| Autor |
Beitrag |

Arne
| | Veröffentlicht am Montag, 23. September 2002 - 01:53 Uhr: | |
Und damit ist dann der CDU/CSU auch die letzte Argumentationshilfe abhanden gekommen, um sich zum Sieger zu erklären :-) Wie sagte doch Ede noch vor wenigen Stunden: "Wir stellen die stärkste Formation" ?!?! (nachdem das mit der Fraktion schon nicht mehr stimmte) |

Diogenes
| | Veröffentlicht am Montag, 23. September 2002 - 01:54 Uhr: | |
@Cram Wahrscheinlich hast Du recht. Mich wundert es aber das die Politik der angeblichen Äquidistanz von Herrn Westerwelle so viele Wähler anscheinend verunsichert hat. Für mich war es nie eine Frage mit welchem Koalitionspartner die FDP eine Regierung gebildet hätte. Ich kann programmatisch nicht allzuviele Gemeinsamkeiten mit der SPD erkennen. Ich selbst habe die Erststimme auch dem FDP-Kandidaten gegeben, obwohl ich mich dazu erst in der Wahlkabine wieder umentschieden habe. Der Kandidat der CDU war mir vollkommen unsymphatisch. Allerdings wohne ich auch in NRW, da ist das ja eh nicht relevant. Die FDP hat heute totalen Schiffbruch erlitten, das hätte ich so nicht erwartet. Ich hoffe nur das Jürgen Möllemann endlich in die Wüste geschickt wird. Quartalsirre haben in der Politik nichts verloren. Gruß Diogenes |

Wilko Zicht
| | Veröffentlicht am Montag, 23. September 2002 - 01:55 Uhr: | |
Der Berliner Landeswahlleiter hat bei SPD und CDU andere Zahlen als der Bundeswahlleiter: http://www.statistik-berlin.de/wahlen/bundestagswahl-2002/ergebnis/ueberblick/zweit-berlin.htm http://www.bundeswahlleiter.de/bundestagswahl2002/deutsch/ergebnis2002/bund_land/wahlkreis/kr99911.htm |

kohlenschipper
| | Veröffentlicht am Montag, 23. September 2002 - 01:56 Uhr: | |
hipp hipp hurra geiles forum dank euch allen von wegen ÜM, und so |

Daniel
| | Veröffentlicht am Montag, 23. September 2002 - 01:58 Uhr: | |
Welchen Sinn hat es, Kandidaten von FDP oder Grünen Erststimmen zu geben...? Seh ich nicht ein.... |

Matze
| | Veröffentlicht am Montag, 23. September 2002 - 02:01 Uhr: | |
Wenn man halt weder mit dem Kandidaten von Union oder SPD was anfangen und seine Unterstützung für FDP/Grüne bekunden möchte, kann man auch FDP/grüne mit der Erststimme wählen. Ich hatt mich selbst erst heute dazu entschieden, meine Erststimme nicht der FDP zu geben |

Daniel
| | Veröffentlicht am Montag, 23. September 2002 - 02:03 Uhr: | |
Naja, aber letztendlich sind solche Erststimmen genauso sinnlos (von Ausnahmen abgesehen) wie Westerwelles Kanzlerkandidatur... Auch wenn Fischer in Frankfurt 20% bekommen hat... |

marcel
| | Veröffentlicht am Montag, 23. September 2002 - 02:04 Uhr: | |
ich frag mich echt was das mit den wahlleitern sein soll?! da stimmt ja nicht mal die zahl der waehler! lagen da noch zettel unterm tisch oder wie muss ich mir das vorstellen... |

Diogenes
| | Veröffentlicht am Montag, 23. September 2002 - 02:06 Uhr: | |
@daniel das ist im Grunde vollkommen egal wem man seine Erststimme gibt. Entscheidend ist es nur dort wo eine der großen Parteien Überhangmandate erringen kann. Dort sollte man tunlichst mit seiner Erststimme den Kandidaten des größeren Partners wählen und die Zweitstimme dem kleineren. Das erhöht die Chancen für Überhangmandate. In NRW wird es wohl nie Überhangmandate geben können, da kann man die Erststimme auch den Violetten geben. FDP Wähler in BW die eine schwarz/gelbe Koalition favorisieren müssen nicht mehr alle Tassen im Schrank haben, wenn sie dem FDP-Kandidaten ihre Erststimme geben. Gruß Diogenes |

Matze
| | Veröffentlicht am Montag, 23. September 2002 - 02:06 Uhr: | |
Natürlich sind solche Stimmen letztendlich für das Ergebnis sinnlos, aber man unterstützt keinen Kandidaten, den man nicht will und zeigt der FDP/den Grünen seine Unterstützung. |

Cram
| | Veröffentlicht am Montag, 23. September 2002 - 02:08 Uhr: | |
Daniel, gar keinen (mit Ausnahme Berlin-Kreuzber-Friedrichshain wo Ströbele für die Grünen tatsächlich das Direktmandat geholt hat). In den Bundesländern wo keine Überhangmandate entstehen (das sind die meisten, in NRW, Hessen, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen, usw. (Überhangmandate kommen häufig in Ostdeutschland, Baden Württenberg, Hamburg, u.U. Bremen, Schleswig-Holstein und Saarland vor) macht es aber keinen Unterschied. Basis für die Sitzverteilung ist schließlich ausschließlich die Zweitstimme (es sei den es kommt zu Überhangmandaten). Daher nützt eine Erststimme für eine kleine Partei dieser nicht, es schadet ihr und dem größeren (potentiellen) Koalitionspartnerin vielen Fällen aber auch nicht. In Überhangmandatsbundesländern ist Stimmensplitting sinnvoll: Erststimme: z.b in Hamburg SPD, Zweitstimme Grün (durch Überhangmandat nutzen der SPD auch mehr Zweitstimmen nichts, den Grünen können sie dagegen ein Mandat bringen, In Baden-Württenberg: Erststimme CDU, Zweitstimme FDP). |

Carsten
| | Veröffentlicht am Montag, 23. September 2002 - 02:17 Uhr: | |
Mensch, wie lange braucht die Bundeswahlleitung denn noch, um das Kasseler Ergebnis in das Gesamtergebnis zu übernehmen ?!?!?!? |

ich
| | Veröffentlicht am Montag, 23. September 2002 - 02:19 Uhr: | |
In den meisten Wahlkreis macht es aber auch keinen Sinn, die Erststimme SPD, CDU oder CSU zu geben. Dann kann man gleich was anderes wählen. |

Diogenes
| | Veröffentlicht am Montag, 23. September 2002 - 02:19 Uhr: | |
Der Bundeswahlleiter ist wahrscheinlich schon schlafen gegangen oder die Leute trauen den Kasseler nicht und zählen alle Stimmen noch mal nach. |

marcel
| | Veröffentlicht am Montag, 23. September 2002 - 02:20 Uhr: | |
@carsten der landeswahlleiter in hessen hat das scheinbar noch nicht einmal: http://www.hsl.de/btw2002/vorl/tabz170.htm |

Diogenes
| | Veröffentlicht am Montag, 23. September 2002 - 02:21 Uhr: | |
Unser Wahlsystem ist arg reformbedürftig. Wenn die Regierung schon nicht die wichtigen Reformen anpackt, dann kann sie ja versuchen auf diesem Feld zu punkten. |

Matze
| | Veröffentlicht am Montag, 23. September 2002 - 02:21 Uhr: | |
Genau, in den meisten Wahlkreisen steht der Sieger eh schon vorher fest. Dann kann ich anstatt zu taktieren auch gleich meinem Gewissen folgen und das wählen, was ich für richtig halte, völlig unabhängig davon, ob es einen Einfluss auf das Ergebnis hat. So sollte es doch eigentlich sowieso sein. |

marcel
| | Veröffentlicht am Montag, 23. September 2002 - 02:21 Uhr: | |
in den nachrichten auf rtl kam das da einige in kassel keinen bock mehr hatten zu zaehlen, weils schon "so spaet" ist die sind einfach nach hause gegangen und jetzt zaehlen weniger ohne worte... |

marcel
| | Veröffentlicht am Montag, 23. September 2002 - 02:23 Uhr: | |
endlich, kassel: SPD 117 278 49,4 CDU 68 458 28,8 |

Michael
| | Veröffentlicht am Montag, 23. September 2002 - 02:27 Uhr: | |
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,215225,00.html "Der Landeswahlleiter sagte, sollte es nicht mehr gelingen, alle Stimmzettel in der Nacht auszuzählen, werde das vorläufige Landesergebnis möglicherweise durch eine Hochrechnung ermittelt." |

Michael
| | Veröffentlicht am Montag, 23. September 2002 - 02:28 Uhr: | |
ops, hätte wohl nocbmal refreshen sollen. ;) |

marcel
| | Veröffentlicht am Montag, 23. September 2002 - 02:29 Uhr: | |
hehe ;) |

zigzag
| | Veröffentlicht am Montag, 23. September 2002 - 02:29 Uhr: | |
Vorläufiges amtliches Endergebnis der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern, wenn´s hier jemanden interessiert: http://de.news.yahoo.com/020923/12/2z1iu.html |

Diogenes
| | Veröffentlicht am Montag, 23. September 2002 - 02:29 Uhr: | |
@marcel Deine Werte scheinen mir unrealistisch. Das sind ja schon über 185.000 Stimmen zusammen. Das ist ja viel mehr als ein gewöhnlicher Wahlkreis überhaupt an abgegebenen Stimmen hat. Woher kommen denn die Zahlen? |

Cram
| | Veröffentlicht am Montag, 23. September 2002 - 02:30 Uhr: | |
Diogenes, du schreibst: "Mich wundert es aber das die Politik der angeblichen Äquidistanz von Herrn Westerwelle so viele Wähler anscheinend verunsichert hat. Für mich war es nie eine Frage mit welchem Koalitionspartner die FDP eine Regierung gebildet hätte. Ich kann programmatisch nicht allzuviele Gemeinsamkeiten mit der SPD erkennen." Stimmt absolut: wieso konnte die FDP das dann nicht klar erklären: wir sehen mehr Gemeinsamkeiten mit der Union und wenn es für Schwarz-Gelb reicht werden wir das anstreben (das hätte ihr mehr Zweitstimmen gebracht). Wenn es für Schwarz-Gelb nicht gereicht hätte, es aber eine Rot-gelbe Mehrheit gegeben hätte(was dann möglicherweise der Fall gewesen wäre) und eine rot-gelbe Koalition gekommen wäre (was natürlich angesichts der Rot-grünen Mehrheit ausgeschlossen ist, aber die theoretische Option hätte bestanden (die FDP steht nun nämlich erstmals als Oppositionspartei da die keine Chance hat in die Regierung zu kommen; weder Rot-gelb noch Schwarz-gelb haben rechnerisch eine Mehrheit (die letzten vier Jahre gab es theoretisch immer die Rot-gelbe Konstellation); die FDP ist damit in einer noch ungünstigeren Ausgangslage als 1998), hätten die Wähler dafür Verständnis gehabt (wenn zumindest inhaltlich eine Politikveränderung damit verbunden gewesen wäre, zumindestens). |