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Wahlticker
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Sonntag, 23. Februar 2020 - 20:16 Uhr: | |
Und warum rechen Landeswahlleiter überhaupt etwas hoch, sollten die nicht einfach nur stumpf die Zahlen addieren? |

Wilko Zicht
Moderator
| | Veröffentlicht am Sonntag, 23. Februar 2020 - 20:34 Uhr: | |
Die Berechnung stammt nicht vom Landeswahlleiter, sondern vom Statistischen Amt. In Hamburg ist der Leiter des Statistik-Amts nicht der Landeswahlleiter. |

Wahlhelfer
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Sonntag, 23. Februar 2020 - 20:51 Uhr: | |
Das mag ein Grund sein, aber (Verschwörungstheorie?) es ist natürlich auch denkbar, dass die AfD-Anhänger systematisch falsche Angaben machen bei den Exit Polls. Zudem bot sich so die Gelegenheit, die AfD aus den Fernsehrunden direkt nach der Wahl herauszuhalten. |

Wilko Zicht
Moderator
| | Veröffentlicht am Sonntag, 23. Februar 2020 - 21:20 Uhr: | |
Die Hauptmotivation der Institute am Wahlabend ist, mit den Prognosen und Hochrechnungen möglichst dicht am späteren Wahlergebnis zu liegen. Dazu unternehmen sie erhebliche Anstrengungen und basteln wochenlang an ihren Modellen. Diese Arbeit selbst absichtlich zu torpedieren, nur damit die AfD ein Interview weniger bekommt, wäre reichlich bescheuert. Dass AfD-Wähler häufig falsche Angaben machen, ist den Instituten bekannt und wird anhand von Erfahrungswerten berücksichtigt. |

görd
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Sonntag, 23. Februar 2020 - 21:26 Uhr: | |
Kann mir vorstellen, dass nach Hanau es für AfD-Wähler noch peinlicher war und daher die Abweichung größer. |

Wahlhelfer
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Sonntag, 23. Februar 2020 - 21:26 Uhr: | |
Der Effekt der falschen Angaben könnte nach Hanau stärker gewesen sein als sonst. Vielleicht ist auch nach Hanau der Stimmanteil an der Urne relativ deutlich geringer als bei der Briefwahl, aber ich weiß nicht, ob dieser Effekt beim Statistischen Amt berücksichtigt wird. |

Wilko Zicht
Moderator
| | Veröffentlicht am Sonntag, 23. Februar 2020 - 21:30 Uhr: | |
2015 hatte Infratest dimap die AfD in den Exit Polls um 0,9% unterschätzt. Im Moment sieht alles danach aus, als wären sie diesmal dichter am Ergebnis. Die richtige Auszählung morgen dürfte die AfD übrigens eher wieder etwas nach unten drücken, weil die ganzen "Bürgermeisterstimmzettel" (5 x Tschentscher + 5 x SPD-Liste) dann geheilt und ins Ergebnis einfließen werden. |

Mark Tröger
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Sonntag, 23. Februar 2020 - 21:33 Uhr: | |
In den letzten Wochen wurde die AfD vermehrt in den Medien als faschistisch bezeichnet und ihr Terroranschläge in die Schuhe geschoben. Deshalb wollen jetzt bestimmt noch weniger AfD-Wähler mit ARD/ZDF reden als die es aus ihren Erfahrungen kennen. Vielleicht haben sie deshalb die AfD unterbewertet. Die AfD steht jetzt bei 200842 von 3745035 ausgezählten Stimmen (5,36%) bei 1768 von 1884 ausgezählten Bezirken. Selbst wenn überall sonst 0 Stimmen für die AfD abgegeben wurden, würde sie demnach bei rund 5,03% landen. |

Wahlhelfer
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Sonntag, 23. Februar 2020 - 21:37 Uhr: | |
Die "Bürgermeisterstimmzettel" müssen aber doch in irgendeiner Weise auch jetzt schon berücksichtigt sein... |

Matthias Cantow
Moderator
| | Veröffentlicht am Sonntag, 23. Februar 2020 - 21:47 Uhr: | |
Nein, nur zweifelsfrei gültige Stimmen wurden heute gezählt: https://www.hamburg.de/contentblob/12333984/data/ga-urne.pdf (siehe 7.4.1 ab S. 28) |

Mark Tröger
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Sonntag, 23. Februar 2020 - 21:47 Uhr: | |
Vermutlich werden die vorläufig ungültig gewertet. Könnte aber eher der FDP das Genick brechen, die momentan bei 4,992% liegt. Wenn die derzeit 23487 ungültigen Stimmzettel alle an die SPD fallen würden, würde das die FDP auf 4,844% drücken. (Beitrag nachträglich am 23., Februar. 2020 von Widder editiert) |

Wahlhelfer
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Sonntag, 23. Februar 2020 - 22:22 Uhr: | |
Der Punkt ist also, dass Stimmzettel mit mehr als fünf Stimmen prinzipiell ungültig sind, es sei denn, die Stimmen sind alle für eine einzige Partei abgegeben worden? Mir ist unklar, wie oft so etwas vorkommt. |

cyrix
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Sonntag, 23. Februar 2020 - 22:58 Uhr: | |
5 Wahllokale vor Schluss fehlen der FDP noch 7 Stimmen... |

Matthias Cantow
Moderator
| | Veröffentlicht am Sonntag, 23. Februar 2020 - 23:02 Uhr: | |
Das war zur Bürgerschaftswahl 2015 der größte Teil der ungültigen Stimmen aufgrund von mehr als fünf Stimmen, siehe https://www.buergerschaft-hh.de/ParlDok/dokument/49901/wortprotokoll-protokoll-der-%C3%B6ffentlichen-sitzung-des-verfassungs-und-bezirksausschusses.pdf (siehe die Sonderauswertung von ungültigen Landeslistenstimmzetteln mit mehr als fünf Stimmen bei der Bürgerschaftswahl 2015, Anlage 2 auf S. 79 f.) Bei den nicht entschiedenen (und ausgezählten) Sonderstapel-Stimmzettelheften wird es aber auch „normale“ Gültigkeitsprobleme geben. |

Wahlhelfer
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Sonntag, 23. Februar 2020 - 23:06 Uhr: | |
Die FDP war bei den ausgezählten Stimmen lange unter 5%, bei den Hochrechnungen aber jeweils drüber. Nun ist sie auch bei den ausgezählten Stimmen drüber. Das ist durchaus eine gute Leistung der Prognostiker. |

zigzag
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Sonntag, 23. Februar 2020 - 23:26 Uhr: | |
Ergebnis: SPD: 39,0% (-6,6) GRÜNE: 24,2% (+11,9) CDU: 11,2% (-4,7) LINKE: 9,1% (+0,6) AfD: 5,3% (-0,8) FDP: 5,0% (-2,4) Sonstige: 6,2% (+2,0) (darunter: PARTEI: 1.4% Volt: 1.3%) Laut Wahlrecht-Twittermeldungen: Die heutige „Vorab-Auszählung“ in allen 1.884 Stimmbezirken abgeschlossen, die #FDP liegt mit 5,003% genau 120 Stimmen über der Fünfprozenthürde. Es spricht aber viel dafür, dass sie durch die neue Heilungsregel bei der morgigen Auszählung noch unter 5 % fallen wird. Hinzu kommt zu Lasten der #FDP ein offensichtlicher Fehler im Stimmbezirk 43202. Hier wurden vermutlich die Ergebnisse von FDP und Grünen vertauscht. Sollte sich das bestätigen, wird die FDP allein in diesem Wahlbezirk rund 400 Stimmen verlieren. |

Holger König
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| | Veröffentlicht am Montag, 24. Februar 2020 - 00:39 Uhr: | |
Sehr eigenartig ist die Entwicklung des AfD-Ergebnisses. Während bei der FDP die Zahlen ab 18 Uhr immer bei ca. 5% lagen, wurde der AfD erst 4,8% angekündigt. Später stiegen die zahlen allmählich an, um gegen 23 Uhr bei 5,3 % zu liegen. Mann könnte dabei auf den Gedanken kommen, daß es wütende Anrufe von AfD-Funktionären gab, falls die AfD bei unter 5% bleibt, käme es zu Anschuldigungen des Wahlbetruges und Krawall. Dies könnte dann bei den Wahlbehörden zu der Angst geführt haben, mit welcher man die Ergebnisse zu Gunsten der AfD "korregiert" hat. |

Wilko Zicht
Moderator
| | Veröffentlicht am Montag, 24. Februar 2020 - 00:48 Uhr: | |
Es geht um eine Abweichung von ganzen 0,6 Prozentpunkten zwischen Prognose und Ergebnis. Das ist nun wirklich noch im Rahmen des Üblichen. Kein Grund, auf derartige Gedanken zu kommen. Auf Wahlrecht.de haben wir zu allen Wahlen der letzten Jahre die Entwicklung der Hochrechnungen am Wahlabend dokumentiert. Einfach mal nachschauen und vergleichen! |

Wahlhelfer
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Montag, 24. Februar 2020 - 01:42 Uhr: | |
Die Abweichung in Prozentpunkten ist gering, ja. Aber es wurde basierend darauf die Entscheidung getroffen, die AfD-Vertreter nicht in die Runden einzuladen. Das ist unprofessionell, da man weiß, dass die AfD so etwas für sich ausschlachten wird. |

görd
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Montag, 24. Februar 2020 - 08:51 Uhr: | |
Die selbsternannten "Jäger" jammern immer rum, egal was ist. Sollen sie sich doch bei ihren Wählern beschweren, denen es zu peinlich ist, bei der Nachwahlbefragung die Wahrheit zu sagen. |