstunden an und sind außerdem oft bei Veranstaltungen, Infoständen, etc. ansprechbar.
Allerdings werden diese Gelegenheiten nur sehr wenig wahrgenommen.
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Juwie
Veröffentlicht am Donnerstag, 25. August 2005 - 15:45 Uhr:   

Wo ich wohne, reicht ein regelmäßiger Blick in die Tageszeitung. Ansonsten kurzer Anruf im Wahlkreisbüro des Abgeordneten (Daten sind über die Abgeordnetenseiten der jeweiligen Parlamente abrufbar).
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J.A.L.
Veröffentlicht am Donnerstag, 25. August 2005 - 18:13 Uhr:   

"Meiner Ansicht nach, müßte viel mehr direkt mit uns, den Wählern, das Gespräch gesucht werden."

Wenn du reden möchtest, dann ist es allerdings an dir, das Gespräch zu suchen. Aus eigener Erfahrung im politischen Betrieb kann ich dir sagen, dass jeder Politiker sich Zeit für Gespräche mit Wählern nehmen wird.
Denke sonst mal nur an die Leute, die sich von ungebetenen Politikergesprächen belästigt fühlten.
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Florian
Veröffentlicht am Donnerstag, 25. August 2005 - 18:55 Uhr:   

Ich hatte im letzten Jahr bei einer konkreten Sachfrage das Bedürfnis, mit einem Politiker zu sprechen.

Ich habe dazu das Büro meines Wahlkreisabgeordneten angerufen und um einen Rückruf des Abgeordneten gebeten. Nach 2 Stunden hatte ich den Abgeordneten am Apparat. Wir haben uns dann eine halbe Stunde lang über mein Problem unterhalten.

So einfach ist das.
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Bürger
Veröffentlicht am Donnerstag, 25. August 2005 - 20:21 Uhr:   

@Florian
Wahrscheinlich gehörst Du seiner Partei an, oder? Ich sehe im Moment überall nur "Info"stände mit (wohl bezahlten) Parteisoldaten, aber Herrn Schröder, Frau Merkel, Herrn Fischer oder Herrn Westerwelle (oder einen sonst mir bekannten - und darauf kommt es mir an - Menschen) habe ich dort nicht gesehen, bei dem ich einfach mal Luft ablassen kann über den Scheiß den sie verzapfen. Ich will ja nicht mit irgendeinem Befehlsempfänger, der im Parlament auf Geheiß seine Hand hebt, sprechen, sondern mit den Entscheidern und das auch direkt und ohne Umweg über irgendwelche Vorzimmerdamen, die dann filtern.
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zigzag
Veröffentlicht am Donnerstag, 25. August 2005 - 22:51 Uhr:   

Auf folgender Internetseite kannst du deine Fragen an alle Direktkandidaten senden:

www.kandidatenwatch.de
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John Rawls
Veröffentlicht am Freitag, 26. August 2005 - 00:21 Uhr:   

Vielleicht ist der Wunsch, "Bürger", nur mit hochrangigen "Entscheidern" direkt reden zu wollen, aber auch eine Spur zu, äh, selbstbewusst.

Wenn du dich über dein defektes Auto beschweren willst, rufst du ja auch nicht gleich beim Jürgen Schrempp an. Oder gegen das lästige Glockenläuten sonntags morgens, bei Benedikt XVI., oder?

Oh, doch? Und deine Post brigt dir Klaus Zumwinkel ans Bett? Na dann wirst du unsere Hilfe ja wohl nicht mehr benötigen.
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Florian
Veröffentlicht am Freitag, 26. August 2005 - 12:07 Uhr:   

@ Bürger:
Nein, ich bin in keiner Partei.
Aber auch ohne Parteimitgliedschaft glaube ich, einen Rückruf eines Abgeordneten durchaus erwarten zu dürfen (speziell dann, wenn ich seiner Sekretärin ein konkretes Anliegen schildern kann und nicht nur Dampf ablassen will).
Beim Kanzler wird das natürlich nicht mehr möglich sein.

Den Worten von John Rawls schließe ich mich daher an.
Nur noch eine Ergänzung: Wenn man schon die Chance hat, mit einem Politiker zu reden, dann ist es ziemlich unklug "einfach mal Luft abzulassen über den Scheiß den sie verzapfen".
Denn das verschafft vielleicht emotionale Befriedigung, bringt aber wohl kaum einen Politikwechsel.

Nach meiner Erfahrung sind Abgeordnete sachlich und überzeugend vorgetragenen Argumenten gegenüber durchaus aufgeschlossen.
Natürlich ist das "nur" ein einfacher Abgeordneter. Es ist aber schon so, dass auch ein Abgeordneter Einfluss nehmen kann.
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Good Entity
Veröffentlicht am Samstag, 27. August 2005 - 22:51 Uhr:   

Ob die "Parteisoldaten an den Infoständen" wissen, dass sie "wohl bezahlt" werden, wie Bürger meint? Vielleicht von Zeitarbeitsfirmen, denn es ist ja ein Saisonjob? Das ist doch eine abwechslungsreiche Tätigkeit, ganz im Sinne der Werbung: Heute vertrete ich moderat Hartz IV für die SPD, morgen dann haue ich ganz unmoderat für die Linke.PDS da drauf, dann mache ich für die NPD ein kerniges und "gesocksfeindliches" Gesicht, dann wieder bibelfest für die PBC ...

Auch der Sinn von "irgendwelchen Vorzimmerdamen" ist mir gerade wieder sehr deutlich geworden.
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Jesauer
Veröffentlicht am Sonntag, 28. August 2005 - 20:56 Uhr:   

Ich weiß nicht, ob der "Bürger" das ernst meint, was er da so verzapft...die Parteimitglieder und Sympathisanten an den Wahlstänen werden nicht bezahlt, sondern machen das sogar freiwillig, aus Überzeugung, dass sie zumindest nicht das Falscheste vertreten, sagen wir es mal ganz vorsichtig.
Und prinzipiell ist jeder Abgeordnete ein Entscheider. Wenn du mit Entscheidern sprechen willst, solltest du dich vielleicht auch einmal an die Ministerialbürokratie wenden, die entscheiden nämlich auch noch...ja und an die Vorstände der Parteien auch noch...und und und.
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Martinus
Veröffentlicht am Montag, 29. August 2005 - 11:07 Uhr:   

" Ich wollte nur einmal fragen, ob hier jemand schon einmal Gelegenheit hatte direkt mit einem Politiker zu sprechen und von seinen oder ihren Erfahrungen berichten kann."

Ja, beruflich kommt das öfter vor... vor der Landtagswahl hatte ich z.B. die Gelegenheit zu einem 15-Minuten-Gespräch mit P.H. Carstensen und jetzt zur BTW schreibe ich ein Portrait über den SPD-Direktkandidaten.
Letzterer Termin war deutlich erfreulicher. Allerdings ist der Gute auch noch kein Berufspolitiker; ich hoffe, er behält seine Art nach seinem Einzug in den Bundestag (der aber wohl eher nicht klappen wird) bei.
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Konstantin
Veröffentlicht am Sonntag, 18. September 2005 - 00:15 Uhr:   

Ich habe auch das Gefühl, nicht in Kontakt mit Politikern zu kommen. Emails wurden nicht beantwortet, telefonisch waren sie überfragt - was soll man da tun? Sollte der Kontakt an Bürokratie scheitern? Das Gedankengut und Einwände oder Fragen der Bürger sind nicht mehr wichtig genug. Dadurch entsteht bei vielen Menschen auch Politik-Verdruss. Die Medien wie das Internet wären doch prima für den Kontakt, wobei das auch kein Ersatz zu einem persönlichen Gespräch ist.
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Good Entity
Veröffentlicht am Sonntag, 18. September 2005 - 14:39 Uhr:   

Email? Vor 5 Jahren war das ein interessantes Medium, heute ist das für eine erste Kontaktaufnahme mit gewerblichen oder sonst beruflichen Empfängern doch praktisch tot. Da wird man mit großer Wahrscheinlichkeit als unbekannter, unverlangter und damit zweifelhafter Absender im Spamfilter samt Viagrawerbung, Aufforderung zur Eingabe von PINs und TANs und sonstigem Müll gleich vom Büro beim Vorcheck entsorgt. Außerdem erweckt es unwillkürlich den Eindruck von Serienmail, weil es ja auch nichts kostet, 602 Abgeordneten die gleiche Frage zu stellen. - Ich würd' 'nen konkreten Brief an genau den oder die wenigen für Dein Problem relevanten Politiker schreiben und Antwort per email anregen.
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Sole
Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 11:37 Uhr:   

Ich kenne das Spiel ja von beiden Seiten. In der hauptamtlichen Ebene (Bürgermeister, Dezernenten, Wahlkreismitarbeiter, Landes/Bundesabgeordnete, Parteimitarbeiter) kommt man eigentlich mit Emails recht weit - sowohl an die eigene als auch an Fremde.

Wichtig bei Emails ist, dass man sich nicht an Gremien oder Körperschaften wendet, sondern an eine konkrete Person.

Telefonanrufe sind eher für Terminvereinbarungen gut. Da geht man besser über den Mitarbeiter.

Minister, Staatssekretäre sollte man eher schriftlich (Brief) ansprechen.

Wichtig:
- Überlege dir vorher, was du eigentlich willst.
- Informiere dich, wer geeignet ist, dir zu helfen. Das ist nicht immer der Wahlkreisvertreter.
- Fasse dich kurz und bleib bei EINEM Thema.

Klappt eigentlich fast immer.

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