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Bernd Schaller
| | Veröffentlicht am Samstag, 05. Juni 2004 - 20:01 Uhr: | |
Ich suche die Namen der MdL der Bayernpartei von 1958-1966. Interessant wären auch die Mitglieder der Bezirkstage von 1950 bis jetzt und Bürgermeister sowie Landräte. Kann jemand helfen? Danke für Eure Mühen. |

Martin Uhl
| | Veröffentlicht am Samstag, 05. Juni 2004 - 22:48 Uhr: | |
Tipp: Geh auf www.bayernpartei.org . Dort findest du sicherlich genug Informationen über die Geschichte über diese Separatistenpartei |

Juwie
| | Veröffentlicht am Sonntag, 06. Juni 2004 - 13:51 Uhr: | |
Evtl. auch: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung / Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit: Die Landtagswahl von A bis Z. 15. Landtagswahl ind Bayern am 21. September 2003, München 2003, S. 172-217 (alphabetisches Verzeichnis aller Abgeordneten des Bayerischen Landtags seit 1946). Mache auch gerne eine Kopie und schicke sie zu. Brauche nur eine Adresse. |

c07
| | Veröffentlicht am Sonntag, 06. Juni 2004 - 14:07 Uhr: | |
Die Liste gibts auch online, nur nicht nach Partei sortiert. Sollte aber bei ernsthaftem Interesse kein Problem darstellen. |

C.-J. Dickow
| | Veröffentlicht am Sonntag, 06. Juni 2004 - 16:58 Uhr: | |
Die Liste ist durchaus interessant, vor allem was die Parteiwechsler angeht. Wobei es mich von den Socken gehauen hat, daß es einen Abgeordneten mit der Karriere CSU -> BHE-DG -> Grüne gibt, nämlich den August Haußleiter. Ich habe dann mal ein bißchen recherchiert und festgestellt, daß der Herr erst aus der CSU ausgeschlossen wurde, dann die "Deutsche Gemeinschaft" (DG) gegründet hat, für die er aufgrund einer Listenverbindung mit den Heimatvertriebenen 1950 erneut in den Landtag einzog. Die DG hat er dann 1965 mit anderen national-neutralistischen Parteien zur "Aktionsgemeinschaft Unabhängiger Deutscher" (AUD) fusioniert, für die er x-mal erfolglos kandidert hat. Dieser Laden ist dann in den Grünen aufgegangen, in deren ersten Bundesvorstand Haußleiter dann einer der drei Sprecher und Chefredakteur der Parteizeitung war. Für die Grünen in Bayern hat Haußleiter 1986 auf einem hinteren Listeplatz in Oberbayern kandidiert und wurde dann hochgehäufelt. |

Bernd Schaller
| | Veröffentlicht am Montag, 07. Juni 2004 - 14:56 Uhr: | |
Danke für die zahlreichen Infos. @ C.J. Dickow: Haußleitner hat 1986 soviel ich weiß das Mandat nicht angetreten da er damals schwerkrank war. Müßte kurz darauf auch gestorben sein. |

Juwie
| | Veröffentlicht am Dienstag, 08. Juni 2004 - 07:49 Uhr: | |
Die bayerischen Grüner waren nach der Gründung tatsächlich sehr "bürgerlich" bzw. religiös motiviert. Insofern ist die relative Stärke der ödp in Bayern kein größeres Wunder. Nach Aussage vieler Grüner der ersten Stunde, verfügte Haußleitner vor allem über fundiertes Wissen bzgl. der Organisation einer Partei und hat damit wichtige "Anschubhilfe" geleistet. Die programmatischen Auseinandersetzungen müssen aber sehr tiefgreifend und verletzend gewesen sein. Auch in Raschkes Standardwerk über die Grünen heißt es zum Landesverband Bayern, er sei anders... |

c07
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 10. Juni 2004 - 15:57 Uhr: | |
Haußleiter hat das Mandat mindestens formal angetreten und es ein 2/3 Jahr behalten (siehe hier). Übrigens ist die AUD in Bayern schon 1978 (also deutlich vor der Gründung der Grünen) bei der Landtagswahl als "Die Grünen" angetreten und hat 1,8% bekommen. An dieser Liste war auch die GAZ beteiligt, in deren Tradition heute die ÖDP steht, nicht aber die linkeren Teile der späteren Grünen. Hochburgen (wenn auch schwach ausgeprägt) waren entsprechend auch Schwaben und Niederbayern (hängt aber wohl auch mit der Verteilung der AKW-Standorte in Bayern zusammen). |

Bernd Schaller
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 10. Juni 2004 - 16:18 Uhr: | |
@c07: Ich meine, mich dunkel erinnern zu können, daß Haußleitner damals schwer kramk war und auf Druck seiner eigenen Partei dann nach einiger Zeit verzichtete. |

Liberaldemokrat
| | Veröffentlicht am Freitag, 11. Juni 2004 - 18:49 Uhr: | |
In Archiv bei Wahlrecht.de findet man unter Bayern, dass die FDP 1990, 7 Sitze hatte. In dieser Liste findet man jedoch 8 Personen: G. Bock, J. Doeblin, WD. Großer, J. Grünbeck, D. Fhr. v. Gumppenberg, K. Hiersemenzel, J. Spatz, G. Zech |

Matthias Cantow
| | Veröffentlicht am Freitag, 11. Juni 2004 - 23:39 Uhr: | |
Josef Grünbeck (FDP) hatte am 29.01.1991 auf sein Mandat verzichtet, Gisela Bock ist einen Tag später nachgerückt (Quelle: siehe Link im obigen Beitrag von c07 vom 10. Juni 2004 - 15:57 Uhr). |