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Archiv bis 23. April 2017

Wahlrecht.de Forum » Tagesgeschehen » Wahlen, Abstimmungen usw. im europäischen Ausland » Frankreich – Präsidentschaftswahlen » Archiv bis 23. April 2017 « Zurück Weiter »

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tg
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Veröffentlicht am Donnerstag, 20. April 2017 - 18:51 Uhr:   

Wie ist das eigentlich mit den zahlreichen Überseegebieten? Wann schließen dort die Wahllokale und wann werden die Ergebnisse veröffentlicht? Wallis-Futuna, Neukaledonien, Reunion und Mayotte liegen ja zeitlich vor dem Mutterland, die übrigen Gebiete dahinter.
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zigzag
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 20. April 2017 - 18:56 Uhr:   

So weit ich weiß wählen die alle am Samstag (Ortszeit).

Nachtrag:
Samedi 22 avril : premier tour de scrutin en Polynésie française, dans les départements, collectivités et bureaux de vote du continent américain.
https://presidentielle2017.conseil-constitutionnel.fr/tout-savoir/en-resume/calendrier-principales-etapes-de-lelection-presidentielle-de-2017/

Nachtrag2:
Wegen der Zeitverschiebung wählen die Menschen etwa auf den Karibikinseln Guadeloupe und Martinique schon einen Tag früher als der Großteil der Franzosen. In Saint-Pierre und Miquelon vor der Ostküste Kanadas öffneten die ersten Wahllokale um 08.00 Uhr (Ortszeit, 12.00 Uhr MESZ). Die nur rund 5000 Wahlberechtigten des im Nordatlantik gelegenen Überseegebietes sind traditionell die ersten, die bei französischen Präsidentschaftswahlen ihre Stimme abgeben.
In Französisch-Guyana in Südamerika wurden die Wahlurnen eine Stunde später freigegeben. ...
Auch in Französisch-Polynesien, in Neukaledonien sowie in Wallis und Futuna im Südpazifik durften französische Staatsbürger bereits wählen.
Auf den Inseln La Réunion und im Überseegebiet Mayotte im Indischen Ozean werden die Wähler wie in Frankreich selbst am Sonntagmorgen an die Urnen gerufen.

http://www.dw.com/de/pr%C3%A4sidentenwahl-startet-in-%C3%BCberseegebieten/a-38543768

Veröffentlicht werden dürfen alle Zahlen erst am Sonntag nach Wahlschluss um 20 Uhr. Durchgesickert sind sie aber bei den letzten Wahlen schon vorher.

(Beitrag nachträglich am 20., April. 2017 von zigzag editiert)

(Beitrag nachträglich am 23., April. 2017 von zigzag editiert)
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tg
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Samstag, 22. April 2017 - 19:53 Uhr:   

Soeben habe ich im Videotext gelesen, daß in den amerikanischen Überseegebieten die Wahl bereits läuft und St. Pierre e Miquelon (vor der kanadischen Ostküste) den Anfang gemacht hat. Anscheinend wählen die westlich des Mutterlandes gelegenen Gebiete bereits heute, so daß morgen mit dem Schließen der Wahllokale im Mutterland die gesamte Wahl beendet sein wird.
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Good Entity
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Samstag, 22. April 2017 - 21:26 Uhr:   

In Guyana wird auch für die französische Präsidentschaft gewählt. Dort liegt gegen Mittag Ortszeit die Wahlbeteiligung bei rund 25 %. Das entspricht ungefähr der üblichen Höhe, besagt also nichts.

Die Wahlbeteiligung ist in Guyana meist etwas höher als in anderen Überseedepartments, die traditionell nur ein geringes Interesse an solchen Wahlen verzeichnen. Das höhere Interesse in Guyana hängt mit dem Weltraumbahnhof in Kourou mit der Abschussrampe für die Arianeraketen und den dort nur zeitweise arbeitenden relativ vielen Europäern zusammen.

Vom Einfluss auf das Ergebnis her betrachtet kann man die Überseedepartments natürlich im Verhältnis zu den europäischen Departments vernachlässigen. Politisch sehen die Franzosen das natürlich ganz anders.
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Interessierter
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Sonntag, 23. April 2017 - 13:25 Uhr:   

Da es in Frankreich verboten ist, vor Ende der Wahl Prognosen abzugeben, gehe ich davon aus, dass bereits zahlreiche und gute Prognosen existieren (jaja, der Reiz des Verbotenen).

Kennt jemand Links zu solchen?
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zigzag
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 23. April 2017 - 13:33 Uhr:   

Diesmal gibt es wohl keine Nachwahlbefragungen für die Exit Polls. Die Institute verwenden für ihre 20 Uhr- Prognose die Ergebnisse der Gemeinden, die um 19 Uhr Wahlschluss haben und rechnen anhand ihrer Modelle ein Gesamtergebnis aus. Sollten doch irgendwelche Zahlen kursieren (z. B. die Ergebnisse aus den Überseegebieten), waren bisher
zuverlässige Quellen:
http://uselectionatlas.org/FORUM/index.php?PHPSESSID=d47265b94215287cbfb2cdb6ae0d9bcd&topic=260932.0
https://www.romandie.com/news/
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görd
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 23. April 2017 - 18:18 Uhr:   

Erste Nachwahlbefragungen des belgischen Fernsehens sehen Macron auf Platz 1
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zigzag
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 23. April 2017 - 18:22 Uhr:   

Linkergänzungen (leider kann ich die Linkliste nicht mehr editieren. Die 3 Tage sind rum):

http://uselectionatlas.org/FORUM/index.php?PHPSESSID=aabdac933ad69d9ce3a64dec3427bbd0&topic=262912.0
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Interessierter
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Sonntag, 23. April 2017 - 19:18 Uhr:   

Wichtig ist mir, Platz 1 und Platz 2. Welche Stichwahl steht uns bevor.

Beiläufig gesprochen: Ist es nicht interessant, dass das französische Wahlrecht zu anderen Ergebnissen kommt, als vielleicht die Condorcet-Methode käme?
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tg
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 23. April 2017 - 19:23 Uhr:   

"Vom Einfluss auf das Ergebnis her betrachtet kann man die Überseedepartments natürlich im Verhältnis zu den europäischen Departments vernachlässigen."

Ich hab's mal nachgerechnet: In den Überseegebieten leben insgesamt 2.694.000 Einwohner, das sind 4 % von Gesamt-Frankreich. Also etwa der Anteil, den Berlin an Deutschland hat. Eigentlich also schon eine relevante Größe. Aber wenn die Überseegebiete, wie Sie schreiben, "traditionell nur ein geringes Interesse an solchen Wahlen verzeichnen", verringern sie natürlich ihren Einfluß. Und nebenbei bemerkt, stellt sich mir dann auch die Frage, ob diese Gebiete wirklich zu Frankreich gehören wollen.

Zur eigentlichen Wahl: Nach den Umfragen liegen 4 Kandidaten fast gleichauf um 20 %. Da kommt auch etwas Zufall ins Spiel, denn für die Kandidaten kommt es nicht nur darauf an, mindestens Platz 2 zu erreichen, sondern auch den passenden Finalgegner zu bekommen. Fillon dürfte z.B. gegen Le Pen viel bessere Chancen haben als gegen Macron. Und Le Pen hat im 2. Wahlgang wohl gegen Melenchon bessere Aussichten als gegen Fillon oder Macron.
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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 23. April 2017 - 19:49 Uhr:   

"Und nebenbei bemerkt, stellt sich mir dann auch die Frage, ob diese Gebiete wirklich zu Frankreich gehören wollen."
Natürlich wollen sie das. Wie sähe es z. B. auf Reunion oder Mayotte ohne Geld aus Frankreich aus? Mayotte hat ja schon einmal abgestimmt und war im Gegensatz zu den übrigen Komoren-Inseln für Frankreich.

Angeblich Macron vorne, Le Pen, Melenchon und Fillon ungefähr gleich.
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zigzag
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 23. April 2017 - 20:04 Uhr:   

Exit Polls

Elabe / BFMTV, l’express
Emmanuel Macron (EM!): 23,7%
Marine Le Pen (FN): 22%
François Fillon (LR): 19,5%
Jean-Luc Mélenchon (FI): 19,5%
Benoît Hamon (PS): 6,5%
Nicolas Dupont-Aignan (DLF): 5%
Philippe Poutou (NPA): 1,1%
Jean Lassalle (Résistons!): 1,2%
François Asselineau (UPR): 0,8%
Nathalie Arthaud (LO): 0,6%
Jacques Cheminade (S&P): 0,1%

Harris Interactive / M6
Emmanuel Macron (EM!): 24%
Marine Le Pen (FN): 22%
François Fillon (LR): 20%
Jean-Luc Mélenchon (FI): 20%
Benoît Hamon (PS): 6%
Nicolas Dupont-Aignan (DLF): 4,5%
Philippe Poutou (NPA): 1%
Jean Lassalle (Résistons!): 1%
François Asselineau (UPR): 1%
Nathalie Arthaud (LO): 0,5%
Jacques Cheminade (S&P): -%

Ifop-Fiducial / Paris Match, Sud Radio, C News
Emmanuel Macron (EM!): 23,8%
Marine Le Pen (FN): 21,6%
François Fillon (LR): 20,3%
Jean-Luc Mélenchon (FI): 19,6%
Benoît Hamon (PS): 6,1%
Nicolas Dupont-Aignan (DLF): 4,6%
Philippe Poutou (NPA):1,0 %
Jean Lassalle (Résistons!): 1,3%
François Asselineau (UPR): 0,9%
Nathalie Arthaud (LO): 0,6%
Jacques Cheminade (S&P): 0,2%

Ipsos
Emmanuel Macron (EM!): 23,7%
Marine Le Pen (FN): 21,7%
François Fillon (LR): 19,5%
Jean-Luc Mélenchon (FI): 19,5%
Benoît Hamon (PS): 6,2%
Nicolas Dupont-Aignan (DLF): 5,0%
Philippe Poutou (NPA): 1,2%
Jean Lassalle (Résistons!): 1,5%
François Asselineau (UPR): 0,8%
Nathalie Arthaud (LO): 0,7%
Jacques Cheminade (S&P): <0,5%

Kantar Sofres / TF1
Emmanuel Macron (EM!): 23%
Marine Le Pen (FN): 23%
François Fillon (LR): 19%
Jean-Luc Mélenchon (FI): 19%
Benoît Hamon (PS): 6,8%
Nicolas Dupont-Aignan (DLF): 5%
Philippe Poutou (NPA): 1%
Jean Lassalle (Résistons!): 1,5%
François Asselineau (UPR): 1%
Nathalie Arthaud (LO): 0,5%
Jacques Cheminade (S&P): 0,2%

OpinionWay / Orpi, LesEchos, Radio Classique
Emmanuel Macron (EM!): %
Marine Le Pen (FN): %
François Fillon (LR): %
Jean-Luc Mélenchon (FI): %
Benoît Hamon (PS): %
Nicolas Dupont-Aignan (DLF): %
Philippe Poutou (NPA): %
Jean Lassalle (Résistons!): %
François Asselineau (UPR): %
Nathalie Arthaud (LO): %
Jacques Cheminade (S&P): %

(Beitrag nachträglich am 23., April. 2017 von zigzag editiert)
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Bernhard Nowak
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 23. April 2017 - 20:04 Uhr:   

Phoenix meldet: Macron gegen Le Pen in der Stichwahl
(Erste Tendenz)
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Good Entity
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Sonntag, 23. April 2017 - 20:07 Uhr:   

Laut France Live Macron 23 Le Pen 21 Fillon 19 Melenchon 19 Hamon 6.
Also auch in Frankreich zum ersten Male beide "Große Parteien" (Konservative und Sozialisten) nicht in der Endrunde.
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Interessierter
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Sonntag, 23. April 2017 - 20:13 Uhr:   

Tja, ich hätte es nicht für möglich gehalten, aber dann wünsche ich vom Herzen den Marcron guten Erfolg. Er ist definitiv das geringere von zwei Übeln.

Wann darf ich für Macron die Daumen drücken?
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Bernhard Nowak
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 23. April 2017 - 20:18 Uhr:   

Entscheidend wird natürlich auch sein, wie die Parlamentswahlen im Juni ausgehen. Beide Kandidaten brauchen ja eine Parlamentsmehrheit oder es gibt erneut eine Kohabitation.
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Ingo Zachos
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 23. April 2017 - 20:34 Uhr:   

Da die Schwankungsbreite bei 2-2,5 Prozent liegt, ist wohl klar, das Macron im zweiten Wahlgang ist, aber Marion Le Pen muss noch zittern.
Wir erinnern uns, 2012 lag Le Pen für 2-3 Stunden in den Hochrechungen bei 20 Prozent, am Ende erreichte sie aber nur 17,5 Prozent.
Tendenz zudem, das Le Pen bei den Hochrerchnungen gegenüber den Exit Polls verliert. Also warten wir ab, wer sich neben Macron um Mitternacht für den zweiten Wahlgang qualifiziert.
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Bernhard Nowak
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 23. April 2017 - 20:55 Uhr:   

Hochrechnung von 20.45 Uhr hier:
https://www.welt.de/politik/ausland/live163923450/Sozialistischer-Kandidat-ruft-zur-Wahl-Macrons-auf.html
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Good Entity
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Sonntag, 23. April 2017 - 21:04 Uhr:   

@tg: Zu der Frage der Überseeprovinzen weiter oben: Auch in Guyane / Französisch Guayana / Cayenne oder wie immer man dieses Gebiet nennen möchte hat es im Jahre 2010 eine Volksabstimmung gegeben. Mit 70 % hat sich die Wählerschaft gegen eine Einleitung einer verstärkten Autonomie und damit gegen eine mittelfristige Unabhängigkeit entschieden.

Das jetzige Wahlergebnis zeigt, dass alle vier führenden Kandidaten auch Wahlkreise in Guyane gewinnen konnten. Die Karte im Le Figaro zeigt 3 für Fillon, 3 für Macron, 5 für Menenchon und 11 für Le Pen. Insgesamt hat sogar Melenchon die meisten Stimmen in Guyane bekommen, da offensichtlich die Ergebnisse ungleichmäßig verteilt sind. Dies unterstreicht, wie knapp die Wahlen ausgefallen sind und wie sehr das geltende Wahlrecht das entstehende Wahlergebnis formt. Aber wem erzähle ich das.
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Ingo Zachos
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 23. April 2017 - 21:45 Uhr:   

So, Melenchon liegt nun wohl eher bei 19-19,2 Prozent, Le Pen bei 21,7 bis 21,9 Prozent. Melenchon liegt also außerhalb der Schwankungsbreite. Fillion liegt auf 19,8-20, also knapp innerhalb der Schwankungsbreite. Sieht danach aus, als ob Le Pen Zweite hinter Macron wird, aber noch immer ist es im statistischen Schwankungsbereich, wenn auch nur sehr knapp.

Harmon und Fillion haben bereits ihre Niederlagen eingestanden, obwohl es bei Fillion wie gesagt noch gar nicht zu 100 Prozent klar ist.

Beide haben gesagt, sie werden im zweiten Wahlgang für Macron stimmen und rufen auch ihre Anhänger dazu auf.

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